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Carena48

EMEL

52 posts in this topic

Heute ist sie eingetroffen, meine Emel. Soweit ich es bisher beurteilen kann, ist sie funktionsfähig. Der Federwerkmotor läuft ganz gleichmässig, die Objektive sind klar und es sieht so aus, als hätte der Vorbesitzer sehr gut auf die Kamera geschaut. Natürlich wird sie am Wochenende sofort eingesetzt. Habe grosse Freude damit.

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Sieht äußerlich schon chic aus, doch die Mechanik lechzt garantiert nach Pflege. Bei dem Exemplar, das ich am Überholen bin, treiben Messingzahnräder stählerne an. Es ist ja klar, was passiert, wenn kein Schmiermittel mehr wirksam ist.

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Jetzt bräuchte ich erst den guten Rat eines Spezialisten:

Ich kenne mich bei der bunten Scheibe seitlich überhaupt nicht aus! Es gibt da so Farbfelder mit Monatsnamen, ein Feld mit "Temps" und daneben auf einer drehbaren, schwarzen Scheibe Blendenwerte, die offensichtlich zu den daneben angeführten Beleuchtungsverhältnissen gehören.

Ganz unklar sind mir die bunten Kreise mit den Pfeilen, die auf diverse Texte auf der schwarzen, drehbaren Scheibe darunter zeigen.

 

Soviel glaube ich herausgefunden zu haben, dass es sich generell um eine nach Jahreszeit bedingte Blendenwert - Ermittlung handelt, nur die genaue Funktionsweise erschließt sich mir nicht.

Französisch- Kenntnisse habe ich leider auch keine (in der Mittelschule waren ja nur Latein, Altgriechisch und Englisch gefragt) und so werde ich halt versuchen, mir die Texte irgendwie zu übersetzen.

 

Ganz fabelhaft wäre eine Beschreibung, ein Manual, aber ich kann einfach überhaupt nichts in dieser Richtung im Internet entdecken.

 

(Das von Simon angegebene Weitwinkelobjektiv interessiert mich auch sehr)

 

               

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Das ist eine recht interessante Tabelle, diese teilt sich in Monate, Stunden, Wetterbeschaffenheit und Filmempfindlichkeit ein. Sehr raffiniert. Temps bedeutet hier übrigens "Blende" 

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Dies ist die Anleitung:

  1. Die Farbe des Feldes nachsehen, welche Jahreszeit und Tagesstunde angibt

  2. Den entsprechenden Pfeil auf die Mitte der Szenenbeschreibung einstellen

  3. Blendenwert ablesen für die Angabe der Bildfrequenz

  4. Ein orangefarbenes Feld zeigt an, daß ein Lichtfilter mit Faktor 4 aufs Objektiv gehört

  5. Die Angabe 16 mit der Farbe Gelb zusammen bezieht sich auf den Filterfaktor 3

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Bei "Temps" habe ich auch "Wetter" vermutet. "Couvert" wird "bedeckt" bedeuten.  Ich werde einfach den "Google Translater" bemühen. Oben , das mit den bunten Kreisen und Pfeilen kapiere ich nicht. Die hängen sicher mit den färbigen Kreis-Segmenten  zusammen, neben denen die Monate stehen. Was das aber die zusammen mit den Zahlen unterhalb zu bedeuten haben? Keine Ahnung.  z.B. 10/14  und daneben 11.12.13 - schaut wie ein Datum aus. "Heures" wären die Stunden, aber wie das zu interpretieren geht?

"Paysages Rapproches" als Überschrift im schwarzen Kreis wäre lt. Google "Landschaften - nahe" und "Verdure avec plan d'Eau"  "Grün mit Wasser"  😉

 

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Simon, vielen Dank für die fabelhafte Erklärung !

Man könnte also durchaus auch ohne externen Belichtungsmesser arbeiten und Batterie braucht man auch keine. Genial durchdacht!

Und ich hatte schon den Verdacht, das alles wäre so kompliziert zu knacken wie der Stein von Rosette 😉

Das Objektiv, auf das Du mich hingewiesen hast, habe ich übrigens gekauft.

