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Technicolor Analog 3D kommt dieses Jahr!


Jean
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Gestern habe ich mir Shrek4 im "neuen" Technicolor Verfahren angeschaut.

 

Ich war sehr positiv überrascht von der Qualität der analogen Kopie. Oft genannte Störfaktoren wie Bildstand oder Kratzer/Staub sind so gut wie nicht ins Gewicht gefallen.

Der Bildstand war in diesem Kino fast perfekt und die Kopie hatte nur ganz wenige "Kratzer" nach denen ich aber förmlich gesucht habe ;-)

Meinem Kumpel der sich überhaupt nicht mit Kino auskennt aber schon ein paar 3D Filme digital gesehen hat sind weder Kratzer noch die Tatsache das es sich um analogen Film handelt aufgefallen.

Auch Kopfweh oder sonstige Beschwerden sind bei keinem von uns aufgetreten.

 

Das Bild war sogar etwas feiner wie bei einer digitalen Projektion und wirkte angenehmer.

Leider war die Leinwand für 3D etwas zu klein, das Fremdlicht der Notausgangsbeleuchtung zu stark und der Projektor könnte noch ein Tick heller sein.

Durch die kleine Leinwand war auch der 3D Effekt etwas gering und so wirklich aus der Leinwand wollte auch nichts kommen, das kann aber auch wiederum am Film liegen.

Gerade bei Shutter Brillen Systemen habe ich schon eindeutig schlechtere Projektionen miterlebt.

Mein bisher bestes 3D Erlebnis im Cinedome Köln(Doppelprojektion) konnte das analoge 3D Verfahren aber nicht wirklich topen.

Sind also fast alle Oceanic Argumente gegen das TC Verfahren nur nur heiße "Theorieluft"?

http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=13642

 

Mein Fazit:

Das analoge 3D kann es als Brückentechnologie gut mit der digitalen Konkurrenz aufnehmen und gibt den kleineren Kinos endlich auch die Chance vom 3D Hype zu profitieren.

Da fragt man sich manchmal warum das da nicht gleich jemand vor fünf Jahren auf diese "neue" Idee gekommen ist?

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Und man fragt sich, warum werden nicht alle 35mm Kopien in der Qualität ausgeliefert?

 

vor 5 Jahren ... ist ja nichts Neues, gegeben hat es das schon länger nur bricht man jetzt erst damit durch.

 

 

Das Digital3D ist nicht schlecht, aber ich ziehe das analoge Bild hier auch dem digitalen vor, ist angenehmer zu betrachten

Vielleicht ist es auch ein Gewohnheitswurm der Projektionsart?

 

Kann selbst den Vergleich zwischen 2 3D Häusern mit Doremi/CHristie/MasterImage und nem anderen Stadort mit ner ollen FP30D mit TC3D bei fast gleicher Bildwandgröße ziehen , mit dem selben Film (shrek4).

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Gestern habe ich mir Shrek4 im "neuen" Technicolor Verfahren angeschaut.

 

Ich war sehr positiv überrascht von der Qualität der analogen Kopie.

Das Verfahren fuktioniert auch seit 8 Jahrzehnten ohne größere Fehler, sonst hätte man es wesentlich verändert.

Auch Kopfweh oder sonstige Beschwerden sind bei keinem von uns aufgetreten.

Erwartungsgemäß, da zeitgleiche Doppelprojektion und kein serieller flash.

Das Bild war sogar etwas feiner wie bei einer digitalen Projektion und wirkte angenehmer.

Leider war die Leinwand für 3D etwas zu klein, das Fremdlicht der Notausgangsbeleuchtung zu stark und der Projektor könnte noch ein Tick heller sein.

Das Hauptmanko des Film 3D: Zu wenig Lichteffizienz! Noch weniger, als bei Digital, daher ist selbst bei kleinen Wänden geößte Lampe erforderlich.

Durch die kleine Leinwand war auch der 3D Effekt etwas gering und so wirklich aus der Leinwand wollte auch nichts kommen, das kann aber auch wiederum am Film liegen.

Gerade bei Shutter Brillen Systemen habe ich schon eindeutig schlechtere Projektionen miterlebt.

An der Bildwandgröße liegt das nicht, eher an zu wenig Licht, wenn sich kein brauchbarer Effekt einstellt.

