Jetzt habe ich mich doch noch ein bisschen mit dem Absaufen in den Schatten beschäftigt:
Nach einem Telefonat vorhin mit den Kollegen von Fotokem, ein bisschen Recherche, der Sichtung von einigen Teststreifen, die ich hier habe von gefilmten Szenen mit dem gleichen Prozess und ein paar Streitereien mit der KI, ist die Erkenntnis da:
"Christopher Nolan nimmt das Absaufen der Schatten in Kauf, um die maximale Schärfe, die absolute Kornfreiheit und die unkomprimierte Farbdynamik des Original-Negativs direkt auf die Leinwand zu bringen. Jede Zwischengeneration kostet Auflösung – und für das schärfste Bild der Welt opfert er bereitwillig die Schattendetails."
Übersetzt heißt das im Prinzip einfach, dass wenn du eine Direktkopie vom ON machst, dabei womöglich noch ein bisschen überbelichtest und einen Pull machst und das nicht extra ausleuchtest am Filmset, sieht es genau SO aus. Das bestätigen auch Testaufnahmen die ich bei mir in Archiv habe. Die sind sogar auf 2393 und sehen noch extremer aus.
...also nicht wie von mir vorher erwähnt mit Intermediaten (dachte ich zuerst)
Gerade durch die Intermediate wird es gewohnt flacher und im DI-Prozess wurde es sonst auch zusätzlich kompensiert.
Recommendation to Mr. Van Hoytema:
Please illuminate the shadows.
;-)
