797 Beiträge in diesem Thema

Kodak hat kontinuierliche und Schrittperforiermaschinen praktisch im Dutzend verkauft. Von sich aus bieten die Kodaker beidseitig perforierte 16-mm-Filme nicht an, man muß sie praktisch dazu zwingen. Sie lassen Benutzer ihrer eigenen besten Kamera für 16-mm-Film, die Ciné-Kodak-Special-Modelle, im Stich. Es gibt noch andere Kameras, die beidseitige Ware benötigen, und es gibt viel mehr gewöhnliche 16-mm-Film-Kameras weltweit als Super-16 oder Ultra-16. Wenn Ferrania da richtig schaltet, hat ihr Farbenfilm Boden gewonnen, wo Kodak nicht hinkommt.

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Naja auf der Ferrania Seite und bei Photo Scala sieht das nicht so aus als gäbe es da Konstante Qualität und problemlose Fertigung.

Und das Üben bezog such auf Deine Aussage oben:

"zum Üben vom Aufstellen eines Webshops, über den Produktionsablauf mit Konfektionierung bis hin zum Vertrieb. "

Also auch Üben des Produktionsablaufes, also Üben zum Vermeiden von Qualitätsproblemen.

Wenn das der Fall wäre es dilettantisch 

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Ich glaube, wir haben ein Unterschiedliches Verständnis von Üben.

 

vor 1 Stunde schrieb Helge:

Also auch Üben des Produktionsablaufes, also Üben zum Vermeiden von Qualitätsproblemen.

Wenn das der Fall wäre es dilettantisch 

Ich weiß nicht, was daran dilettantisch wäre, solange keine Produkte mit Qualitätsproblemen beim Kunden landen.

 

Früher mal war ich dabei eine neue Fertigung aufzubauen. Anfangs brauchte der Meister und ich zum Umstellen einer Maschine 3Tage, hinterher schaffte es einer von uns allein an einem Nachmittag. Anfangs hakt es hier und da, weil die Zuarbeiter nicht schnell genug waren oder die fertigen Sachen nicht schnell genug abgeholt wurden. Mit der Zeit hört man schon, wenn ein Werkzeug abgebrochen ist, ehe man die Fehlteile aus der Maschine kamen. Es läuft einfach wesentlich runder und man kann mit der Zeit immer komplexere Aufträge in kürzerer Zeit erledigen. In den ersten Monaten waren wir ganz froh, dass der Kunde noch einen recht hohen Lagerbestand an den Teilen zum Ausgleich unserer Minderproduktion hatte, hinterher hätten wir gerne mehr geliefert. Aber wir haben nie Schrott geliefert.

 

So ähnlich stelle ich mir das bei Ferrania vor.

bearbeitet von Theseus (Änderungen anzeigen)

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Das schöne an Ferrania ist, wie der Filmtechniker beschreibt, daß sie alles in einem Gebäude haben, wenn, ja wenn sie irgendwann mal fertig sind. Während Kodak alles outsorced, hat Ferrania sogar Maschinerie für die Acetatträgerproduktion gerettet - das heißt irgendwann muß man in das Ferrania-Gebäude nur noch auf der einen Seite die Rohstoffe für Film reinkippen und auf der anderen Seite kommt fertig verpackter Film raus. Klingt ziemlich wirtschaftlich, finde ich.

 

Das wirklich geniale an Ferrania ist aber daß die wirklich mit Herzblut dabei sind. Fuji hat vor ein paar Jahren beschloßen daß sie einfach aus dem Cinefilmgeschäft aussteigen, obwohl sie die digitale Revolution blenden überstanden haben und sich Cinefilmproduktion als "Hobby" hätten leisten könnten, außerdem ist Fuji ein Traditionsunternehmen und ich dachte immer daß die Japaner es so sehr mit Tradition hätten.

Kodak krebst nach seiner Insolvenz herum und demontiert seine Filmproduktion durch outsorcing und Verkauf/Verschrottung von Produktionsmaschinen, was ihre Produktvielfalt einschränkt. Ob Druckerpatronen in einer immer digitaler werdenden Welt ein supersolides Standbein sind wage ich mal leicht kritisch zu sehen - und auf ebay unterbieten sich schon seit Jahren Anbieter von wiederbefüllten Durckerpatronen gegenseitig.

