Cyantracks

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Rotlichtabtastung und Cyan Tracks


Das Thema Cyan Tonspuren (dye Tracks) und die damit verbundene Rotlichtabtastung wird schon seit einigen Jahren diskutiert. Daher möchte ich hier mal einige Grundlagen zusammenfassen.

Tonspur
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Tonspur

Herkömmliche Tonspuren werden beim Entwickeln gesondert behandelt. In einem speziellen Prozessschritt wird zusätzlich Silber in die schwarzen Bereiche eingelagert. Dies führt zu einer höheren Dichte für infrarotes Licht. Dadurch wird die Tonwidergabe überhaupt erst möglich.


Das rechte Bild zeigt einen Filmstreifen wie man ihn kennt. Es handelt sich um ein Stück Vorspann mit schwarzem Bild und Testton. Die Sonderbehandlung der Tonspur wird sichtbar wenn man die infraroten Anteil sichtbar macht wie auf dem rechten Bild zu sehen. Der Bildbereich ist nahezu durchsichtig während die Tonspur dunkel bleibt.

spektrale Empfindlichkeit der 
 Fotodiodenreihe S3096
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spektrale Empfindlichkeit der Fotodiodenreihe S3096

Bertachten wir weiterhin die spektrale Empfindlichkeit eines Fotoelements und einer Glühlampe. Im Bild rechts ist exemplarisch die spektrale Empfindlichkeit der Fotodiodenreihe S3096 gezeigt. Die in Projektoren verbauten unterscheiden sich vermutlich nicht wesentlich. Die maximale Empfindlichkeit liegt bei knapp 1000nm also im infraroten Bereich. Die Glühlampe gibt in diesem Bereich mehr licht ab als im sichtbaren Bereich da das abgegebene Spektrum zu längeren Wellenlängen immer weiter ansteigt.

Wenn also das infrarote Licht den Film nahezu ungehindert passiert führt dies zu einer starken Aussteuerung der Fotodiode mit konstantem infraroten Licht und einem kleinen Anteil an moduliertem sichtbaren Licht. Dieser geht dann wegen der Sättigung der Fotodiode leicht verloren. Daher muss die Tonspur diese Sonderbehandlung erfahren.

In den letzten Jahren versucht man jedoch aus Kosten- und Umweltschutzgründen davon weg zu kommen, und die Tonspur ganz normal zu entwickeln. Diese kann dann aus oben genannten Gründen nicht mehr mit einer normalen Tonlampe gelesen werden. Eine Lichtquelle ohne Infrarotanteil ist notwendig. Da die neue Tonspur grün (cyan) gefärbt ist sollte die Lichtquelle rot sein (komplementär zu grün). Die ideale Wellenlänge liegt bei 660nm. Moderne Tonlaufwerke verwenden daher schon seit längerem rote Leuchtdioden oder Laser als Lichtquelle. Damit ist bei sorgfältiger Einstellung der Signalpegel mit beiden Tonspursorten gleich groß.

Alte Tonlaufwerke, wie sie eigentlich schon seit Jahren nicht mehr verwendet werden, müssen umgebaut werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann in das vorhandene Tonlaufwerk einen Filter einbauen, welcher die störenden Anteile am Licht wegfiltert. Hierdurch wird der Signalpegel an der Fotozelle geringer, sodass a.A. ein Zusatzverstärker notwendig wird.

Wie man seinen Projektor umbauen kann wenn man selbst zum Lötkolben greifen möchte findet man hier:

Projektorumbau_Rotlichtabtastung

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