Ganz ehrlich - es macht mir alleine schon unbändig Spaß, an dieser raffiniert bis in das kleinste Schräubchen durchdachten Konstruktion zu schrauben. Da kann man seinen Mechanikertrieb - auch als eingefleischter Elektroniker - voll ausleben. Ich habe ja auch mal zu Kindesbeinen das Schrauben an einem mechanischen Wecker begonnen. Natürlich auch mit Märklin gebaut. Das hat geprägt und wirkt lebenslang nach .
Alleine das Beschaffen dieses Teiles hat sich bereits mehr als gelohnt. Freizeitbeschäftigung " par excellence " !
Ist reinste deutsche mechanische Wertarbeit, wie man sie heute im Konsumbereich nicht mehr kaufen kann.
Na ja - die analoge Welt hatte auch Vorteile. Mehr als man vermuten könnte. Wenn so ein Ding mal streikte, konnte man es reparieren.
Das Schmierfilzstück ist " zurechtgebogen " und gut justiert. Tränke ich mit etwas Öl. Denn der alte Zustand, bei dem ein Batzen verharzten Fettes, welcher weggeschoben keinerlei Funktion mehr hatte, dran war ist wertlos. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an meinen ersten S8 / N8 - Revue Projektor, den ich bei Porst Anfang der 70er gekauft hatte. Der war ähnlich aufgebaut und hatte ein Schmierfilzchen wie das hier an der Nockenscheibe. War mit Öl getränkt.
Der Projektor hatte einen Doppelzahngreifer, ebenfalls Wechselstrommotor mit Serienwiderstand.
Mechanisch war er auch recht solide gebaut. Die Porst - Produkte kamen damals aus der ehem. DDR. Die bauten sehr solide.
Habe mich dann wegen des Tones zu einem Noris verleiten lassen. An den damit erzeugten Metern Tonfilm gemessen war es eine teure Fehlinvestition - ehrlich gesagt. Verständlich, denn technisch affine junge Männer wollen eben immer das Neueste 🙄