Bei Ferrania beißen sie sich aber durch anscheinend jedes Problem durch (und setzen auf Qualität. Der P30 ALPHA wird dermaßen auf Qualität kontrolliert daß sie einige Rollen nicht ausgeliefert haben, obwohl diese keine Mängel hatten - sie waren sich aber nicht sicher und nehmen es lieber zu genau.). Als sich das Zeitfenster zur Herstellung der Kickstarter-rewards wegen dem Asbestfund schloß, hätten sie auch einfach sagen können: "Liebe Kickstarter das sind uns jetzt zu viele unvorhergesehene Probleme, wir geben auf und ihr bekommt das von eurem Geld zurück was noch übrig ist." Hätten wahrscheinlich die meißten Verständniss für gehabt - und selbst wenn nicht hätte man auch nichts gegen diese Entscheidung tuen können.

Aber sie beißen die Zähne zusammen und reißen sich ihre Hintern bis zu den Ohren auf (seit 3 Jahren), um doch weiter zu kommen. Andauernd passiert was, das nicht im Plan lag, auch der P30 wird jetzt viel früher hergestellt als gedacht und somit muß wieder in Windeseile alles möglich aus dem Boden gestampft werden - auch der Webshop und da gibt´s dann eben auch ein paar Probleme - aber sie geben einfach nicht auf.

Mittlerweile gibt es ja so schöne neue Begriffe wie "analog warrior" und jeder der mit irgendwas analogem rumknipst nennt sich gerne so - aber wenn dieser Begriff wirklich auf jemanden zutrifft dann ist es wohl Ferrania. Is ja toll wenn in Wölfen noch eine Gußanalage steht und wenn es noch einen Splitterkonzern des ehemaligen Agfaimperiums gibt die theoretisch usw. noch was herstellen könnten - macht aber keiner (und lomographische Falschfarbenfilme zu Mondpreisen zählen jetzt mal nicht), nur Ferrania ist immer noch dran, OBWOHL es schon seit 3 Jahren alles andere als leicht und einfach ist.

 

Deswegen glaube ich auch daß früher oder später was farbiges von Ferrania kommt, nicht so feinkörnig wie Kodak oder Fuji aber brauchbar - denn die sind wirklich mit Herzblut dabei und geben einfach nicht auf.

Wenn ich mir die Testbilder des P30 aus meinem Link anschaue, bin ich mir sicher daß man bei der Feinkörnigkeit/Auflösung mit anderen S/W-Filmen schon Mittelformat bräuchte um mithalten zu können - so daß sich P30 selbst in N8 noch (sehr) gut machen müßte und ansonsten eine Bereichrung des S/W-Marktes darstellt. Und sie arbeiten schon daran den Guß so perfekt hinzubekommen daß man auch Cinefilm draus schneiden könnte.

.....

 

Von daher kann ich das Bashing nicht wirklich verstehen, klar ist das nervig wenn´s Jahre länger dauert und Versprechen nicht eingehalten werden können, aber mancher tut gerade so als hätte er seine letzten Euros für Filmmaterial ausgegeben das er schon vor 3 Jahren für einen professionellen Auftrag fest eingeplant hatte - und in anderen Threads wird dann geposted wieviele Gefriertruhen man noch voll mit Velvia50D, E100D, und-was-weiß-ich-noch alles hat. Dann noch alles mögliche an Unterstellungen und Verschwörungstheorien, daß die sich schon längst abgesetzt und die Baker betrogen hätten usw. - ist ja schlimmer als mit der gefakten (:10_wink:) Mondlandung. Bin gespannt ob die schlechte Laune auch mal auf die neue Kodak-Kamera umschlägt, die ist jetzt ja auch schon etwas in Verzug.

.....

 

Die Jungs und Mädels in Ferrania schreiben gerade Geschichte, damit Spinner wie ich ihr Hobby weiterführen können - vor denen habe ich schon längst meinen Hut gezogen und freue mich über jeden weiteren Schritt - und wenn´s nur ein (dringend) benötigter Dampfgenerator ist. :14_relaxed:

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vor 9 Stunden schrieb Theseus:

Ich glaube, wir haben ein Unterschiedliches Verständnis von Üben.

