Fotos vom Atrium Stuttgart (Mai 1994)
#21
Geschrieben 31 October 2011 - 19:30
Hattet Ihr damals eine Lamellenleinwand?
Sah Cinemiracle besser aus als Cinerama, was die Trennlinien zwischen den Filmstreifen angeht? So grandios Cinerama in Bradford wirkte, die projizierten Sägezähne störten schon erheblich. Nur bei DAS WAR DER WILDE WESTEN/HOW THE WEST WAS WON sind sie weniger zu sehen - das lag aber daran, daß man die Einstellungen so drehte, daß dort immer Büsche, Bäume und Säulen standen.
#22
Geschrieben 31 October 2011 - 22:11
#23
Geschrieben 03 November 2011 - 11:29
albertk sagte am 31 October 2011 - 14:39:
Quellenangabe möglich?
Soweit ich weiss, wurde in einigen Kinos zunächst Todd-AO eingebaut, zeitweise zugunsten von CineMiracle entfernt, um dann nach Ende der CineMiracle-Phase reinstalliert zu werden (Royal-Palast München). Im Atrium war die Bilwandkrümmung nützlich auch für den Einbau des Roadshow-Nachfolgers Todd-AO. Auf "CinemaScope" geht kein Bericht ein.
#24
Geschrieben 24 November 2011 - 22:31
http://allekinos.pyt...tuttgart_Atrium
in Ergänzung zu:
http://www.allekinos...RT%20Atrium.htm
Zitat
"30.000 Akustiklöcher" können ein Indiz des Versuchs zur Senkung von Tiefenschall-Reflektionen sein, um eine präzise Basstonwiedergabe ohne "Vermulmen" zu erzielen, selbst bei Wellenlängen bis hinunter zu 11 Metern (20 Hz). Kein Wunder, dass selbst der damalige "Sensurround"-Bassoverkill im Raum schwebte (statt zu mulmig nur zur "kleben"). Man darf sich i.Ü. auch noch an die dabei von den Lobbywänden einzeln herunterfallenden Spiegel-Module erinnern, was das Schalldruck-Gerüttle erahnen lässt.
Ein Beispiel-Link für "Faserit-Putz" hier:
http://malermetzger....tztechnik-innen
Neben der Optik des Putzes dürfte auch hier (neben dem Fehlen von Parallelwänden, rechten Winkeln im Raum, absoluter Raumgröße, Raum-Proportionen etc., s.o.) ein "Diffus-Machen von Schallreflektionen" bezweckt worden sein.
Je mehr ich über einzelne Details zur Architektur des ATRIUM (nach rund 30 Jahren) stolpere, desto mehr Hoch-Achtung gewinne ich vor dem Architekten Hans Kieser, der wirklich wußte, wie man ein Kino vorbildlich baut, für optimale Bild- und Ton-Wiedergabe im Sinne von optimaler öffentlicher Aufführung, mal ganz unabhängig von installierter Projektions- und PA-Technik.
Fragen der guten Klangwiedergabe (auch im Hinblick auf Klangaufzeichnung) sind im Moment für mich ein aktuelles Thema, von wegen:
http://www.polzer.org/AA1_Cover.jpg
#25
Geschrieben 25 November 2011 - 11:51
Balkon fand ich Lautsprecher Chassis die für den Surround Balkon Beschallung eingesetzt waren, aber die Zuleitung abgerissen war und daher der Balkon keine Surroundinformation gab. Das konnte ich mit Anschliessen beheben und siehe da "Das war der Wilde Westen" in 70 mm hatte auf dem Balkon plötzlich einen tollen Surroundkanal im Betrieb.
#26
Geschrieben 25 November 2011 - 18:38
Besser geht's gar nicht!
Es waren viele, miteinander verzahnte, bauliche und architektonisch so geplante Faktoren, die ineinander griffen, um diese erstklassige Klangpräsentation im ATRIUM einst so hinzubekommen.
Ich habe so eine Tonstudio-Monitoring-Qualität oder etwas Vergleichbares bislang nie wieder so gehört, auch nicht im DEFA-Kino-Mischaterlier in Babelsberg.
Bei KINOWIKI finden sich weitere Infos mit Bildern zur Arbeit von Kieser beim CS-Umbau des KALI (Marienstraße) und Planie (Charlottenplatz):
http://allekinos.pyt...chtspiele_(Kali)
http://allekinos.pyt...nie-Lichtspiele
Beim Planie ist die dortige Akustikdecke auch zu sehen (wie auch der "CS-Rundhorizont")
Man hat damals verstanden, dass der neue Mehrkanal-Magnetton eben auch baulich neue architektonisch-bauliche Anforderungen bedingt, in Richtung gutes Bild UND gute Klangakustik.
Wo findet sich das heute, wenn man der schönen, neuen, bunten 3-D-Welt im Klappaufbuch-Manier von gestaffelten Theaterprospekten ein neues Zuhause geben wollte?
