Filmvorführerforum: Netzmuseum - Filmvorführerforum

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#21 Mitglied ist offline   cinerama 

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Geschrieben 15 December 2011 - 23:17

Na nu. So viel Bunkermentalität kenne ich nur aus Zeiten des Hans-Helmut Prinzler. Der alsdann auch die Stiftung Deutsche Kinemathek mit Leitungskultur befruchtete.
Andererseits sind heutige Studenten auch nicht mehr so rebellisch wie vor 43 Jahren. Da kann sich schon Reformstau vom Feinsten kumuliert haben ... passend zum Leuchtturm-Zentralismus am Potsdamer Platz.
Der arme Bürgermeister!
Widescreen & Cinema Society Berlin
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#22 Mitglied ist offline   cinerama 

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Geschrieben 26 January 2012 - 15:09

Aus dem Thread "Berliner Kinosterben" benutzte ich den Hinweis von @Thomas Katz auch für diesen Thread:

Beitrag anzeigentomas katz sagte am 25 January 2012 - 23:30:

Den Hinweis auf das "Wiener Modell" finde ich etwas merkwürdig in diesem Zusammenhang.
Denn:
"Auf dem Bundeskongress der kommunalen Kinos wurde vor einem Monat das Wiener Modell gepriesen. Vielleicht kann sich davon auch München etwas abschauen." (Quelle: SZ)
Ich war auf dem Bundeskongress in Braunschweig. Fand die Filme, die Alexander Horwath vorgestellt hat, auch wirklich großartig. Aber von der Wirkung auf die breite Masse war das weit entfernt, da er sehr viel Avantgarde vorgestellt hat, u.a Dziga Vertov, Bruce Conner, und - ganz großartig - James Bennings Landscape Sucide.

Das "Wiener Modell" beschreibt die Eigendarstellung eigentlich am besten: "Das Österreichische Filmmuseum vertritt das Prinzip, dass der Film selbst - als Artefakt und als Ereignis, im Archiv wie in der Vermittlungs- und Ausstellungstätigkeit - Priorität vor den Derivaten und Faksimiles des Films hat. Die Bewahrung von Film impliziert daher immer auch die Bewahrung seiner spezifischen technischen und räumlichen Ausstellungsform, d.h. die Bewahrung der Sichtbarkeit und Verständlichkeit von Film im Modus der analogen kinematografischen Aufführung."
Und das ist m.E. ganz weit entfernt von einer heutzutage breitenwirksamen Kinoform.


Das Wiener Modell ist dringend zu verteidigen gegenüber einer babylonischen Sprachverwirrung unterschiedlichster Medienträger. Will man nun Museum sein oder eine Videoanstalt, wie sie sich in Berlin zu erheben scheint?
Sicherlich sind die Bedürfnisse vieler Programmkinos und auch der kommunalen Kinos nochmals andere. Wer aber das Potential innehat, authentische Medienträger zur Aufführung zu bringen, wäre schlecht beraten, ein Derivat zu präsentieren, denke ich.
Widescreen & Cinema Society Berlin
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#23 Mitglied ist offline   ATRIUM 

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Geschrieben 13 February 2012 - 18:59

Interessanterweise wird die in der Februar-Ausgabe von "print" (der WDR-Mitarbeiter-Hauszeitschrift) und in den Pressemeldungen des WDR

http://www.pressepor...ch-breloer.html

angekündigte Online-Ausstellung des "Vorlasses" von Heinrich Breloer nicht mehr unter "Fernsehmuseum" gebrandet, sondern läuft komplett über "Deutsche Kinemathek":

http://breloer.deutsche-kinemathek.de/

"Ein Projekt der Deutschen Kinemathek in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk Köln, unterstützt vom NDR und dem ZDF, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW."

Die Freischaltung des Vorschalt-Login (für die Presse) wird wohl zum 17.02., dem 70. Geb. von Breloer, erfolgen, feierlich wohl, wie es sich für solche online-Anlässe geziemt...

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