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  2. Das ganze Konzept. Die frühen H-Kameras weisen einen mit Gleichdick in starrem Rahmen geführten Stahlgreifer auf, der ziemlich tief durch die Perforationslöcher sticht. Die jüngeren haben zwei Schleudergreifer aus Aluminium. Der Vorwärtsgreifer rutscht mit der Nase auf einem Nylonsteg abwärts, er durchsetzt den Film um wenige Zehntel. Hier ist noch die Anlage gemäß Patent, bei der der Greifer mit einem Absatz am Film ansteht. Die frühen H-Kameras haben 190 Grad Öffnungswinkel im Verschluß, ab Nr. 100401 beträgt er 170 Grad bei den Standartmodellen.
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  3. Ich würde mir keine Sorgen machen, kaum jemand kümmert sich um so altes, umständliches Zubehör wie Verschiebeuntersatz, mechanisch mit dem Objektiv gekoppelten Schnittbildscharfsteller (Ambol-Cine-Focus) oder flexible Welle zum Nachspannen der Triebfeder. Der Hype sind PL-Mount an der Bolex, Käseplatten, Gimbalaufhängungen, Video-Assist und anderer völlig unnützer Plunder, abgesehen von Super-16. Die H-Kamera sollte als verhältnismäßig schlanke, leichte und vielseitig anpaßbare Kamera benutzt werden: beliebig lange Belichtung einzelner Bilder, beliebiges bildgenaues Vor- und Zurückrollen des Films, beliebige Aufnahmedauer entweder mit Federnachspannen oder mit Elektromotor und Stroboskop fürs Tempo, usw. Magazinmodelle ermöglichen das Kontaktkopieren bis 200 Fuß (je 200 Fuß Ausgangsmaterial und Kopierfilm im 400er Magazin). Mit kompakten Objektiven ist die geladene H keine 3 Kilogramm schwer. Die H 8 nimmt Film für bis zu 8000 Bilder am Stück auf, acht Minuten zwanzig Sekunden ununterbrochene Aufnahmedauer bei Tempo 16 oder fünf Minuten dreiunddreißig bei Tempo 24. Drei Sekunden gehen für eine Klappe weg, also fünfeinhalb Minuten.
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  4. Da muß ich zurückfragen, wie genau du es haben willst. Was ich bis jetzt angetroffen habe, sind gut genaue Rackover. Beim Justieren passe ich die Maske in der Kamera an, obwohl dabei die Einmittung zum Objektivbefestigungsgewinde kompromittiert werden kann. Das Problem kann nur mit einer klaren Entscheidung gelöst werden. Will ich den Ausschnitt des Genaueinstellsuchers aufs Objektiv zentriert haben? Dann muß eventuell am Rackover nachgebessert werden. Will ich wie beschrieben Ausschnitt und Rackover zueinander stimmen haben? Dann ist sehr genaue Übereinstimmung möglich. Ob das Aufnahmebildfenster auf die Objektive zentriert steht, ist noch ein Mal eine Sache. Das ist alles zu haben, kostet aber und ist im Hinblick aufs Spiel zwischen Objektiv und Kamera je nach Betrachtungsweise falscher Aufwand. Jede/r kann selber ausprobieren, wie ein Objektiv beim Festschrauben in irgend eine Richtung geschoben werden kann. Das ist ein Grundproblem von Gewinden, von der LEICA über die C- und D-Mount-Optiken bis zum M 42. Im Rahmen einer Revision richte ich das Aufnahmebildfenster auf Wunsch mittig zu den Revolvergewinden aus. Viel Raum ist da nicht, man kann die Bildfensterplatte bei leicht gelösten Befestigungsschrauben gerade so weit verschieben, daß es geht. Bei den Paillard-Bolex-H ab Nr. 100401 fällt dabei die Einmittung des Bildes auf den Film u. U. flach (ISO 466), weil die Filmführung von den Dimensionen der Bildfensterplatte abhängt. Um diese Norm zu erfüllen, muß je nach Exemplar die Platte bearbeitet oder sogar ausgewechselt werden. Gleichzeitig, das sollte man wissen, erfolgt die Filmseitenführung entgegen der Norm verkehrt, nach links. Zum Glück ist das aufgenommene Bild so viel größer als das projizierte, daß Fehler aus diesem Zusammenhang fast nie in Erscheinung treten. Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe mich schon mit dem Gedanken getragen, neue Führungsrahmen und Bildfensterplatten herstellen zu lassen, die den Film nach rechts ausrichten. Die Nachfrage ist m. E. jedoch zu klein, als daß der Aufwand binnen nützlicher Frist wieder hereingeholt werden könnte. Es gibt so viele Einzelheiten, die man bei Bolex verbessern könnte, man müßte eigentlich ganze Modelle überarbeiten. Wer zahlt dann achttausend für eine neue Alte? Man kann sich ein altes Modell besorgen, das dem Film auf der rechten Seite die feste Anlage gibt. H-Kameras mit Nummer unter 100400 besitzen auch einen fehlerfrei arbeitenden Greifer, den Verschlußöffnungswinkel 190 Grad, und die ganz alten Aufzugmöglichkeit der Triebfeder am Kern für beliebig lange Aufnahme.
