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nomasala

nomasala

Am 29.9.2025 um 13:45 schrieb Friedemann Wachsmuth:
Am 29.9.2025 um 10:14 schrieb filma:

Man wollte einen Projektor ohne Umlaufblende bauen

...aber doch nur, weil die LED ohne Dunkelphase noch viel heißer geworden wäre. Wozu sonst eine so einfache Blechscheibe wegoptimieren..?

 

Hallo allerseits!

 

Jetzt habe ich auch diesen Thread gefunden, in dem es um unseren Projektor-Umbau geht. Deshalb würde ich auch hier gerne ein paar Missverständnisse aufklären:

 

1. Es handelt sich immer noch um einen Prototypen. Momentan haben wir zwischen LED und Bildfenster einen antiken Kondensor unbekannter Herkunft eingebaut. Es gibt also sehr wohl eine Bündelung des Lichts, allerdings ist diese nicht optimiert. Wie dieser Kondensor verbaut ist, kann man hier sehen:

 

img_7569.jpeg?w=800&tok=e33bac

 

img_7785.jpeg?w=800&tok=e7de6b

 

img_8002.jpeg?w=800&tok=ada73d

 

img_7874.jpeg?w=800&tok=983d8b

 

img_8074.jpeg?w=800&tok=6d8282

 

Allerdings nützt es uns gar nichts, einen Open-Source-Umbau ins Netz zu stellen, wenn an einer entscheidenden Stelle ein unbekanntes Teil eingebaut werden soll. Da werden wir dieses Jahr auf jeden Fall noch Tests mit bestellbaren Kondensorlinsen durchführen und hoffentlich zu effizienteren Ergebnissen kommen...

 

2. Wir haben deshalb keine LED mit variabler Farbtemperatur verbaut, weil diese einfach sehr viel weniger lichtstark wäre. Unsere LED hat 6000K, wer es wärmer haben möchte, muss dafür einen Farbfilter verwenden. Natürlich würde ein Farbfilter wiederum zu einem gewissen Lichtverlust führen – das ist bei LEDs mit wärmerer Farbtemperatur aber auch nicht anders, denn auch dort wird immer auf die bläuliche LED eine gelbliche Gelatineschicht aufgebracht, die das kalte Licht einfach filtert. Umgekehrt würde aus unserer Sicht der Einbau einer wärmeren LED wenig Sinn ergeben, weil man diese dann im Endeffekt doppelt filtern müsste, um wiederum ein kälteres Bild zu erhalten.

 

3. Es ging bei unserem Umbau von Anfang an um Anwendungen im Bereich Expanded Cinema / Film Performance. Flickern bzw Flackern gehört in diesem Genre durchaus zu den gewünschten ästhetischen Mitteln. Es geht also nicht in erster Linie um eine Filmvorführung mit 18 oder 24 FPS, sondern eher um das genaue Gegenteil. Oberste Priorität war deshalb die Möglichkeit, frei mit den FPS spielen zu können.

 

Vielleicht kennen einige hier die Analyse-Projektoren von NAC oder LW Photo - das sind tolle Geräte mit einer unglaublich ausgetüftelten Technik für variable Bildraten, aber leider sind diese Modelle viel zu lichtschwach, um damit live vor Publikum zu arbeiten. Deshalb unser Ansatz, mithilfe moderner LED-Technik einen Projektor zu bauen, der in Sachen Bildfrequenz alle Möglichkeiten der Einflussnahme bietet, und gleichzeitig ein möglichst helles Bild auf die Leinwand wirft.

 

Die Umlaufblende war bei diesem Unterfangen eher hinderlich, weil nicht dezidiert steuerbar. Deshalb haben wir uns entschieden, sie komplett zu entfernen. Mit einer LED erreicht man stattdessen absolute Flexibilität, weil man sie in jeglicher Frequenz pulsieren bzw. flickern lassen kann. Und ganz nebenbei wird sie dadurch auch weniger heiß, was ihre Lebensdauer verlängert – aber das ist wirklich nur ein Nebeneffekt!

