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andreasm

Und täglich grüßt der Fomapan...

29 Beiträge in diesem Thema

Hallo Allerseits

Ich eröffne hier mal einen eigenen Threat zu einem auch schon anderswo angesprochenen Thema. Mich nerven seit Langem die weißen Pünktchen, die beim entwickelten Fomapan R100 über alle dunklen Flächen spuken. Unter dem Thema "Was für ein Filmwetter" gab es verschiedene Theorien zum Entstehen dieser Artefakte. Ich habe nun  Herrn Draser von Andec darauf angesprochen. Nach seiner Meinung sind die scharfen weißen Punkte, die beim Foma mal mehr, mal weniger über das Bild rieseln "unvermeidlich, weil Gußfehler", die in verschiedenen Intensitäten "immer vorhanden sind". Die Stärke "variiere von Rolle zu Rolle" , ebenso wie die anderen Mängel (z B Bildstand), die schon an anderer Stelle besprochen wurden. Herr Draser rät von der Verwendung des Fomapan für ernsthafte Filmprojekte ab. 

Eure Meinungen?

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 Das sehe ich auch so. Ich habe es aufgegeben, herauszufinden, wo diese Punkte herkommen. Allerdings kann ich mittlerweile damit leben, wenn man sich daran gewöhnt hat.  Man könnte sogar sagen, dass sie dem Film einen besonderen Look geben.  Es ist irgendwie die „Extraportion Korn!“ ;-). Wer sie nicht möchte, sollte in der Tat zu anderen Materialien greifen. 

bearbeitet von Patrick Müller (Änderungen anzeigen)

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Den Schnee habe ich auch schon kennen gelernt, vor über 18 Jahren. Damals habe ich eine Kundin verloren deswegen, ich führte den Fehler auf meine Arbeit zurück.

Es sind tatsächlich Materialfehler. Schwarze Punkte dagegen sind eindeutig Verarbeitungsfehler.

 

Fomapan R ist schon ein Amateurmaterial. Ich finde trotzdem, daß die Tschechen sich ein wenig mehr anstrengen könnten. Wenn man mit den Belgiern vergleicht,

die alten Gevapan-Umkehrfilme, muß man sagen, daß eine ganz andere Qualität möglich war und ist. Auch Lumière, Bauchet, Ferrania, Perutz, Mimosa, Schleußner

und natürlich Agfa hatten sehr schöne Schwarzweiß-Umkehrfilme gemacht.

 

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Da gibt es aber durchaus andere Ansichten:
In dieser Publikation: osbahr_reversal_films.pdf wird bei der Kombination Eukobrom /FP4 von weißen Punkten berichtet  (Seite 15) vielleicht also ein Entwicklerproblem, andere empfehlen bei "cinematography.com" ein Stoppbad zwischen Erstententwickler und Bleichbad, ggfls. auch eine Verlängerung der Wässerungszeit nach dem Klärbad auf 5 min vor Beginn der Zweitentwicklung - im amerikanischen Pendant unseres Forums mal ein bißchen stöbern... .

Ob Dokumol evtl. eine Rolle spielt, weiß ich nicht, es gibt positive Erfahrungen mit Ilford PQ universal 1+6,5 für 8min , vielleicht auch mit Fomadon LQR.

@Patrick Müller: alles was technisch nicht perfekt ist, ist in meinen Augen nicht Filmlook, sondern schlicht schlechte Qualität.  Exakt entwickeltes Material ohne Artefakte ist Filmlook, der braucht sich nicht zu verstecken. Und die Formel: Technisch schlecht  = künstlerisch und technisch einwandfrei = zu glatt bzw. akademisch habe ich lange abgeschrieben.

 

Meine letzten beiden Fomapane in 16 mm vom Wochende haben nur  ganz wenige weiße Pünktchen, am Filmende werden es mehr (da, wo der Film am Kern des großen 30m Lomo-Tankes eingespult wird und die Wässerung möglicherweise nicht so intensiv ist),  Kontrast, Grauwertreichtum und Schärfe sind großartig, und ich habe ein Stoppbad  (3%ige Essigsäure) zwischen FD und Bleichbad verwendet... .

Dann hab ich noch gefunden, dass bei Verwendung von KMnO4- Bleichbad Disulfit verwendet werden muß, bei K2Cr2O7 Bleichbädern Sulfit reicht. Wie das chemisch zu erklären ist, weiß ich nicht, ich arbeite mit Dichro und Natriumsulfit. Bevor jetzt die Diskussion über Toxizität losgeht, man kann sich auch mit Kochsalz oder Schokolade umbringen, alles nur eine Frage der Dosis.

Und ja, Ilford PQ universal werde ich bei Gelegenheit ausprobieren, wär doch gelacht...

 

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Benutzen einfach Fomapan Reversal kits und das Problem ist und bleibt gar unbekannt.

Foma gießt Emulsionen seit 1921.

Nachfragen bei Kodak Verkäufern ist naïef.