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  5. Aber ich.. sonst säße der Knopf nun dort..🙂 So habe ich einfach die Position von den anderen Lampenhäusern übernommen. Thema Zündknopf beendet..?
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  6. Muss ich dir mal wieder widersprechen. Deine rot markierte Stelle ist nicht für den Zündtaster vorgesehen. Diese dort vorhandene Bohrung ist für den Durchmesser des Knopfes mit etwa 10 mm viel zu klein. Außerdem - Ich habe zwei Lampenhäuser mit Zündknopf und einfach deren Position maßlich übernommen. An der Stelle die Du markiert hast befindet sich bei den anderen Lampenhäusern ein kleines ovales Typenschild. Warum das hier nicht so ist kann ich mir nur mit einer anderen Fertigungscharge erklären. Bei Bosch/Bauer wurde sich ja auch nicht auf einem Entwicklungsstand ausgeruht und standig weiterentwickelt. Und zu den Kreuzschlitzschrauben: Ab und zu muss man Kompromisse eingehen. Die alten Schraubenköpfe waren dermaßen abgedreht und nicht mehr durch aufpolieren zu retten. Da es sich hier um alte Norm handelt bekommt man auch nichts nach - und - im Gesamtbild sehen die frischen Schraubenköpfe, zumal ich den alten Lack schon weitgehend unberührt gelassen habe, allemal besser aus. Irgendwo sollte man schon erkennen können, dass hier im Rahmen einer Restauration Hand angelegt wurde. Nur einfach die technische Funktionalität der Maschinen herzustellen, ist mir im Verhältnis zum Arbeitsaufwand zu wenig. Foto: Original Konsole Lampenhaus BAUER B14 Studio. Unter dem Typenschild befindet sich KEINE Bohrung..🙂
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  7. Ich nenne sie katholische Schrauben.
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  8. Hier ist der Text dazu, mehr enthält die Anleitung nicht.
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  9. Kleiner Eingriff, weg vom Originalzustand aber einheitlich im Vergleich zur Standard B14. Die Studio-Maschine hat von Haus aus (jedenfalls in der Version, wie ich sie erhalten habe) keinen Zündknopf der am Lampenhaus untergebracht ist. Der Platz an dem dieses Bedienelement typischerweise beheimatet ist, befindet sich mittig zwischen Amperemeter und Stundenzähler. Ich habe also erstmal aus dem kürzlich erworbenen Lampenhaus den Zündknopf ausgebaut, entrostet, gereinigt und die unedlen Metallteile wie Klemmring und Mutter geölt und abgerieben. Im Anschluss wurde mit Stufenbohrer das passende Loch (15,5mm) hergestellt und der Zündknopf eingepasst. Das sind immer nur kleine Arbeitsschritte, nichts für Eilige die ein schnelles Ergebnis erwarten. Foto: Konsole statt ohne - mit - Zündknopf..🙂 Foto unten: Vorarbeit/Aufarbeiten.
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  10. Meine Liste von Filmkameras wird wohl nie vollständig werden und bei den technischen Angaben fehlen gerade die Öffnungswinkel der meisten Produkte. Im Moment gesichert: Ciné-Kodak Eight 20/25/60 Alle EMEL-C Einige Objektive, alle C-Mount: Apollo High Speed Lens 25mm, f/0.85 Astroscope 25 mm, f/0.95 Avenir CCTV Lens 25 mm, f/0.95 Bushnell Cine Super 1“, f/0.95 Century Nighthawk 25 mm, f/0.95 Ernitec 25 mm, f/0.85 Fujinon TV 25 mm, f/0.85 JML TV lens 25 mm, f/0.95 Maikar 1 inch, f/1.1 Navitron 25 mm, f/0.95 Tarcus 25mm, f/0.85 Tarcus 37 mm, f/0.95 Zhongyi-Mitacon Speedmaster 25 mm, f/0.95
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  11. Hallo Semi, ich meine, dass bei professionellen Objetiven so eine Information existiert, da gibt es sowohl f-Stopp, was die geometrische Öffnung beschreibt, wie auch T-Stopp, wo der Lichtdurchlass beschrieben ist. Das macht aber vielleicht eine halbe Blendenstufe aus, und vor allem ist das lichtschluckende Verhalten bei eigentlich allen Objektiven ähnlich. Das geht wohl im Rauschen unter. Ich hatte mal ein Schneider Variogon 16-80, da konnte man das umstellen. Ulrich
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  12. Es gibt noch einen kreativen Weg mit sehr wenig Licht umzugehen: Mehrfachbelichten. Habe ich mal bei einem Konzert gemacht. Erster Durchlauf lauter Nah- und Großaufnahmen, der zweite dann nur Totale. Geht aber natürlich nicht so gut für Spielfilme...
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  13. Ach ja: diese riesigen Öffnungsverhältnisse sind überbewertet. Für akzeptable Schärfe musst Du die eh mindestens eine Blende zumachen. Ich würde in der Dämmerung entweder eher empfindlicheren Film nehmen, pushen, den 9er Gang nehmen, die Taschensonne einschalten oder einfach die Szene in dunkel akzeptieren. Dämmerung muss nicht so hell sein wie eine Tageslichtszene, also Mut zu Low-Key. 🙂
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