vor 2 Stunden schrieb Eremitage:Ja, das Timecodeverfahren gab es dann in den 80ern auch für den Videobereich und wurde in die schräg abgelesenen Bandinformationen eingebettet. Ich glaube das war bei Betamax und VHS gleich. Video 2000 war etwas anders ausgelegt.
Bzgl. Heim-Video und Timecode geht hier einiges durcheinander.
Es gibt auf Video den LTC und den VITC.
Der LTC wird auf einer Längsspur aufgezeichnet, der VITC ist in den oberen Bildzeilen codiert, die nicht dargestellt werden (Overscan).
VHS, Betamax und auch Video2000 haben keinen Timecode.
VHS und Betamax haben jedoch einen Control Track, eine Steuerspur.
Mit dem Tracking-Regler steuert man das Verhältnis Steuerimpuls auf dem Control Track zu der Drehposition der Kopftrommel.
Diese Impulse werden bei "modernen Geräten" auch für ein "Echtzeitzählwerk" verwendet, was jedoch kein Timecode ist.
Video8, Hi8 und Video2000 verwenden keine Kontrollspur. Auch DAT (nur Audio) kommt ohne Control Track aus.
Erst Digital8, MiniDV, DVCPRO, DVCAM usw. haben dann einen Timecode mit absoluten Werten.
Im Profibereich bei 1" B-Format und 1" C-Format wurde der LTC auf eine der Audio-Spuren gespeichert, i.d.R. Kanal 3, auch hier gibt es einen Control Track.
Betacam SP hat für den LTC eine eigene, von den vorhandenen Audio-Kanälen unabhängige Längsspur für den LTC, Digibeta sowieso, da es eine digitale Aufzeichnung ist.
Im Bereich Broadcast war es auch üblich, LTC und VITC gleichzeitig aufzuzeichnen, da beide Verfahren unterschiedliche Vorteile und Nachteile haben.
Bitte nicht alles in einen Topf schütten und umrühren, das wird nichts. 🙂
