Anlässlich des Prä-Deidesheim-Fiebers habe ich mich wieder einer Handvoll seit geraumer Zeit wartenden Projekten gewidmet - so auch meiner Nizo S80, die ich seit einigen Jahren durch die Weltgeschichte trage, und die dadurch so manche lockere Schraube bekommen hat, vor allem die vier Schrauben, die das Objektiv halten.
Diese Anleitung beschränkt sich also darauf, an diese vier Schrauben zu kommen. Dazu müssen beide Seitenplatten abgenommen werden, die vordere Abdeckung kann dran bleiben.
Was das Zerlegen betrifft, fand ich nur Anleitungen zu anderen Nizos wie der 481. Das Vorgehen ist ähnlich, aber es gibt ein paar kleine Unterschiede, die ich hier festhalten wollte.
Man muß nur sieben Schrauben lösen, von denen allerdings nur zwei (!) identisch sind, falls jemand die also versehentlich zusammenschmeißt, gibt es hier die Dokumentation:
Linke Seitenplatte abschrauben (vier Schrauben), und vorsichtig nach oben abnehmen.
Die beiden linken Schrauben sind kurz, die rechts oben länger und rechts unten am längsten (im rechten Bild liegen sie auf den jeweiligen Löchern):
Am besten gleich den Stift des Gegenlicht-Tasters sowie die Abdeckplatte/Feder des Betriebs-Schalters abnehmen und in Sicherheit bringen:
Die rechte Seitenplatte ist nicht wie bei vielen anderen Silberlingen von außen angeschraubt, sondern wird von drei etwas versteckten Schrauben von innen gehalten:
Die Positionen im Detail:
Auch hier wieder alle drei verschieden lang:
Links oben: 2,6 cm
Rechts oben: 1,95 cm
Links unten: 2,95 cm
Jetzt kommt man an die vier Objektiv-Schrauben ran:
Wenn man schonmal beide Seiten-Abdeckungen ab hat, kann man bei der Gelegenheit auch bei Bedarf schmieren, und die beiden Madenschrauben nachziehen, die den Sucher fixieren - der wackelte bei mir auch schon ganz schön:
Jetzt alles wieder zusammen. Die drei langen Schrauben für die rechte Abdeckplatte müssen senkrecht auf ihr Loch geführt werden - die haben keine Führungshülsen und greifen gerne beim ersten Versuch ins Leere, wenn sie schräg sitzen.
Beim linken Deckel sorgfältig überprüfen, daß alle Schalter in der richtigen Stellung sind und korrekt in die Potis greifen. Zum Schluß muß noch der Sektorenblenden-Schieber etwas nach hinten geschoben werden, damit der Deckel ganz einrastet.
Alles in allem ein recht dankbarer Aufbau, bei dem es nicht viel zu beachten gibt.
Ach ja: Nebenbei habe ich anhand des kleinen Stempels in der linken Abdeckung auch erfahren, daß mein Exemplar am 12. Oktober 1972 das Licht der Welt erblickte. 🙂