Ich habe da mal ein paar Fragen/Anmerkungen dazu:
Nastassja Kinski behauptet, sie versucht seit ca. 10 Jahren Herrn Wenders dazu zu bringen, die Szenen aus dem Film herauszuschneiden, weil sich sich seelisch belastet und traumatisiert fühlte und nach eigenen Angaben schon als Kind spürte, dass diese sexualisierte Darstellung falsch und nicht in Ordnung war.
So zumindest die Google-KI dazu.
Vor 10 Jahren war sie 55 Jahre alt.
Wenn sie schon damals (als Kind) spürte, daß das falsch und nicht in Ordnung ist, sie das sogar damals schon "traumatisiert" hat, wieso hat sie dann mit ca. 23 Jahren für Herrn Wenders in "Paris Texas" eine Prostituierte gespielt?
Wieso arbeitet man 9 Jahre später für einen Regisseur, der (lt. Google-KI) sie damals nicht ausreichend geschützt und ihre Bedenken jahrelang nicht ernst genommen hat?
Natürlich kann niemand wissen, was in Frau Kinski wirklich vorgeht, und ich möchte da auch nichts unterstellen. Ich habe ein paar Freundinnen dazu befragt und bekam die Antwort: Wäre mir das passiert und ich hätte das so erlebt, ich würde für diesen Regisseur doch keine Prostituierte spielen; wer weiß, was der im Schnitt mit den Aufnahmen macht."
Unabhängig davon ist das ein schönes Beispiel für den Streisand-Effekt. Wer hat den Film gesehen und sich noch daran erinnert, daß sie dort mit nackten Brüsten zu sehen war?
Die DVD/BluRay ist erst nach dieser öffentlichen Diskussion ausverkauft und wird bestimmt immer wieder im Internet auftauchen.
BTW: Die ARD hat im vorauseilenden Gehorsam den Tatort "Reifezeugnis" von Wolfgang Petersen auf die "Giftliste" gesetzt.
Viele Grüße
Salvatore
PS. Was ist eigentlich mit der drei Jahre später gedrehten Artur Brauner Produktion "Leidenschaftliche Blümchen", lt. Wikipedia ein "deutscher Erotikfilm mit Nastassja Kinski in ihrer ersten Kinofilmhauptrolle"?
Da war sie 16!