 

4. Bei unserem Prototypen kann man im laufenden Betrieb den virtuellen Shutter in vielfacher Weise beeinflussen:

 

a) Variable Bildfrequenz 0–33 FPS (SPEED), feste Bildfrequenz 18 und 24 FPS, manuelles Einzelbild vor/zurück

b) Variable Helligkeit (LIGHT) von 0-Maximum (im Gegensatz zu Halogen bleibt hier die Farbtemperatur konstant)

c) Variable Anzahl der virtuellen Blendenflügel von 1–5 (BLADES)

d) Variabler Öffnungswinkel der virtuellen Blendenflügel (ANGLE)

e) Variable Phasenverschiebung zwischen Blendenöffnung und Filmtransport (PHASE)

 

All diese Funktionen lassen sich manuell an Drehknöpfen regeln, wie man hier sehen kann.

 

spectral-800-advertisement---single-fram

 

Zusätzlich gibt es zu den Funktionen a) und b) noch jeweils eine variabel einstellbare, halbautomatische Verzögerung (RAMP), die dafür sorgt, dass die Veränderungen sanfter ablaufen. All diese Features sind überhaupt nur möglich durch den Einbau einer LED.

 

5. Da es nicht um einen Dauereinsatz im Kino geht, sondern um performative Einsätze, war uns die Energieeffizienz erstmal vollkommen egal.

 

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen zur Klärung beitragen...

Bernd

nomasala

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Am 29.9.2025 um 13:45 schrieb Friedemann Wachsmuth:
Am 29.9.2025 um 10:14 schrieb filma:

Man wollte einen Projektor ohne Umlaufblende bauen

...aber doch nur, weil die LED ohne Dunkelphase noch viel heißer geworden wäre. Wozu sonst eine so einfache Blechscheibe wegoptimieren..?

 

Hallo allerseits!

 

Jetzt habe ich auch diesen Thread gefunden, in dem es um unseren Projektor-Umbau geht. Deshalb würde ich auch hier gerne ein paar Missverständnisse aufklären:

 

1. Es handelt sich immer noch um einen Prototypen. Momentan haben wir zwischen LED und Bildfenster einen antiken Kondensor unbekannter Herkunft eingebaut. Es gibt also sehr wohl eine Bündelung des Lichts, allerdings ist diese nicht optimiert. Wie dieser Kondensor verbaut ist, kann man hier sehen:

 

img_7569.jpeg?w=800&tok=e33bac

 

img_7785.jpeg?w=800&tok=e7de6b

 

img_8002.jpeg?w=800&tok=ada73d

 

img_7874.jpeg?w=800&tok=983d8b

 

img_8074.jpeg?w=800&tok=6d8282

 

Allerdings nützt es uns gar nichts, einen Open-Source-Umbau ins Netz zu stellen, wenn an einer entscheidenden Stelle ein unbekanntes Teil eingebaut werden soll. Da werden wir dieses Jahr auf jeden Fall noch Tests mit bestellbaren Kondensorlinsen durchführen und hoffentlich zu effizienteren Ergebnissen kommen...

 

2. Wir haben deshalb keine LED mit variabler Farbtemperatur verbaut, weil diese einfach sehr viel weniger lichtstark wäre. Unsere LED hat 6000K, wer es wärmer haben möchte, muss dafür einen Farbfilter verwenden. Natürlich würde ein Farbfilter wiederum zu einem gewissen Lichtverlust führen – das ist bei LEDs mit wärmerer Farbtemperatur aber auch nicht anders, denn auch dort wird immer auf die bläuliche LED eine gelbliche Gelatineschicht aufgebracht, die das kalte Licht einfach filtert. Umgekehrt würde aus unserer Sicht der Einbau einer wärmeren LED wenig Sinn ergeben, weil man diese dann im Endeffekt doppelt filtern müsste, um wiederum ein kälteres Bild zu erhalten.

 

3. Es ging bei unserem Umbau von Anfang an um Anwendungen im Bereich Expanded Cinema / Film Performance. Flickern bzw Flackern gehört in diesem Genre durchaus zu den gewünschten ästhetischen Mitteln. Es geht also nicht in erster Linie um eine Filmvorführung mit 18 oder 24 FPS, sondern eher um das genaue Gegenteil. Oberste Priorität war deshalb die Möglichkeit, frei mit den FPS spielen zu können.

 

Vielleicht kennen einige hier die Analyse-Projektoren von NAC oder LW Photo - das sind tolle Geräte mit einer unglaublich ausgetüftelten Technik für variable Bildraten, aber leider sind diese Modelle viel zu lichtschwach, um damit live vor Publikum zu arbeiten. Deshalb unser Ansatz, mithilfe moderner LED-Technik einen Projektor zu bauen, der in Sachen Bildfrequenz alle Möglichkeiten der Einflussnahme bietet, und gleichzeitig ein möglichst helles Bild auf die Leinwand wirft.