...

Sind also fast alle Oceanic Argumente gegen das TC Verfahren nur nur heiße "Theorieluft"?

http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=13642

Ja, das sind dümmliche Vertriebsargumente, die der Laie nicht nachprüfen kann. Dem Auge ist das Trägermedium zunächst egal. (Layer 2 Diskussion...)

Mein Fazit:

Das analoge 3D kann es als Brückentechnologie gut mit der digitalen Konkurrenz aufnehmen und gibt den kleineren Kinos endlich auch die Chance vom 3D Hype zu profitieren.

Da fragt man sich manchmal warum das da nicht gleich jemand vor fünf Jahren auf diese "neue" Idee gekommen ist?

Da gab es zunächst den Wunsch der Vertriebsseite mit digitaler Exklusivität, die erst die kapitalistische Realität in "normale Bahnen" gelenkt werden mußte.

Trotz all dieser Tatsachen, ich bin nicht unbedingt ein Freund von Zeiss Ikon Sterivision / Arrivision / Iscovision / Sirioscope / Technicolor 3D auf Film (Ist letztendlich alles das selbe Positiv auf Film). Bisher hat mich auch, siehrt man von wenigen Schwarzweißen 2 Streifen Titeln aus 1953/54 ab, kaum ein 3D Film je überzeugt.

 

Unschlagbar wird das TC 3D Verfahren, mit den Panavision Kammfiltern, da dann weisse Bildwand genügt, bei brauchbarer Lichteffizienz. Und das kommt ab 3Q .

Mit Master Image "Nipkowscheibe", lächerlicher geht 3D wohl kaum...

 

Nicht als Wertung gedacht, die Trägermedium Diskussion aus 2 Lagern nervt ungemein, weil der sachliche Blick beiden Seiten abgeht.

 

St

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Auch Kopfweh oder sonstige Beschwerden sind bei keinem von uns aufgetreten.

Erwartungsgemäß, da zeitgleiche Doppelprojektion und kein serieller flash.

 

Dann erklär doch mal bitte, weshalb es bei den früheren 3D-Versuchen regelmäßig Beschwerden der Besucher gab, dass sie Kopfweh bekommen haben. "Seriellen flasch" gab es damals noch gar nicht.

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Unschlagbar wird das TC 3D Verfahren, mit den Panavision Kammfiltern, da dann weisse Bildwand genügt, bei brauchbarer Lichteffizienz. Und das kommt ab 3Q.St
Wobei es bei Panavision noch ein Problem gibt: Die Filter sind stark richtungsabhängig. Daher sieht es aus, als ob die Randbereiche der Brillengläser nicht beschichtet sind. D.h. zur Zeit sind die Brillen für große Betrachtungswinkel nicht geeignet.
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Dann erklär doch mal bitte, weshalb es bei den früheren 3D-Versuchen regelmäßig Beschwerden der Besucher gab, dass sie Kopfweh bekommen haben.
Da haben wir unterschiedliche Erfahrungen. Kopfschmerzbeschwerden hörte ich damals nicht. Wir hatten hauptsächlich das Problem der Helligkeit. Ich kenne etliche Installationen, bei denen eine ca. 10 Meter breite Bildwand mit einem 1,6 kW vertikal Kolben bespielt wurde.
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Worauf bezieht sich die Frage? Auf die vertikalen Kolben oder die richtungsabhängigen Filter?

Nachtrag zu den 80ern: Die Teilbilder waren nicht nur dunkel, sondern häufig auch gnadenlos ungleichmäßig ausgeleuchtet, da von dem Leuchtkegel nur ein "Hotspot" verwendet wurde.

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Das Verfahren fuktioniert auch seit 8 Jahrzehnten ohne größere Fehler, sonst hätte man es wesentlich verändert.

Seit 1923 in der Filmtechnik und in der Kinotechnik tonnweise Artikel und Patentanmeldungen für wahrhaft ausgeklügelte 3-D-Verfahren. Die leider zu selten realisiert wurden. Das erstreckte sich noch über die 30er und 40er Jahre im deutschen Reich, konkurrierend mit französischen Verfahren und wurde nie wirklich abgebrochen.

Handwerklich in den Twentieth sogar "perfekter", da der "industrielle Komplex" konsistent war.