 

Ich weiß nicht, was daran dilettantisch wäre, solange keine Produkte mit Qualitätsproblemen beim Kunden landen.

....

Das tun sie aber. Alle produzierten P30 bei denen nichts offensichtliches schiefgeht werden ausgeliefert.

Echte Qualitätssicherung bedeutet alle Schwankungen im Griff zu haben, ohne, daß davon etwas beim Kunden ankommt.

Zugegeben, keiner von uns beiden war je bei Ferrania an der Linie, aber alleine die Statements auf deren Seite zu Problemen und zu Unwägbarkeiten hinsichtlich der Ausgangsmaterialien zeigen mir, daß es ihnen da an vielem fehlt.

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vor 12 Stunden schrieb Filmtechniker:

Kodak hat kontinuierliche und Schrittperforiermaschinen praktisch im Dutzend verkauft. Von sich aus bieten die Kodaker beidseitig perforierte 16-mm-Filme nicht an, man muß sie praktisch dazu zwingen. Sie lassen Benutzer ihrer eigenen besten Kamera für 16-mm-Film, die Ciné-Kodak-Special-Modelle, im Stich. Es gibt noch andere Kameras, die beidseitige Ware benötigen, und es gibt viel mehr gewöhnliche 16-mm-Film-Kameras weltweit als Super-16 oder Ultra-16. Wenn Ferrania da richtig schaltet, hat ihr Farbenfilm Boden gewonnen, wo Kodak nicht hinkommt.

Das ist sicher richtig.

Aber ist 16mm Film wirklich profitabel herstellbar?

Ich glaube kaum! Wenn man Stückzahlen in der Größenordnung von heutzutage 5% der Stückzahlen von Super8 annimmt ist man vermutlich schon ein unverbesserlicher Optimist.

Ich denke, das ist nachher die Spielwiese von Konfektionierern, vorausgesetzt, Kodak bietet entsprechendes Rohmaterial dafür an.

Und die Preise werden hoch sein, die Maschinen- und Konfektionierungskosten müssen ja auf Kleinststückzahlen umgelegt werden.

(Außer jemand hat noch so was längst abgeschriebenes herumstehen und schert sich nicht um Erhaltung oder Wartung)

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vor 16 Stunden schrieb F. Wachsmuth:

Ob Wittner für Ferrania überhaupt noch zur Verfügung stünde? So sicher wäre ich mir da nicht.

 

Wenn ich mir Wittners Geschäftsgebaren und Preisgestalltung anschaue, dann weiß ich nicht, ob das von Nachteil wäre. So bekommen vielleicht andere eine Chance...

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vor 51 Minuten schrieb Joachim:

Hallo Chris,

Norditalien ist ja Oberbayern.

Gruß

Joachim 

 

 

 

 

 

 

Offtopic:

Regensburg (Oberpfalz/Bayern) ist die nördlichste Stadt Italiens, wie es immer so schön heißt

(und einen Korruptionsskandal hatten/haben wir auch)

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vor 4 Stunden schrieb Helge:

Aber ist 16mm Film wirklich profitabel herstellbar?

 

Rudolf könnte noch Suter-16 aus 35 schneiden, so er denn seinen Filmspalter vollständig einrichtet.

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D.h., er kann es technisch, das ist gut.

Aber zu welchem Preis (Vollkosten, mit Abschreibung, Wartung und allen Arbeits- und Rohmaterial-Kosten)?

Und wieviele kann man zu diesem Preis dann pro Jahr verkaufen?

Und damit bleibt dann die Frage nach der Profitabilität.

Wenn dann nur noch ein paar hundert Meter pro Jahr gekauft werden, ist 16mm zumindest kommerziell tot und nur noch für einen selbstlosen Hobbyproduzenten interessant, der eben keine Vollkosten rechnet.

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Hallo,

ich kann verstehen das einige auf Ferrania hoffen,auch ich  was bleibt den sonst....

Ok da kommt Kodak, aber ob der Ekta und seine Kamera dauerhaft sind.

Wir Filmer brauchen Sicherheit .

