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Film-Mechaniker

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  1. Ja, man fragt sich, was da wieder aufgetischt wird. Ich kann aber sagen, nachdem ich vor 20 Jahren Tasma- und Svema-Materialien entwickelt habe, daß das gute Filme gewesen sind, feinkörnig.
  2. Sieh’s dir mal an auf YT
  3. Pifförti sieht sehr gut aus! Die Perforation nicht
  4. Negativ- (Originale-) Cutter tragen das Klebemittel in der Luft auf, das heißt sie halten das zu bestreichende Filmende kurz gefaßt in der einen Hand und den Pinsel in der anderen. Sie lassen einen Moment einwirken, legen dann beide Filmstücke in die Presse und schließen diese.
  5. Es kommt aufs Modell an, es hat mehrere verschiedene gegeben, welche mit Umschaltung 24-18 B./s und welche nur 24. Mit dem grünen Pfeil zeige ich auf die Höhenverstellung. Da mußt du dran.
  6. Und wie! Das ist zu viel für so eine Klapperkiste.
  7. Hallo, Oelschraube, die Bildhöhenverstellung hat mit dem Getriebe nichts zu tun. Schnecke und Schneckenräder treiben bloß an. Jedoch wie der Greiferrahmen mit dem Steuerkörper (Kurvenscheibe) zusammenarbeitet, das ist von Belang. Die Greifersteuerung muß mit der Blende richtig zusammen laufen, Blende zu, Filmvorschub, Blende auf, das verstehst du sicher. Die Bildhöhenverstellung hat einen Exzenter. Der muß den Greiferrahmen schwenken. Du wirst den Fehler schon finden.
  8. Nach Norm soll der Wickelkern nicht mehr als 0,38 mm über die linke Kassettenseitenfläche vorstehen und nicht mehr als 0,61 darunter liegen.
  9. Aus ISO 3654, Abschnitt 4.1
  10. Wenn die Wellung Knicke von mechanischer Einwirkung einschließt, ist nicht mehr viel zu machen. Wenn der Wickel mehreckig geworden ist, dann kann man, auch in Hinsicht auf Schrammenkur, Filme in Wasser waschen. Das muß jedoch jemand ausführen, die/der sich mit Filmbearbeitung auskennt. Nach dem Waschen muß das Material wie nach der Entwicklung rückstandfrei trocknen können. Ich habe das gemacht, der Erfolg war gut. Es kostet eine Stange Geld. Der nächste Schritt zur Erhaltung von Filmbildern ist Herstellung eines Duplikats. Je nach Filmformat leichter oder schwerer zu haben Filme abtasten ist die entmaterialisierende Option.
  11. Das stimmt, die L 8 ist von den Kameras B/C/D 8 1953-54 abgelöst worden. Diese gab es anfänglich auch nur ohne, 1957 mit. Amüsanterweise wurden von den neuen Taschenkameras Sondermodelle mit dem Zusatz S für single speed herausgebracht, was einen Rückgriff auf das erste L-8-Modell bedeutete. Paillard war ab 1958 dazu verdammt, den 8-mm-Film-Massenmarkt nicht betreten zu können, alles zu teuer.
  12. Keine. Es gab erst nur das Triplett YVAR 12,5 mm, f/2.8, unvergütet. Nach ein oder zwei Jahren wurde es vergütet geliefert (einfach, bläulicher Schimmer). Die nächstlängere Brennweite hatte man mit dem Triplett YVAR 25 mm, f/2.5, bei dem hinten L8 eingraviert ist. Das Glas ist das gleiche für 8 mm wie für 16 mm. Auch das sechslinsige SWITAR 12,5 mm, f/1.5, war für die L 8 erhältlich, nicht aber das Triplett YVAR 36 mm, f/2.8. Der Adapter zur L 8 wurde auch mit BO-1469 bezeichnet. Die Triplette YVAR 12,5 mm, f/2.5 (vergütet), und YVAR 13 mm, f/1.9, der Ernostar-Typ YVAR 13 mm, f/1.8, und das achtlinsige Weitwinkel 5,5 mm als SWITAR f/1.8, als PIZAR f/1.9 mit einer Blendenskala und als PIZAR f/2 mit drei Blendeskalen ohne Ausrichtung, Glas immer gleich, kamen später.
  13. Das L steht für Lightmeter, das schwarze Kästlein ums vordere Sucherauge herum. Der Adapter für D-Mount-Optiken an der L 8 trägt den Paillard-Code LUGOM.
  14. Darauf gehe ich gerne ein, nicht jedermann ist so alt wie ich, Ilford-Kinefilme noch erlebt zu haben. Das ist eine alte Aufnahme einer alten Dose, also historisch. 2003 sind die letzten Ilford-Kinematerialien verkauft worden. Ilford Pan F ist ein klassischer Negativfilm. Mit Ausnahme von Selo Cine Reversal, ab 1935, hat die Firma nach 1945 keine Schwarzweißumkehrfilme mehr hergestellt. Es wäre ein Wunder, wenn heute wieder so etwas aus Mobberley käme. Natürlich kann man Negativfilme umkehrentwickeln. Gegenüber Mischemulsion-Umkehrmaterialien bekommt man jedoch nicht so ein feinkörniges Bild und keines mit dichten Schatten und hellen Lichtern. Ilford Pan F ruft eigentlich nach Positivmaterial, worauf man kopiert. Im Negativpositivverfahren kann es seine Qualitäten ausspielen.
  15. Nur falls die Frage von anderen Forenten nicht ausreichend beantwortet wurde: Lichtton muß ununterbrochen übertragen werden, sonst hört man nur ein Motorboot. Die Geometrie von Tonnegativ, Rohfilm und Kopieranlage ist entscheidend für die Schallgüte. Wenn das Ausgangsmaterial geschrumpft ist, rutscht es unter dem Rohfilm Loch für Loch nach, was einen gurgelnden Ton ergibt. Man hat in den 1930er Jahren so genannte schlupffreie Tonkopieranlagen gebaut, die auch ältere Tonnegative zu kopieren erlauben, doch es ist ein Irrtum darin verborgen geblieben. Statt daß der zu kurze Film im Rhythmus der Perforation nachrutscht, wird nun der Inhalt gewissermaßen längs ausgewalzt. Diese mechanoptische Verzerrung bringt auch schlechten Ton. Die Lösung kam mit Polyesterfilm, doch bis der sich durchsetzen konnte, war die Filmproduktion bereits am Eingehen. Es war tragisch, das mitzuerleben. Heute fehlt jedes professionelle Interesse an Filmtechnik.
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