Meine Frage wäre: Woher wussten die Architekten von "Klangräumen", also Räumen, die gut kingen sollen, dies vor dem Zeitalter der Computersimulation und Digitalisierung etc., bereits in den 1930ern bis in die 1950er?
(vgl. auch "Jesus-Christus-Kirche" in Berlin-Dahlem als das Top-Klassikaufnahme-Studio seit den 1950ern; die Kirche wurde in den 1930ern gebaut.)
#27
Geschrieben 25 November 2011 - 18:52
http://polzer.org/Po..._Werbeblatt.pdf
#28
Geschrieben 25 November 2011 - 18:55
ATRIUM sagte am 25 November 2011 - 18:38:
Meine Frage wäre: Woher wussten die Architekten von "Klangräumen", also Räumen, die gut kingen sollen, dies vor dem Zeitalter der Computersimulation und Digitalisierung etc., bereits in den 1930ern bis in die 1950er?
Deine Frage amüsiert mich etwas. Da könnte ich auch fragen, warum denn die Menschen in den 1930er Jahren auch addieren und subtrahieren konnten, obwohl es damals keine Taschenrechner gab.
Merke: nicht alles weiß man erst seit es Computer gibt. Das haben aber viele offenbar schon lange vergessen. Ich habe das Abitur noch mit dem Rechenschieber gemacht.
#29
Geschrieben 25 November 2011 - 19:02
http://de.wikipedia....ns_Otto_Theater
http://de.wikipedia..../Gottfried_Böhm
#30
Geschrieben 25 November 2011 - 19:16
ATRIUM sagte am 25 November 2011 - 19:02:
Dem japanischen Stararchitekten der neuen Stuttgarter Stadtbibliothek hat vermutlich auch niemand erzählt, dass er eine Bibliothek bauen soll!!!!
#31
Geschrieben 25 November 2011 - 19:21
Ein gutes weiteres Beispiel dafür also. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass die ganzen anliegenden Bankbauten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs auch mal so wirken werden die "Prachtbauten" am Fehrbelliner Platz in Berlin-Wilmersdorf: auf eine ganz bestimmte Zeit bezogen.
Das Gebäude der neuen Stuttgarter Stadtbibliothek im Nirwana von Post-S21 sieht von Außen so aus, als würde es Bücher zum Verschwinden bringen!
Über die Akustik kann ich noch nichts berichten, aber wahrscheinlich soll beim Studium von Büchern auch nicht gesungen werden.
Was machen denn die Gerüchte in der "Stadt der Volkssouveränität" in Sachen Übernahme des Wilhelms-Palais durch das Neue Kommunale Kino ?
#32
Geschrieben 25 November 2011 - 19:28
ATRIUM sagte am 25 November 2011 - 19:21:
Was machen denn die Gerüchte in der "Stadt der Volkssouveränität" in Sachen Übernahme des Wilhelms-Palais durch das Neue Kommunale Kino ?
Morgen soll es ganztägig Vorträge und Workshops zu diesem Thema geben.
Über Facebook wurde folgende Botschaft verteilt:
"Jetzt läuft der Countdown. Lasst uns morgen einen spannenden Tag & Abend miteinander verbringen. Kommt zahlreich und bringt Freunde mit. Es sind die entscheidenden Wochen und wir wollen zeigen, dass es einen Bedarf für ein spannendes Neues Kommunales Kino als Haus für Film und Medien in Stuttgart gibt. 11 Uhr gehts los in der VHS, dann ab 14 Uhr Workshops im Literaturhaus, die großen Abendveranstaltungen dann ab 20 Uhr."
Schaun' 'mer mal... Ich habe morgen jedenfalls keine Zeit, weil ich ein Kino-Date habe
#33
Geschrieben 04 December 2011 - 19:06
Diese 5 Seiten habe ich in der Gallery eingestellt.
#34
Geschrieben 05 December 2011 - 16:03
#35
Geschrieben 05 December 2011 - 18:43
Erst 1969 sank (mit der Aufwertung der D-Mark) der Kurs auf 1:3,66 ...
Wahrscheinlich waren aber schon die 2500 Dollar ein reichliches Entgelt für den Hersteller ...
Erstaunlich, dass man alle technischen Details in New York entscheiden ließ ...
#36
Geschrieben 04 January 2012 - 22:15
Die Akustik der Prachtsäle älterer Kinos,war besser als die in den heute mit Rigipsplatten verbauten Multiplex-KInos.
Schon allein die hohen Decken,sorgten für gute Schallreflektionen im Zuschauerraum.
Es ist nicht alles schlecht,was früher einmal gut war.
Gruss - REBEL
#37
Geschrieben 05 January 2012 - 12:46
REBEL sagte am 04 January 2012 - 22:15:
Die Akustik der Prachtsäle älterer Kinos,war besser als die in den heute mit Rigipsplatten verbauten Multiplex-KInos.
Schon allein die hohen Decken,sorgten für gute Schallreflektionen im Zuschauerraum.
Schallreflektionen kann man für eine hochwertige Tonwiedergabe gar nicht gebrauchen.
Gruß
Salvatore

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