Edited by Carena48 (see edit history)

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Die Szenenbeschreibungen sind

 

Nuages ‒ Wolken

Marine, Neige, sans 1er plan ‒ Meer, Schnee, ohne Vordergrund

Scènes de plage ‒ Strandszenen

PAYSAGES RAPPROCHÉS ‒ NÄHERE LANDSCHAFT

Avec 1er plan éclairé ‒ Mit beleuchtetem Vordergrund

Monument clair ‒ Helles Gebäude

Verdure avec plan d’eau ‒ Laub mit Wasserfläche

Premier plan bien éclairé ‒ Vordergrund stark beleuchtet

Monument sombre ‒ Dunkles Gebäude

SCÈNES DE RUE ‒ Straßenszenen

Larges ‒ Offene

Étroites ‒ Enge

Verdure proche ‒ Nahes Laub

Bords de rivières ombragés ‒ Schattige Flußufer

1er plan à l’ombre ‒ Vordergrund im Schatten

 

TEMPS ‒ Wetter

DATES ‒ Jahreszeiten

HEURES ‒ Tagesstunden

Edited by Filmtechniker (see edit history)

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naja, die Stunden sind halt die Stunden. von bis ist Einstellung x zu nutzen.... bei Temps dann eben die Blende bei entsprechender Umgebung ablesen

 

 

Edith sagt, das steht oben.. blödes Handy, habe nicht gesehen

 

 

Jedenfalls haben sich die Macher hinter der Kamera richtig Gedanken gemacht, wie der Kunde seinen Film richtig zu belichten hat. Sehr schön. Jetzt brauch ich auch eine.

  • Haha 1

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Bleibt nur noch die Frage zu beantworten, für welche Filmempfindlichkeit das alles gilt.

Ich tippe auf 15 DIN oder ASA ISO 25. Der Dessin mit der Belichtungshilfe kam 1946 auf

den Markt, für die Zeit typisch die geschwungenen Schriftlinien. In jenem Jahr erschien

auch der Weston Master II, nun quasi panchromatisch empfindlich, was jedoch eine

Werbeente war, weil die Selenzellen der dreißiger Jahre nicht anders empfindlich waren.

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vor 2 Stunden schrieb Filmtechniker:

Der Dessin mit der Belichtungshilfe kam 1946 auf

den Markt, für die Zeit typisch die geschwungenen Schriftlinien.

Simon, ich bin schon die ganze Zeit dabei, herauszubekommen, welche Type die Kamera ist. Du meinst also, wenn ich es richtig interpretiere, dass die Kamera um 1946 gebaut wurde?

Sie hat nur 3 Bildfrequenzen, nämlich 8, 16 und 64 fps, sollte also nicht die C93 sein, die ja 5 Bildfrequenzen aufzuweisen hat, sondern eher Modell C 94 ?  Der Durchsichtssucher ist rund, seitlich montiert und weist einen Parallaxenausgleich auf. Es ist nur das eine Okularrohr dabei, auf dem von 6.25mm weg ziemlich alle Brennweiten eingraviert sind.

Beim Modell C93 fällt mir auch auf, dass es oberhalb der Belichtungsscheibe noch ein Sichtfenster gibt. Das hat meine nicht.

Anhand der Seriennummer G12286 wird man wahrscheinlich nichts Konkretes herausfinden können, denke ich?

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vor 6 Stunden schrieb Carena48:

3 Bildfrequenzen, nämlich 8, 16 und 64 fps

 

4-fache Zeitlupe - wow!  Diese Zeitlupenaufnahmen werden ganz beeindruckend wenn der Bildstand dabei in Ordnung ist

(bei meinen Russen-DS8 ist bereits bei 48B/s der Bildstand völlig grottig)

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vor 1 Stunde schrieb Filmtechniker:

Wenn du deren Nummern angeben magst, kann man nachschlagen, auch die des Hyper Cinor.

