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LaserHotline

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Posts posted by LaserHotline

  1. ....Was für eine ominöse Vorführung nun im Londoner Dominion auch immer stattgefunden haben soll, einen Reim hierauf kann ich mir nicht machen.

     

    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: die Super35-Kopievon TROJA, die in London gezeigt wurde, wurde nicht im Dominion, sondern im Odeon Leicester Square eingesetzt. Dort wurde seinerzeit auch die Super35-Kopie von NOTTING HILL gespielt. Was die Bildausleuchtung oder den Bildstand angeht, so gab es dort keine Probleme. Die Techniker vor Ort waren von der Bildqualität bei NOTTING HILL begeistert. Und das will schon etwas bedeuten, denn im Odeon Leicester Square werden mit schöner Regelmäßigkeit Kopien eingesetzt, die vom Originalnegativ genommen wurden. Eine Qualität, die man sich auch für deutsche Kinos wünschen würde. Und was die ominöse 70mm-Kopie von TROJA angeht: die war zwar geplant, wurde aber offensichtlich nicht realisiert.

  2. Ich habe eigentlich immer gedacht, daß ein Dolby Prozessor einen 27 Band Equalizer hat mit dem man die X-Curve genau einstellen bzw. "aufbauen" kann :?:

     

    Richtig gedacht: Dolby-Prozessoren enthalten standardmäßig 27 Band Equalizer für L, C, R.

     

    Hat es nicht auch eine spezielle Cat. für Pink Noise Signale gegeben?

     

    Ja, gab bzw. gibt es. Sollte ein Kinotechniker immer im Gepäck haben

    :D

  3. ...deshalb finde ich es witzig, wenn bei früheren 70 mm Kopien Pink Noise Schlaufen mitgeliefert wurden, die meistens von einem anderen Film waren. Damit konnte man ja höchstens die klapperige Pegelanzeige im Wert von DM 1,50 am Dolby Kasten auf den richtigen Level einstellen, aber ob der Frequenzgang stimmt, im Kino hatte keiner einen Frequenzanalyser um das vor den Vorführungen festzustellen. Also mit anderen Worten, war es und ist es auch heute noch genau so ungenau mit den Tönen, wie es in den 60er Jahren war.

     

    Zur Erklärung: 70mm Erstaufführungskopien wurden normalerweise immer mit Testschleifen in die Kinos geliefert. Eine Schleife mit den Dolby-Pegeln, die andere mit Pink Noise. Produziert vom entsprechdenen Tonstudio, in dem der Film gemischt wurde. Kinos, die diese 70mm Kopien zur Erstaufführung eingesetzt haben, haben "normalerweise" zur Einmessung einen Techniker mit entsprechendem Equipment ins Haus bestellt. Logisch, dass sich viele Häuser (allen voran die in Deutschland) hier die Kosten sparen wollten und auf den Techniker verzichtet haben. Gemäß dem Motto "solange ein Ton im Saal ertönt ist doch alles OK". Dass die Testschleifen dann sehr oft aus den Filmcontainern verschwunden sind, war ganz sicher nicht die Absicht des Erfinders, sondern vielmehr die Unwissenheit des Bedienpersonals. Aus denselben Gründen verschwinden halt hin und wieder auch die mitgelieferten DTS CD-ROMS.

  4. Ich habe keine Ahnung, wie der Frequenzgang bei den heutigen Dolby kisten nach dem Vorverstärker von Lichtton eingemessen werden kann. Aber die alten Kisten mit CP 50 und soweiter, hatten ja nur einen Gain-Regler und einen HF Regler. Konnte man da einen linearen Frequenzgang überhaupt hinbiegen und wie? .... Das dürfte ja auch bei den EQ Karten bei Dolby so sein, da braucht es doch sicher sehr viel Zeit, das mit Messmikrofone im Saal einigermaßen hinzubekommen oder sehe ich da was falsch? Man sollte ja noch berücksichtigen, daß ich im Kino überhaupt keine Vergleichsmöglichkeit habe, wie es eigentlich klingen sollte??? Ich habe nur festgestellt, daß Dolby Digital und auch analog jeder Film andere Pegel hat, und wer stellt da was ein?

     

    Um evtl. Missverständnisse etwas auszuräumen: man muss hier unterscheiden zwischen der sogenannten "A-Chain" und der "B-Chain". Zur A-Chain gehört alles bis zum Output des Vorverstärkers. Das wird nicht mit Messmikrofonen eingestellt, sondern üblicherweise mit Oszi und Voltmeter. Die B-Chain ist das, was dann mit Messmikrofon im Kinosaal eingestellt wird, also vornehmlich die Equalizer für die Saallautsprecher. Und Du hast natürlich recht, wenn Du sagst, dass man für die Einstellung der Equalizer sehr viel Zeit braucht. Letzteres war dann in sehr vielen deutschen Kinos das Problem. Denn die Techniker hatten nie Zeit (und vielleicht auch nie Lust), die Sache richtig einzustellen da ja sehr zeitintensiv. Da muss man sich natürlich auch nicht wundern, wenn es hinterher nicht so klingt wie es eigentlich klingen sollte.