An der Bildwandgröße liegt das nicht, eher an zu wenig Licht, wenn sich kein brauchbarer Effekt einstellt.

Wohlwahr. Warum auch die Show-Vorführungen in USA förmlich aufblühten, während die hastig zusammengestrickte Vorführung, die uns während der IFB gezeigt wurde, genau aus diesem Sparzwang heraus "kalt" ließ. -

Aber es geht auch anders - "anderswo" zumindest.

Trotz all dieser Tatsachen, ich bin nicht unbedingt ein Freund von Zeiss Ikon Sterivision [sterikon?]/ Arrivision / Iscovision / Sirioscope / Technicolor 3D auf Film (Ist letztendlich alles das selbe Positiv auf Film).

Ganz anders zu sehen - und auch @oceanics begingen diesen typisch "PC-Schirmfixierten" Rechenfehler: die Positive haben sich heute dramatisch verändert (mit mehr als 10k Auflösung und schier unerreichbarem Farb- und Kontrastumfang). Die Dupkopierung, die Ausbelichtungsmaterialien und die Präzision der Ausbelichtung seit 2009 ist allemal ein Fortschritt. Es handelt sich daher zwar um die gleiche Bildhöhe beim projizierten 2-Perf-Ausschnitt, und dennoch um ein völlig anders einkopiertes und auflösendes Bild. (Man vergleicht ja auch keine Direktkopie von heutigen ECN II-OCNegative mit einer früheren Farbfilmkopie der 1910er Jahre, auch wenn das Normalformat die gleiche Bildgrösse aufweist. Daher ist auch, in Anbetracht der hierfür entscheidenden (!) Aufnahmequelle, nicht die Halbierung der Positivfläche mit einer Halbierung der Filmauflösung gleichzusetzen. Tausendmal erklärt - tausendmal verdreht)

Unschlagbar wird das TC 3D Verfahren, mit den Panavision Kammfiltern, da dann weisse Bildwand genügt, bei brauchbarer Lichteffizienz. Und das kommt ab 3Q .

Mit Master Image "Nipkowscheibe", lächerlicher geht 3D wohl kaum...

 

Nicht als Wertung gedacht, die Trägermedium Diskussion aus 2 Lagern nervt ungemein, weil der sachliche Blick beiden Seiten abgeht.

 

St

Kann sein. Es wäre aber zu bedenken, dass es nicht nur 3D-Animationsfilme gibt, sondern auch 3D-Realfilme, etwa der Disney-Productions. Diese drehen heute mit 35mm-Kameras.

Das ist ein durchaus sachlicher Einwurf, und es sollte vernünftigerweise auch beim Projektionsmedium ein Analogon fortbestehen.

Auch Kopfweh oder sonstige Beschwerden sind bei keinem von uns aufgetreten.

Erwartungsgemäß, da zeitgleiche Doppelprojektion und kein serieller flash.

 

Dann erklär doch mal bitte, weshalb es bei den früheren 3D-Versuchen regelmäßig Beschwerden der Besucher gab, dass sie Kopfweh bekommen haben. "Seriellen flasch" gab es damals noch gar nicht.

Handelt es sich nicht um das Anaglyphen-Verfahren? Das jedoch nie mehr als ein Gimmick war. - Und trotzdem stellte sich bei SPY KIDS II erstmals kein Kopfschmerz mehr ein - weiss nicht, woran es lag.

 

Dann erklär doch mal bitte, weshalb es bei den früheren 3D-Versuchen regelmäßig Beschwerden der Besucher gab, dass sie Kopfweh bekommen haben.
Da haben wir unterschiedliche Erfahrungen. Kopfschmerzbeschwerden hörte ich damals nicht. Wir hatten hauptsächlich das Problem der Helligkeit. Ich kenne etliche Installationen, bei denen eine ca. 10 Meter breite Bildwand mit einem 1,6 kW vertikal Kolben bespielt wurde.

Noch in den 1980er Jahren waren sie wohl alle sehr dunkel, trotz eigentlich sehr brauchbarer Objektive, die scharf auflösten. Überall wurde nur notdürftig hergerichtet, aber nicht dauerhaft oder ernsthaft investiert, war mein damaliger Eindruck.

