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preston sturges

"Träume in Technicolor" ... 4. Widescreen-Festival Schauburg-Cinerama, Karlsruhe

216 posts in this topic

vor einer Stunde schrieb Angrist:

Also doch kein Fantasia?

 

weil es weiter oben ja angekündigt war?

 

 

 

Leider ja ... die Kopie entsprach dann nicht den Anforderungen .

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Banner01.jpg

 

Das Programm des Technicolor Festivals vom 23. - 26. Mai 2019 im Schauburg Cinerama Karlsruhe findet Ihr in aller Ausführlichkeit hier:

 

https://www.in70mm.com/news/2019/technicolor/index.htm

 

Zum WOODSTOCK Screening am 26.5. gibt's für jeden (solange Vorrat reicht) ein original Stirnband aus der EA (Danke @Pendler)

 

woodstock01.jpg

 

 

 

  • Haha 1

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vor 2 Minuten schrieb filmempire:

Kann man schon mal einen Festival Pass buchen? If So, dann bin ich dabei!

 

Klar ... ist auf Deinen Namen und zum Forumspreis reserviert. Liegt ab Donnerstag an der Kasse abholbereit. Gute Anreise ...

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Kann man das Frühstück im Kino auch separat buchen oder ist das nur mit einem Tagespass möglich? Ich muß (leider) am Samstag Mittag, nach Vera Cruz schon wieder abreisen, würde aber anstatt im Hotel doch lieber in der Schauburg frühstücken.

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vor 20 Stunden schrieb totalvision:

Kann man das Frühstück im Kino auch separat buchen oder ist das nur mit einem Tagespass möglich? Ich muß (leider) am Samstag Mittag, nach Vera Cruz schon wieder abreisen, würde aber anstatt im Hotel doch lieber in der Schauburg frühstücken.

 

Klar ... kriegen wir hin. Spreche einfach mich oder einen Mitarbeiter an der Kasse an.

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Das 3. Technicolor Filmfestival 2019 in der Cinerama

Schauburg Karlsruhe war wieder ein schönes Erlebnis.

Filme ohne Rotstich und sogar mit 4-Kanal Magnetton.

Nach dem Welcome mit Kaffee und Kuchen begann am

Freitag um 11.00 Uhr die Filmreihe mit "Der Rebell" aus

dem Jahre 1950 mit einem jungen Burt Lancaster und der

Geschichte eines Freiheitskampf in der Lombardei im

13. Jahrhundert. Aufgenommen im 1.37 Academy Format

und präsentiert mit Lichtton Mono in 70 mm Formathöhe.

Um 13.00 Uhr "7 gegen Chicago" aus dem Jahre 1964

Aufgenommen in 35 mm Panavision. Hier ging es um 2

Bandenchefs die sich in Chicago bekämpften. Auf der einen

Seite Peter Falk vor seiner Colombo Zeit und Frank Sinatra

gegenüber. Eine Parodie auf Gangsterfilme mit Gesangs-

einlagen. Manche fand ich nicht so gelungen. Speziell die

von Dean Martin beim Pool Billard Spiel. Möglicherweise

waren in dieser Fassung einige Lieder schon entfernt worden.

Höhepunkt nach der Kaffee und Kuchenpause war um

16.00 Uhr "König der Könige" eine 35 mm Kopie mit 4-Kanal

Magnetton in einer Roadshow Präsentation mit Ouvertüren,

Pause, Entr'Acte Musik und Exit Musik (diese kamen von

externer Quelle). Die Kopie hatte scharfe Bilder dank dem

8 Perf Supertechnirama Verfahren und die Musik von Miklos

Rozsa war besonders eindrucksvoll über die 4 Kanäle.

Es gab einige Jump Cuts in der Handlung, der Erste war die

Ermordung der Tempelpriester und das "Vaterunser" nach

der Bergpredigt. Ansonsten die üblichen Abnützungen einer

gebrauchten Kopie.

Nach dem leckeren "Technicolor Dinner" mit Fleisch und

Wurstwaren vom Grill und verschiedenen Salate und auch

Spargel "Trieben es die alten Römer toll" um 20.30 Uhr.

Eine turbulente Revue mit Zero Mostel, Phil Silvers,

Michael Crawford, Michael Hordern und Annette Andre

in den Hauptrollen. Nach dem Haupttitel ein scharfes

Bild im 1.85 Breitwandformat und Mono Lichtton.

Gedreht wurde der Film nach König der Könige auf dem

Studiogelände von Samuel Bronston außerhalb von Madrid

unter teilweiser Verwendung der noch vorhandenen Kulissen.

Mit 99 Minuten war das eine kurzweilige, etwas übertriebene

Handlung.

Die Late Night Vorstellung um 23.00 Uhr mit "Goodbye,

Bruce Lee" habe ich nicht besucht, dafür gab es ein Treffen

im Wolfs Bräu mit anderen Weekendgäste.