  5. Hallo

     

    Was beinhaltet denn diese CP200er ACC UNIT? Und was ist denn die Cat No 158 für ne Karte?

     

    Das CP200 Accessory Unit konnte wie folgt bestückt werden:

    Cat.No. 108 (Optical Preamp Card) für zwei weitere Projektoren

    Cat.No. 158 (Mag Stereo Surround Card) für die Dekodierung der Stereo Surround Information

    2xCat.No. 22 (Noise Reduction Module) für Le und Re

    4xCat.No. 64 (Equalizer Module) für S, Le, Re, P, Q (wobei P und Q die linken und rechten Surround-Kanale bei Split-Surround-Anwendungen sind und S der Surroundkanal bei Mono-Surround-Anwendungen)

    2x Cat.No. 214 (Delay Card) für P und Q

    Cat.No. 117 (Remote Fader Card)

     

    Alternativ konnten für die beiden Equalizer-Karten für S, P und Q anstatt der Cat.No. 64 auch die vereinfachten Cat.No. 216 eingesetzt werden.

     

    Die Bestückung des Accessory Unit war von der jeweiligen Anwendung abhängig.

  6. Kann ich leider so nicht sagen. Muss ich mich erst nochmal schlau machen.

     

    Das ist aber ganz schön nachlässig, sowas nicht zu wissen. :shock: ;)

     

    mfG

    Christian Mueller

    :D :D :D

  7. Waren die CP-100 Einheiten grundsätzlich kompatibel mit Format 43 Prints? Sprich: Konnte man die Bässe wiedergeben ohne die Surroundanteile tw. im Ton zu haben? Sicher hatte man Weichen, aber waren die zu Anfangs schon effektiv genug um die später eingeführten Surrounds vollständig aus dem Signalweg zu entfernen? Angeblich beginnen die Stereosurrounds ja erst ab 500Hz.

     

    mfG

    Christian Mueller

    Kann ich leider so nicht sagen. Muss ich mich erst nochmal schlau machen.

  8. Zu den spanischen 70mm Blow Ups: die waren offensichtlich derart zahlreich, dass Carr & Hayes in ihrem Buch "Wide Screen Movies" auf eine vollzählige Auflistung verzichtet haben. Da wäre es vermutlich einfacher gewesen, die Filme aufzulisten, die nicht in den Genuss eines 70mm Blow Ups gekommen sind. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich, dass ich vor vielen Jahren in London ein spanisches Filmplakat zu THE LIFE AND TIMES OF JUDGE ROY BEAN gesehen habe, das mit einem großen 70mm-Logo auftrumpfte.

  9. Ich kann das bestätigen, dass bei Dolby A Rauschunterdrückung der Frequenzbereich in 4 Bereiche aufgeteilt wird, die dann unterschiedlich bearbeitet werden (nicht zu verwechseln mit dem im Consumer-Bereich eingesetzten Dolby-B System!). Bei SR ist die ganze Sache sehr viel komplexer, dafür aber im Endergebnis qualitativ sehr viel besser (speziell was den Dynamikumfang angeht).

     

    Weiterhin möchte ich noch folgendes festhalten: bei 70mm-Kopien OHNE Split Surrounds sind die Bassspuren NICHT mit Dolby-Rauschunterdrückung bearbeitet. In den Prozessoren, die Dolby für 70mm-Magnetton-Anwendungen auf den Markt gebracht hat (CP100 bzw. CP200) sind nur 4 Rauschunterdrückungsmodule enthalten (L, C, R, und S). Bei Aufrüstung auf die Split Surround Variante musste der Prozessor um ein Accessory Unit erweitert werden, das zusätzlich zur für Split Surround notwendigen Cat.No. 158 u.a. auch noch zwei weitere Rauschunterdrückungsmodule (Le, Re) enthielt.

  10. War das nicht "Blutrausch der Zombies?" (War so in Berlin 1979 annonciert.)

    Monaural ist auch "Gone with the Wind", allerdings pseudostereophonisch auf 6-Kanal mit dem Panoramapotentiometer "gespreizt".

    Ja, ich meine auch, dass es BLUTRAUSCH DER ZOMBIES war. OT: La Rebelión de las muertas

  11. Aber für die Stereosurrounds beim Format 43 muß es für Spur 2+4 dann natürlich schon die Rauschunterdrückung gegeben haben...