Man sah auch im Vergleich zu den jetzigen 35mm-3D-Kopien die Schwäche der Dupmaterialien der 80er Jahre zu heutigen Materialien: stärkere Körnung und durch die Polfilter limitierte Kontraste (was heute Technicolor 3D beim Ausbelichtungen auskorrigiert).

 

Eben so wie frühe HD-LCD-Grossraumprojektion und heutige DLP-Projektion Unterschiede sichtbar werden lassen und doch beide nicht an eine einwandfreie 2D-35mm- oder 70mm-Filmkopie heranreichen.

 

Für beide Medienträger entwickelte die Industrie stets sich bessernde Güten. Was leider bei einer "Festnagelung" auf eine heutige DLP-Anschaffung, die 10 Jahre in Betrieb bleibt, sich wie ein technologischer Stillstand anhört, wenn mancher glaubt, die Ewigkeit gepachtet zu haben.

 

"Analog war gestern ... aber digital ist für immer", schrieb daher ein Forumskollege, der die Industrieversprechungen für bare Münze nahm.

 

Den variierenden Filmtheatern nun ein Panel-basiertes System nach Fernsehnorm überzuzwingen, ist schon ein wahrer Schildbürgerstreich. ("Bumerang" wäre ein noch treffenderer Ausdruck).

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@Micky: Sorry, jetzt verstehe ich die Frage.

Beide Kolbentypen sind bei gleichem Strom gleich hell. Die vertikalen Kolben sind jedoch asymmetrisch zu der Spiegelachse, daher ist die Lichtausbeute geringer. Später wurden horizontale Kolben eingeführt, welche eine höhere Lichtausbeute auf der Bildwand hatten.

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Wobei es bei Panavision noch ein Problem gibt: Die Filter sind stark richtungsabhängig. Daher sieht es aus, als ob die Randbereiche der Brillengläser nicht beschichtet sind. D.h. zur Zeit sind die Brillen für große Betrachtungswinkel nicht geeignet.

 

Das Problem besteht bei Infitec/Dolby grundsätzlich auch - da hat man es einfach mit gewölbten Gläsern gelöst. Die sind natürlich etwas teurer in der Fertigung.

 

 

- Carsten

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Also ich war gestern im Cadillac Kino in München und habe mir dort Technicolor 3D ansehen dürfen:

 

Trotz bereits 4 Wöchigem einsatz der Kopie waren weder Laufstreifen noch Staubflecken erkennbar, und auf 12m Bildbreite war auch KEIN unterschied zum Digitalen 3D erkennbar, also keine Verschlechterung des Bildes.

Im Gegenteil, das Bild wirkte wärmer und weniger "künstlich" als das des Digital 3D

 

Und ich muss ehrlich sein, ich habe ehrich gedacht, T3D wäre wesentlich schlechter als Digital 3D, aber ich bin eines besseren gelehrt worden.

 

Fazit: Es kann ohne Probleme (zumindest bei Bildgrößen wie die hier vorliegenden 12m) mithalten und wirkt sogar natürlicher.

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Im Gegenteil, das Bild wirkte wärmer und weniger "künstlich" als das des Digital 3D.

Einer der größten Vorteile der 35mm-3D-Projektion gegenüber "Digital 3D" ist in dieser Diskussion noch gar nicht genannt worden. Nämlich die erheblich bessere "Bewegungsschärfe" der analogen Projektion. Digitalprojektoren stellen allesamt (!) sich leicht bewegende Bildinhalte, die auf dem Datenträger durchaus scharf vorhanden sind, verschmiert und somit unscharf dar (z.B. Kameraschwenks über Gesichter). Gut ist das zu erkennen, wenn mal die "Pause-Taste" betätigt wird.

Das ist einer der Gründe weshalb T3D auf viele Zuschauer "natürlicher" wirkt.

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mibere hat folgendes geschrieben:

Einer der größten Vorteile der 35mm-3D-Projektion gegenüber "Digital 3D" ist in dieser Diskussion noch gar nicht genannt worden. Nämlich die erheblich bessere "Bewegungsschärfe" der analogen Projektion.

Es erschließt sich mir nicht, warum 35mm-3D eine bessere Bewegungsschärfe haben soll als 35mm-2D. Und von 35mm-2D ist ja bisher auch keine bessere Bewegungsschärfe als zu Digital behauptet worden. Das wäre auch schlecht begründbar...

