Dazu eine Anmerkung, allgemein gemeint und nicht auf das verlinkte Interview bezogen:
Es ist im Kulturbereich üblich, daß Radiosender und Onlinemedien anrufen und "von jetzt auf gleich" etwas zum gerade aktuellen Aufhänger wissen wollen. Sehr oft haben die Interviewer keinerlei kulturellen Bezug zum Medium Film, sind auch unfähig, vernünftige Fragen zu stellen. Sie stellen dann möglichst plakative Fragen, auf die man nicht kurz antworten kann. Äußert der Gesprächspartner mehr als einen griffigen Satz, wird sein Statement gekürzt und oft durch Einleitungen oder suggestive Kommentare verfälscht (nicht absichtlich, sondern aus Unkenntnis).
Der fertige Beitrag ist dann meistens zum Kopfschütteln, wenn man sich mit dem Thema auskennt. Egal, ob es um Kino oder um Feuerwehr-Löschfahrzeuge geht! Es fehlen einfachste journalistische Fähigkeiten wie intelligente Fragenstellung, Herausarbeiten des Wesentlichen, sprachliche Präzision. Nicht nur bei "den Privaten", sondern ausdrücklich und peinlichst im öffentlich-rechtlichen Bereich.