Wer heute Anfängt mit Schmalfilm erwirbt doch meistens was preiswertes Gebrauchtes, nur dann geht es los.... die Hälfte der Gebrauchtgeräte ist defekt,  oft nix Schlimmes eine Wartung würde reichen nur wer macht das noch ?....

Dann die Suche nach Filmmaterial ...und div Kleinteilen

Wittner bis Juli zu.... was nach der Umstrukturierung kommt weiß noch keiner,

Fotoimpex hat im Moment nur den Tri X wann der Pan Reverso wieder kommt ist noch unklar.

Retro 8 hat keinen direkten Deutschen Vertrieb, evtl. über Holland aber die Provie Filme gab es nur aus Japan direkt. Es gibt sogar Gerüchte das Fuji die Superia Filme auslaufen lässt....alles sehr wage...

Bleibt Andec aber wie lange reichen seine Farbumkehrvorräte. Ok Negativfilmen aber will das jeder ?

Mal ehrlich so kann man doch kaum Menschen für ein Hobby begeistern... 

Ihr kennt die Probleme doch alle. Von der Blechfilmdose bis zum Riemen.....

Ferrania könnte die Change sein längere Zeit unabhängig in der Filmproduktion zu sein.....

Kleiner Betrieb, wenig Leute alles aus einer Hand......

Wir brauchen dringend für jeden zugänglich Farbumkehrfilm.......von wem ist mir mittlerweile so egal....

Wir brauchen wieder Service beim Schmalfilm. Firmen die direkt und Problemlos helfen können so wie in der Analogen Fotographie.

Ich glaube fest das kleine Firmen mit einen guten Service und tollen bezahlbaren Sortiment gut leben können....

Lieben Gruß

Stefan

bearbeitet von Stefan vom Stein (Änderungen anzeigen)

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Bezgl. Fuji Superia 200 habe ich letztes Jahr im August schon bei fotointern.ch von einem Ende der Foto Filme gelesen (meine Lieblingsfotofilme).

Darum habe ich damals gleich nachgefragt und folgende Antwort am 30.08.2016 (also vor fast 9 Monaten) bekommen:

 

"Wir haben die Info zuerst aus Japan (PEN-Weekly) bekommen, dann anfangs August von Wahl Trading AG, und schliesslich hat sie Fujifilm Schweiz auf Anfrage bestätigt.

Es ist durchaus möglich, dass die verschiedenen Länder unterschiedliche Lagerbestände haben, so dass die Filme u.U. noch länger lieferbar sind. Sicher ist, dass die Produktion in Japan eingestellt wurde."

 
Bernhard

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vor 7 Stunden schrieb Filmtechniker:

 

Rudolf könnte noch Suter-16 aus 35 schneiden, so er denn seinen Filmspalter vollständig einrichtet.

Der Zug ist schon lange Z-gestellt!

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Ich hab mittlerweile gut 100 Adox-Kassetten zu wiederbefüllbaren Kassetten umgerüstet. Und deren Befüllung ist ggü den Kodak-Kassetten ein Kinderspiel. Trotzdem – ich bin mittlerweile wirklich routiniert, aber um 20 Kassetten mit E100D-Meterware zu befüllen, sitze ich alles in allem doch etwa 2 Stunden in der Dunkelkammer. Und da verstehe ich Wittners Preise für die Kassette plötzlich gut. Bei Adox ging es dank des emsigen GK schneller, der einfach mal eine ganze Nacht in der Duka daß, um eine Charge fertig zu machen. So jemanden muss Mirko jetzt erstmal finden. Ferrania bräuchte auch einen Dienstleister – oder entsprechendes Gerät (nebst Leerkassetten). Ich bin gespannt, welchen weg sie hier gehen. 

 

Warum es eben doch 5 Minuten pro Kassette sind? Film von Bonby auf Spule ziehen, ggf. auf Anfang umwickeln, Abwickelring mit zugeschnittenem Doppelklebeband präparieren, Meterware in glatte, enge 15m-Wickel teilen, vorher Filmende Stanzen, Wickel fixieren, Kassette mit Druckluft sauberpusten, Teflonspray und ggf Gatelube aufbringen, Doppelklebeband zuschneiden und am Aufwickelkern befestigen, Filmwickel einlegen und einfädeln, Filmende befestigen, Kassette verschließen, Kassette zukleben, Lauf kontrollieren, Kerbe passend ausschneiden, Etikett drucken, aufkleben, Kassette eintüten, Luft raus, verschweißen und in den Karton schieben. 

