Vogt Die Erfindung des Lichttonfilms III a

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a) Die Schallaufnahme

Die 1919 vorhandenen Kohlekörnermikrophone waren wegen ihres schmalen Frequenzbandes, ihres Rauschens und der Resonanzlagen nicht geeignet. Ich kam auf den Gedanken, den Fluss der zwischen einer in der freien Atmosphäre glühenden Kathode und einer Anode auftretenden Ionen im "akustischen Rhythmus" zu modulieren, somit ein "trägheitsloses" Mikrophon zu schaffen.

Abb. 5. Prinzipschema des "Kathodophon", ein von Triergon erfundenes Gasmikrophon für die Herstellung der ersten Tonfilme (DRP 350 500).
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Abb. 5. Prinzipschema des "Kathodophon", ein von Triergon erfundenes Gasmikrophon für die Herstellung der ersten Tonfilme (DRP 350 500).
Abb. 6. Ansicht einer Ausführung des "Kathodophons".
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Abb. 6. Ansicht einer Ausführung des "Kathodophons".
Tatsächlich glückte das Experiment, die Abb. 5 zeigt das Schaltbild desselben. Mit diesem originellen Mikrophon, "Kathodophon" genannt (DRP 350 500 vom 3. 8. 1919), wurden die Schallvorgänge der ersten Filme (Ein Kabarettprogramm und "Das Leben auf dem Dorfe") aufgenommen.

Nur aus diesem Grunde sei es kurz erläutert und dazu auf die Abb. 5 verwiesen. Gegenüber der glühenden, sauerstoffbeständigen Glühkathode K (Nernststift) befindet sich das spitze Ende A eines Schalltrichters. Die an ihm auftretenden Schallwellen beeinflussen den zwischen A und K fließenden Ionenstrom im akustistischen Rhythmus. Es entstehen also Stromschwankungen, die über Kopplungsglieder W und C einem Verstärker zugeführt werden. Die Abb. 6 zeigt ein erprobtes Modell, das nach dem oben Erwähnten wohl ohne weiteres verständlich sein dürfte.
Später entwickelten wir auch elektrostatische Mikrophone, ähnlich denjenigen, die neben Schwingspulen-Mikrophonen oder piezoelektrischen noch in Verwendung sind. Das „Kathodophon" erwies sich als zu schwierig in der Handhabung und vernachlässigte auch die Aufnahme der hohen Töne.


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(Deutsches Museum - Abhandlungen und Berichte - 32. Jahrgang 1964 - Heft2)
Mit freundlicher Genehmigung Deutsches Museum
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