vor 2 Stunden schrieb Jürgen Lossau:Ich sehe das ganz anders, Chris. Es ist ein Glücksfall, dass Bahnhof, Museum und Stadthalle so dicht beeinander sind. Denk nicht nur an die Aussteller, die mit dem eigenen Auto kommen, sondern vor allem an die (vielfach älteren) Gäste, die mit der Bahn anreisen. Wie soll das künftig laufen? Ich denke, eine Halle, die weit weg vom Bahnhof ist, ist ein weiterer Sargnagel für die immer kleiner werdende Schar der Besucher...
Es sind 3km vom Bahnhof in Deidesheim zur neuen Halle und es fahren Busse direkt dort hin. Diese sind auch mit den Bahnfahrkarten nach Deidesheim kombinierbar. Die ganzen Überlegungen pro und contra sind schon mit einbezogen worden, als man sich gezwungenermaßen nach einem neuen Standort umsehen musste.
Für den Standort der Börse gibt es in Deidesheim schlichtweg keine Location die den Anforderungen an die Besucher und an Sicherheitsauflagen gleichzeitig erfüllt. Deidesheim selbst lebt von (sehr) alten Touristen, deren Hochzeiten sind hier schon lange vorbei und trotz einiger Winzereien ist die finanzielle Lage der Kommune nicht so rosig, dass man einen (Neu-)bau mal eben hinstellt.
Warum man sich in Deidesheim in der Lokalpolitik nun so wehement gegen die Halle ausspricht, das wissen nur die Fraktionen selbst. Stand gestern wird das auch nicht kommuniziert, man ist derzeit nur am Überlegen, ob es so eine Halle in Deidesheim wegen o.G. Grunden überhaupt braucht.
Ein Kino hatte Deidesheim auch, hier steht jetzt ein modern-hässlicher Betonbunker dessen überteuerte Wohneinheiten nicht verkauft werden, weil der Standort scheiße ist, ich fand den Abriss des Kinos auch bedauernswert, aber es hilft ja nix.