Das eine Objektiv mit 12.5mm Brennweite hat die Nummer 602557, das Hyper Cinor 882727, das zweite 12.5mm - Objektiv hat Nr. 921907  und das mit 23mm Brennweite hat die Nummer 673803

Gruß,

Gerhard

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vor 17 Minuten schrieb Filmtechniker:

Etwas seltsam, daß zwei Normalobjektive dabei sind

Herzlichen Dank für die Mühe!

Kann es sein, dass das Cinor B zusammen mit dem Hyper Cinor überhaupt faktisch als "Weitwinkelobjektiv-Ersatz" gedacht war? Ist da normalerweise an Stelle dieser Kombination ein 6.5mm-Objektiv im Objektiv-Revolver vorgesehen?

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Damals gab es noch keine Weitwinkelobjektive mit D-Fassung. Es ist wohl schon so, daß der einstige Besitzer den Weitwinkelvorsatz auf dem einen 12,5er belassen hat, weil er ihn nicht dauernd ab- und aufschrauben wollte, das kann man nachvollziehen.

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Das leuchtet ein. 

Ich bekomme in ein paar Tagen das von Dir empfohlene Som Berthiot cinor B 1:1,9  f:6

In das zweite Objektiv mit 12.5mm Brennweite habe ich einen Graufilter, der dabei lag, geschraubt, nachdem die Objektive nur bis Blende 16 gehen. Bei der derzeit herrschenden Beleuchtung und bei Verwendung des Fomapan R 100 sind dann zwei Blendenstufen weniger gerade passend.

(Ein Gelbfilter ist auch noch dabei)

 

Edited by Carena48 (see edit history)

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Ich habe schon wieder eine Frage:

Bei der Kombination des Som Berthiot Cinor 1:1.5 F=12.5 (Ser.-Nr.802557) mit dem Hyper Cinor  sind ja zwei Entfernungs-Skalen vorhanden: Eine auf dem 12.5mm-Objektiv und eine auf dem Hyper Cinor.

Auf welche Entfernung muss das 12.5mm-Objektiv eingestellt sein? Nimm an , auf unendlich.

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In der Gebrauchsanleitung von EMEL steht:

 

950287264_ExtraitdelanoticepourcamraEMELHyperCinor.jpg.edff6621a8f0bf04bebd81fce5d878cd.jpg

 

Übersetzung

Man schraubt das Hyper-Cinor ganz einfach auf das 12,5-mm-Normalobjektiv. Beim Fixfokus-

Objektiv f/2,5 muß man die Schärfe am Hyper-Cinor einstellen, indem man gezielt abblendet.

Wenn das Objektiv Einstellfassung hat, wie es beim f/1,9 der Fall ist, müssen Sie das Objektiv

auf Unendlich stellen und das Hyper-Cinor fokussieren. Das das Hyper-Cinor die Lichtstärke

des Objektives nicht verändert, blenden Sie wie gewohnt ab. Weil das Hyper-Cinor auf dem

Revolver neben dem 50-mm-Objektiv angebracht ist, beschneidet dessen Sonnenblende das

Bildfeld. Man muß die Sonnenblende vom Objektiv 50 mm abnehmen, wenn man mit dem

Hyper-Cinor filmt. Der Bildwinkel des Hyper-Cinor ist so groß, daß der Gebrauch der Sonnen-

blende nicht möglich ist.

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Fein wäre es, wenn man ein Manual für die Emel bekommen könnte, auch gegen Bezahlung. Im Netz ist nichts zu finden.

Ein kleines Problem habe ich noch: Ungeschickterweise ist mir beim Wegschwenken der Feder am Okular-Rohr die kleine Stahlkugel (ich nehme an, es war eine), die zum Fixieren des Rohres  bei Brennweitenverstellung wichtig ist, abhanden gekommen.  An sich bestimmt kein grand Malheur, nur weiß ich leider nicht, welchen Durchmesser die Kugel haben muss. Ich schätze, er liegt um die 2mm - 3mm.

Der kleine Plastikstift, den ich mir gefertigt habe, stellt klarerweise keinen richtigen Ersatz dar.

(Einen Fomapan R 100 habe ich gestern mit der Kamera belichtet, den ich morgen entwickeln will. auf das Resultat bin ich schon sehr gespannt)

Edited by Carena48 (see edit history)

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