Wie immer wurden die Einführungen zum Film von

Wolfram Hannemann gehalten und im Vorführraum waren

Vincent und Marcus für die perfekte Wiedergabe der 35 mm

Kopien zuständig.

Sonntag, nach dem "Technicolor Frühstück" um 11.00 Uhr

stand "Vera Cruz" auf dem Programm. Ein Superscope Film

im 1:2,0 Seitenverhältnis und Lichtton MONO. Leider war

die Kopie schon sehr benützt. Auch die zwischen geschnittene

Überblendungen waren auffallend in schlechte Kopierqualität.

Hugo Friedhofers Musik mit Leitmotiv sehr nett. Burt Lancaster's

Zähne eine gute Reklame für Zahnpasta. Daneben Gary Cooper

als Gegenspieler und Gewinner des Abenteuers.

Um 13.30 Uhr ging es weiter mit "Der eiserne Ritter von Falworth"

in CinemaScope und 4-Kanal Magnetton mit Tony Curtis, Janet Leigh

und David Farrar in den Hauptrollen. Eine sehr gut erhaltene 35 mm

Kopie mit prachtvollen Sound speziell die Musik von Hans J. Salter,

Frank Skinner und Herman Stein erweitert durch eine Dialogmischung

über die 3 Frontkanäle.

Nach der Erholung mit Kaffe und Kuchen im Freien bei schönsten

Sonnenschein kam "Samson und Delilah" um 16.30 zu Besuch auf

der Bildwand im 1.37 Format und Mono Ton. Ein gebrauchte Kopie

mit entsprechenden Eigenschaften aber sehr scharfen Bildeindruck.

Die Zerstörung des Tempels am Schluss des Films war für damalige

Tricktechnik aussergewöhnlich. Russ Tamlyn (später bekannt durch

"Eine Braut für 7 Brüder", "Die Wunderwelt der Gebrüder Grimm",

"West Side Story") konnte man hier in einer Kinderrolle als Saul

erkennen.

Höhepunkt dann die Abendvorstellung nach dem Grill Event im

Hof der Schauburg "Apocalypse Now: Redux" eine um 49 Minuten

verlängerte Fassung von Francis Ford Coppolas Vietnam Drama.

Diese in Technovision gefilmte Produktion wurde in 35 mm Cinema-

Scope und 6-Kanal Datasat (DTS) Digitalton in der englischen Original-

fassung gezeigt. Die Bildqualität sehr gut, kaum Gebrauchsspuren und

einen tollen, sehr effektvollen Split-Sourround Sound, vorher nur bei

70 mm Kopien hörbar.

Am Sonntag um 11.00 Uhr nach dem Schauburg Frühstück kam

Papst Leo zu "Attila, dem Hunenkönig" in der Handlung der sehr dialoglastigen

Filmstory. Aufgenommen in CinemaScope und präsentiert in einer

fast neuen 35 mm 4-Kanal Magnettonkopie.

Bis zur der nächsten Vorführung gab es ein Technicolor Shorts &

Bits & Pieces Programm mit Walt Disney Cartoons, Trailer und

dem letzten Akt von "Star Wars" alle in Lichtton MONO.

Nach Kaffee und Kuchen und schöne Pause im Freien

"Woodstock" um 15.00. Eine in 16 mm aufgenommenes Musikfestival

von 1969 mit den Superstars der damaligen Zeit und präsentiert

in Cinemascope und 4-Kanal Magnetton. Ausser der Musikdarbietung

wurden alle Gespräche in Deutsch synchronisiert. Die Kopie hatte schon

einige Klebestellen im Ablauf sichtbar, die Musiknummern aber noch

gut erhalten. Mit 169 Minuten ohne Pause war diese Vorstellung besser

besucht als die vorgehenden.

Nach dem Dinner dann zum Abschluss des Festivals um 19.30 noch

ein Melodram mit Rock Hudson und Jane Wyman in den Hauptrollen.

"Die wunderbare Macht" aus dem Jahre 1954 im 1:1.37 Format und

Lichtton Mono. Die Geschichte eines egozentrischen Millionärssohn der

wegen Schuldgefühle zum Menschenfreund wird und später dank nach-

geholten Medizinstudium eine blinde Witwe operiert und heiratet.

Muss man nicht unbedingt nochmals sehen.

Vielen Dank an Herbert Born, den Mitarbeitern hinter den Kulissen,

den Leihgebern der Kopien und der Stiftung Fricker für diese gute

Unterhaltung am Wahlwochenende.

in Karlsruhe.

