Vogt Die Erfindung des Lichttonfilms III a
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a) Die Schallaufnahme
Die 1919 vorhandenen Kohlekörnermikrophone waren wegen ihres schmalen Frequenzbandes, ihres Rauschens und der Resonanzlagen nicht geeignet. Ich kam auf den Gedanken, den Fluss der zwischen einer in der freien Atmosphäre glühenden Kathode und einer Anode auftretenden Ionen im "akustischen Rhythmus" zu modulieren, somit ein "trägheitsloses" Mikrophon zu schaffen.
Nur aus diesem Grunde sei es kurz erläutert und dazu auf die Abb. 5 verwiesen. Gegenüber der glühenden, sauerstoffbeständigen Glühkathode K (Nernststift) befindet sich das spitze Ende A eines Schalltrichters. Die an ihm auftretenden Schallwellen beeinflussen den zwischen A und K fließenden Ionenstrom im akustistischen Rhythmus. Es entstehen also Stromschwankungen, die über Kopplungsglieder W und C einem Verstärker zugeführt werden. Die Abb. 6 zeigt ein erprobtes Modell, das nach dem oben Erwähnten wohl ohne weiteres verständlich sein dürfte.
Später entwickelten wir auch elektrostatische Mikrophone, ähnlich denjenigen, die neben Schwingspulen-Mikrophonen oder piezoelektrischen noch in Verwendung sind. Das „Kathodophon" erwies sich als zu schwierig in der Handhabung und vernachlässigte auch die Aufnahme der hohen Töne.
(Deutsches Museum - Abhandlungen und Berichte - 32. Jahrgang 1964 - Heft2)
Mit freundlicher Genehmigung Deutsches Museum
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