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  1. In einem älteren Eintrag von @stefan2 (von 2021) war die Rede davon, dass die Super-Cinestar Objektive (also Benoist Berthiot) als Alinar verkauft wurden. Scheint durchaus möglich. Super-Cinestare sollten aber (in den meisten Fällen) 6 Linser sein... kann aber natürlich bei kürzeren Brennweiten auch leicht variieren - ich hab da leider keine. Mit Kinostar beschriftete Objektive die meiner Einschätzung nach am ehesten in Italien gefertigt wurden gibt es auch. Wurde also scheinbar von einigen Quellen was gekauft für Zeiss Ikon/Ernemann.
  2. Das ist ja ein sehr interessanter Umstand - von der Verbindung wusste ich überhaupt nichts. Laut meinen Infos hatte auch das Alinar III bereits ein optisches Design mit 6 unverkitteten Linsen. Aufgrund dieser Erwähnung in einer US Zeitschrift (Motion Picture Exhibitor 1964) bin ich davon ausgegangen, dass es sich um eine Eigenentwicklung gehandelt hat. Laut einem Bekannten aus England, der so ein Objektiv zur Reinigung geöffnet hat, weiß ich, dass das Zeiss Ikon Alinar III diesen optischen Aufbau hat: Als ein sehr klassisches Doppel-Gauss Opic Design, nur unverkittet. Die Cinestar Serie, die ja ggf. nicht von Som Berthiot, sondern Benoist Berthiot stammen müsste, basiert meines Wissens immer auf einem 4/3 Petzval Design, die Super-Cinestare sind zwar 6-Linser, aber in 4 Gruppen. Von Som Berthiot ist mir unter dem Projektionsobjektiven überhaupt keine 6-linsige Konstruktion bekannt, weder beim Cinor (Petzval) noch beim Cinor "P" (Petzval und Sonnar/Ernostar Variante). Es ist aber natürlich möglich, dass ich eine Serie gar nicht kenne. Falls also entweder Som Berthiot oder Benoist Berthiot Objektive der Alinar III Serie gebaut haben, müssten diese wohl eigens konstruiert worden sein. Das ist ggf. ein faszinierend hoher Aufwand für eine Auftragsfertigung... es sei denn, sie haben wirklich nur ein bereits fertig geliefertes optisches Design gefertigt. Oder war es so, dass ab einem bestimmen Zeitpunkt einfach völlig andere - 4 oder 5-linsige optische Konstruktionen - unter dem Namen Alinar III verkauft wurden?
  3. Vielen Dank! Gut das zu wissen. Machen ja einen ganz ordentlichen Eindruck die in Delft gebauten Objektive. Ich bin mir ziemlich sicher, dass manche der mit Zeiss Ikon beschrifteten Objektive auch welche aus italienischer Produktion stammen. Wer genau dort dafür verantwortlich gewesen sein könnte, ist mir aber bisher leider nicht bekannt. Ev. Officine Galileo, San Giorgio Sestri, Koristka.... aber viel mehr fällt mir da auch nicht ein. Ich hatte auch mal an Gestione Silo gedacht, weil ich so eine ähnliche Aufschrift auf so einem Objektiv entdeckt habe. Hab aber leider von dem Unternehmen keine Rückmeldung bekommen. Und ob Ducati oder Microtecnica Turino selbst Objektive für die Projektion gebaut haben, ist mir leider auch nicht bekannt. Ich hoffe ich finde irgendwann noch die Verbindung zu Zeiss Ikon, aber es wird eben leider auch nicht leichter mit der Zeit.
  4. Vielen Dank für diese Information! Ich hatte die Vermutung, aber war mir bisher nicht sicher - schön das endlich zu wissen. Ich hab gelesen, dass es auch ein Unternehmen von einem gewissen O. Jaensch in Stuttgart gab, das unter dem Namen "Zeiss Ikon Kinotechnik" auftrat. Hatte vermutet die Kinotechnik gelabelten Kiptare könnten daher stammen. Ist das möglich oder lief das eher alles über das erwähnte Unternehmen KTV - Technische Vertriebsgesellschaften mbH? Das mit den Philaron Objektiven (eigentlich Kiptaron), Philar (Kiptar) etc. wusste ich, dass es auch welche aus holländischer Produktion gab, allerdings nicht. Müssten dann wohl von Oude Delft stammen, oder?
  5. Guter Hinweis! Dennoch sind in solchen Fällen die Ähnlichkeiten in den folgenden Erzeugnissen häufig nicht von der Hand zu weisen und auch nicht zufällig. Jedenfalls gab es das erwähnte 20 mm Objektiv mit Sicherheit (in sehr, sehr ähnlicher Ausführung) auch mit Pathé Freres Aufschrift.
  6. Vielen Dank für die Information! Das ist äußerst interessant. Ein 20 mm Objektiv für 35 mm Projektion (oder auch 28 mm Projektion, deren Existenz mir nicht einmal bekannt war...) ist auf alle Fälle etwas, das mir bisher noch nicht untergekommen ist. Natürlich haben Schneider (und vermutlich auch andere Hersteller) später noch extremere Weitwinkel Projektionsobjektive für größere Formate gebaut, aber das war dann doch schon viele Jahrzehnte später und in einer ganz anderen Dimension. Die vergleichbare (und vermutlich auch zeitlich ähnlich anzusiedelnde) Mod. Ki Serie von Emil Busch, die ebenfalls einen 42.5 mm Durchmesser aufweist und wohl auch für 35 mm Projektion gedacht war, geht beispielsweise erst bei 40 mm los. Ähnliches gilt denke ich auch für spätere Neokino Modelle für 35 mm... Der Bildqualität wird das 20 mm Objektiv wohl nicht gedient haben, aber dennoch faszinierend, dass Pathé so ein Objektiv gebaut hat. Die haben aber schon auch selbst Objektive gebaut, oder steckt da ein anderer Hersteller dahinter?
