Jump to content
Carena48

Bleichen mit rotem Blutlaugensalz

9 Beiträge in diesem Thema

Ich habe bei Facebook gelesen, das jemand zum Bleichen rotes Blutlaugensalz + Essigsäure verwendet.

Was ist da dran? Wäre das tatsächlich ein Ersatz für die üblichen Bleich-Chemikalien?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Kaliumhexacyanoferrat (III), auch rotes Blutlaugensalz genannt ist ein Oxidationsmittel, mit dem wir als Schüler die eine oder andere "Sauerei" angerichtet haben. Als Bleiche in der Farbfotografie anscheinend genutzt, aber ich denke, ohne Säure?.

Ich kann von einer Vermischung mit Säuren nur generell abraten, dabei kann bei falscher Dosierung Blausäure entstehen.

Was spricht gegen das übliche Bleichfixierbad?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Helge, ich habe das nur im Zusammenhang mit der Schwarzweiss-Dia-Entwicklung in der Abteilung analoges Forum gelesen, in dem diese Substanz gewissermassen als Ersatz für die Kaliumpermanganatbleiche angepriesen wird.

Dort konnte ich auch lesen, dass man bei Verwendung des roten Blutlaugensalzes offensichtlich 2-3 Blendenstufen mehr belichten müsse. 

Da ich nun kein Chemiker und sehr skeptisch in der Richtung bin, hätte es mich interessiert, ob das tatsächlich als Ersatz für Kaliumpermanganat bzw. Kaliumdichromat im Schmalfilmsektor etwas bringen würde,was ich stark zu bezweiflen wage, denn sonst wäre hier im Forum doch wohl schon öfter darüber als “ungiftiges Bleichmittel“  geschrieben worden.

Gerhard

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Bleichbäder in Farbprozessen basieren teils auf rotem Blutlaugensalz. Bei Orwo C9165 wird es zusammen mit Essigsäure verwendet (s.u.). Das Kaliumbromid in dem Bleichbad sorgt allerdings für eine Rückentwicklung. Man verwandelt das entwickelte Silber wieder in Silberbromid und würde im SW-Prozess damit den Film löschen. Ohne könnte es vielleicht gehen.

 

Rotes Blutlaugensalz darf nicht zusammen mit starken Säuren verwendet werden. Eine Mischung mit Salz- oder Schwefelsäure wäre höchst gefährlich. Essigsäure sollte auch nicht zu stark konzentriert werden. Also niemals direkt aus der Vorratsflasche dazu kippen, sondern erst abmessen. 

 

 

bearbeitet von Theseus (Änderungen anzeigen)
  • Thanks 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Interessant. Also wird das mit der Frisör-Bleiche nicht immer regelmäßig? Na gut, also mit dem roten Blutlaugensalz - wie bei Facebook zu lesen- klappt es jedenfalls nicht. Die wenden das ja auch nur bei Schwarz - Weiss - Dias an.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×