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Film-Mechaniker

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  1. Ja, er hat ein Modell A, aber der Augenklappschlüssel kam erst später heraus. Zum Modell A paßt der starre Schlüssel an Kette, 1927 kam der Klappschlüssel mit Schriftzug Filmo. Andererseits ist es nicht falsch, weil das Modell A bis in die 1930er Jahre hinein grundsätzlich erhältlich war. Die meisten Neukäufe waren jedoch Modell D, DA, usw. Er hat Recht, diese Dinger brauchen nur etwas Öl, dann laufen sie wie am ersten Tag. Eine gründliche Reinigung schadet natürlich nicht.
  2. Da stimmt etwas nicht. Wenn auf dem Schärfering 1,5 graviert steht, sollte das auch eingestellt werden können. Eine kleine Anleitung zum Herausfinden, ob es bloß an der Einstellung liegt: Stativ, Kamera, Objektiv. Horizont oder den Mond (zur Zeit ziemlich voll) anvisieren, Objektiv nach Genaueinstellsucher, den die Kamera haben sollte, auf Unendlich stellen und nachsehen, ob der Horizont oder der Mond auch scharf zu sehen ist. Das Okular solltest du ohne Optik vor dem Prisma aufs Auge einstellen können, wobei die Oberflächenstruktur der Prismenmattfläche scharf erscheint. Wenn du mit dem Objektiv nicht auf Unendlich kommst, löst du mit einem feinen Schraubendreher die drei Gewindestifte (sind es vier?) im Schärfering. Nur eine halbe bis eine Drehung lösen, nicht herausnehmen. Danach den Tubus mit den Fingern verdrehen, der Griffring sollte sich frei drehen lassen. So kannst du Unendlich festlegen, dann den Tubus festhalten, den Griffring zurück an den Anschlag drehen und die Gewindestifte wieder anziehen. Falls das nicht geht, ist das Objektiv falsch montiert oder verändert worden.
  3. Leider verbrauche ich nur Rohfilm und Amorce zum Überprüfen von Kameras am Licht. Ein Schwarzweiß-Dreiminüter, 8 mm, ist aber schon lange geplant. Ich komme nicht dazu, bin völlig zugebolext. An sich toll, wenn mechanische Kameras zur Überholung gegeben werden
  4. Mach’ dich zu Hause mit der Kamera vertraut, schön an der Wärme. Die Amerikaner sprechen von muscle memory, wir sagen, die Handgriffe sollen in Fleisch und Blut übergehen. Ganz langsam die richtige Reihenfolge durchgehen und die nie wieder verlassen Zuerst aufziehen, dann Film laden. Vor Aufsetzen aufs Stativ Feder ganz aufziehen, Tempo wählen Mit Blick durch Seitensucher Ausschnitt und damit Objektiv wählen. Beim Oktameter sieht man die Brennweite gleich eingeblendet. Blende ganz öffnen, Objektiv vor Einstellprisma drehen, Schärfe mit Blick durch den Genaueinstellsucher festlegen Objektiv in Aufnahmestellung schalten, Belichtungsmesser zücken, anschließend auf den richtigen Wert abblenden. Vom Entfernungsring des fokussierten Objektives die Entfernung ablesen, sofern eine Schätzung nicht genügt, und den Wert am Parallaxenknopf des Seitensuchers einstellen. Jetzt bist du aufnahmebereit. Eine ungemeine Erleichterung in Bezug auf das Federspannen ist der kleine Elektromotor (MC-17). Zur Zeit stehe ich gerade in Kontakt mit einem Kunden, der Probleme mit seiner Eclair ACL hatte. Weil er unregelmäßig und im Abstand mehrerer Monate dreht, habe ich ihm geraten, Primärzellen zu verwenden, in seinem Falle zwei 6-Volt-Klötze in Reihe. Das gibt 12 Volt und ganz sicher nicht mehr, worin das Problem mit verschiedenen Akkumulatoren liegt. Bei Überspannung werden Motor und Steuerung einfach ausgeschaltet. Geladene NiCd- und NiMH-Akku. können gegen 13 bzw. bis fast 14 Volt abgeben. Die Paillard-Bolex-H mit dem einfachen Elektromotor an gewöhnlichen Batterien (billige Zinkkohleelemente gibt es immer noch) sollte die Freude am Film zurückbringen. Ich habe übrigens ein neues Projekt für H-Kameras und das heißt Aufzugschlüssel. Wenn genug Interesse vorhanden ist, fasse ich Fertigung des originalen Klappschlüssels ins Auge. Der geht dann an die alten Modelle, aber auch an jüngere an Stelle der Aufzugkurbel. Im Prinzip geht alles Schlüsselähnliche mit Linksgewinde M 5. Mit einem Schlüssel kann man die Feder spannen ohne Gefahr, die Kamera herumzureißen.
  5. Über Spinnen und anderes Getier stolpere ich immer wieder, siehe auch bei der Heurtier. Im Moment ist wieder Graphitfettgeschmiere aus Yverdon Thema, darunter findet sich Rost; nicht hier auf dem Bild, aber an mancher Stelle. Als Wunderlichkeit würde ich die verbogene 8-1-Welle einer H 16 werten, die nächste Woche drankommt. Wie man so etwas fertigbringt, ist mir ein Rätsel. Der Querstift ist auch beidseits der Welle abgebrochen. Das Gerät kommt von einer Kunsthochschule.
