Filmvorführerforum: Fotos vom Atrium Stuttgart (Mai 1994) - Filmvorführerforum

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Fotos vom Atrium Stuttgart (Mai 1994) Thema bewerten: -----

#1 Mitglied ist offline   ATRIUM 

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Geschrieben 21 June 2011 - 18:42

Es geht doch nichts über ein gut erhaltenes Fotoarchiv mit HALTBAREN s/w-Negativen.

18 Foto-Scans zum Thema "Atrium Stuttgart im Mai 1994" heute als Start und zum Start des neuen flickr-Albums:

http://www.flickr.co...tos/atriumstgt/


:rolleyes:


vg
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#2 Mitglied ist offline   filmempire 

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Geschrieben 23 June 2011 - 11:48

Vielen Dank für die Atrium Bilder, das weckt Erinnerungen an die Vorführzeiten von 1970 - 1975 an. Damals mit den beiden DP 70 Projektoren mit Kohlebetrieb, einer FP 56 fürs Vorprogramm mit Diaanbau. Die Verstärker waren noch
die Röhrenanlage von Philips. Schön im Atrium waren die grossen Projektionsfenster aus der Cinerama/Cinemiracle Zeit, wo man ohne an der Scheibe kleben zu müssen das gesamte 70 mm Todd AO Bild auf der Leinwand verfolgen konnte.
Von "Ben Hur" über "Lawrence von Arabien" bis zu "2001" liefen fast alle 70 mm Filme in Wiederaufführungen oder Sommerfilmfestivals, damals noch in herrlichen Farben.
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#3 Mitglied ist offline   magentacine 

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Geschrieben 23 June 2011 - 15:59

Schöne Bilder. - Frage: Was ist das für ein Lampenhaus-Typ an der DP70?
"Include me out!" (Samuel Goldwyn)
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#4 Mitglied ist offline   stefan2 

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Geschrieben 23 June 2011 - 21:29

Beitrag anzeigenmagentacine sagte am 23 June 2011 - 15:59:

Schöne Bilder. - Frage: Was ist das für ein Lampenhaus-Typ an der DP70?


Phillips Gehäuse für ursprünglich HJ Kohle. Wohl mit Xenoneinbau.

St.
Eingefügtes Bild
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#5 Mitglied ist offline   filmempire 

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Geschrieben 23 June 2011 - 23:27

Das waren die alten Kohlebogenlampenhäuser mit Hi Kohle 70 Ampere. Die Einbaublöcke waren später Xenon mit viel rumgeschiebe, da die Streulinsen für 70 mm fehlten und auch die Kondenserlinsen in der Bildfenstermaske nich vorhanden waren. Ich glaube es waren 4kw Einbaublöcke nach dem Umbau vom Atrium.
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#6 Mitglied ist offline   ATRIUM 

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Geschrieben 24 June 2011 - 22:39

Mit besonderem Dank an Hans und mit seiner Erlaubnis habe ich heute das flickr-Album in Sachen "Kino Atrium" Stuttgart um seine Diasammlung ergänzt, noch ein Portrait von Detlev Mähl mit Link auf das Interview mit ihm hinzugefügt – und noch zwei historische Clips aus dem Archiv Gutzeit als Zitat dazugestellt:

http://www.flickr.co...tos/atriumstgt/


Es wäre schön, wenn wir noch High-Def-Scans der Dias von Hans hinbekämen, echte zeithistorische Dokumente.
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#7 Mitglied ist offline   ATRIUM 

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Geschrieben 26 June 2011 - 19:44

und für den Stuttgarter "ATRIUM Fan-Club" hier noch eine aktuelle Nachricht:

*****


Liebe Kollegen,

die Kommission zur Berufung der "Professur für Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information (KNM)" an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart hat mich gebeten, eine Vorstellungs-Vorlesung zur Medienkonservierung und besonders zum Thema der Weiterentwicklung des Stuttgarter Studiengangs abzuhalten.

Die Veranstaltung ist hochschulöffentlich und ich lade Sie sehr herzlich dazu ein, als Zuhörer und Diskutant mit dabei zu sein.

Der Vorstellungsvortrag findet statt

am Montag, 11. Juli 2011
um 13.30 h
ABK Stuttgart, Am Weißenhof 1
Gebäude F (Neubau II) in Raum 2.23.
(U-Station Killesberg)

Die Dauer meines Vortrags ist auf 30 min Dauer bemessen;
für die anschließende Befragung sind voraussichtlich 10 - 15 min vorgesehen.



