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preston sturges

Doris Day verstorben

7 posts in this topic

vor einer Stunde schrieb preston sturges:

Doris Day ist im Alter von 97 Jahren verstorben.

 

http://www.msn.com/de-de/unterhaltung/celebrity/doris-day-ist-tot/ar-AABiCiS?ocid=ientp

 

Vor zwei Jahren hatten wir noch sehr viel Spaß mit ihr beim Technicolor Festival 2017 in SPION IN SPITZENHÖSCHEN.

Und letztes Jahr in The man who knew to much 

 

 

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Que Sera, Sera,
Whatever will be, will be, will be,
The future's not ours, to see, yeah
Que Sera, Que Sera, Que Sera

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Ursprünglich wollte sie Tänzerin werden. Nach einem Unfall wurde sie Big-Band-Sängerin. Mit der Big Band von Les Brown sang sie SENTIMENTAL JOURNEY - und wurde sie eine Legende des 2. Weltkriegs. Doris Day ist mehr als "Que sera"! Nach heutigen Maßstäben keine Jazzsängerin, aber eine große Sängerin des Great American Songbook. Mit einer glasklaren Stimme ohne Mätzchen!

Ihre frühen Filme haben noch nicht das Sauberfrau-Image. Daher auch der böse Satz von Oscar Levant, er hätte Doris Day gekannt, ehe sie Jungfrau wurde. Ende der 1950er Jahre wurden ihre Rollen biederer, aber es waren fast immer erfolgreiche Komödien.

Manchmal greifen auch Stars daneben. SOUTH PACIFIC lehnte sie ab, weil sie nicht bei Rodgers und Hammerstein vorsingen wollte. THE GRADUATE lehnte sie ab, weil sie den Film unmoralisch fand. Früh zog sie sich vom Film zurück, hatte aber noch länger Auftritte.

Mein persönlicher Favorit: PILLOW TALK (Bettgeflüster). Natürlich auch wegen der schönen Split-Screen-Szene in CinemaScope in der Badewanne, eine Szene für die große Leinwand!

 

Nachruf im Guardian:

https://www.theguardian.com/film/2019/may/13/doris-day-obituary

Fritz Göttler in der Süddeutschen Zeitung:

https://www.sueddeutsche.de/kultur/doris-day-gestorben-nachruf-1.4445022

Und detaillierter in VARIETY:

https://variety.com/2019/film/news/doris-day-dead-dies-actress-singer-1203212685/

 

 

 

Edited by albertk
Verbesserung! (see edit history)

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vor 14 Stunden schrieb filmantiques:

Und letztes Jahr in The man who knew to much 

 

Richtig ... danke.

 

THE MAN WHO KNEW TOO MUCH (Der Mann der zuviel wusste) läuft übrigens am Sonntag 9. Juni 2019 um 15 Uhr noch einmal bei uns auf großer Bildwand in einer deutschen Technicolor Kopie.

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Fritz Göttler s.o. erscheint mir als exzellenter Kenner und Bewunderer der Genrefilme, aber er benutzte trotzdem das Wort "stereotyp" für Doris Days spätes Schaffen.

Biografisch: Sie unterstützte nach Göttler die Präsidenten George W. Bush und liebte Ronald Reagan. Aber das muss Kunst an  nicht schmälern - Extreme würzen ein interessantes Leben.

 

Ist es Kunst? Ältere Freunde von mir sagen "ja", studierten ihre Filme.

Andere mögen nicht das Amerika Eisenhowers, und die Kulturindustrie stünde dort im Dienste des militärisch-industriellen Komplexes.

https://flashbak.com/doris-day-sings-atomic-rock-an-ode-to-the-geiger-counter-415701/

In diesem Link eingebettet ein höchst aufschlussreiches Filmbeispiel, das man nie wieder vergißt ("tic, tic, tic"). 

 

In I AM NOT YOUR NEGRO (beachtenswerter Dokumentarfilm) greift man sie sich heraus als Ikone einer auch politisch ignoranten Epoche.

Am wohl eindringlichsten ist eine Sequenz mit Doris Day, die Verkörperung des amerikanischen Celluloid-Traums der 50er, gefolgt von Fotografien schwarzer Männer und Frauen, die an Bäumen aufgehängt wurden. In Amerika kann es schnell vorkommen, dass du zwar hier lebst, aber gleichzeitig gleichzeitig die Realität dieses Ortes nicht sehen kannst. 

„Diese beiden Welten existieren", sagt Peck. „Ich verleugne Doris Day nicht. Ganz im Gegenteil, du kannst tatsächlich so viel Doris Day sein oder Doris Day schauen, wie du willst, und den ganzen restlichen Teil ignorieren. Du musst dich hier nämlich nie wirklich damit auseinandersetzen."

I Am Not Your Negro ist kein plumpes Weißen-Bashing, dennoch spricht der Film eine brutale Wahrheit aus. Rassismus ist nicht bloß eine Abfolge gewalttätiger Einzelfälle, sondern ein Fall kultureller Ignoranz, ein systematisches Denkversagen.

Aus:  https://i-d.vice.com/de/article/mbvjyq/i-am-not-your-negro-james-baldwin

 

Sie hat allerdings keinen Rassismus erschaffen, spielte zuvor in einem kritischen Film über den Ku-Klux-Klan. 

 

Möchte man Personen mehrfach bewerten, gibt es damit eine Beurteilung ästhetischer Fähigkeiten und zugleich die Einordnung eines Künstlers als Leitbild und Funktion innerhalb einer Gesellschaft.

 

Primär ästhetisch und musikbezogen (Day als unverwechselbare Sängerin) bleibt mir eine Szene aus YOUNG MAN WITH A HORN haften:

 

 

Edited by cinerama (see edit history)

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