So, ich hoffe mal ein Schritt in die richtige Richtung.
Die Kreuzgetrieberägerplatte ist nun vom Lack befreit. Es befinden sich auch keine Riefen in der Oberfläche, da ich die mit Nitro angelösten Lackflächen mit einem stumpfen Holzstäbchen abgerieben habe. Das war ein zeitraubender Prozess, da ich den Lack immer nur scheibchenweise runterbekommen habe.
Die Ölrücklaufnuten sind durch das Entlacken auch zum Vorschein gekommen und ich konnte mir dadurch
selbst eine visualisierte Vorstellung machen, um was für ein Konstruktionsdetail es sich dabei eigentlich handelt.
Ich würde es eher als eine Einkerfung oder V-Nut bezeichnen, da man bei einer typischen Einnutung eigentlich an eine U-förmige Einlassung in einer Fläche denkt.
Die Öl-Rücklaufnuten sind auch nicht durch eine durchstoßbare Öffnung mit dem Inneren des Werkes verbunden, sondern enden vor der Kreuzgetrieberägerplatte, was sehr gut beim rauf- und runterdrehen dieser Platte zu erkennen ist. Wenn da eine Öffnung zum Inneren des Werkes sein sollte müsste in der Kreuzgetrieberägerplatte ein Langloch, also eine Nut vorhanden sein die es gewährleistet, dass man in jeder vertikal eingestellten Position an der Ölrücklaufnut einen offenen Durchlass ins Werk hätte.
Das ist aber nicht der Fall. Ich habe nach dem Entfernen und säubern der Nuten, einfach mal etwas Nähmaschinenöl an diese Stellen getropft (Werk wird eh später mit Reiniger gespült) und gesehen, wie das Öl relativ schnell in den Nuten versickert. Wenn das später zur Verwendung kommende Projektorenöl nicht signifikant dicker als das Haushaltsöl ist, dürfte das Öl an den Nuten gut abfließen.
Ist halt auch eine Frage von Viskosität Raum- bzw. Betriebstemperatur des Projektors.
Und natürlich auch von Ölumsatz an dieser Stelle.
Foto: Kreuzgetrieberägerplatte - entlackt.
Foto unten: Ölrücklaufnut rechts..