 

Die Umlaufblende war bei diesem Unterfangen eher hinderlich, weil nicht dezidiert steuerbar. Deshalb haben wir uns entschieden, sie komplett zu entfernen. Mit einer LED erreicht man stattdessen absolute Flexibilität, weil man sie in jeglicher Frequenz pulsieren bzw. flickern lassen kann. Und ganz nebenbei wird sie dadurch auch weniger heiß, was ihre Lebensdauer verlängert – aber das ist wirklich nur ein Nebeneffekt!

 

4. Bei unserem Prototypen kann man im laufenden Betrieb den virtuellen Shutter in vielfacher Weise beeinflussen:

 

a) Variable Bildfrequenz von 0–33 FPS (SPEED), feste Bildfrequenz von 18 und 24 FPS, manuelles Einzelbild vor/zurück

b) Variable Helligkeit (LIGHT) von 0-Maximum (im Gegensatz zu Halogen bleibt hier die Farbtemperatur konstant)

c) Variable Anzahl der virtuellen Blendenflügel von 1–5 (BLADES)

d) Variabler Öffnungswinkel der virtuellen Blendenflügel (ANGLE)

e) Variable Phasenverschiebung zwischen Blendenöffnung und Filmtransport (PHASE)

 

All diese Funktionen lassen sich manuell an Drehknöpfen regeln, wie man hier sehen kann.

 

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Zusätzlich gibt es zu den Funktionen a) und b) noch jeweils eine variabel einstellbare, halbautomatische Verzögerung (RAMP), die dafür sorgt, dass die Veränderungen sanfter ablaufen. All diese Features sind überhaupt nur möglich durch den Einbau einer LED.

 

5. Da es nicht um einen Dauereinsatz im Kino geht, sondern um performative Einsätze, war uns die Energieeffizienz erstmal vollkommen egal.

 

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen zur Klärung beitragen...

Bernd

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Am 29.9.2025 um 13:45 schrieb Friedemann Wachsmuth:
Am 29.9.2025 um 10:14 schrieb filma:

Man wollte einen Projektor ohne Umlaufblende bauen

...aber doch nur, weil die LED ohne Dunkelphase noch viel heißer geworden wäre. Wozu sonst eine so einfache Blechscheibe wegoptimieren..?

 

Hallo allerseits!

 

Jetzt habe ich auch diesen Thread gefunden, in dem es um unseren Projektor-Umbau geht. Deshalb würde ich auch hier gerne ein paar Missverständnisse aufklären:

 

1. Es handelt sich immer noch um einen Prototypen. Momentan haben wir zwischen LED und Bildfenster einen antiken Kondensor unbekannter Herkunft eingebaut. Es gibt also sehr wohl eine Bündelung des Lichts, allerdings ist diese nicht optimiert. Wie dieser Kondensor verbaut ist, kann man hier sehen:

 

img_7569.jpeg?w=800&tok=e33bac

 

img_7785.jpeg?w=800&tok=e7de6b

 

img_8002.jpeg?w=800&tok=ada73d

 

img_7874.jpeg?w=800&tok=983d8b

 

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Allerdings nützt es uns gar nichts, einen Open-Source-Umbau ins Netz zu stellen, wenn an einer entscheidenden Stelle ein unbekanntes Teil eingebaut werden soll. Da werden wir dieses Jahr auf jeden Fall noch Tests mit bestellbaren Kondensorlinsen durchführen und hoffentlich zu effizienteren Ergebnissen kommen...

 

2. Wir haben deshalb keine LED mit variabler Farbtemperatur verbaut, weil diese einfach sehr viel weniger lichtstark wäre. Unsere LED hat 6000K, wer es wärmer haben möchte, muss dafür einen Farbfilter verwenden. Natürlich würde ein Farbfilter wiederum zu einem gewissen Lichtverlust führen – das ist bei LEDs mit wärmerer Farbtemperatur aber auch nicht anders, denn auch dort wird immer auf die bläuliche LED eine gelbliche Gelatineschicht aufgebracht, die das kalte Licht einfach filtert. Umgekehrt würde aus unserer Sicht der Einbau einer wärmeren LED wenig Sinn ergeben, weil man diese dann nochmals filtern müsste, um wiederum ein kälteres Bild zu erhalten.

