Gibt es tatsächlich nicht einmal ein Photo von der auch für damalige Verhältnisse sehr breiten Leinwand auf der Meuterei auf der Bounty lief?
Schöne Ansicht von oben, ist bekannt wie breit der Zuschauerraum vorne und hinten war? Das so ausgerichtete Tortendesign könnte interessant sein wenn die Leinwand einen gewissen Gain hat, da damit alle Besucher in den Genuss der erhöhten Helligkeit so einer Leinwand kommen. Und wenn die Leinwand so groß ist, dass die ganze Front des Zuschauerraumes aus Leinwand besteht dominiert Sie den Raum auch noch mehr, was auch ein erwünschter Effekt wäre.
Berliner MGM-Theater am Ku'damm
#42
Geschrieben 16 December 2011 - 23:13
In dem Berliner Kinobuch von Sylvaine Hänsel und Angelika Schmitter ("Kinoarchitektur in Berlin 1895-1995. Berlin 1995) ist ein etwas klein abgebildeter Grundriß, den ich hier selbstverständlich nicht reinsetzen kann. Nach den Sitzreihenbreiten und Abständen ergibt sich, daß dort auf der Zeichnung die Leinwand tatsächlich rund 22m breit war, der Saal aber an der breitesten Stelle im Parkett mehr als 34m maß! Kurz: Hier handelt es sich nicht um einen Saal wie der Berliner Royal-Palast, der auch nach vorne breiter wurde, aber bei dem die Leinwand die volle Breite einnahme. Folglich gab es im Parkett viele schlechte Seitenplätze. Man müßte Zeitungsrcherche betreiben und Zeitzeugen befragen, ob es hier spätere Umbauten mit größeren Leinwänden gab?
#43
Geschrieben 18 December 2011 - 02:53
Der Grundriss ist ja nicht Eigentum der Hg. der besagten Monographie, sondern des Bauamtes Charlottenburg/Wilmersdorf. Warum sollte man ihn nicht darstellen?
Der Saal wird schon nach vorne deutlich breiter. Der auf S. 56 bei Hänsel verkleinert abgedruckte Grundriss zeigt aber eine leicht gebogene (35mm-Scope?)-Bildwand.
Der Einbau der "neuen Riesenleinwand" für die BOUNTY in 1962 produzierte demnach mehr Bildfläche, diese Bildwand war aber völlig flach. Bei einer Höhe von immer wieder bezeugten 10 Metern wäre die BOUNTY (und auch BEN HUR in WA) formatgerecht m.E. nicht auf 22 Metern gelaufen. 27 Meter vielleicht?
Aber können hierzu nicht mehr Zeitzeugen hilfreich unser Lernen unterstützen?
Es sind doch sicher ein paar Millionen gewesen, die dieses Kino einst aufsuchten. Um so bedrückender, dass sich so wenige zum Thema melden.
Der Saal wird schon nach vorne deutlich breiter. Der auf S. 56 bei Hänsel verkleinert abgedruckte Grundriss zeigt aber eine leicht gebogene (35mm-Scope?)-Bildwand.
Der Einbau der "neuen Riesenleinwand" für die BOUNTY in 1962 produzierte demnach mehr Bildfläche, diese Bildwand war aber völlig flach. Bei einer Höhe von immer wieder bezeugten 10 Metern wäre die BOUNTY (und auch BEN HUR in WA) formatgerecht m.E. nicht auf 22 Metern gelaufen. 27 Meter vielleicht?
Aber können hierzu nicht mehr Zeitzeugen hilfreich unser Lernen unterstützen?
Es sind doch sicher ein paar Millionen gewesen, die dieses Kino einst aufsuchten. Um so bedrückender, dass sich so wenige zum Thema melden.
Widescreen & Cinema Society Berlin
#45
Geschrieben 18 December 2011 - 16:06
war in der Zeit von 1969 bis 1971 in Berlin, sah dort im "MGM" die Filme "Agenten sterben einsam" und "Eisstation Zebra".
Beide liefen in 70mm, weshalb ich überhaupt in dieses Kino gegangen war.
Die Leinwandgröße habe ich nicht in besonders bemerkenswerter Größe in Erinnerung, es gab bessere Filmtheater wie z.B. "City" und "Royal", kann mich nur noch daran erinnern, dass unterhalb der Leinwand Dia-Einblendungen stattfanden wie z.B. "Demnächst in diesem Theater", diese Form der Eigenwerbung war mir damals neu.
Beide liefen in 70mm, weshalb ich überhaupt in dieses Kino gegangen war.
Die Leinwandgröße habe ich nicht in besonders bemerkenswerter Größe in Erinnerung, es gab bessere Filmtheater wie z.B. "City" und "Royal", kann mich nur noch daran erinnern, dass unterhalb der Leinwand Dia-Einblendungen stattfanden wie z.B. "Demnächst in diesem Theater", diese Form der Eigenwerbung war mir damals neu.
#46
Geschrieben 25 December 2011 - 03:57
Danke für die Erinnerung - werde nochmal nach den passenden Annoncen schauen, die in einem Ordner abgeheftet sind.
Jedoch - und zum 50. Jahrestag der Deutschlandpremiere - sei erinnert an eines der grossartigsten Roadshow-Wunder aller Zeiten: Samuel Bronstons KING OF KINGS - "König der Könige".
(Meine frühere Chefin im Cinema P., Frau Br., deren Vater auch im MGM-Theater tätig war, wies uns immer an, nach dem Vorbild der sagenhaften Wirkung der seinerzeitigen Ouvertüren Rózsas in KÖNIG DER KÖNIGE, wie man sie im MGM-Kino erlebt hatte, wenigstens eine kleine Scheibe für die heutige Wirklichkeit abzuschneiden.)
Der Rausch an Farben, brausendem Orchestergetöse und Bildtiefe wird wohl nie wieder übertroffen werden. Im Titel steht ja auch "in 70mm Technirama" und nicht in DCP-70, wie man es uns mittlerweile andrehen möchte.
Jedoch - und zum 50. Jahrestag der Deutschlandpremiere - sei erinnert an eines der grossartigsten Roadshow-Wunder aller Zeiten: Samuel Bronstons KING OF KINGS - "König der Könige".
(Meine frühere Chefin im Cinema P., Frau Br., deren Vater auch im MGM-Theater tätig war, wies uns immer an, nach dem Vorbild der sagenhaften Wirkung der seinerzeitigen Ouvertüren Rózsas in KÖNIG DER KÖNIGE, wie man sie im MGM-Kino erlebt hatte, wenigstens eine kleine Scheibe für die heutige Wirklichkeit abzuschneiden.)
Der Rausch an Farben, brausendem Orchestergetöse und Bildtiefe wird wohl nie wieder übertroffen werden. Im Titel steht ja auch "in 70mm Technirama" und nicht in DCP-70, wie man es uns mittlerweile andrehen möchte.
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König der Könige, Premierenanzeige MGM-Berlin, signiert.jpg (59.11K)
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Widescreen & Cinema Society Berlin

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