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  1. So, mein Scanner ist zu 90% fertig. Ziel war, mit der gleichen Hardware sowohl Super 8 als auch 16mm zu scannen. Daher sollte die ganze Elektronik in ein Gehäuse, dass man dann mit wenigen Steckverbindungen an einen anderen (Ex-)Projektor anschließen kann. Die Platine gibt diverse Gehäusedesign-Entscheidungen vor durch die Lage der Potis und der Position des Raspi, daher ist das Gehäuse ganz schön in die Höhe gewachsen. Unten drin steckt das Netzteil, dann der Raspi und die Filmkorn Platine und obendrauf als Deckel dann noch der Monitor. Wenn ich noch mal neu anfangen würde, würde ich den Raspi mit einem Verlängerungskabel von der Filmkorn Platine trennen und das Ganze eher in die Breite konstruieren mit allen Anschlüssen hinten. Aber nun ist es, wie es ist. Lediglich für die Bedientasten muss ich mir noch mal eine Abdeckung ausdenken. Als Steckverbindungen habe ich für die Sensordaten USB-A gewählt, für Motor- und LED Strom Hohllochstecker (2.1er und 2.5er, damit man nichts vertauschen kann). Der Schuko-Anschluss ist der Originale aus dem Noris Projektor. Theoretisch könnte man ja auch den Strom für den Raspi über einen Buck Converter direkt aus dem Netzteil beziehen, aber da der Raspi sehr pingelig ist bei seiner Stromversorgung und USB-C eine (für mich) elektrisch komplizierte Steckverbindung, wollte ich dieses Fass nicht aufmachen und habe einfach eine USB-C Gehäusebuchse genommen, die alles durchschleift. Damit man auch die Kamera an- und abkabeln kann, musste aber auf jeden Fall ein Ersatz für das Flachbandkabel gefunden werden, weil die Steckerleisten nicht für häufigen Gebrauch konstruiert sind. Ich habe mich für einen CSI auf HDMI Adapter entschieden, bei dem einfach alle Leitungen des Flachbandkabels auf die HDMI Pins verteilt werden. Das Signal wird hierbei nicht auf HDMI gewandelt - es wird lediglich HDMI Stecker und Leitung für die Datenübertragung nutzbar gemacht. Hier die Rückseite des Projektors. Die LED Strom Buchse muss ich noch beschriften. Weil ich das Setup so mobil wie möglich haben wollte, sollte der Scanner keine Grundplatte bekommen. Ich benötigte also noch eine Lösung zum fokussieren und eine Stütze, damit die Vibrationen der Mechanik sich nicht auf die Kamera übertragen. Zur Fokussierung habe ich mir überlegt, die Röhre (bzw. den Makro-Tubus), die zwischen M39 Anschluss und Kamera sitzt, aufzutrennen, mit einem gegenläufigen Gewinde zu versehen und beide Teile durch einem Schlitten verschiebbar zu verbinden. Eine ebenfalls mit einem Gewinde versehene Überwurfhülse erlaubt damit eine sehr präzise Fokussierung. Damit es nicht wackelt, wird das Ganze diagonal am Gehäuse abgestützt. Am oberen Ende der Stütze sitzt unter der Fokussiereinheit ein beweglicher Schlitten, so dass man damit auch durch mehr oder weniger Druck nach oben, die Vertikale Achse der Kamera fein einstellen kann. Hinten dran wird die Kamera geschraubt. In dem einfachen Gehäuse steckt auch der CSI HDMI Adapter
    2 Punkte
  2. Kann ich dir schicken, ein paar hab ich übrig.
    1 Punkt
  3. Wenn ich da meine Erfahrung einbringen darf: Das so genannte Essigsyndrom ist ein nicht aufhaltbarer Prozeß. Der chemische Zerfall ist autokatalytisch, ähnlich wie beim Nitrofilm, der allerdings hygroskopisch ist, d. h. in den Tropen geht Cellulosedi- und trinitrat schneller in die Binsen als in den Bergen. Unsere „Filmkunst“ gibt es nicht mehr. Ich hatte mich gerade aufs Duplizieren solcher Patienten eingerichtet, als die Pleite kam. Es waren einfach zu wenig Aufträge. Ich hoffe, in ein paar Jahren neu anfangen zu können. Ich hatte zuletzt solche schwarzweiße Schmalfilme mit Essig und Schrumpfung bis 20 Promille im Kontakt dupliziert, auf Gigabitfilm 40, und von solchen Zwischennegativen frische Positive gezogen, die sehr nahe beim Ausgangsmaterial sind. Der Laie sieht keinen Unterschied. Mein Rat: Das Kopierwerk des Vertrauens suchen, wobei konkrete technische Leistungen angeboten werden müssen. Das klingt etwa so: „Wir haben eine Schritt-Kontakt-Kopiereinrichtung, mit der wir soundsoviel Schrumpfung abfangen können. Die Filme werden soundso geführt und soundso positioniert. Wir garantieren vollflächig scharfe Übertragung des Bildes.“ So weit ich die Situation in Europa überblicke, war ich der einzige, der das sagen konnte. Grundsätzlich gute Filmtechniker findet man in Paris und in England, und zwar bei der Cinémathèque française bzw. beim John Paul Getty jr. Conservation Centre, Berkhamsted. Die Frage ist, ob man dort auch Aufträge annimmt. Dann ist da noch http://www.immagineritrovata.it/. Wenn dich der Essiggestank stört, laß das Material offen ausgasen, was einige Tage dauert. Danach ist der Film lasch oder spröde. Vorführen verboten, sonst irreparable Schäden, die ein späteres Duplizieren schwer bzw. teuer machen. Das helle Pulver ist eingetrocknete Gelatine. Es gibt auch Rekristallisation des Substrates, das ist der so genannte Unterguß, die dünne Bindeschicht zwischen Träger und Bildschicht(en). Diese besteht aus speziell präparierter Gelatine, bei älteren Produkten, vornehmlich Kodak, aus Cellulosenitrat. Bevor jedoch Aufwand zur Erhaltung einer Kopie betrieben wird, kann es sich lohnen nachzuforschen, ob das Original der Produktion erhalten ist. Knappe, aber freundliche Briefe wirken Wunder. Eventuell kommt eine frische Kopie günstiger als der Rettungsversuch beim todkranken Patienten.
    1 Punkt
  4. Am einfachsten wäre vielleicht zuerst eine schonende Digitalsierung, dann ist er Inhalt schonmal gesichert.
    1 Punkt
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