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vor 12 Stunden schrieb Filmtechniker:

Den Schnee habe ich auch schon kennen gelernt, vor über 18 Jahren. Damals habe ich eine Kundin verloren deswegen, ich führte den Fehler auf meine Arbeit zurück.

Es sind tatsächlich Materialfehler. Schwarze Punkte dagegen sind eindeutig Verarbeitungsfehler.

 

Fomapan R ist schon ein Amateurmaterial. Ich finde trotzdem, daß die Tschechen sich ein wenig mehr anstrengen könnten. Wenn man mit den Belgiern vergleicht,

die alten Gevapan-Umkehrfilme, muß man sagen, daß eine ganz andere Qualität möglich war und ist. Auch Lumière, Bauchet, Ferrania, Perutz, Mimosa, Schleußner

und natürlich Agfa hatten sehr schöne Schwarzweiß-Umkehrfilme gemacht.

 

Merkwürdig, dass alle Marken welche es besser machten, nicht mehr existieren.

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So merkwürdig auch wieder nicht. Wenn man sozusagen mit beiden Beinen fast völlig vom damals riesigen Amateurmarkt abhängt und der dann zusammenbricht, ist man weg vom Fenster. Das ist allen großen Filmherstellern irgendwann passiert. Der dramatische Umstieg auf die digitale Bildaufzeichnung hat sich nicht oder kaum um Qualität geschert, das war eine "Abstimmung mit den Füßen", wie man so sagt.

Davor hat es die großen Konzentrationsbewegungen gegeben, Perutz und Gevaert wurden von Agfa aufgesaugt, Schleussner war der Vorgänger von Adox, deren Rezepte heute bei Efke liegen und wieder auch unter dem Namen Adox verkauft werden.

Geblieben sind nur die kleinen Nischenhersteller, für die der Markt heute nicht zu klein ist und die z.T. auch andere Standbeine hatten.

bearbeitet von Helge (Änderungen anzeigen)

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vor 12 Stunden schrieb jacquestati:

Ob Dokumol evtl. eine Rolle spielt, weiß ich nicht, es gibt positive Erfahrungen mit Ilford PQ universal 1+6,5 für 8min , vielleicht auch mit Fomadon LQR.

 

Und ja, Ilford PQ universal werde ich bei Gelegenheit ausprobieren, wär doch gelacht... 

 

Ilford PQ wird von Ilford selber für Umkehrentwicklungen empfohlen: https://www.omnifoto.nl/shop_images/pdf_documenten/Ilford/Reversal_Processing.pdf

 

Ich würde allerdings anstelle von Fixiernatron Kaliumrhodanid dem Entwickler zusetzen.

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1 hour ago, André J said:

Benutzen einfach Fomapan Reversal kits und das Problem ist und bleibt gar unbekannt.

Foma gießt Emulsionen seit 1921.

Nachfragen bei Kodak Verkäufern ist naïef.

 

So so einfach ist es nicht. Mit dem Fomapan Reversal Kit hatte ich die schlimmsten Einschusslöcher überhaupt. Das war überhaupt einer der Gründe, nach etwas anderem zu suchen. 

 

Dennoch glaube ich nicht recht (allein) an Gussfehler. Wenn ich mal Löcher habe, sind sie immer  auf einer Seite viel mehr als auf der anderen. Ich meine, es ist dir im Tank untenliegende Seite. 

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vor 2 Minuten schrieb F. Wachsmuth:

Dennoch glaube ich nicht recht (allein) an Gussfehler. Wenn ich mal Löcher habe, sind sie immer  auf einer Seite viel mehr als auf der anderen. Ich meine, es ist dir im Tank untenliegende Seite. 

Genauso ist es bei mir auch. Besonders auffällig ist das bei DS8, wo die untenliegende Seite verstärkt Löcher hat, und oben kaum. 

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Saubere Arbeitslösungen sind auch wichtig. Bei meinem letzten Fomapan, der ziemlich sauber geworden ist, hatte ich vorher die Bäder frisch angesetzt oder durch einen Kaffeefilter filtriert. Auch hatte ich die Flaschen und Gefäße vorher geschrubbt.

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vor 1 Stunde schrieb Patrick Müller:

Genauso ist es bei mir auch. Besonders auffällig ist das bei DS8, wo die untenliegende Seite verstärkt Löcher hat, und oben kaum. 

Dann einfach eine leere Spule unten und Film in die obere 🙂 Und mehr Chemie

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vor 4 Stunden schrieb Theseus:

 

Ilford PQ wird von Ilford selber für Umkehrentwicklungen empfohlen: https://www.omnifoto.nl/shop_images/pdf_documenten/Ilford/Reversal_Processing.pdf

 

Ich würde allerdings anstelle von Fixiernatron Kaliumrhodanid dem Entwickler zusetzen.

 

PQ werde ich definitiv testen, KSCN und KJ gehören ohnehin bei mir zum Ansatz des Erstentwicklers.

