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F. Wachsmuth

Seltenes Filmmaterial

162 Beiträge in diesem Thema

Das Nachbauen ist weniger das Problem als das Alter (und das Alterungsverhalten) der Gevachrome-Filme.

Genau wie bei K14: Prozess nachbauen geht, aber die Filme sind alle massiv überlagert, und gerade unentwickelter Kodachrome altert überraschend schlecht.

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Am 11.6.2018 um 18:53 schrieb Mich:

Oder noch allgemeiner und naiver nachgefragt: Wurde E-6 nachher nur übernommen, um einer Norm zu entsprechen oder hatte E-6 gegenüber den alten Verfahren noch weitere, durchschlagende Vorteile ?

Der durchschlagende Vorteil ist, dass E6 für wirklich alle Filme identisch ist. Beim Agfa/Orwo-Verfahren hatte jeder Hersteller einen leicht anderen Prozess. Zusätzlich hatte man auch noch bei jedem Film eines Herstellers individuelle Erstentwicklungszeiten.

Durch die niedrige Temperatur waren die Zeiten ungleich länger als bei E6. E6 arbeitet mit chemischer Umkehrung statt Zweitbelichtung, das macht den Prozess einfacher. E6 6-Bad dauert 32min., Orwo E9166 (Durchlaufprozess) fast eine Stunde.

Der Gevaert-Prozess ist ungleich kürzer als Agfa/Orwo, da die zweistufige Fixierung genutzt wird, statt endlos lange zu wässern. Auch die einzelnen Badzeiten sind erstaunlich kurz. Hier gilt nicht das Argument des längeren Prozesses gegenüber E6.

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@F. Wachsmuth: Sag mal Friedemann, Du kennst Dich da ja sehr gut aus. Wie stark unterscheidet sich eigentlich der Orwo Umkehrprozess vom Agfachrome Prozess? Ich habe Sandro gebeten, mir ein paar Filme zu entwickeln und ich glaube er macht die Agfachromes in Orwo Chemie. Es freut mich zu hören, dass die gut altern, habe gerade wieder einen CT18 in der Kamera, 1981 abgelaufen. Mit wie viel ASA sollte ich den belichten? Passt eine Blende mehr pro Dekade? Wenn sich Orwo und Agfa Umkehrprozess unterscheiden, macht das beim Entwickeln viel aus? Das heißt, wird ein Agfachrome in Orwo-Chemie signifikant "schlechter" als im originalen Agfa-Prozess? Wäre super, wenn Du mir da die eine Oder andere Info geben könntest, auch wenn Du Dich in den USA gerade fleißig mit dem neuen Ektachrome beschäftigst 😉

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Quasi kein Unterschied abgesehen von unterschiedlichen FD-Zeiten. 

Qualitätsvorhersagen und Belichtungsempfehlungen sind quasi immer ungültig, wenn Du nichts über die Lagerung des Materials weißt. 

 

Quantitativ statistisch nicht relevant, aber ich persönlich hatte bisher 100% Glück mit dem Agfachrome in der Mondrianschachtel und nur ca. 20% Glück mit Orwo und CT18. 

Noch versiegelte S8-Kassetten scheinen ein gutes Zeichen um zu sein. Jegliche Rollenware auf Spulen nicht. 

 

Aber wie gesagt, rein subjektiv und nur mit kleinem Volumen erhoben. Es bleibt nur Ausprobieren. 

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Ich hatte schon etliches Pech mit den Agfa Mondrians (Blankfilm). Also ohne, was zur Lagerung zu wissen, ist es reines Glücksspiel. Ich filme inzwischen bei uralten Kassetten ein kurzes Stück (3-5s.), schneide es heraus, entwickle es und entscheide dann, ob der Film OK ist oder nur für die Tonne. Das lohnt sich natürlich in erster Linie, wenn man mehrere identische Filme hat. Auch sollte man es für einige Kasseten auf einmal machen, da der Zeitaufwand durch den Vielfachtest kaum steigt. Gut befundene Filme werden entweder wieder geklebt oder in eine GK-Kassette umgetopft.

 

So viel, wie du mit speziellen Filmen experimentierst, würde sich zumindest für Foto die Selbstentwicklung lohnen. Dann würden sich Fregen wie nach dem Agfa CNS400 erübrigen, weil du ihn einfach selber in die C41 Chemie wirfst. Das nötige Equipment passt fast in einen Schuhkarton.

bearbeitet von Theseus (Änderungen anzeigen)

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@F. Wachsmuth: Vielen Dank, Friedemann 🙂 Jetz müsste ich nur noch wissen, was eine Mondrianschachtel ist. Hättest Du vlt ein Beispielbild?

@Theseus: Du sprichts ein wahrens Wort gelassen aus. Zumal mein Schuhkarton Schuhgröße 46 beinhaltet 😄 Ich werde auf die Dauer wohl nicht drum rum kommen, das ist ganz klar. Nur momentan gehts einfach noch nicht.

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vor 8 Stunden schrieb V-G-Z:

Jetz müsste ich nur noch wissen, was eine Mondrianschachtel ist. 

Das hier:

agfachrome.jpg.f1a83a457f01943478e8e75c7a4dd94e.jpg

Die Nachfolger (zeitlich nacheinander in verschiedenen Schachteln) hiessen dann Agfa Moviechrome.

 

Und es stimmt:

Für jeden Film oder zumindest jede zusammengehörige Filmcharge muss man testen, ob er noch etwas taugt.

Auch bei gleichem Ablaufdatum können die Ergebnisse total unterschiedlich sein.

Selber schon oft genug erlebt.  

 

bearbeitet von k.schreier (Änderungen anzeigen)

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Da kann ich mich nur anschließen. Einige Agfachrome dieser Sorte sind ziemlich gut geworden, aber seit Anfang das Jahres habe ich damit nur noch Pech. Mit ORWO-Chrom das selbe. 😢

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@k.schreier: Danke! Gabs die auch in irgenwelchen anderen Formaten, außer Super 8?

@SandroP: Von einem Laien wie mir mag die Frage lächerlich erscheinen, ein Fehler hat sichnicht eingeschlichen bei Dir Sandro, oder?
Meine Filme für Dich sind schon in der Post 🙂

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Nein, hat er nicht. 😉 Ich habe wohl etwas übertrieben. Ich hatte 6 Kassetten Agfachrome gekauft und diese  sind wohl alle hinüber, da sie ja zu Blankfilm würden. ORWO Chrom hatte ich zwei mal. Relativ alt und mir unbekannter Lagerung.

 

Mach Dir bitte keine Sorgen. Man kannte ja das Risiko bei Altmaterial.

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Alles klar, Sorgen mach ich mir keine, ich vermute ohnehin, dass bei meinem Orwo ein Blankfilm rauskommt. Ist bei unbekannter Lagerung und Ablauf in den 60er Jahren zu erwarten 🙂 Wir werden sehen, was rauskommt, Erwartungen habe ich ohnehin keine, ist nur ein Experiment 😉

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