 

Ich bin gespannt, wie Ferrania das alles wuppen will. Und das ist alles nach dem Splitten, Perforieren, Giessen, Testen... 

 

Klar wünsche ich mir auch, dass sie all das schaffen. Und bewundere auch ihre Beharrlichkeit. Sie wirken nur nicht sonderlich professionell, sondern eben ausgesprochen naiv und amateurhaft. Und das ist schade. Aber wir werden sehen. :)

 

ich rechne fest mit neuem Farbumkehrfilm von anderer Seite, deutlich bevor Ferrania soweit ist. Und dann werden sie eben vermutlich aufgeben. 

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Lieber Friedemann

danke für Deine klärende, offene Worte. Mein Misstrauen gegenüber den Kodak-Ankündigungen ist nach wie vor da, wenn auch der gute Jürgen Lossau die grosse Werbetrommel rührt. Selbstverständlich hat Lossau meine Unterstützung in bescheidenem Rahmen, doch mache ich bei Super8 aus alten, bekannten Gründen nicht mehr mit. Falls Normal D8 erhältlich wird, bin ich gerne dabei, auch - wenn auch etwas bescheidener - bei 16mm. Sonst bleibe ich eben bei s/w. Nochmals: Meine Abneigung gegen Super8 ist eben gerade die Kassette, die WESENTLICH mehr Aufwand braucht zur Konfektioniertung, nebst den Kassettenkosten. Meine Zuzrückhaltung geht auch auf Wittners voraussichtliche Mitmischungen, sobald er sich irgendwelche Alleinvertriebsrechte ausbedingt.

 

Halten wir doch die Ohren steif und warten ab, was herauskommt

 

herzlichst

ualy

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Zitat

ich rechne fest mit neuem Farbumkehrfilm von anderer Seite, deutlich bevor Ferrania soweit ist. Und dann werden sie eben vermutlich aufgeben.

 

Jetzt hat Ferrania erstmal seinen P30. Auch wenn die überwältigende Nachfrage etwas nachlassen sollte, haben sie immer noch einen Kundenkreis und ein S/W-Produkt als Standbein. Wenn sie dann einen Farbfilm schaffen kann dieser immer noch eine "gut-und-günstig"-Alternative zu Kodak sein; vor allem für den europäischen Markt weil alles aus Amerika Versand und Zoll kostet (das Freihandelsabkommen mit der USA ist ja Geschichte). Und gerade wegen ihrer Beharrlichkeit denke ich nicht daß sie sich auf S/W ausruhen werden, Farbe machen die nur dann nicht wenn bei denen ein Meteorit genau in das Fabrikgebäude reinkracht oder es wirklich unmöglich ist Farbfilm zu produzieren, ich glaube denen geht´s um die Ehre. Das sind keine BWLer, die ganze Produktreihen einstampfen weil diese gerade nicht zum Firmenimage passen. Den Eindruck habe ich nämlich von Fuji - an Nachfrage mangelte es nicht als die einige Filme aus dem Sortiment genommen haben.

 

So lange es bei Ferrania keinen GAU gibt denke ich daß wir noch lange von denen hören werden, auch "buntes".

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Am 19.5.2017 um 20:11 schrieb Theseus:

 

Der gelieferte P30-Film ist mängelfrei. Das ist kein Ausschuss vom Üben oder Schrott. Gemäß dem von DR.Cox oben verlinkten Test, ist der Film offenbar sogar recht gut und hat interessante Eigenschaften, die ihn von den Mitbewerbern abheben, so dass er eine Bereicherung des Filmmarktes ist.