  7. Oh, interessant! Danke für die Info. Ob es sich um eine 6/4, 6/5 oder 6/6 Konstruktion handelt ist aber nicht bekannt, oder?
  8. Danke vielmals! Das sind beides Objektive mit einer Lichtstärke von f/2, richtig? Dürfte also vermutlich einfach ein Super-Kiptar mit 6 Linsen in 4 oder 5 Gruppen sein. Was ich mich in diesem Zusammenhang frage, ist ob die - ebenfalls sehr ähnlich aussehenden Zeiss Ikon Alinar IV Objektive vielleicht auch von ISCO gefertigt wurden: Bei Alinar II und III bin ich überzeugt, dass das nicht der Fall war, aber die Alinar IV Varianten sehen doch verdächtig ähnlich aus. Dass es sich dabei um unverkittete 6-Linser handelt ist wohl auch kein Ausschlusskriterium - das hat ISCO schließlich auch massenhaft produziert später.
  9. Vielen Dank! Das ist sehr hilfreich und faszinierend. Die schauen schon sehr ähnlich aus, oder täuscht der Eindruck?
  10. Interessant. Vielen Dank! An das hatte ich nicht gedacht. Aber hätte es dann eine Brennweite graviert? Es scheint jedenfalls andere Brennweiten der gleichen Serie zu geben. Der Durchmesser (ca. 43 mm, also minimal größer als die häufig vorkommenden 42,5 mm) erinnert mich auch mehr an ein Objektiv, aber ich hab von Kondensoren leider keine Ahnung. Muss mir mal anschauen wie die optische Konstruktion aussieht.
  11. Hab schon mal was gefunden: https://auction-team.de/project/projection-head-theophile-pathe/ Könnte es also doch ein 35 mm Projektor sein? Ein 20 mm Objektiv scheint mir aber doch ungewöhnlich dafür…
  12. Ich hab mal wieder eine Frage... hoffe jemand weiß etwas dazu. Und zwar ist mir dieses ungewöhnliche kleine Projektionsobjektiv aufgefallen: (Bild: ebay/mat.photo) Ist das ein ganz gewöhnliches Projektionsobjektiv für eines der in Frankreich gängigen Schmalfilm-Formate, oder handelt es sich da um etwas anderes? Die errechnete Lichtstärke ist mit f/0.8 nämlich extrem hoch, was wohl eine vernünftige Bildqualität wohl nicht wirklich realistisch erscheinen lässt, es sei denn, es wird wirklich nur ein winziger Bereich des Bildkreises ausgenutzt. Gibt es jemanden hier, der so ein Objektiv kennt oder damit Erfahrung hat? Würde mich doch sehr interessieren welchen Nutzen so etwas haben könnte. Meiner bisherigen Erfahrung nach, sind solche kurzbrennweitigen Objektive sonst eher bei einer Lichtstärke von f/1.4 bis f/1.8 angesiedelt. Aber vielleicht ist es ja auch für einen gänzlich anderen Bereich, der mir bisher unbekannt ist...
  13. Vielen Dank! Ja, da hat mich vor ca. einem Jahr ein amerikanischer Kollege drauf aufmerksam gemacht. Gilt aber meines Wissens leider nur für späteren Modelle und ab ca. 1983. Die Kiptar/Super-Kiptar inkl. Cinelux-Xenon Modelle (also vor ISCO-OPTIC) hatten noch fortlaufende Nummern, soweit ich das erkennen kann. Ich hab versucht ein paar Einblicke in den Aufbau der ISCO Seriennummern zu geben ganz am Schluss in meinem Artikel über die Kiptar Serie... aber alle Fragen sind leider auch da noch nicht beantwortet.
  14. Darf ich doch noch mal nachfragen, ob es ev. möglich wäre ein Bilder dieser goldenen Optik zu bekommen? Wäre sehr interessant zu wissen ob es sich da auch um ISCO Produkte handeln könnte. Ein Bekannter von mir hat sich kürzlich wieder mit dieser Frage beschäftigt und nach etwas mehr Recherche denke die nun, die ungewöhnliche Beschriftung von diesem Objektiv: könnte tatsächlich daher stammen, dass es in Stuttgart eine Zeiss-Ikon Vertretung von einer Person namens O. Jaensch gab, die unter dem Namen "Zeiss-Ikon Kinotechnik" bekannt war. Ich würde also vermuten, dass diese Firma ev. die Objektive bei ISCO individuell labeln hat lassen und dann die Ernemann-Projektoren für diverse Ausstattungen von Kinos mit diesen bestückt hat.
  15. Mein Artikel zu dem Thema Emil Busch/ROW Projektionsobjektive nähert sich langsam der Finalisierung. Ich konnte viele verschiedene Objektive finden, die ich auch versuchen werde im Detail zu dokumentieren, wollte aber dennoch noch einmal die Runde fragen, ob ev. jemandem alte Emil Busch/R.O.J.A Objektive für die Kino-Projektion oder verwandte Bereiche, sowie ev. auch spätere ROW Varianten untergekommen sind. Da es bei der Glaukar & Filmar Serie verschiedene Varianten gab, wäre ich daran besonders interessiert, aber auch Exemplare anderer Serien sind ev. (je nach Brennweite/Durchmesser) relevant und könnten eine große Hilfe dabei sein eine möglichst vollständige Übersicht zu erstellen. Vielen Dank im Voraus!
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