  6. Ja, nur verläßt man das Filmemachen früh. Keine Muster, kein Betrachter, kein Filmschnitt, keine Kopie, keine Projektion Die Widerstände, gegen die man zäh aufkommen muß, machen erst etwas Gutes. Es geht mir nicht ums Verteuern, sondern um Zeit und Arbeit, die hineingehen sollen. Man muß ins Tonstudio, mischen, und zwar nicht so wie beim Fernsehen heute. Manchmal versteht man nichts, solche Kakophonien lassen die ab. Fernsehen und Video sind nicht nachahmenswert, diese Leute fokussieren nicht ein Mal richtig, oft ist der Hintergrund scharf und der Talking Head vorne nicht. Ich kann Fernsehsendungen nennen, die brutal asynchron ankommen, der Ton meist zu früh. Lippensynchrone Darbietung verlangsamt eigentlich nicht. Wegen längerer Fertigungsdauer verteuert man eine Produktion um vielleicht 20 Prozent. Der Inhalt bleibt dafür dank der Qualität länger gefragt.
  7. Sechs Jahre. Hat jemand Neuigkeiten, jetzt da auf 35-mm-Ektachrome gedreht worden ist? https://www.popphoto.com/news/hbo-euphoria-shot-on-kodak-ektachrome/
  8. Da habe ich eine Stelle gefunden, Futter für den Geist: Übersetzung: Ein erheblicher Unterschied zwischen einem Kodak- und einem Ciné-Kodak-Objektiv ist die als für das letztere verhältnismässig länger zu betrachtende Brennweite. Sie ist etwa das Doppelte der belichteten Bilddiagonale: beim 16-mm-Film ein Zoll (25 mm) und beim 8-mm-Film ein halber Zoll (13 mm). Diese längere Brennweite des Objektives verengt den Gesichtswinkel auf ungefähr die Hälfte desjenigen eines Normalobjektivs einer Stehbildkamera. Für die Betrachtung von Heimfilm auf einer Bildwand liegt dieser engere Winkel näher bei der normalen Ansicht bewegter Gegenstände. Das menschliche Sehen hat angesichts bewegter Gegenstände weniger den Hang zu überschauen und besitzt folglich einen engeren Blickwinkel als beim Betrachten eines unbewegten Bildes. Aus Kodak Lens Manual, 1942
  9. O weh! Alte Geschichte, ging schlecht aus. Willst du gar nicht erfahren. Dunkle, schmutzige Forumsvergangenheit
  10. Die H 8 ist als Ganzes aus der Zwischenkriegezeit, im Entwurf. Habe mich nicht genau genug ausgedrückt. Oben abgebildetes Exemplar ist geschätzt aus der Mitte der 1950er Jahre. Das Pan-Cinor 40 ist 1960 auf den Markt gekommen. Um meine Aufwärmung für D-Mount-Festbrennweiten noch etwas zu verstärken, möchte ich anfügen, daß man unter ihnen praktisch alle wichtigen Konstruktionen findet. Da sind Triplette (nach Cooke), Tessar-Typen (springende Schärfe), Ernostar-Typen (gute Allgemeinleistung), Perlynx-Typen (gleichmäßige Ausleuchtung bis in die Bildecken), Petzval-Typen (große Mittenschärfe) und symmetrische Vierlinser (für Makroaufnahmen geeignet), dann vom Sonnar abgeleitete Fünflinser und anderes, die Hauptgruppe der Doppel-Gauß-Sechslinser, das sechslinsige Polyxentar mit zwei Gruppen und anderes mehr, so etwas wie der siebenlinsige Rapid-Hektor von Leitz (selten), das siebenlinsige Cinor und dann acht- bis elflinsige hochlichtstarke sowie retrofokale Konstruktionen aller Art. Die Vielfalt ist enorm. Zudem hat man ja die Möglichkeit, mittels Adapters C-Mount-Linsen anzusetzen, womit die Auswahl noch ein Mal um eine Potenz zunimmt.
  11. Ich meine es nur gut, glaube mir, also: Das Gerät stammt aus den 1930er Jahren. Es hat einen Revolver für kleine, leichte, kompakte Objektive. Profitiere davon. Heute kannst du D-Mount-Optiken für so wenig Geld erwerben wie nie zuvor. Das ist viel mehr wert als so ein blödes Pan-Cinor. Steinheil-Cassar, Schneider-Xenoplan, Meyer-Kino-Plasmat, Cooke- und Angénieux-Linsen müssen ausprobiert werden. Ein richtiges Fernobjektiv, nicht bloß 40 mm Brennweite, will da dran. Weitwinkel gibt es bis 5 mm herab (Berthiot-Lytar). Dein Modell hat ja Genaueinstellsucher, es fehlt dir nur das Rackover-Zubehör, mit dem du parallaxenfrei aufnehmen kannst, bis der Gegenstand die Frontlinse berührt. Es empfiehlt sich auch eine anschraubbare Basis. So kommst du in den Bolex-Himmel (wenngleich der hölzern ist). Ein Projekt, das auch so herumliegt bei mir, ist die Herstellung neuer Aufzugschlüssel für die H. Du kannst dir selber einen machen (lassen), um die Feder ohne Herumreißen der Kamera samt Stativ aufzuziehen. Er muß ein Linksgewinde M 5 haben und einen Absatz davor.
  12. Einen R 4 habe ich auch ein Mal besessen, kurz nur. Bei diesen Göppeln konntest du im Herbst, wenn es kühler wurde, den Zündverteiler aufmachen und die Kontakte mit einem Papiertaschentuch trockenwischen. Schon lief die Bagnole wieder.
  13. Filmo 70 A, wie Matthias sagte
  14. Du hast allein schon dafür Lob verdient, daß du so schön Wormwiel schreibst. Den T 10 finde ich cooler als den T 12. Der T-10-Tonkoppler erlaubt 7½ Zoll pro Sekunde Bandgeschwindigkeit, was einfach guten Ton ergibt. Die elektrische Welle, wie es bei Bauer genannt wurde, stellt ein technisch einwandfreies System dar.
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