 

3. Es ging bei unserem Umbau von Anfang an um Anwendungen im Bereich Expanded Cinema / Film Performance. Flickern bzw Flackern gehört in diesem Genre durchaus zu den gewünschten ästhetischen Mitteln. Es geht also nicht in erster Linie um eine Filmvorführung mit 18 oder 24 FPS, sondern eher um das genaue Gegenteil. Oberste Priorität war deshalb die Möglichkeit, frei mit den FPS spielen zu können.

 

Vielleicht kennen einige hier die Analyse-Projektoren von NAC oder LW Photo - das sind tolle Geräte mit einer unglaublich ausgetüftelten Technik für variable Bildraten, aber leider sind alle diese Modelle sind viel zu lichtschwach, um damit live vor Publikum zu arbeiten. Deshalb unser Ansatz, mithilfe moderner LED-Technik einen Projektor zu bauen, der in Sachen Bildfrequenz alle Möglichkeiten der Einflussnahme bietet, und gleichzeitig ein möglichst helles Bild auf die Leinwand wirft.

 

Die Umlaufblende war bei diesem Unterfangen eher hinderlich, weil nicht dezidiert steuerbar. Deshalb haben wir uns entschieden, sie komplett zu entfernen. Mit einer LED erreicht man stattdessen absolute Flexibilität, weil man sie in jeglicher Frequenz pulsieren bzw. flickern lassen kann. Und ganz nebenbei wird sie dadurch auch weniger heiß, was ihre Lebensdauer verlängert – aber das ist wirklich nur ein Nebeneffekt!

 

4. Bei unserem Prototypen kann man im laufenden Betrieb den virtuellen Shutter in vielfacher Weise beeinflussen:

 

a) Variable Bildfrequenz von 0–33 FPS (SPEED), feste Bildfrequenz von 18 und 24 FPS, manuelles Einzelbild vor/zurück

b) Variable Helligkeit (LIGHT) von 0-Maximum (im Gegensatz zu Halogen bleibt hier die Farbtemperatur konstant)

c) Variable Anzahl der virtuellen Blendenflügel von 1–5 (BLADES)

d) Variabler Öffnungswinkel der virtuellen Blendenflügel (ANGLE)

e) Variable Phasenverschiebung zwischen Blendenöffnung und Filmtransport (PHASE)

 

All diese Funktionen lassen sich manuell an Drehknöpfen regeln, wie man hier sehen kann.

 

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Zusätzlich gibt es zu den Funktionen a) und b) noch jeweils eine variabel einstellbare, halbautomatische Verzögerung (RAMP), die dafür sorgt, dass die Veränderungen sanfter ablaufen. All diese Features sind überhaupt nur möglich durch den Einbau einer LED.

 

5. Da es nicht um einen Dauereinsatz im Kino geht, sondern um performative Einsätze, war uns die Energieeffizienz erstmal vollkommen egal.

 

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen zur Klärung beitragen...

Bernd

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Am 29.9.2025 um 13:45 schrieb Friedemann Wachsmuth:
Am 29.9.2025 um 10:14 schrieb filma:

Man wollte einen Projektor ohne Umlaufblende bauen

...aber doch nur, weil die LED ohne Dunkelphase noch viel heißer geworden wäre. Wozu sonst eine so einfache Blechscheibe wegoptimieren..?

 

Hallo allerseits!

 

Jetzt habe ich auch diesen Thread gefunden, in dem es um unseren Projektor-Umbau geht. Deshalb würde ich auch hier gerne ein paar Missverständnisse aufklären:

 

1. Es handelt sich immer noch um einen Prototypen. Momentan haben wir zwischen LED und Bildfenster einen antiken Kondensor unbekannter Herkunft eingebaut. Es gibt also sehr wohl eine Bündelung des Lichts, allerdings ist diese nicht optimiert. Wie dieser Kondensor verbaut ist, kann man hier sehen:

 

img_7569.jpeg?w=800&tok=e33bac

 

img_7785.jpeg?w=800&tok=e7de6b

 

img_8002.jpeg?w=800&tok=ada73d

 

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img_8074.jpeg?w=800&tok=6d8282

 

Allerdings nützt es uns gar nichts, einen Open-Source-Umbau ins Netz zu stellen, wenn an einer entscheidenden Stelle ein unbekanntes Teil eingebaut werden soll. Da werden wir dieses Jahr auf jeden Fall noch Tests mit bestellbaren Kondensorlinsen durchführen und hoffentlich zu effizienteren Ergebnissen kommen...