******

vg
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#8 Mitglied ist offline   Sam 

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Geschrieben 27 June 2011 - 20:57

Schade, keine Chance, eben mal einen kurzen Ausflug nach Stuttgart zu machen. Aber zum Daumendrücken reicht es allemal. Viel Erfolg!!!

Was die Baden-Württemberger nicht so alles erfinden: einen Master-Studiengang für Konservierung Neuer Medien. War ja eigentlich längst überfällig. Übrigens, geht es mit den "Weltwundern der Kinematorgraphie" noch weiter? Film-Präservation wäre ja eigentlich auch da ein drängendes Veröffentlichungs-Thema ...
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#9 Mitglied ist offline   ATRIUM 

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Geschrieben 27 June 2011 - 21:40

Beitrag anzeigenSam sagte am 27 June 2011 - 20:57:

Schade, keine Chance, eben mal einen kurzen Ausflug nach Stuttgart zu machen. Aber zum Daumendrücken reicht es allemal. Viel Erfolg!!!

Was die Baden-Württemberger nicht so alles erfinden: einen Master-Studiengang für Konservierung Neuer Medien. War ja eigentlich längst überfällig. Übrigens, geht es mit den "Weltwundern der Kinematorgraphie" noch weiter? Film-Präservation wäre ja eigentlich auch da ein drängendes Veröffentlichungs-Thema ...



Besten Dank für "Nachricht von Sam".

An den WdKs wird derzeit weiter gebastelt, allerdings gehen wir bei der Audiotechnik noch etwas weiter und arbeiten derzeit an einen Dokumenteband als Ergänzung zu den "Zeitschichten - Magnetbandtechnik" (zu WdK 9.2) mit einem "Kracherinterview". Mehr, wenn's soweit ist.

vg
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#10 Mitglied ist offline   ATRIUM 

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Geschrieben 22 October 2011 - 00:01

Was mir erst dieser Tage und damit nach rund 35 Jahren verständlich wurde, ist die Ursache für den Umstand, dass das ATRIUM in Stuttgart über diese phänomenale Akustik verfügte.

Ich habe mir das seinerzeit mit der kompakten Größe des Kinosaals, der Lautsprecher- und Verstärkeranlage und der Teppich-Wandbespannung erklärt.

Das dürfte allerdings nur die halbe Wahrheit gewesen sein.

Durch Wege um Umwege und vor allem durch das Privatarchiv von Filmempire und Mithilfe von Freunden, steht jetzt dieser Grundrissplan vom ATRIUM zur Verfügung.


Angehängte Datei  Umbauplan Atrium Klein.jpg (116.98K)
Anzahl der Downloads: 70

Die neue Erkenntnis:

Es gab im ATRIUM nur einen rechten Winkel!

Die linke Seitenwand war schräg (was einem damals im Kinosaal nicht auffiel) und die Hinterwand des Saals was gerundet, zudem erfolgte weitere Schallwellenbrechung am Balkon/Bambi.

Der vorliegende Umbauplan dürfte wohl rund ums Jahr 1958 erstellt worden sein;
die drei Cinemiracle-Projektoren sind eingezeichnet und auf die dafür notwendige Modifikation der Balkonanlage wird verwiesen.


http://www.widescree...een/wingcm1.htm
http://www.widescree...een/wingcm2.htm
http://www.widescree...mmergallery.htm
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#11 Mitglied ist offline   albertk 

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Geschrieben 22 October 2011 - 06:35

Danke für den Grundriß! Die Durchbiegung der Leinwand entspricht etwa 60 Grad. Leicht errechenbar bei einer Sehne von 14m und einer Durchbiegung von 1,75m. Wieder einmal ein Beleg, daß man bei Cinerama und Cinemiracle mit der Zeit immer mehr auf flachere Leinwände umstieg. So ähnlich wirkte auch die Leinwand auf dem Grundriß des Cinemiracle-Kinos City in Karlsruhe, bzw. auch einer Skizze vom Sportpalast in Berlin. Auch in London, wo man ab 1954 Cinerama zeigte, hatte man von Anfang gar keine 146-Grad-Leinwand, sondern 120-Grad. Grundrisse findet man hier:
http://cinerama.topc...om/ctcasino.htm
Eine klare Folge der Regel, daß bei zu starker Durchbiegung zuviele schlechte Seitenplätze entstehen, bzw. nur wenige Plätze in der Mitte eine wirklich gute Panoramasicht gewähren.
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#12 Mitglied ist offline   LaserHotline 

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Geschrieben 22 October 2011 - 11:01

Beitrag anzeigenATRIUM sagte am 22 October 2011 - 00:01:



Die neue Erkenntnis:

Es gab im ATRIUM nur einen rechten Winkel!



