Kinomuseum Berlin e.V., welches im Übrigen aus mehr als einem Mitglied besteht, sieht als oberste Priorität die Vermittlung und Weiterreichung von Wissen und Leidenschaft rund um das Thema Kino- und Filmgeschichte.
Dazu gehören Vorführungen vom analogen Filmband, unteranderem im Rahmen einer neueren Kooperation mit dem Colosseum Filmtheater. Um diese Analogpräsentationen auch in Zukunft im besagten Kino/dieser Stadt in einem möglichst umfangreichen kuratorischen Ausmaß anbieten zu können, wozu dann sicher auch die vom erwähnten Mitbemüher eher wertgeschätzten, vom Direktnegativ gezogenen Kopien von Todd-AO Klassiker etc. gehören werden (was sicherlich auch im Interesse anderer Mitglieder dieses Forums und Fans des 70mm-Formats liegt), ist es natürlich zunächst notwendig, sich einem so breitem Publikum wie möglich vorzustellen. Berlin hat dabei eine weite Szene an Cineasten in allen Demografiken. Es liegt uns sehr am Herzen, derer aller Interessen in unseren programmatischen Entscheidungen zu berücksichtigen. Vor allem jüngeren Kinofans, die nunmal mit hoher Wahrscheinlichkeit mit den Filmen des Herrn Nolan aufgewachsen sind und so mit dem Konzept "70mm" überhaupt erst in Berührung gekommen sind, möchten wir die Möglichkeit bieten, sich noch tiefer mit diesem Format auseinandersetzen zu können. Um dies zu ermöglichen, zeigen wir gerne und ohne Scham auch eine Kopie von einem Film wie Interstellar. Ob dabei private Ansichten zu einer solchen Kopie eher missbilligend wirken, ist dabei vorerst wohl kaum von Relevanz. Viel spannender ist es dann doch gerade, über diesen neuen Vermittlungsweg durch fundamentierte Aufklärung, zum Beispiel im Rahmen eines Beiprogramms, erklären zu können, warum man denn genau diese Kopie als "grottenschlecht und grünstichig" verurteilt haben könnte und viel mehr noch, wo dies denn nicht der Fall ist.
Vorgeführt wird mit DP70 und ST270 Telleranlage.