 

2. Wir haben keine LED mit variabler Farbtemperatur verbaut, ganz einfach weil diese weniger lichtstark wären. Unsere LED hat 6000K, wer es wärmer haben möchte, muss dafür einen Farbfilter verwenden. Natürlich würde ein Farbfilter wiederum zu einem gewissen Lichtverlust führen – das ist bei LEDs mit wärmerer Farbtemperatur aber auch nicht anders, denn auch dort wird immer auf die bläuliche LED eine gelbliche Gelatineschicht aufgebracht, die das kalte Licht einfach filtert. Umgekehrt würde aus unserer Sicht der Einbau einer wärmeren LED wenig Sinn ergeben, weil man diese dann nochmals filtern müsste, um wiederum ein kälteres Bild zu erhalten.

 

3. Es ging bei unserem Umbau von Anfang an um Anwendungen im Bereich Expanded Cinema / Film Performance. Flickern bzw Flackern gehört in diesem Genre durchaus zu den gewünschten ästhetischen Mitteln. Es geht also nicht in erster Linie um eine Filmvorführung mit 18 oder 24 FPS, sondern eher um das genaue Gegenteil. Oberste Priorität war deshalb die Möglichkeit, frei mit den FPS spielen zu können.

 

Vielleicht kennen einige hier die Analyse-Projektoren von NAC oder LW Photo - das sind tolle Geräte mit einer unglaublich ausgetüftelten Technik für variable Bildraten, aber leider sind alle diese Modelle sind viel zu lichtschwach, um damit live vor Publikum zu arbeiten. Deshalb unser Ansatz, mithilfe moderner LED-Technik einen Projektor zu bauen, der in Sachen Bildfrequenz alle Möglichkeiten der Einflussnahme bietet, und gleichzeitig ein möglichst helles Bild auf die Leinwand wirft.

 

Die Umlaufblende war bei diesem Unterfangen eher hinderlich, weil nicht dezidiert steuerbar. Deshalb haben wir uns entschieden, sie komplett zu entfernen. Mit einer LED erreicht man stattdessen absolute Flexibilität, weil man sie in jeglicher Frequenz pulsieren bzw. flickern lassen kann. Und ganz nebenbei wird sie dadurch auch weniger heiß, was ihre Lebensdauer verlängert – aber das ist wirklich nur ein Nebeneffekt!

 

4. Bei unserem Prototypen kann man im laufenden Betrieb den virtuellen Shutter in vielfacher Weise beeinflussen:

 

a) Variable Bildfrequenz von 0–33 FPS (SPEED), feste Bildfrequenz von 18 und 24 FPS, manuelles Einzelbild vor/zurück

b) Variable Helligkeit (LIGHT) von 0-Maximum (im Gegensatz zu Halogen bleibt hier die Farbtemperatur konstant)

c) Variable Anzahl der virtuellen Blendenflügel von 1–5 (BLADES)

d) Variabler Öffnungswinkel der virtuellen Blendenflügel (ANGLE)

e) Variable Phasenverschiebung zwischen Blendenöffnung und Filmtransport (PHASE)

 

All diese Funktionen lassen sich manuell an Drehknöpfen regeln, wie man hier sehen kann.

 

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Zusätzlich gibt es zu den Funktionen a) und b) noch jeweils eine variabel einstellbare, halbautomatische Verzögerung (RAMP), die dafür sorgt, dass die Veränderungen sanfter ablaufen. All diese Features sind überhaupt nur möglich durch den Einbau einer LED.

 

5. Da es nicht um einen Dauereinsatz im Kino geht, sondern um performative Einsätze, war uns die Energieeffizienz erstmal vollkommen egal.

 

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen zur Klärung beitragen...

Bernd

nomasala

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Am 29.9.2025 um 13:45 schrieb Friedemann Wachsmuth:
Am 29.9.2025 um 10:14 schrieb filma:

Man wollte einen Projektor ohne Umlaufblende bauen

...aber doch nur, weil die LED ohne Dunkelphase noch viel heißer geworden wäre. Wozu sonst eine so einfache Blechscheibe wegoptimieren..?

 

Hallo allerseits!

