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Habe aus den Medien erfahren, dass Cinemaxx all seinen "Projektionisten" gekündigt hat bzw. ihnen einen neuen Job im Service anbietet. Die Digitalprojektion soll von der Zentrale aus Hamburg überwacht und bedient werden.

 

Kann mir jemand sagen ob das tatsächlich der Fall ist? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass alle Maßnahmen für die Projektion von einem Ort aus Hamburg aus erledigt werden. Trotz Digitalisierung gibt es in unserem Multiplex eine Vollzeit- und eine Teilzeitstelle als Vorführer, da das aufspielen der Filme auf den Server, die Zusammenstellung der Werbung und die Überwachung der Projektion für 9 Häuser durchaus einiges an Arbeit bietet. Nicht zuletzt sind fast jeden Tag kleinere Reparaturen durchzuführen, von der durchgebrannten Glühbirne bei der Saalbeleuchtung, bis zur Störung des Vorhangseilzuges - die bei uns in das Aufgabengebiet des Vorführers fallen.

 

Theoretisch wäre es bestimmt Möglich das gesamte aufspielen der Filme und erstellen der Show über das Netz von Hamburg aus zu machen - aber ist das wirklich der Fall? Bedeutet das tatsächlich dass in den Kinos keiner mehr vor Ort ist der sich mit der Projektion und Technik auskennt? Würde mich mal interessieren...

 

Grüße

Alex

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Machbar ist das schon. Die wollen aber auch keine Kinos, in denen niemand mehr Ahnung von der Technik hat, die wollen natürlich schon, dass die bisherigen Leute, die sich auskennen, zumindest teilweise bleiben, aber eben nur noch dem Servicebereich zugeordnet werden. Welche langfristigen Auswirkungen das hat bzw. welches lokales Problemlösungsknowhow es mittelfristig noch gibt, das werden die schlicht austesten wollen. Ist aber nix Neues.

 

http://www.haz.de/Ha...-Filmvorfuehrer

 

http://www.filmvorfuehrer.de/topic/15867-cinemaxx-entlaesst-filmvorfuehrer/

 

- Carsten

Edited by carstenk (see edit history)
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Bedeutet das tatsächlich dass in den Kinos keiner mehr vor Ort ist der sich mit der Projektion und Technik auskennt? Würde mich mal interessieren...

 

Ob das im konkreten Fall so stimmt, kann ich nicht beurteilen.

Aber klar: Wenn eine Kette viele Häuser hat, klingelt den Controller das Zauberwort "Redundanzen" in den Ohren. Und ganz abgesehen von der menschlichen Ebene haben sie natürlich recht, es gibt hier Redundanzen und ein vollautomatischer Betrieb ist in vielen Fällen natürlich auch möglich. Halt nur so lange, bis es knallt -- und wenn man erst mal die Controller rangelassen hat, dann knallt es richtig.

 

Schöne Grüße,

Matthias

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Als EX-CxX Mitarbeiter kann ich soweit sagen: es stimmt! Keine Vorführer mehr in den CxX Kinos. Die "üblichen" Wochenarbeiten werden u.a. von der BL mitgemacht. Reparaturen wird von den Servicefirmen erledigt. Ausfälle ect halten sich sehr in Grenzen. Es gibt wohl eine Aussage vom EX-CxX Chef Gysi

das es nicht immer von Vorteil gewesen ist, die Vorführer zu entlassen (unbestätigt -> nur gehört).

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Trotz Digitalisierung gibt es in unserem Multiplex eine Vollzeit- und eine Teilzeitstelle als Vorführer, da das aufspielen der Filme auf den Server, die Zusammenstellung der Werbung und die Überwachung der Projektion für 9 Häuser durchaus einiges an Arbeit bietet. Nicht zuletzt sind fast jeden Tag kleinere Reparaturen durchzuführen, von der durchgebrannten Glühbirne bei der Saalbeleuchtung, bis zur Störung des Vorhangseilzuges - die bei uns in das Aufgabengebiet des Vorführers fallen.

 

Theoretisch wäre es bestimmt Möglich das gesamte aufspielen der Filme und erstellen der Show über das Netz von Hamburg aus zu machen - aber ist das wirklich der Fall? Bedeutet das tatsächlich dass in den Kinos keiner mehr vor Ort ist der sich mit der Projektion und Technik auskennt? Würde mich mal interessieren...

Hallo,

 

ich bin auch eine Ex-CxXlerin.

Die Filme spielt die BL auf, dank der Mehrfachslots vom TMS auch kein Akt. Die müssen dann noch für neue Filme eine Showplaylist erstellen und dann ist deren Arbeit fertig. Die Werbung wird automatisch hochgeladen und eingespielt. Die Trailer werden aus HH geplant und danach auch automatisch eingespielt. Das TMS ist mit dem Kassensystem verknüpft und weiß daher wann und wo welche Filme zu spielen sind,

Die Vorhänge und Kaschierungen werden jährlich gewartet und laufen dadurch problemlos, für die Saalbeleuchtung war seit jeher die Haustechnik verantwortlich.