     

    Die CP200, die seinerzeit in den 70mm Kinos zum Einsatz kam, war mit 4 Dolby-A Noise Reduction Modulen augestattet: Left, Center, Right und Surround. Es gab keine A-Module für die beiden Bassspuren (schreibt man das jetzt mit drei "s"?). Bei Erweiterung der CP200 auf die 70mm Split Surround Konfiguration enthielt das Accessory Unit zwei weitere Dolby-A Module, die die Noise Reduction Dekodierung für den HF-Anteil der beiden Surroundkanäle bewerkstelligte. Insofern hast Du recht, dass die beiden Surroundkanäle, deren HF-Anteil sich auf den Baby Boom Spuren befand, mit Rauschunterdrückung versehen waren. Allerdings eben nur im HF-Bereich, nicht aber im Tieftonbereich.

  12. Was ich mich beim Durchsehen von alten Kinoprogrammen manchmal frage ist, ob es auch 70mm Filme mit weniger als 6-Kanal-Raumton (egal ob TODD-AO 6.0 oder 70mm Dolby Stereo 4.2/5.2) z.B. mit dem 4.0 Kanallayout oder gar nur in Monoton gab?

     

    Da fällt mir gerade noch ein Film ein, der auf 70mm in der deutschen Fassung in "herrlichem" Mono ertönt(e): DIE 10 GEBOTE (mit "Chuck" Heston)

  13. Waren bei Dolby A die Bass-Spuren 2 + 4 (früher 1 + 3) auch mit Rauschunterdrückung aufgenommen, damit Dolby sinnlos 2 weitere Karten verkaufen konnte????

     

    Nein, für die Baby Booms bedurfte es keiner Rauschunterdrückung.

     

    Gab es dann auch Testschlaufen zu den SR Kopien aus dem selben Studio, welches die Kopien bespielte?? Waren da die Tonüberspielungen auch so ungenau wie bei frühen 6-Kanal Magnetton ohne Dolby?

     

    Für alle 70mm-Kopien mit Dolby-Kodierung gab es Einmeßschleifen. Leider aber verschwanden diese sehr oft in "dunklen Kanälen".

  14. Hallo Zusammen!

     

     

    Was ich mich beim Durchsehen von alten Kinoprogrammen manchmal frage ist, ob es auch 70mm Filme mit weniger als 6-Kanal-Raumton (egal ob TODD-AO 6.0 oder 70mm Dolby Stereo 4.2/5.2) z.B. mit dem 4.0 Kanallayout oder gar nur in Monoton gab?

     

     

    Mit fällt da spontan noch DSCHINGIS KHAN ein. Da war die deutsche 70mm-Kopie auch nur mit Mono-Ton bespielt. Und es gab da noch einen auf 70mm aufgeblasenen Zombie-Film, dessen Titel mir momentan nicht einfällt. Ich glaube, es war eine spanische Produktion. Jedenfalls war hier der deutsche Ton auch nur Mono.

  15. weiß einer ob die Vierkanal Zombie 35mm Magnettonkopie auch vierkanalig ist ??

     

    Kossmo

     

    Ja, das kann ich bestätigen. Ein paar 35mm Kopien waren mit 4-Kanal-Magnetton bespurt und die Mischung war tatsächlich echtes 4-Kanal-Stereo. Warum diese Tonfassung bisher noch nie für die Vermarktung auf DVD herangezogen wurde, ist und bleibt ein Rätsel. Die Zombie-Fans wollen es halt nur in Mono :D

  16. Zu TROJA (OT: TROY) im Londoner Odeon Leicester Square: die dort im Einsatz befindliche Super35-Kopie wird mit Dolby Digital-Ton gespielt. Die Info hierzu habe ich vom Chefvorführer per Telefon bekommen. Was den Bildausschnitt angeht, kann ich hier z.Zt. nur vermuten, dass es sich um eine vom Originalnegativ gezogene Kopie handelt. TROJ ist übrigens bereits der zweite Film, der dort mit einer Super35 gezeigt wird. Der erste Film war NOTTING HILL, der ebenfalls mit Dolby Digital Ton präsentiert wurde.

  17. In diesem Thread wurde schon des Öfteren auf TROJA verwiesen. Auch ich kann hier nur bestätigen, dass die Bildschärfe sehr mittelmäßig ist. Fast schon typisch für einen im Super35-Verfahren fotographierten Film. In diesem Zusammenhang ist vielleicht noch erwähnenswert, dass TROJA im Londoner Premierenkino AUF WUNSCH DES REGISSEURS mit einer Super35-Kopie im Einsatz ist (also wohlgemerkt: KEINE CS-Kopie). Daraus darf man wohl schließen, dass selbst ein "Tatort"-Regisseur wie Herr Petersen die Qualität der CS-Kopien von TROJA als untauglich empfand.

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