Vogt Die Erfindung des Lichttonfilms III d

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d) Fotoelektrische Zellen für die Filmwiedergabe

Abb. 12. Fotoelektrische Zelle (Kaliumhydrürschicht als Kathode in Argongas) für die Tonfilm-Wiedergabe (DRP 417 967).
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Abb. 12. Fotoelektrische Zelle (Kaliumhydrürschicht als Kathode in Argongas) für die Tonfilm-Wiedergabe (DRP 417 967).

Die Eigenschaft gewisser metallischer Halbleiter, z.B. Selen, bei Bestrahlung durch Licht ihren Widerstand zu ändern, ist allgemein bekannt. Es war naheliegend, Selen auch für die Umwandlungen von Lichtschwankungen in elektrische Schwankungen beim Wiedergabeverstärker zu verwenden. Leider ändert sich der von solchen Zellen gelieferte Strom nicht proportional mit dem auffallenden Licht. Seine Änderungen hinken den Lichteindrücken zeitlich nach, verzerren also die Amplitude; auch war die Übertragung der hohen Frequenzen, u. a. charakteristisch für die Wiedergabe der Konsonanten- und Zischlaute sind, unzureichend. Damit schied die Selenzelle für unsere Zwecke aus.
Wir verwendeten an ihrer Stelle nach einem Vorschlag von Engl die fotoelektrische Zelle (DRP 417 967 vom 4. März 1919). Dies ist eine lichtempfindliche Zelle, bei welcher die besonders formierte Oberfläche einer in ein Vakuumgefäß eingeschlossenen Kaliumschicht bei Lichteinfall Elektronen emittiert. Bei dieser Zelle, die zur Messung von Sternhelligkeiten schon lange bekannt war und deren Prinzip, natürlich in stark veränderter Form, bei Fernsehaufnahmen als Ikonoskop wieder große Bedeutung erlangt hat, war absolute Proportionalität zwischen Lichteindruck und Stromstärke gegeben. Leider waren derartige Zellen zur damaligen Zeit käuflich nicht zu haben. Wir sahen uns also hier vor die weitere Aufgabe gestellt, auch diese Zellen in unserem Kohlenkeller-Laboratorium selbst herzustellen.
Die Abb. 12 zeigt eine für die Wiedergabe unserer Filme von uns hergestellte fotoelektrische Zelle mit der erwähnten Kaliumschicht als Kathode. Die Drahtschleife in der Mitte ist die Anode. Im Gebrauch liegt an ihr eine Spannung von etwa hundert Volt. Sie bildet, kaum geändert, auch heute noch das "Auge" jeder Kinowiedergabe-Einrichtung.

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(Deutsches Museum - Abhandlungen und Berichte - 32. Jahrgang 1964 - Heft2)
Mit freundlicher Genehmigung Deutsches Museum
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