Also ich habe vor kurzem den Filmkorn-scanner zusammengebaut. Ich hatte einen Wechselstrommotor im Projektor und habe einen Gleichstrommotor eingebaut.
Da habe ich einen selbstgebastelten Halter und eine Anstriebsrolle mit 6 mm Lochaufnahme auf die 5 mm Spindel gesetzt. Das ist alles nicht ausgerichtet und eiert. Trotzdem wird der Film perfekt gescannt. Der Motor dreht sich beim Scan kaum dadurch kann der Motorlauf auch unrund sein.
Durch den Riemenantrieb wird der ganze unrunde Lauf wieder stabilisiert. Natürlich habe ich einen erhöhten Abrieb vom Riemen, aber der ist beim Noris Projektor so fett, der hält noch Jahre.
Ich komme auch aus der technischen Richtung und habe keine Ahnung von Fotografie. Deshalb kann ich jetzt aus meiner kurzen Erfahrung sagen, dass der Zusammenbau des Filmkornscanners die wenigste Zeit in Anspruch nimmt. In der Platine und im Image sind so viel Know-How drin, dass die 200 € das alle mal Wert sind, was das dir an Zeit erspart. Wenn du keine Ahnung von der Filmmaterie hast, muss du viel Zeit bei der Bearbeitung der Filme einplanen. Ich sitze relativ regelmäßig seit 2 Wochen an einen schon eingescannten Film und bearbeitet diesen mit DaVinci Resolve und bin immer noch am ausprobieren.
Letztendlich denke ich, sollte man auch die Lösung der professionellen Digitalisierung immer im Kopf haben. Wenn du dir deine Super 8 Filme vorher mal anschaust, kann es sein, dass sich viele Sachen vielleicht nicht lohnen zu scannen, da irgendwelche Blumen oder dir unbekannte Personen drin vorkommen. Wenn du das alles dann neu zusammenschneidest und denn bei 5 Spulen oder so landest, lohnt sich nicht der Aufwand des Selbst-scannen.
... und zur Zeit sind Festplatten usw sehr teuer und beim einscannen kommen doch ein Haufen Terrabytes zusammen. Ich habe mir schon lauter Festplatten von Freunden geborgt um die Filme speichern zu können.