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kl. Römerin

analoges Filmvorführen lernen

40 Beiträge in diesem Thema

vor 20 Minuten schrieb ruessel:

pah..... keine "Xenon" Freigabe 😉

 

Deshalb ja auch  "... damit fing wohl alles an..."  Xenon gab es in den Geräten der hiesigen Bildungseinrichtungen nicht .Da war Halogen schon der höhere Standart.

Xenon gab es zu dieser Zeit hier im ländlichen Raum nur in "Erstaufführungstheatern". Die kleineren Kinos wurden später nachgerüstet, einige spielten bis 1990 mit Kohle.

 

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Zitat

.. damit fing wohl alles an.

 

Waren das richtige praktische Prüfungen oder schriftliche Tests um so einen Lappen zu bekommen? Bei Nitrofilmen (Normalfilm) könnte ich mir praktische Löschübungen vorstellen...... 😉

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Der oben gezeigte "Schmalspurführerschein" war mit einem 1/2 tägigen Lehrgang erledigt. Nitro spielte dabei keine Rolle, da die in dem Bereich "Volksbildung"in den 80-er Jahren im Einsatz befindlichen Kopien ausnahmslos auf Sicherheitsfilm kopiert waren.

Anders beim A-Vorführerlehrgang. Dort wurden die Bereiche Xenon und Nitro mit behandelt, obwohl im regulären Kinobetrieb zu dieser Zeit in der DDR auch nur noch Sicherheitsfilm zum Einsatz kam. Ich kenne aus meinem ehemaligen Wirkungskreis auch keine Vorführräume, die in den 80-er Jahren noch voll nitrotauglich gewesen wären.

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Danke für die Info

 

1935-funkausstellung-mechau-projektor-na

 

So hatte sich anscheinend auch eine Filmrolle im Keller der Funkausstellung 1935 entzündet und ist dann explodiert und so sind die gesamten hölzernen Messehallen mitsamt der brandneuen AEG Magnetophone alle mit abgebrannt. Angeblich sei ein Nitrofilm in diesem Mechau Projektor im Keller der Halle explodiert, 3 Tote......

 

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Die "Vorführscheine" der Medienstellen waren häufig Voraussetzung, um Filme dort ausleihen zu können, egal ob man für die Schule oder für einen Verein Filme auslieh. 

Ich gehörte zu den letzten, die bei der örtlichen Medienstelle noch den Vorführschein gemacht haben. Im Rahmen der Lehramtsausbildung war dies bis ca. 2005 Pflichtkurs für die Referendare. Nach dem eigentlichen Kurs habe ich dann zusammen mit dem Leiter der Medienstelle die beiden dortigen P8 gewartet und anschließend diverse überzählige 16mm-Filme in mein Auto geladen... 🙂 

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In Deutschland war die Vorführerausbildung ursprünglich eine Zusatzqualifikation. Um zur Prüfung zugelassen werden, müßte ein Berufsabschluß in Bereich Elektro/ Mechanik/ Optik, Ingenieurtitel in diesen Bereichen oder anderer qualifizierender Berufsabschluß nachgewiesen werden. Die eigentliche Vorführausbildung bezog sich dann auf die Kenntnis im Umgang mit brennbarem Filmmaterial und dessen sicherer Handhabung. Wobei der Umgang mit dem technischen Gerät und den Rahmenvorschriften mit dazu gehörte.

Auf diese Weise wurde eine sehr hohe Sicherheit bei der Vorführung von Normalfilmen erzielt, und katastrophale Ereignisse sehr gut verhindert.

Es gibt sehr viele Berichte, in denen Filmtheater durch externe Ereignisse durch Feuer völlig vernichtet wurden, die sicher gelagerten Filmrollen aber unversehrt der Brandstelle entnommen werden konnten. Und das war in Kriegszeiten sogar wichtig, der Spass mußte weitergehen.

Soooo gefährlich ist das Zeug auch nicht.

 

Es heißt im Bauer Kinotechnischen Taschenbuch (Ausg. 1938)

Das Filmmaterial des Normalfilms  (Zelluloidfilm)

 

Er besteht aus nitrierter, d.h. mit Salpeter behandelter Zellulose, mit einem gelatinierendem Zusatz, in der Regel Kampfer.

Gewichtsverhältnis 70 - 80% Nitrozellusose 20 - 30% Kampfer.

Verbrennungsgeschwindigkeit der Filme im Vergleich zu Papier wie 1 : 5, d.h. ein Papierstreifen von derselben Breite und Länge würde 5 mal so viel Zeit brauchen, als ein Zelluloidstreifen.

Entzündungstemperatur 120 - 180 ° C. Zersetzung beginnt bei 90° C. Zersetzungsprodukte beim Verbrennen unter beschränktem Luftzutritt: Blausäure, Kohlenoxid und nitrose Gase (alle sehr giftig!!) Explosives Gasgemisch, wenn 35% - 65% Gas in der Luft.

Durch den großen Spielraum des Mischungsverhältnisses besteht höchste Explosionsgefahr. Deshalb Film mit offener Flamme unter reichlich Luftzutritt abbrennen lassen, so daß keine Zersetzungsprodukte entstehen können.