Jetzt weiß ich auch, warum die Akustik in meinem Heimkino so gut ist - da gibt es gar keinen rechten Winkel! :rolleyes:
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#13 Mitglied ist offline   cinerama 

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Geschrieben 22 October 2011 - 12:52

Beitrag anzeigenalbertk sagte am 22 October 2011 - 06:35:

Danke für den Grundriß! Die Durchbiegung der Leinwand entspricht etwa 60 Grad. Leicht errechenbar bei einer Sehne von 14m und einer Durchbiegung von 1,75m. Wieder einmal ein Beleg, daß man bei Cinerama und Cinemiracle mit der Zeit immer mehr auf flachere Leinwände umstieg. So ähnlich wirkte auch die Leinwand auf dem Grundriß des Cinemiracle-Kinos City in Karlsruhe, bzw. auch einer Skizze vom Sportpalast in Berlin. Auch in London, wo man ab 1954 Cinerama zeigte, hatte man von Anfang gar keine 146-Grad-Leinwand, sondern 120-Grad. Grundrisse findet man hier:
http://cinerama.topc...om/ctcasino.htm
Eine klare Folge der Regel, daß bei zu starker Durchbiegung zuviele schlechte Seitenplätze entstehen, bzw. nur wenige Plätze in der Mitte eine wirklich gute Panoramasicht gewähren.

Gibt es da bzgl. des CASINO CINERAMA eine Einzeichnung mit 120 Grad-Hinweis für 3-strip Cinerama?
Fände ich sehr ungewöhnlich, von Anfang an auf 120 Grad gesetzt zu haben, zumal 1954. Evtl. Sinn macht es erst bei Beginn einer Spielsaison mit den "70mm- Cinerama-Kopien" ab 1963 - dann mit Entfernung der Lamellenbildwand zugunsten einer Perlleinwand oder mattweissen.
Welche Kinos mit 3-streifiger Projektion unter Führung der Cinerama Inc. sind eigentlich unter den 120-Grad-Leinwänden gelistet?

Die "Aufweichung" des 146-Grad-Prinzips ist mir eher geläufig bei Cinemiracle, das ja in vorhandene Todd-AO-Kino drängen wollte.
Im 'Capitol' Berlin sind etwa vier verschiedene Breitleinwände bekannt, im 'Sportpalast' wurden mir zwei benannt: die moderate auf den bekannten Abbildungen mit etwa 90 Grad, und nach Cinemiracle-Einbau für Windjammer später im Sondereinsatz für Cinerama dann eine deep curved screen mit mir unbekannten Kurven.
Ab da an brechen meine Detailinformationen leider ab.

Falls nicht klärbar, versuche ich es noch einmal im Bauamt. Danke!

--

Bei den Räumen (erinnert aus einem halben Semester Akustik-Lehre) sind parallele Wände wohl zu vermeiden. Somit verjüngt sich das ATRIUM hin zu Bühne, fast identisch zu den Showscan-Kinos. Und ähnlich auch zu paradigmatischen Enwürfen der Eugen-Bauer-GmbH für seine Todd-AO-Kinos.
Nicholas Reisini ging für einige Super-Cinerama-Kinos in die andere Richtung: zur Bühne wird der Saal immer breiter und höher - was selbst gegenüber IMAX an Kühnheit kaum zu überbieten war.
Widescreen & Cinema Society Berlin
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#14 Mitglied ist offline   albertk 

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Geschrieben 22 October 2011 - 15:41

Ich empfehle Trigonometrie, Taschenrechner und Geodreieck.
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#15 Mitglied ist offline   Sam 

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Geschrieben 22 October 2011 - 19:17

Da ich nicht zu denen gehöre, die rechnen mögen, sei es gleichwohl erlaubt (falls nicht als zu vorwitzig empfunden), stattdessen auf ein winziges Detail in den Umbauplänen hinzuweisen: Die Bezeichnung der Projektorenstandorte A(bel) und C(harlie) ist vertauscht ...

Und schon bin ich wieder weg ... ;)
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#16 Mitglied ist offline   cinerama 

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Geschrieben 23 October 2011 - 02:00

Man merkt auch, daß der Zeichner Probleme hatte, eine Parabel zu ziehen: wonach sich an den seitlichen Flanken der Lamellenbildwand eine Abflachung einstellen würde. An der linken Flanke ist es ihm erkennbar geglückt, auf der rechten Seite wurde einige Male nachgebessert.
Wieviel Grad das sind, möchte ich nicht dem Nachmessen anvertrauen.
120 Grad ist ja üblich für 70mm Cinerama. Oder CineMiracle: dort aber variabel.
Eingefügtes Bild
Widescreen & Cinema Society Berlin
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#17 Mitglied ist offline   albertk 

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Geschrieben 23 October 2011 - 06:07

Für besonders Lernresistente gibt's auch einen Rechner für Kreissehnen:
http://www.arndt-bru...kreissehnen.htm
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#18 Mitglied ist offline   ATRIUM 

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Geschrieben 25 October 2011 - 14:13

Beitrag anzeigenATRIUM sagte am 27 June 2011 - 21:40:

Besten Dank für "Nachricht von Sam".