Was natürlich fehlt ist ein Auge auf reibungslose Abläufe. Wenn ich jetzt dort ins Kino gehe, ist der Saal oft erstmal dunkel, da während des Abspanns geputzt wurde und danach nicht dran gedacht wird dass das Licht dann nicht austomatisch angeht, wenn der Film dann zu Ende ist. Die Türen werden dann bei Beginn des Vorprogramms nicht gleich geschlossen, so daß ein Lichtkegel auf die Leinwand fällt. Die Lautstärke wird nach einem Standart eingestellt, optimal ist die dann nicht. Manchmal verstellt sich beim 3D Objektiv die Schärfe, das fällt dann oft erst beim Kolbenwechsel auf, es sei denn es beschweren sich Gäste.

Soweit ich weiß gab es zur Anfangszeit diverse Ausfälle, auch wenn das nicht publiziert und schon intern nicht kommuniziert wurde.

Zu analog Zeiten wurde uns die Hölle heiß gemacht wenn mal eine Vorstellung ausgefallen ist...

 

Also, es funktioniert, allerdings ist das nicht was ich mir unter einem schönen Kinobesuch vorstelle. Wenn ich eine tollen Abend haben will gehe ich woanders hin auch wenn dort die Technik vielleicht etwas schlechter ist.

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Guten Abend,

 

super, vielen Dank dass sich jemand dazu äußert, der bei CxX arbeitet, bzw. dort gearbeitet hat.

 

Die Medienberichte von Vorführerlosen Kinos sind mir natürlich bekannt, konnte es bis Dato aber nicht so richtig glauben das die TL / BL das mal einfach so nebenbei mitmacht oder alles von Hamburg aus gesteuert wird.

 

Aber anscheinend funktioniert es ja relativ gut. Bin des öfteren als Gast im Cinemaxx und die Vorstellungen sind im Rahen. Tür wird nicht immer gleich vom Servicepersonal geschlossen, ist hier auch so. Je nachdem in welchem Kino man sich befindet hat man dann den Lärm von Draußen in den Ohren oder einen Lichtschatten auf der Leinwand. Es ist immer der Fall dass die Einlasmusik abrupt endet und nicht runtergepegelt wird. Auch schon oft erlebt, das der Vorhang komplett auf geht und es dann immer noch 30 - 60 Sekunden dauert, bis die Werbung startet. Was auch schon vorkam, dass die gedimmte Saalbeleuchtung zum Hauptfilm an blieb. Erst als ein Gast dem Personal Bescheid gab, wurde das Licht von Hand ausgeschalten. Ein Freund berichtet mir dann, dass 2 Spielwochen später bei selbigen Film noch das gleiche Problem bestand, und das gedimmte Saallicht zum Hauptfilm nicht ausging. Anscheinend schlechte Kommunikation unter den Mitarbeitern.

 

Aber ob der Vorhang 60 Sekunden offen steht oder die Musik abrupt endet, wird dem Otto-Normal-Kinogänger wohl egal sein..

 

 

Grüße

Alex

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...und wer wechselt die Objektive, wenn kein 3D-Film sondern ein 4K-Film läuft? In Bremen habe ich schon mal erlebt, daß ein Film in 4K angekündigt wurde, dann aber mit der 3D-Doppeloptik gezeigt wurde. Da werden die Besucher doch betrogen...

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Hierzu gibt es ein lesenswertes Pamphlet von Roger Ebert. Ist schade, da die Sony-Projektoren im Solo-2D-Betrieb brightness galore haben.

 

Ansonsten muss man leider konstatieren, dass das Berufsbild des Vorführers im rein digitalen Kino erloschen ist. Vielmehr sind jetzt Techniker und (ggf. mehr) Servicepersonal gefragt. Dementsprechend ist der Bildwerferraum kein Arbeitsplatz mehr, sondern ein Technikraum.

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Naja, ich habe prinzipiell nichts gegen digitale Projektion. Klar war 35mm toll und es hat mir sehr viel Spaß gemacht damit zu arbeiten. Aber Zeiten ändern sich nun mal. Als Kinobesucher ist für mich das digitale Bild definitiv eine qualitative Verbesserung. Sicher mag bei schonendem Umgang und gewarteter Technik der Verschleiß gering sein - aber machen wir uns nichts vor, schau ich mir einen 35mm Film in der 10. Spielwoche an, dann ist von guter Bildqualität einfach nichts mehr zu sehen.

