Zum Inhalt springen

Rangliste

Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 06.09.2026 in allen Bereichen

  1. Du hast natürlich mit allem völlig recht - aber obwohl es abzusehen war, ist das enorm gute Ergebnis für "Vaterland" hochinteressant, da es symptomatisch für größere Entwicklungen ist: Neue Visionen hatte auch früher immer erfolgreiche Sommerfilme. Früher waren das aber Filme wie "Monsieur Claude", also französische Komödien von künstlerisch eher mittlerer Güte. Jetzt haben sie mit "In die Sonne schauen" und "Vaterland" zweimal einen anspruchsvollen Film an einem Starttermin zum Erfolg gebracht, der früher für so einen Film eher nicht gewählt worden wäre. Generell sehe ich eine enorme Verschiebung der jahreszeitlichen Effekte. Die Unterschiede zwischen den Monaten flachen sich erheblich ab. Das hat bei uns so richtig mit Barbenheimer begonnen und hat sich seitdem erhalten: Das traditionelle Arthouse-Publikum hat gelernt, dass man auch im Sommer ins Kino gehen kann. Dabei sind bei uns insbesondere die frühen Vorstellungen viel besser besucht als früher: vor einigen Jahren war die 17-Uhr-Schiene im August fast tot. Ich führe das insbesondere darauf zurück, dass auch das ältere Publikum verstanden hat, dass Klimaanlagen nichts Böses sind ... Bei uns gibt es immer noch ein kleines Sommerloch von Ende Juni bis Mitte August (also bis zum Anfang der Sommerferien). Der Herbst-Boom beginnt aber nicht mehr wie früher Mitte September, sondern vier Wochen früher. Ich rede implizit auch über "Spaziergang nach Syrakus" - "Vaterland" ist ja schon der zweite Film immerhin weniger Wochen, der bei dezidiert älterem Zielpublikum im Sommer sehr gut läuft. Bei Vaterland hätte ich auch drauf gewettet, bei Syrakus niemals. Dass diese Filme von Pandora und Neue Visionen rausgebracht wurden, ist kein Zufall - diese Verleiher machen (neben einigen anderen) einfach gute Arbeit. Ein Film wie Vaterland hätte auch früher immer gut funktioniert. Neu ist aber die Dynamik. Wir hatten sowohl eine ausverkaufte Cineville-Preview als auch schon am Donnerstag in der HV fast volles Haus. Früher hätte so ein Film eine viel flachere Anlaufkurve gehabt und insbesondere am Donnerstag weit weniger Besucher. Generell haben wir die Pandemie nicht nur überwunden, sondern weitaus bessere Zahlen als vorher - bei uns ist das Niveau inzwischen fast 25 Prozent über dem bisherigen Rekordjahr 2019. Das hat m.E. andere Gründe als der aktuelle Boom im Gesamtmarkt (da unser Erfolg viel weniger an einzelnen Titeln wie "Spider Man" oder "Die Odyssee" hängt). Ich spekuliere bzw. hoffe, dass unser Boom nachhaltiger ist.
    2 Punkte
  2. (Oberlehrer-Gestus jetzt wirklich nur noch ganz kurz ON) Die These, das traditionelle Arthouse-Publikum habe erst seit „Barbenheimer“ gelernt, dass man auch im Sommer ins Kino gehen kann, halte ich dann doch für etwas kühn. 🙂Offenbar war dieses Publikum schon vor 20 Jahren lernfähiger, als wir ihm heute zutrauen. Ein paar Beispiele: „Die fabelhafte Welt der Amélie“ – 16. August 2001 – ca. 3,2 Mio. Besucher „8 Frauen“ – 11. Juli 2002 – ca. 1,4 Mio. „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ – 2. September 2004 – über 1 Mio. „Wer früher stirbt, ist länger tot“ – 17. August 2006 – ca. 1,8 Mio. „Zusammen ist man weniger allein“ – 16. August 2007 – knapp 900.000 „Midnight in Paris“ – 18. August 2011 – rund 800.000 „Paulette“ – 18. Juli 2013 – über 500.000 „Monsieur Claude“ – 24. Juli 2014 – knapp 4 Mio. „Toni Erdmann“ – 14. Juli 2016 – weit über 800.000 Gerade „Amélie“: Mitte August 2001, über drei Millionen Besucher. Und das alles, obwohl das Publikum damals offenbar noch nicht wusste, dass Kinos im Sommer einen klimatisierten Saal haben können. 