 

 

Jeder hier im Formum hat bestimmt eine KB-Kamera, aber hat schon einmal einer diesen Film ausprobiert, ihn entwicklet und die Negative geprintet? So richtig auf Fotopapier? Ich noch nicht, denn ich bin mit meinen eingetesteten Filmen FP4 plus und Tmax 400 von KB bis Großformat sehr zufrieden und habe wenig Lust auf das Rumgeteste. Ich will  Bilder mit  brillanten Lichtern fein differenzierten Grautönen und tiefen Schwärzen. Gern auch als Film. Der Fomapan R100 kommt jetzt in16mm auch endlich so im Heimlabor, und er ist preislich im Bereich einer S8 Kassette. OK, die Entwicklung ist teurer, aber die läuft zu Hause. Und wenn der Ektachrome 100 dann wiederkommt, dann ist er hoffenlich so gut wie früher, und dann wird auch wieder farbig gefilmt. Wenn Ferrania bis dahin ein konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt bringen kann, bitte gerne. Wenn nicht,  dann ist Schluß, das Geld vom Crowfunding weg, und die Entrüstung groß. Marktwirtschaft eben.

 

 

DSCF0284.JPG

bearbeitet von jacquestati
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https://artfulcamera.com/blog/dave-bias-and-the-film-ferrania-story-part-2-223

gibt es ein interessantes Interview mit Dave Bias, dem PR-Manager von Ferrania. Es dauert über eine Stunde und er erzählt nochmal die ganze Geschichte von Anfang an. Also nicht viel neues für die, die die Updates kennen; allerdings sind noch ein paar Infos dabei die jetzt nicht so in den Ferrania-Updates drinnstehen, glaube ich.

Er erwähnt zB. daß sie bereits 2014 vorhatten die Gußanlage mit einer S/W-Emulsion zu testen. Diese haben sie nicht selbst hergestellt sondern von einem Drittanbieter bekommen, sie wurde aber wegen dem Asbestfund schlecht. Deswegen mußten sie 2017 eine eigene machen, was dann der P30 wurde. Bias selbst war anfangs dagegen einen S/W-Film herzustellen und zu verkaufen, weil er Unverständniss der Baker sowie eine Verzögerung der Farbfilmproduktion befürchtete - war dann aber einverstanden als ihm klar wurde daß der P30 die Farbproduktion nicht verzögert, sondern noch hilft diese zu beschleunigen ("Probelauf" für alle Maschinen, zusätzliche Einnahmen ect.). Er erzählt auch daß sie schon seit Monaten von Händlern "belagert" werden, die alle P30 kaufen und sogar jetzt schon Farbfilm VORbestellen wollen, obwohl ihnen klar ist daß Ferrania noch gar keinen Farbfilm herstellt.

 

Für alle die daran zweifeln daß Ferrania sich nun auf P30 ausruht dürfte es ab 53:35 im Interview (schwarzer Balken unter dem Photo der P30-Schachtel, "Dave Bias and the Ferrania Story Part 2 (223)" ) interessant werden. Dort spricht Bias nämlich darüber daß sich unter der vor der Verschrottung geretteten Maschinerie auch noch eine 2-Schicht-Gußanlage befindet (und daß P30 aus 2 Schichten besteht). Diese muß natürlich erstmal entmottet und ins LRF-Gebäude integriert werden, was Zeit und Geld kostet - aber sie planen bereits jetzt genau dies zu tuen um die P30-Produktion auf diese zweite Gußmaschine auslagern zu können und somit die 8-Schicht-Analge, auf der momentan P30 hergestellt wird, komplett für Farbfilm frei zu haben.

An anderer Stelle erwähnt er daß sie auch deswegen Farbfilm herstellen wollen weil die E6-Infrastruktur momentan ziemlich gefährdet ist. Umso weniger E6-Material zum Verkauf angeboten wird, desto weniger haben die Labore zu entwickeln und eins nach dem anderen hört auf. Irgendwann würde keine E6-Chemie mehr hergestellt - und um diese Strukturen wiederzubeleben würde es viel mehr brauchen, als eine Kickstarteraktion.

Deswegen machen sie nichts was die Farbfilmproduktion verzögern könnte, damit ihr Farbfilm zum Erhalt der E6-Infrastruktur beitragen kann.

.....

 

Sieht also ganz dannach aus daß sie Farbfilm immer noch voll auf dem Schirm haben und sich nicht vom P30 "ablenken" lassen.

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