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- aber machen wir uns nichts vor, schau ich mir einen 35mm Film in der 10. Spielwoche an, dann ist von guter Bildqualität einfach nichts mehr zu sehen.

off topic

...hier unterscheiden bzw. unterschieden sich Kinos mit gewissenhaften und erfahrenen Vorführern von Abspielstellen mit uninspiriertem Einlegepersonal. In der zehnten Woche sollte eine Kopie (im selben Haus) auf jeden Fall noch gute Bild- und Tonqualität bieten!

On topic

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...und wer wechselt die Objektive, wenn kein 3D-Film sondern ein 4K-Film läuft? In Bremen habe ich schon mal erlebt, daß ein Film in 4K angekündigt wurde, dann aber mit der 3D-Doppeloptik gezeigt wurde. Da werden die Besucher doch betrogen...

 

"Das Soll der Zuschauer eh kaum merken"......wurde dann mal gesagt von den Vorgesetzten....selbst in den letzten Wochen als man dort noch gearbeitet hat, wurde NICHTS gewechselt, da Filme in verschiedenen Formaten (2D/3D) gespielt wurde.

Der normale Zuschauer mags vielleicht nicht wirklich merken, aber wenn man selber ins Kino geht und es sieht merkt man halt den Beschiss.

Aber für solche Kleinigkeiten hat dann auch keiner mehr Zeit.

Rein -> Raus schnelle Abfertigung....die nächsten warten schon........

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Ich hoffe mal. Denn scharfes 4k ist für einen R320 kein Problem. Nur die Wechselei der 2D/3D Optiken incl. justage der Konvergenz sparen sich viele. Leider auch immer noch beim 515/510. Es gibt aber auch Kino, da wird korrekt gearbeitet. 2D mit der 2D Optik, 3D mit der 3D Optik. Abstriche nur dann, wenn täglich auch ein 2D Film läuft. Dann wird der meistens durch die 3D Optik gezeigt, mittlerweile auch immer öfters mit Dunkeltastung einer Optik, das Bild ist dann schärfer, zu dunkel meist eh nicht, da die Brille wegfällt. Beim R320 könnte man die Optiken auch bei hochgefahrener Maschine wechseln, der Projektor erkennt keine Optiken wie der 510/515, Zoom und Focus gehen beide über Gleichstromstellmotoren mit Potirückmeldung für die Position. Beim 510/515 ird der Zoom mittels Schrittschaltmotor gefahren, dafür muß die Optik von einer Referenzposition gefahren werden und die wird bis dato nur beim Hochfahren abgefragt.

Jens

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off topic

...hier unterscheiden bzw. unterschieden sich Kinos mit gewissenhaften und erfahrenen Vorführern von Abspielstellen mit uninspiriertem Einlegepersonal. In der zehnten Woche sollte eine Kopie (im selben Haus) auf jeden Fall noch gute Bild- und Tonqualität bieten!

 

On topic

 

Das ist mir natürlich bekannt, und habe ich auch schon aus vielen Mündern von Vorführerkollegen gehört. Dann würde mich aber interessieren in welchen Auserwählten Kinos diese besonders erfahrenen und gewissenhaften Vorführer gearbeitet haben :-) Das eine Kopie in der 10. Spielwoche noch top in Ordnung war, ist dann wohl wirklich eine große Ausnahme.

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@ alex33: ich kann nur für Wien sprechen...wo im Gartenbau, Haydn, Votiv und Cine (mir persönlich bekannte) KollegInnen bzw. ich selbst stets um das Wohl der Kopien besorgt waren...anders wären Laufzeiten von 50 und mehr Wochen mit einer Kopie auch nicht machbar gewesen.

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Das ist mir natürlich bekannt, und habe ich auch schon aus vielen Mündern von Vorführerkollegen gehört. Dann würde mich aber interessieren in welchen Auserwählten Kinos diese besonders erfahrenen und gewissenhaften Vorführer gearbeitet haben :smile: Das eine Kopie in der 10. Spielwoche noch top in Ordnung war, ist dann wohl wirklich eine große Ausnahme.

 

Bad Aibling: Alle Kinos

München: Cadillac, Eldorado, Atlantis, City, Gloria, Tivoli, Sendlinger Tor, Arri-Kino, Leopold-Kino

Salzburg: Das Kino

Insbruck: Alle Kinos bis auf das Multiplex am Bahnhof

Passau: Capitol

 

usw...

Ich würde sogar wagen, es zu behaupten, dass 70% der Inhabergeführten Kinos es geschafft haben, die Kopien nicht totzufahren. Im Multiplex sah es da leider anders (eher umgekehrt) aus, oder in kleinen Bastelbuden...

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Bevor wir ganz vom Thema abdriften und uns wieder auf den 35mm Film konzentrieren, könnten wir beim CinemaxX Thema bleiben.

Wäre ganz interessant wenn sich noch der eine oder andere noch aktive bzw ex-CxX mal zu Wort melden würde.

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