 

Sinn der Vorschriften und Ausbildung war es, gerade diese Gefahr im Blickfeld zu haben, und die Kenntnis zu verinnerlichen, dass ein sauberes Abbrennen des Filmmaterials am Besten ist, und keinesfalls ein "Ersticken" des Feuers herbeigeführt werden darf.

 

-St

 

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 Im Osten der Republik waren 1950 die Voraussetzungen zur Erlangung eines Vorführerscheines (Befähigung) folgenderweise formuliert :

 

Zitat

 

Filmvorführerausbildung für Männer und Frauen

Zur Filmvorführerausbildung können Männer und Frauen zugelassen werden, die das 21. Lebensjahr vollendet haben, die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen und nachweisen können, daß sie den Beruf des Elektrikers, Mechanikers, Maschinenbauers, Schlossers oder einen gleichgearteten Beruf erlernt haben. Kann der Nachweis über eine abgeschlossene Ausbildung in einem dieser Berufe nicht erbracht werden, so muß zumindest eine fünfjährige Tätigkeit nachgewiesen werden.

Die Ausbildung hat für die Zeit von mindestens sechs Monaten täglich während der ganzen Dauer zweier Vorstellungen zu erfolgen. Sie kann nur in den Lichtspieltheatern durchgeführt werden, die vom Ministerium für Arbeit und Sozialwesen für diesen Zweck bestimmt wurden. Die Anleitung zur Ausbildung erteilt ein vom gleichen Ministerium zur Ausbildung berechtigter Filmvorführer.

Nach Ablauf der vorgeschriebenen Ausbildungszeit erhält der Ausgebildete eine Bescheinigung über die berufliche Eignung und die Anzahl der Vorstellungen, an denen er teilgenommen hat. Diese Bescheinigung wird bei der Anmeldung zur Prüfung vorgelegt. [...]

Quelle: http://www.fernsehmuseum.info/ddfilmvorfuehrer-ausbildung-1950.html

 

In den Beitrag wird beschrieben, dass lt. der Neuregelung der "Bestimmungen über die Filmvorführer vom 5. Mai 1949" die Befähigungen für sämtliche Typenklassen gelten würden, bzw. die B oder C-Scheine nicht mehr ausgestellt würden. Das wundert mich ein wenig, denn die B-Scheine gab es m.E. noch bis ca. 1990.

 

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hier mal ein Vorführschein für Bildwerfer der Klasse "B"  (B-Schein). Ausgestellt 1985 in Fürstenwalde.

 

(Passfoto entspricht den Vorgaben der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)   :13_upside_down: )

DSC04497 -.JPG

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vor 23 Stunden schrieb Cinetel:

Mein Vorführschein, ausgestellt in Langenau 191725524742_k-Vorfhschein.png.d758e7ca9e5f709450bdedd7c581f41a.png74

Klaus Bessert hat unterschrieben.

RIP "Papi"

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On 8/18/2018 at 2:02 PM, ruessel said:

Danke für die Info

 

1935-funkausstellung-mechau-projektor-na

 

So hatte sich anscheinend auch eine Filmrolle im Keller der Funkausstellung 1935 entzündet und ist dann explodiert und so sind die gesamten hölzernen Messehallen mitsamt der brandneuen AEG Magnetophone alle mit abgebrannt. Angeblich sei ein Nitrofilm in diesem Mechau Projektor im Keller der Halle explodiert, 3 Tote......

 

>Nur die eine Messehalle war aus Holz, der dort betriebenen UKW Rund- und Fernsehfunkversuche wegen konnte sie nicht aus Stahlbeton oder Ziegelmauerwerk bestehen.

Die Ursache wurde nie geklärt, die Vermutung, dass bei abendlichen Vorbereitungs- und Versuchsmaßnahmen eine Filmrolle auf dem Stand eines Ausstellers (A.E.G.) entzündete, wurde zwar als mögliche Brandursache angegeben. Auf einem Mechau Projektor zumindest ist konstruktiv bedingt eine Entzündung des Films im Bildfenster nicht möglich.

Der Verlust der Magnetophone war verschmerzbar, schlimmer war damals der Verlust der UKW Sendertechnik, da diese auf die Schnelle nicht nachbeschaffbar war..

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Am 14.9.2018 um 17:26 schrieb Klaus Peter Weber:

vox-kino.jpg

 

Dann solltest Du dich dort mal melden, sie suchen noch VOX Kino Infos: http://www.saar-nostalgie.de/SaarlaendischeKinos.htm

 

Zitat

Nach dem Krieg richtete die VOX GmbH im Haus der Arbeiterwohlfahrt wieder ein Kino ein. Es bot zunächst 274, später 450 Zuschauern Platz und trug den Namen "Volksbühne der Arbeiterwohlfahrt" oder "Volksbühne Warndtstraße" [1]; Geschäftsführer war Karl Heinz Pether. Möglicherweise wurde es später in VOX-Kino umbenannt.

 

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