@nomasala / Bernd:
Deine Ausführungen im Blick auf die RA-Werte unterstütze ich, insbesonders wird ein "schlechter" CRI vermutlich sogar bei der Wiedergabe von rotstichigen Farbfilmen zu deutlich besseren Ergebnissen führen, während bei der Wiedergabe von intaktem Material wohl ein zusätzliches Farbfilter verwendet werden müßte -sofern die Leuchtdichte durch die Filterung dann nicht zu sehr absackt.
Ich persönlich werde bei meinen weiteren Versuchen die LARP-Technik ausprobieren. Fertige Leuchtmittel stammen aus der KFZ-Fernlicht-Technik. Solche Arrays sind auf ebay als off-the-shelf-Teile vergleichsweise günstig erhältlich: Siehe z.B. ebay-Artikel-Nummer: 224665196804
Ich habe mir so eins für weitere Experimente bestellt, es sollte nächste Woche eintreffen. Das Ding ist durchaus bezahlbar, über die Eigenschaften werde ich dann berichten.
Wer sich für diese Technik (deutsches Patent von Osram (!!!) ) interessiert, sollte im übrigen mal einen Blick in die zugehörige Patentschrift werfen, ist durchaus "erhellend":
https://patentimages.storage.googleapis.com/61/14/a7/835b19fbdc1e01/WO2018095653A1.pdf
Meine Prognose ist, dass dies gegenüber Konversions-LEDs (COB etc.) sehr wohl eine aussichtsreiche Alternative auch für unsere alten Filmprojektoren sein kann, zumindest solange, wie noch keine kompakten und preiswerten Superkontinuum-Laser für den Amateur verfügbar sind. Dies ist eine Lasertechnik, die aus einem blauen Laserstrahl ein kontinuierliches Spektrum bis in den langwelligen Rotbereich erzeugt. Diese Technik ist seit 1976 bekannt, benutzte seinerzeit bis an die physikalische Grenze ausgesteuerte Glasfaser-LWLs.
Höhereffizienten Anordnungen existieren im High-End-Bereich bereits, scheiden aber kostenmäßig für den Bastler zunächst noch aus! Bleibt zu hoffen, dass sich das bald ändert!!!
Martin