 

 

 

mibere hat folgendes geschrieben:

Digitalprojektoren stellen allesamt (!) sich leicht bewegende Bildinhalte, die auf dem Datenträger durchaus scharf vorhanden sind, verschmiert und somit unscharf dar (z.B. Kameraschwenks über Gesichter).

Jetzt wird’s ja wieder wild. Ich kann das aus meinen Erfahrungen von digitalen Kinovorführungen nicht bestätigen.

 

 

 

 

mibere hat folgendes geschrieben:

Gut ist das zu erkennen, wenn mal die "Pause-Taste" betätigt wird.

Sicherlich sprichst du von der Pause-Taste deines 300-Euro Heimbeamers?

 

 

 

mibere hat folgendes geschrieben:

Das ist einer der Gründe weshalb T3D auf viele Zuschauer "natürlicher" wirkt.

Aus welcher Umfragequelle schöpfst du diese Erkenntnis? Ich kenne keine solche Umfrage. Ein paar hundert Leute sollten für eine fundierte statistische Aussage schon zusammenkommen.

Im Übrigen, Kinofilme müssen keine natürlichen Farben haben. Wenn dem so wäre, wäre Technicolor nach ihrem ersten Drei-Streifen-Farbfilm pleite gegangen. Und wenn man sich heute die wilden Farben vieler erfolgreicher Digitalfilme ansieht, wird klar, Farbnatürlichkeit ist kein Kriterium, weswegen Publikum ins Kino komt.

 

 

 

Man kann es drehen und wenden wie man will, egal wie brauchbar T 3D ist oder nicht, es ist eine Technik mit eingebauter Zeituhr. Und dafür ist es für viele potenzielle Betreiber zu teuer, wie die schleppenden Bestellungen deutlich machen.

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Digitalprojektoren stellen allesamt (!) sich leicht bewegende Bildinhalte, die auf dem Datenträger durchaus scharf vorhanden sind, verschmiert und somit unscharf dar (z.B. Kameraschwenks über Gesichter). Gut ist das zu erkennen, wenn mal die "Pause-Taste" betätigt wird.

 

Das stimmt nicht, auch auf dem "Datenträger" sind die Inhalte mit Bewegung nicht scharf, sondern mit Bewegungsschärfe. Und das müssen Sie auch sein bei 24B/s. Und auch auf der TC3D Kopie werden die unscharf sein.

 

Kann ja gerne mal ein paar Bilder posten.

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Hallo

 

Ich kenne den Shreck 3D nur als YYYYY/XXXXX/ Master Image Version, woi einem speiübel wurde, weil weder Licht noch Kontrast noch Schärfe vorhanden waren- Masterimage und lausige Implementierung lassen grüßen. Leider ohne "Geld zurück Garantie" gesehen. So bitte nicht.

Und als SRX Doppeldijektion auf kleiner Bildwand bei 17 fl nach Brille. Überzeugte schon besser, war plastisch und sah brauchbar aus, doch der Filme funktioniert auch ohne 3D. Und da würde mich auch TC 3D noch mal interessieren, um einen Eindruck zu gewinnen, ob er mich damit überzeugt. Allerdings halte ich 12 m breite Bilder mit 35 mm nicht für vernünftig ausleuchtbar, lasse mich aber gerne überzeugen.

 

Man kann es drehen und wenden wie man will, egal wie brauchbar T 3D ist oder nicht, es ist eine Technik mit eingebauter Zeituhr.

Das bestreite ich nicht.

Doch darüber geht auch eine technische Diskussion nicht. Offensichtlich zeigen die in Betrieb gegangenen Installationen, daß die Technologie, wenn sie korrekt implementiert wird, einwandfrei funktioniert, was zu erwarten war.

Die von einigen hier genossenen Werbevorstellungen der Industrie litten unter dem gleichen Manko, wie jene zur Einführung digitaler Töne, daß Hollywood verwöhnte Studiobosse einfach glaubten, ähnlich gute Wartungsstandards, wie sie auch in "Bruchschuppen" ihrer Heimat üblich sind, irgendwie in "normalen Kinos" der europ. Welt zu finden.

