Ich denke, für die Leuchtmittelproblematik ist in erster Linie entscheidend, was man damit überhaupt erreichen will? Für LEDs spräche z.B. dass man sie leiser kühlen kann als Halogen. Oder dass sie ein Äquivalent zur Xenon-Lampe oder zur Xenpow HID Lampe mit weniger Hitzeentwicklung sein könnten. Oder - wie bei unserem Prototypen - dass man jegliche physische Restriktion in Sachen Umlaufblende über Bord werfen kann. Aber wenn man sowieso warmes Licht bevorzugt, mit konstant 18 oder 24 FPS projiziert und einen das Lüfter–Geräusch nicht stört, dann gibt es eigentlich kaum keinen Grund, überhaupt umzurüsten.
Wenn es um mehr Helligkeit geht, dann gibt es auch Projektoren, die einfach mehr Licht auf die Leinwand bringen, z.B. über die Zahl der Blendenflügel, oder größere Hellsektoren und schnellere Greiferbewegung. Ich hab innerhalb unseres Projektes ein paar Vergleichstests gemacht und bin z.B. bei 16mm zu dem Schluss gekommen, dass der Eiki SSL (Eiki's letztes Modell) im Halogenbereich andere Projektoren weit übertrifft. Der ist sogar heller als der Hokushin SC-210.
Das Thema Farbtreue ist natürlich relevant, aber gerade im Halogen-Bereich gibt es da ja in der Realität kaum einhaltbare Standards. Ich baue oft Mehrfach-Projektionen auf, und egal, ob man baugleiche Projektoren verwendet, oder unterschiedliche Modelle, fast nie stimmen Helligkeit und Färbung des weißen Lichts überein. Natürlich versucht man dann, eine relative Übereinstimmung durch Austausch der Maschinen, der Lampen oder der Objektive herzustellen, aber absolute Perfektion ist da kaum zu erreichen. Aber in dem Moment, wenn dann überall der Film durch läuft, verspielen sich diese Unterschiede sofort. Da merkt man dann, wie flexibel die menschliche Wahrnehmung ist ...