Dichtes Schwarz und klares Blank sind erwünscht für gut klingende (Dolby-) Zackentonspuren. Auf Farbfilmmaterial kann nicht ohne weiteres gleicher Kontrast erzeugt werden wie auf Schwarzweißmaterial. Früh wurde das erkannt und zusätzliche Nachentwicklung der Tonspur auf der Entwicklungsanlage eingeführt. Es bedingt einen konzentrierten Entwicklerschleim, eine die Filmoberfläche um etwa zwei Zehntel Millimeter verfehlende rotierende runde Metallscheibe, über welche der Schleim aufgebracht wird, dann einige Meter Lauf in der Luft, dann Warmwasserquerspülung zum Entfernen des Entwicklerrests und allemal Obacht vom Personal in der Entwicklerhalle.
Mit dem Trick der Rotlichtabtastung einer türkisfarbenen Tonspur konnte der Kontrast auf optischem Wege so weit gesteigert werden, daß die Nachentwicklung fallen gelassen werden durfte. Aufwand, Zeit und Kosten gespart
Bild und Ton werden vollkommen voneinander getrennt bearbeitet. Aus der Bildkamera kommen Reihen von Momentfotografien und die bleiben auf dem Negativ. Aus der Tonkamera, die ein wenig anders aussieht und funktioniert, kommt Film nur mit einer Tonspur drauf. Die Kopiermaschine weist einen Bild- und einen Tonkopierkopf auf, in die je das entsprechende Negativ eingespannt ist. Kopierrohfilm läuft an beiden Köpfen vorbei, wird ein Mal hinter dem Bildnegativ belichtet und ein Mal im Kontakt mit dem Tonnegativ. Das Kopierlicht wird hinter den Filmen abgefangen.
Der Lichtstreifen im Tonkopierkopf ist nur so breit wie die Tonspur.