Wo schon ohne die neue Technik in der Regel die SMPTE Bild und Ton Normen nicht erfüllt werden, kanns in der an einem Tag improvisierten Vorstellung nur schief gehen.

 

Abgewandelt vom Einleitungssatz gilt genauso:

Man kann es drehen und wenden wie man will, egal wie brauchbar DLP 2k ist oder nicht, es ist eine Technik mit eingebauter Zeituhr.

 

Wobei ich vermute, daß sich die DLP Technik noch schneller, als der chem. Film in die Versenkung verabschiedet, denn die Heimtechnik lebt vom "Größer, Breiter, Besser". Und das fordert permanente "Innovation", die letztendlich auch vom Werbemarkt Kino mit bereitgestellt werden muß, um zu überleben. Film hat halt jene derzeitig nicht ausgenutzten Reserven an Auflösung, die bei 2k Projektoren nur durch Austausch des Komplettgerätes zu erzielen sind. So traurig das ist.

 

 

St.

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Is ja wieder geil :-)

 

Einzig die Kornverteilung ist auf dem "analog" 35mm anders, ansonst entspricht die "analog" Kopie der "digitalen" Kopie.

Dies kann daher "weicher" wirken (auf mich ebenso und dennoch gleich scharf im Eindruck)

Es wird vom Digital auf den 35mm kopiert, um es einfachst auszudrücken.

Bewegungsunschärfen ... ja ohne die wäre es ja unerträglich; so kurze Belichtungszeiten sind fast unrealistisch, dann könnte man auch die 24B/s in die Tronne treten. Das ist ja ein Teil der "Augentäuschung".

Was soll man da groß noch schreiben ...........

 

den einen stört dies, den anderen das ....

mir ists zu warm, dem nächsten zu kalt, dem einen zu laut, dem anderen zu leise.............

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Trotz bereits 4 Wöchigem einsatz der Kopie

 

Meines Erachtens wurde der Film erst am 01.07. gestartet, also kann es sich höchstens um einen 2 1/2 wöchigen , aber keinesfalls 4 - wöchigen Einsatz handeln !

 

Das Cadillac spielt den Film mit analogen deutschen und OV 3-D Kopien. Falls TK-Chris die OV 3-D Kopie gesehen hat, kann er schon recht haben, das sind nämlich "gebrauchte" 3-D Kopien aus dem USA Einsatz, der ja schon einige Wochen früher als der Start bei uns gewesen war.

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Wie mir jetzt zuverlässig von jemandem mit Kopierwerksbackground zugetragen wurde, sieht die reguläre Projektion in dem Münchner Kino wohk erheblich besser aus als die T3D-Mustervorführung(en).

Also genau das was ich vermutet habe nachdem ich die Präs. in Bln und Muc gesehen habe - sehr zweifelhafte Qualität mit grossem Verbesserungspotential.

 

Sobald jemand in Bln / Ostdeutschland T3D einsetzt, stehe ich dort auf der Matte und überzeuge mich!

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mibere hat folgendes geschrieben:

Einer der größten Vorteile der 35mm-3D-Projektion gegenüber "Digital 3D" ist in dieser Diskussion noch gar nicht genannt worden. Nämlich die erheblich bessere "Bewegungsschärfe" der analogen Projektion.

Es erschließt sich mir nicht, warum 35mm-3D eine bessere Bewegungsschärfe haben soll (...) Und von 35mm-2D ist ja bisher auch keine bessere Bewegungsschärfe als zu Digital behauptet worden. Das wäre auch schlecht begründbar...

Hallo Brillo,

 

das ist überhaupt nicht schwer begründbar.

Eigentlich ist das allgemein bekannt und wird hier im Forum aber aus Marketinggründen von Seiten der Industrie verständlicherweise nicht so publik gemacht oder sogar bestritten.

 

Ich erkläre mal mit einfachen Worten, weshalb das so ist.

 

Nicht jede Bildbewegung im Film wird grundsätzlich vom Projektor unscharf dargestellt. Hier gilt es zu unterscheiden.

Die meisten Regisseure wissen um die Tatsache, dass zu schnelle Kameraschwenks und sich zu schnell durchs Bild bewegende Objekte zum Detailverlust führen.

Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Digital-Projektoren selbst Aufnahmen unscharf erscheinen lassen, die gestochen scharf auf dem Datentträger (Festplatte) vorhanden sind.

