Am 4.8.2026 um 20:03 schrieb Sebastian:Jetzt habe ich mich doch noch ein bisschen mit dem Absaufen in den Schatten beschäftigt:
Nach einem Telefonat vorhin mit den Kollegen von Fotokem, ein bisschen Recherche, der Sichtung von einigen Teststreifen, die ich hier habe von gefilmten Szenen mit dem gleichen Prozess und ein paar Streitereien mit der KI, ist die Erkenntnis da:
"Christopher Nolan nimmt das Absaufen der Schatten in Kauf, um die maximale Schärfe, die absolute Kornfreiheit und die unkomprimierte Farbdynamik des Original-Negativs direkt auf die Leinwand zu bringen. Jede Zwischengeneration kostet Auflösung – und für das schärfste Bild der Welt opfert er bereitwillig die Schattendetails."
Übersetzt heißt das im Prinzip einfach, dass wenn du eine Direktkopie vom ON machst, dabei womöglich noch ein bisschen überbelichtest und einen Pull machst und das nicht extra ausleuchtest am Filmset, sieht es genau SO aus. Das bestätigen auch Testaufnahmen die ich bei mir in Archiv habe. Die sind sogar auf 2393 und sehen noch extremer aus.
...also nicht wie von mir vorher erwähnt mit Intermediaten (dachte ich zuerst)
Gerade durch die Intermediate wird es gewohnt flacher und im DI-Prozess wurde es sonst auch zusätzlich kompensiert.
Recommendation to Mr. Van Hoytema:Please illuminate the shadows.;-)
Nun habe ich es auch geschafft, mir die Odyssey im Kino anzusehen. Wie vorgegeben, im Flora Imax Prag. Ist ja immer noch ausverkauft über Tage.
Zur gebotenen Veranstaltung bedarf es keines ausladenden Kommentars, absolut perfekt. Die Grenzen gibt die Tecvhnik aus den 90ern vor, und das alte Tonsystem ist den neuen Installationen bei weitem überlegen.
Die mangelnde Yeichnung der Schatten ist auffällig, aber auch die Übersteuerung des Himmels in den Italien Syenen.
Hier ist Himmel bestenfalls grau, und nicht blau, wie es vor Ort zu sehen ist.
Das Absaufen der Schatten bei gleichzeitiger Überrsteuerung der Spitzenlichter, ist schlichtweg dwm geringen Dznamikumfang des chemischen Films geschuldet. Mehr als 7 Blendenstufen kann der Proyess nicht, vonvon bei der Umkopierung nochmal etwas verloren geht.
Das hat nichts mit gewolltem Look yu tun, sondern mit der fehlenden Erfahrung heutiger Teams. Warum wohl gab es in den 60ern solche Mengen an Licht, die sogar an extrem hellen Tagen aufgefahren wurden?
Und warum lieber im Studio nachgebaut wurde, als on location zu drehen, einfach der kontrollierten und bestimmbaren Beleuchtung wegen.
Diese Lichtsetzung fehlt in der Odzssee weitestgehend, zustzlich hat das oft verwendete hochempfindliche Filmmaterial nicht gerade geholfen.
Genau das, was Sebastian schreibt,, SO sieht es dann aus, wenn man wie beschrieben arbeitet. Was nicht im Quellmaterial drin ist, kann auch nicht mehr gerettet werden. Schade eigentlich.
Das Bild im IMAX hat dann auch gezeigt, warum 70 mm 5 perf und besonders 2.39 Scope Fassungen sowie übliche Kinos bei desem Film gemieden werden müssen. Es fehlt einfach zu viel Bild, und die Tonmischung braucht eine leistungsfähige Wiedergabe..