An den WdKs wird derzeit weiter gebastelt, allerdings gehen wir bei der Audiotechnik noch etwas weiter und arbeiten derzeit an einen Dokumenteband als Ergänzung zu den "Zeitschichten - Magnetbandtechnik" (zu WdK 9.2) mit einem "Kracherinterview". Mehr, wenn's soweit ist.

vg
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Jetzt isses soweit und die Spezialisten hier erfahren es als erstes:
Wir sind mit vier Autoren und einem Gesprächspartner jetzt in der Buch-Endproduktion und hoffen noch auf einen Ersterscheinungstermin in diesem Jahr:

Angehängte Datei  AA1_Werbeblatt.pdf (2.15MB)
Anzahl der Downloads: 43
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#19 Mitglied ist offline   albertk 

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Geschrieben 31 October 2011 - 14:39

SAM schrieb: "Die Bezeichnung der Projektorenstandorte A(bel) und C(harlie) ist vertauscht..."

Interessante Quizfrage! Ich habe auch darüber nachgerätselt. Meine Lösung: Es handelt sich beim Atrium um ein Cinemiracle-Kino. Da zeigt der Projektor links vom Vorführer gesehen - per Spiegelprojektion - auch das linke Bild auf der Leinwand. Bei den Cinerama-Kinos dagegen erfolgt die Projektion über Kreuz, d.h. der Projektor rechts projiziert das linke Bild. Wenn nun die Akte richtig in ihren Kisten liegen und anständig beschriftet waren, konnte man die A-Rolle usw. passend einlegen, egal ob Cinerama oder Cinemiracle. Grundrisse von zwei Kinos die früh Cinerama zeigten, weiß ich, daß die Able-Booth rechts war.

Beweise:
Hier ist Paul Mantz und Robert Surtees Klappe für HOW THE WEST WAS WON mit A-B-C-Kennzeichnung, auf der Seite ganz unten:
http://www.widescree...een/wingcr4.htm
Grafik des ersten Cinerama-Kinos Broadway-Theatre 1952 in New York, Able ist rechts:
http://www.widescree...een/wingcr1.htm
Grundriss des ersten europäischen Cinerama-Kinos Casino Cinerama in London 1954, auch ist Able rechts
http://cinerama.topc...om/ctcasino.htm

Die eher geringe Durchbiegung von 60° erklärt sich sicher damit, daß man 1958 kein Kino für ein einziges Breitwandverfahren für wenige 3-Streifen-Filme umbaute, sondern auch CinemaScope zeigen wollte.

Lamellenleinwände, wie oben beschrieben, wurden übrigens bei Cinemiracle und Kinopanorama unüblich. Je geringer die Durchbiegung, desto geringer die Reflektionsgefahr. Außerdem eignen sich Lamellen nicht für 70mm- oder 35mm-Projektion.
Ich hab's selbst gesehen, wieviel Licht das in Bradford schluckt und völlig ungeeignet für Seitenplätze bei Projektion von anderen Verfahren ist, die nicht in 3-Streifen-Projektion laufen. Bei 70mm-Projektion war ein Drittel der Leinwand grau, weil die Lamellen eben auf die drei Projektoren bei Cinerama ausgerichtet sind.

Ich hab's auch noch mal genauer durchgerechnet: 1954 war in London im Casino-Cinerama die Leinwand nur 120-Grad, wie die verlinkte Skizze oben darlegt, ab 1964 für 70mm nur noch rund 90-Grad. Eine 90 Grad-Leinwand hatte auch das Kinopanorama in Paris:
http://www.silverscr...topic.php?t=649
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#20 Mitglied ist offline   filmempire 

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Geschrieben 31 October 2011 - 19:15

Im Atrium wurde Cinemiracle für "Windjammer" mit Philips Projektoren und Blitzlampen über jeweils Umlenkspiegel für den Linken Projektor auf die rechte Bildwand projiziert und beim rechen Projektor auf die linke Bildwand umgespiegelt. Auch Cinerama wurde später so vorgeführt. Die Anlage war nur geliehen und wurde nach den Veranstaltungswochen ausgebaut und in anderen Städten wieder aufgestellt.
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