 

Die Bewegungsunschärfe von LCOS- und DLP-Projektoren macht sich wie folgt bemerkbar.

Ein stehendes Objekt wird scharf und detailreich abgebildet. Bewegt es sich jetzt zum Beispiel von links nach rechts, "verschmiert" es leicht während der Hintergrund weiterhin scharf abgebildet wird. Das sieht so ähnlich aus wie ein verwackeltes Foto. Kommt es dann rechts zum stehen wird es wieder detailreich und scharf abgebildet.

Allerdings muss unterschieden werden ob es sich bei der "Bewegungsunschärfe" um Bildinhalte handelt, die bereits "unscharf" aufgenommen wurden (z.B. Fahrzeuge die durchs Bild rasen) und so auf dem Datenspeicher abgelegt wurden, oder um Bildinhalte, die vom Projektor aufgrund der Technik nicht schärfer dargestellt werden können, obwohl das Quellmaterial scharf ist.

 

Die bewegungsunscharfe Darstellung von scharfem Quellmaterial durch die Digital-Projektoren hat eine ganz einfache Ursache.

Für die Dauer einer Bildperiode bleibt der Zustand eines Pixels (LCOS/LCD/DLP) bestehen. Erst wenn die Spannung beim Bildaufbau eines neuen Bildes geändert wird, verändert sich auch der Zustand des Pixels.

Das menschliche Auge ist relativ träge. Bei der Verfolgung eines sich bewegenden Objektes innerhalb eines nahezu unbewegten Bildausschnittes, "übernimmt" das Auge eine Bildperiode. Während der Bildinhalt aber fixiert bleibt (z.B. bei 1080/24 Hertz), kommt es zum subjektiv wahrgenommenen Verwischen auf der Netzhaut des Betrachters.

 

Hier mal zwei Screenshots, die das ganz gut veranschaulichen.

no7mi2ab.jpg

Abgebildet ist auf diesem Screenshot der "Peter Finzel Test Disc" das Original einer Laufschrift (Pause-Taste gedrückt), die auf 4 Ebenen in unterschiedlicher Geschwindigkeit verläuft. Die Schrift ist auf allen Ebenen gleichermaßen scharf.

 

kwatgexe.jpg

Gut ist auf dem Screenshot nun zu erkennen, dass das scharfe Quellmaterial bei Bewegung (von links nach rechts) von einem SXRD-Projektor nun unscharf dargestellt wird.

 

Derartige Bewegungen von scharfen Quellmaterial stellen 35mm-Filmprojektoren halt schärfer dar.

Bei Bedarf kann ich entsprechende Screenshots aus Filmen nachreichen, unterlasse das an dieser Stelle aber aus Urheberrechtsgründen.

 

Im Heimkinobereich ist das schon lange ein Thema/Ärgernis, auf das viele Hersteller von Projektoren reagiert haben. Um die Darstellungsschärfe zu verbessern werden zwischen zwei original Filmbilder zwei Zwischenbilder berechnet und eingefügt. Das bedeutet, dass nur noch jedes dritte Bild ein Original ist – oder anders formuliert, 2/3 aller Bilder sind künstlich errechnet worden. Wenn nun zum Beispiel sogar 5 Bilder eingefügt werden (machen Epson und Panasonic), besteht ein Film sogar nur noch zu gut 17% aus Original-Kameraaufnahmen. Der Rest ist künstlich berechnet worden – das bekommt unser Gehirn mit!

Auch wenn wir subjektiv, dank der FI-Technik, mehr Bildschärfe wahrnehmen, wirken die errechneten Zwischenbilder auf die meisten Zuschauer eher künstlich. Meist wird vom "TV-Look" oder "Soap-Look" gesprochen. Der typische Kinolook geht dabei nämlich komplett verloren.

 

Auch wenn der 35mm-Film viele bekannte Nachteile hat, hier liegt aber ein großer Vorteil zur digitalen Projektion.

Wenn nun der massive Lichtverlust (durch "größere" Kolben) reduziert wird, stehe ich T3D als "Übergangslösung" sehr positiv gegenüber.

[Editiert durch T-J: Doppelte IMG/URL-Tags entfernt ---> Sieht besser aus.]

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