🙂 Noch gerader „Toni Erdmann“: 162 Minuten Maren Ade, Cannes, deutscher Autorenfilm, Start am 14. Juli. Nach der klassischen Lehrmeinung eigentlich ein Termin, bei dem man den Film am besten gleich zusammen mit dem Startplakat beerdigt. Hat trotzdem funktioniert. Ich glaube deshalb, dass Du durchaus etwas Richtiges beobachtest – nur vielleicht an der falschen Stelle: Neu ist meines Erachtens weniger, dass Arthouse-Filme im Sommer funktionieren. Dafür gibt es schlicht zu viele Gegenbeispiele. Neu könnte vielmehr sein, dass Verleiher heute mutiger sind, solche Filme im Juli und August zu starten, und dass manche Filme wesentlich schneller anlaufen (weil professioneller vermarktet, Social Media o.ä.??) als früher. Dass „Vaterland“ bereits am Donnerstag fast voll ist, finde ich tatsächlich bemerkenswert. Früher hätte ich bei einem solchen Film eher erwartet: ordentlicher Start, gute Mundpropaganda, dann zwei oder drei Wochen stetiges Wachstum. Vielleicht hat also nicht das Arthouse-Publikum gelernt, im Sommer ins Kino zu gehen. Vielleicht haben die Verleiher gelernt, dass es das schon immer getan hat. 😉 (Oberlehrer-Gestus OFF)
    1 Punkt
  3. Kleiner Zwischenstand der Arbeit am unteren Spulenarm. Den Motor habe ich demontiert, die Kabel überprüft, gekennzeichnet und dann alles weiter zerlegt und gereinigt. Die Achse für die Spulenaufnahme war festgefressen und ließ sich nur mit ein paar Hammerschlägen aus den Wälzlagern befreien. Nachdem ich die auf der Achse befindlichen jahrzente alten Ablagerungen entfernt hatte, ließ sich alles, gut gängig, mit einem feinen Ölfilm benetzt, wieder zusammenschieben. Die Wälzlager der Spulenaufnahme mussten neu gefettet werden. Dazu habe ich das alte Fett erstmal unter Zuhilfenahme einer alten Zahnbürste und Spiritus aus den Lagern herausgewaschen und dann mit neuem Wälzlagerfett nachbefüllt. Bei der Funktionalität der Friktion in Bezug auf die Wickelfähigkeit der 3000 m Spule bin ich doch recht zuversichtlich. Die variable Einstellbarkeit des Reibungswiderstandes in der lastabhängigen Friktion ermöglicht ja den "Gripp" entsprechend anzupassen. Es ist eher fraglich, ob der anfangs eingestelte Wert ausreicht, um den Film sauber aufzuwickeln oder ob man gezwungen ist während des Betriebes des Projektors nachzuregulieren. Es geht demnach darum eine Einstellung zu finden, bei der der Filmzug anfangs nicht zu hoch ist, damit der Film nicht abreißt und gleichzeitig die Spule bis zur vollen Filmaufnahme sauber aufwickelt bzw. gegen Ende nicht einfach zum Stillstand kommt. Wenn ich da keine Einstellung finde, komme ich um einen Umbau des Systems nicht herum. Das Thema bleibt zumindest an dieser Stelle spannend..🙂 Foto: Demontierter Wickelmotor vor- und nach der Reinigung. Fotos unten: Wälzlager zur Spulendornaugnahme vor- und nach der Reinigung.
    1 Punkt
×
×
  • Neu erstellen...

Filmvorführer.de mit Werbung, externen Inhalten und Cookies nutzen

  I accept

Filmvorfuehrer.de, die Forenmitglieder und Partner nutzen eingebettete Skripte und Cookies, um die Seite optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von externen Inhalten (z.B. youtube, Vimeo, Twitter,..) und Anzeigen.

Die Verarbeitungszwecke im Einzelnen sind:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
  • Datenübermittlung an Partner, auch n Länder ausserhalb der EU (Drittstaatentransfer)
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für diese Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu. Darüber hinaus willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Weiterführende Details finden Sie in unserer  Datenschutzerklärung, die am Ende jeder Seite verlinkt sind. Die Zustimmung kann jederzeit durch Löschen des entsprechenden Cookies widerrufen werden.