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Vielen Dank an @filmempire für die schöne Zusammenfassung. Zwei Anmerkungen/Korrekturen dazu: 

 

1. KÖNIG DER KÖNIGE: Nur die "Ouvertüre" kam von CD, Intermezzo und Exit Music waren auf der 35mm-Kopie noch vorhanden

2. DIE WUNDERBARE MACHT wurde im Seitenverhältnis von 1:2.00, dem dafür vorgesehenen Bildformat, vorgeführt

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vor einer Stunde schrieb LaserHotline:

1. KÖNIG DER KÖNIGE: Nur die "Ouvertüre" kam von CD,

 

Korrektur der Korrektur ... die Ouvertüre wurde von einem DCP eingespielt. :-)

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vor 18 Minuten schrieb preston sturges:

 

Korrektur der Korrektur ... die Ouvertüre wurde von einem DCP eingespielt. 🙂

 

Schon klar...die DCP-Quelle jedoch war eine CD

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Ich war nur am Samstag da, habe aber dafür die ersten drei Filme des Tages sehr genossen (besonders den "Eisernen Ritter"). Ganz grosses Lob an Herrn Born dass es solche Veranstaltungen hierzulande noch gibt ! Etwas irritiert war ich von der Ankündigung dass am 30.06. in der Schauburg "Fantasia" gezeigt wird - ist das die Kopie die beim Festival aufgrund ihres Zustands keine Verwendung fand oder eine andere ?

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Keine Nachfragen zum obigen Fachartikel?

Dort steht:

Eine eklektische Auswahl, von Bibelepen („König der Könige“, „Samson & Delilah“) über Kung-Fu-Abenteuer („Goodbye, Bruce Lee“) bis hin zu Dokumentarfilmen („Woodstock“)

Eklektisch heisst: unschoepferische Nachahmung grosser Vorbilder. Oder positiv angewandt: Kompilation diverser Genre-Ideen unter einem neuen Zusammenhang: spezielles langlebiges Filmverfahren beispielsweise.

 

Weiters:

 

In der Einführung zu Jacques Tourneurs „Der Rebell“ wird eine „nostalgische Reise“ in „die Zeit vor Mobiltelefonen, Selfies und soziale Medien“ versprochen. Eigentlich ist es merkwürdig, wie oft das Aufführen von älteren Filmen mit Nostalgie gleichgesetzt wird.

 

Endlich wird mit diesem Unwort aufgerauemt. Warum seit Jahren eine Verkaufspolitik unter dem Motto "Nostalgie, Zeitreisen, Traueme"? Der Autor deutet ueberzeugend an, dass klar die Flucht aus der Wirklichkeit Antriebsriemen fuer kinematographische Verfahren war. Klingt spannend: wovor und wohin flüchten wir, warum und mit welchem Ziel? (Fluchtbewegungen kamen oft in Krisenzeiten auf, man entflieht der Wirklichkeit, meidet die Konfrontation und steht im "Refugium der Illusion", zum Beispiel.)

 

Das zu referieren kann mit Augenzwinkern und auch humorvoll "zelebriert" werden, ist aber selten. Und nur mit Nostalgie nicht zu ergruenden.

 

Der Mythos Technicolor präsentierte sich beim Festival verliebt in andere Mythen: Den des legendären Musikfestivals Woodstock im gleichnamigen Dokumentarfilm von Michael Wadleigh, das wohl schon ohne Kamera und Dreifarbverfahren exakt so übersteigert und grell ausgesehen haben muss

 

Niemand, der die Funktion von Kameras und Kopierwerken beschreibt? Wird alles (Technicolor- und Eastmancolor) zusammengeruehrt? Der Reporter des Filmdienst hat es definitiv nicht ganz treffend vermittelt bekommen. Woodstock ist in Technicolor 35mm3-Streifen-Technik aufgenommen? Oder auf 16mm Eastmancolor? Gilt dies fuer den Autor auch fuer APOCALYPSE NOT oder THE TEN COMMANDMENTS?

Der Autor sucht ja nach spezifischen Stil-Ingredienzien des Technicolor, aber verstanden hat er die Veranstaltung folgendermassen:

 

Denkt man an das Festival zurück, bleiben tatsächlich vor allem Farben in Erinnerung: Das blasse Giftgelb, das in „Apocalypse Now Redux“ nach einem amerikanischen Napalmangriff in der Luft liegt. So muss der Weltuntergang wirklich aussehen.

 

Na klar. Oder auf keinen Fall.

Nur: Das eine ist Eastmancolor, das andere Technicolor. Der Rest ist Einbildung.

 

20190620_143550.jpg

Edited by cinerama (see edit history)

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Schade dass meine Frage bezügl. der "Fantasia"-Vorstellung am 30.06 in der Schauburg bislang nicht beantwortet wurde...🙁 Ist das denn jetzt die beim Festival nicht gezeigte EA-Technicolor-Kopie oder eine der WA-Fassungen ? Da diese sich ja auch inhaltlich unterscheiden wäre das interessant zu wissen... 

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