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Am 15.6.2018 um 09:57 schrieb Helge:

So merkwürdig auch wieder nicht. Wenn man sozusagen mit beiden Beinen fast völlig vom damals riesigen Amateurmarkt abhängt und der dann zusammenbricht, ist man weg vom Fenster.

 

Na, gilt das auch für Kodak?

 

Klar, für SW Umkehr gab es keinen professionellen Markt, aber das war auch nicht der "riesige Amateurmarkt"!

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Am 15.6.2018 um 09:57 schrieb Helge:

So merkwürdig auch wieder nicht. Wenn man sozusagen mit beiden Beinen fast völlig vom damals riesigen Amateurmarkt abhängt und der dann zusammenbricht, ist man weg vom Fenster.

 

Das bedeutet ja im Unkehrschluss, dass Foma deshalb nicht zugrunde geht, weil sie nicht vom Amateurmarkt abhängen.

Aber von welchem denn dann, wenn Foma auch nicht zu den Filmherstellern für den professionellen Bedarf zählt ...

 

Am 14.6.2018 um 20:25 schrieb andreasm:

Herr Draser rät von der Verwendung des Fomapan für ernsthafte Filmprojekte ab.

 

bearbeitet von Regular8
Satzumstellung (Änderungen anzeigen)

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Brauchen die nicht eher Negativfilm? Orwo UN54 / NP74 Adox, Ilford, oder sowas?

Was passiert eigentlich, wenn man den Reversal Foma zum Negativ entwickelt - falls das überhaupt geht? Gibts dann auch weiße Pünktchen?

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Der Umkehr-R100 ist natürlich ein reines Foto/Film-Produkt, aber sie würden ihn nicht Gießen, wenn Sie nicht eben auch X-Ray-Filme für die Industrie und die Medizin fertigen würden. (Geschwindigkeitsüberwachungsfilme stehen nicht mehr auf der Webseite, ich bin aber sicher, dass das mal so war. Bei Orwo übrigens auch.)

 

Wenn du R100 zum Negativ entwickelst, bekommst Du ein coladunkelbraunes Negativ, da die zusätzliche Silberschicht dieses Filmes noch rausgebleicht werden muss.

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Am 14.6.2018 um 20:47 schrieb Filmtechniker:

Den Schnee habe ich auch schon kennen gelernt, vor über 18 Jahren. Damals habe ich eine Kundin verloren deswegen, ich führte den Fehler auf meine Arbeit zurück.

Es sind tatsächlich Materialfehler. Schwarze Punkte dagegen sind eindeutig Verarbeitungsfehler.

 

Fomapan R ist schon ein Amateurmaterial. Ich finde trotzdem, daß die Tschechen sich ein wenig mehr anstrengen könnten. Wenn man mit den Belgiern vergleicht,

die alten Gevapan-Umkehrfilme, muß man sagen, daß eine ganz andere Qualität möglich war und ist. Auch Lumière, Bauchet, Ferrania, Perutz, Mimosa, Schleußner

und natürlich Agfa hatten sehr schöne Schwarzweiß-Umkehrfilme gemacht.

 

...und welche Alternativen gibt es derzeit für Doppel8 ? Der Gebrauchtmarkt ist voll von günstigen und auch guten Doppel8 Filmkameras, müssen die alle in die Vitrine wandern?

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vor 8 Minuten schrieb Nikolaus58:

...und welche Alternativen gibt es derzeit für Doppel8 ? Der Gebrauchtmarkt ist voll von günstigen und auch guten Doppel8 Filmkameras, müssen die alle in die Vitrine wandern?

Kahl Film, Orwo...

@Filmtechniker: Danke, dass Du auch Ferrania in dieser Aufzählung erwähnt hast 🙂

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Fomapan R 100 ist voll ok.  Der Film verträgt nur- wie auch die Negativ - KB- Filme von FOMA- kein saures Stoppbad. Ich habe das bei einem Rollfilm von Foma vor längerer Zeit das erste Mal festgestellt. Der hatte  nach einem Essig-Stopp-Bad lauter "Löcher" in Schwarz. Zwischenwässern also nur mit reinem Wasser. (Und ein Alaunbad  vor dem Bleichen mit Kaliumpermanganat).

 

bearbeitet von Carena48 (Änderungen anzeigen)

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vor 18 Stunden schrieb Carena48:

Fomapan R 100 ist voll ok.  Der Film verträgt nur- wie auch die Negativ - KB- Filme von FOMA- kein saures Stoppbad. Ich habe das bei einem Rollfilm von Foma vor längerer Zeit das erste Mal festgestellt. Der hatte  nach einem Essig-Stopp-Bad lauter "Löcher" in Schwarz. Zwischenwässern also nur mit reinem Wasser. (Und ein Alaunbad  vor dem Bleichen mit Kaliumpermanganat).

 

Alaunbad: ist damit 50g Kaliumaluminiumalaun pro Liter gemeint? Dauer? Und was bewirkt das, Schicht härten oder Löcher vermeiden?

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