 

Jetzt habe ich auch diesen Thread gefunden, in dem es um unseren Projektor-Umbau geht. Deshalb würde ich auch hier gerne ein paar Missverständnisse aufklären:

 

1. Es ist immer noch nur ein Prototyp. Momentan haben wir zwischen LED und Bildfenster einen antiken Kondensor unbekannter Herkunft eingebaut. Es gibt also sehr wohl eine Bündelung des Lichts, allerdings ist diese nicht optimiert. Wie dieser Kondensor verbaut ist, kann man hier sehen:

 

img_7569.jpeg?w=800&tok=e33bac

 

img_7785.jpeg?w=800&tok=e7de6b

 

img_8002.jpeg?w=800&tok=ada73d

 

img_7874.jpeg?w=800&tok=983d8b

 

img_8074.jpeg?w=800&tok=6d8282

 

Allerdings nützt es uns gar nichts, einen Open-Source-Umbau ins Netz zu stellen, wenn an einer entscheidenden Stelle ein unbekanntes Teil eingebaut werden soll. Da werden wir dieses Jahr auf jeden Fall noch Tests mit bestellbaren Kondensorlinsen durchführen und hoffentlich zu effizienteren Ergebnissen kommen...

 

2. Wir haben keine LED mit variabler Farbtemperatur verbaut, ganz einfach weil diese weniger lichtstark wären. Unsere LED hat 6000K, wer es wärmer haben möchte, muss dafür einen Farbfilter verwenden. Natürlich würde ein Farbfilter wiederum zu einem gewissen Lichtverlust führen – das ist bei LEDs mit wärmerer Farbtemperatur aber auch nicht anders, denn auch dort wird immer auf die bläuliche LED eine gelbliche Gelatineschicht aufgebracht, die das kalte Licht einfach filtert. Umgekehrt würde aus unserer Sicht der Einbau einer wärmeren LED wenig Sinn ergeben, weil man diese dann nochmals filtern müsste, um wiederum ein kälteres Bild zu erhalten.

 

3. Es ging bei unserem Umbau von Anfang an um Anwendungen im Bereich Expanded Cinema / Film Performance. Flickern bzw Flackern gehört in diesem Genre durchaus zu den gewünschten ästhetischen Mitteln. Es geht also nicht in erster Linie um eine Filmvorführung mit 18 oder 24 FPS, sondern eher um das genaue Gegenteil. Oberste Priorität war deshalb die Möglichkeit, frei mit den FPS spielen zu können.

 

Vielleicht kennen einige hier die Analyse-Projektoren von NAC oder LW Photo - das sind tolle Geräte mit einer unglaublich ausgetüftelten Technik für variable Bildraten, aber leider sind alle diese Modelle sind viel zu lichtschwach, um damit live vor Publikum zu arbeiten. Deshalb unser Ansatz, mithilfe moderner LED-Technik einen Projektor zu bauen, der in Sachen Bildfrequenz alle Möglichkeiten der Einflussnahme bietet, und gleichzeitig ein möglichst helles Bild auf die Leinwand wirft.

 

Die Umlaufblende war bei diesem Unterfangen eher hinderlich, weil nicht dezidiert steuerbar. Deshalb haben wir uns entschieden, sie komplett zu entfernen. Mit einer LED erreicht man stattdessen absolute Flexibilität, weil man sie in jeglicher Frequenz pulsieren bzw. flickern lassen kann. Und ganz nebenbei wird sie dadurch auch weniger heiß, was ihre Lebensdauer verlängert – aber das ist wirklich nur ein Nebeneffekt!

 

4. Bei unserem Prototypen kann man im laufenden Betrieb den virtuellen Shutter in vielfacher Weise beeinflussen:

 

a) Variable Bildfrequenz von 0–33 FPS (SPEED), feste Bildfrequenz von 18 und 24 FPS, manuelles Einzelbild vor/zurück

b) Variable Helligkeit (LIGHT) von 0-Maximum (im Gegensatz zu Halogen bleibt hier die Farbtemperatur konstant)

c) Variable Anzahl der virtuellen Blendenflügel von 1–5 (BLADES)

d) Variabler Öffnungswinkel der virtuellen Blendenflügel (ANGLE)

e) Variable Phasenverschiebung zwischen Blendenöffnung und Filmtransport (PHASE)

 

All diese Funktionen lassen sich manuell an Drehknöpfen regeln, wie man hier sehen kann.

 

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