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  1. Bereits vor einiger Zeit bin ich auf Projektionsobjektive des Herstellers IOR Bucuresti aus Rumänien aufmerksam geworden. Das Unternehmen existiert bereits seit 1936 und ist auch heute noch aktiv, allerdings in anderen Bereichen der Optik. Für die 16 mm und 35 mm Projektion wurden in Bukarest Objektive mit dem Namen Supercin bzw. auch Supercin-2 hergestellt. Leider sind diese - zumindest außerhalb von Rumänien - eher unbekannt, weshalb es schwierig scheint mehr darüber hauszufinden. Was die optische Konstruktion anbelangt, handelt es sich wohl um verschiedene Varianten, ev. von Petzval, über 4/3 Ernostar bis hin zur Prokinar-ähnlichen Doppel-Gauss Konstruktion mit 5 Elementen in 4 Gruppen. Falls jemand mehr zu diesen Objektivserien weiß oder Material wie Kataloge, Datenblätter etc. hat, wäre das eine wirklich große Hilfe!
  2. Das ist eine tolle Geschichte! Vielen Dank fürs Teilen. Wurde zufällig auch dokumentiert welches Objektiv auf dem Projektor war bevor er in die USA gewandert ist?
  3. Einmal muss ich noch nachfragen zum Thema Emil Busch... Bei den Mod. Ki (42.5 mm Durchmesser) und Mod. Kino (52.5 mm) handelt es sich um zwei der ältesten Serien von Projektionsobjektiven, welche das Unternehmen Emil Busch gebaut hat. Die ältesten Mod. Ki Modelle können teils sogar noch mit R.O.J.A und "Achromatisches Doppelobjektiv" beschriftet sein. Sind also wirklich alte in rötlich-braunem, goldenem oder silber-schwarzem Metall-look. Vor allem kurze Brennweiten wären für meine - nun hoffentlich bald abgeschlossene - Recherche zu einem geplanten Artikel über das Unternehmen Emil Busch/ROW, äußerst hilfreich! Dass solche Objektive ggf. nicht mehr in einem super Zustand sind, ist klar, aber falls jemand irgendwo in einer Ecke oder einer Kiste noch so ein Objektiv finden kann, wäre ich wirklich sehr dankbar!
  4. Da muss ich mich gleich selbst korrigieren, bevor ich mich hier schuldig mache falsche Informationen zu streuen... Tatsächlich gibt es für eine Produktion nur Hinweise auf Budapest. In Wien hat mit Sicherheit Goerz produziert, aber Emil Busch wohl nicht.
  5. Vielen Dank für diese interessanten Infos - wusste von dieser Verbindung von Emil Busch nach Österreich (übrigens auch mein Heimatland) überhaupt nichts. Bin jedoch während meiner Recherche einmal auf eine Erwähnung von Neokino Objektiven in einer Österreichischen Filmzeitschrift gestoßen, wo festgehalten wurde, dass es die Serie in mehr als 83 Variationen gibt. Das ist schon eine beachtlich umfangreiche Objektivfamilie und wurde wirklich in nahezu allen gängigen Durchmessern angeboten. Was ich später auch noch herausfinden konnte, war, dass Emil Busch möglicherweise kurzzeitig auch in Wien produziert hat… weil es aber während der Zeit des 2. WK war (und unter Kürzel/Decknamen) gehe ich nicht davon aus, dass es sich da um Projektionsobjektive gehandelt hat. Nebenbei erwähnt: Reichert, Eumig und Goerz Wien sind also wohl die einzigen Hersteller, die Projektionsobjektive in Österreich gebaut haben… naja Leitz hat ein einzelnes Dia-Objektiv mit "Made in Austria“ Label aber ich denke das wars dann auch schon. Schade dass Reichert in den Bereich nie richtig eingestiegen ist. Bei dem Potenzial des Unternehmens wäre das doch interessant gewesen.
  6. So... dank der vielen tollen Tipps ist es mir gelungen doch einiges zu dem Thema zu finden z.B. dass von VEB Kamera- und Kinowerke Dresden eine massive Rückprojektionsanlage für 35 und 70 mm gebaut wurde, basierend auf der Pyrcon Famile: Natürlich hatte ich bisher noch keinen Erfolg das von mir gesuchte "Neofilmar" Objektiv ausfindig zu machen, aber dass in Dresden so etwas gebaut wurde, lässt mich vermuten, dass es Ähnliches auch vor dem 2. WK gegeben haben könnte... halt nur für 35 mm Projektion und ev. von Zeiss Ikon, aber natürlich auch möglicherweise von einem der anderen Hersteller, die es bereits zu der Zeit (das Objektiv kam um 1937 auf den Markt, also ist alles zwischen 1937 und 1944 denkbar) gab. Von Emil Busch selbst hab ich bisher nur Epidiaskope gesehen, glaube also nicht, dass die so etwas selbst gebaut haben. Crass ist zwar äußerst interessant, aber das Unternehmen gab es erst später wenn ich das richtig gesehen habe. Bei den anderen Herstellern muss ich erst genauer schauen... der Großteil der Dinge, die ich bisher zu dem Thema finde, sind nach 1945 angesiedelt.
  7. Großartig - vielen Dank für die super Hinweise! Scheint ja doch eine ganze Reihe an Herstellern gegeben zu haben, die so etwas gebaut haben. Ich werde auf alle Fälle mal schauen, was ich finden kann. Da sind wirklich einige dabei, die ich nicht auf dem Schirm hatte. Das Buch "The Technique of Special Effects Cinematography" hab ich zum Glück schnell finden können - das ist komplett online verfügbar und hat tatsächlich ein ganzes Kapitel zu dem Thema. Im Detail geht zwar auch das Buch nicht auf die Optiken selbst ein, erwähnt allerdings eine typische Lichtstärke von f/2, was natürlich fast genau dem Neofilmar entspricht. Wenn man die Technik sieht mit Projektion in möglichst hoher, gleichmäßiger Qualität auf kurze Distanz, wird natürlich auch klar, warum gängige Projektionsobjektive dazu (vor allem am Anfang der Technik) wohl nicht ideal waren und entsprechende Spezial-Anastigmate mit besserer Qualität benötigt wurden. Und es erklärt auch, warum diese Objektive wohl kaum auf normalen Kino-Projektoren zu finden sein werden. Ich befürchte nur auch, dass das bedeuten könnte, dass die meisten irgendwann mit dem ganzen Spezial-Equipment entsorgt wurden. Vielleicht taucht ja doch irgendwann mal eines auf.
  8. Obwohl ich trotz intensiver Recherche zu dieser ungewöhnlichen Serie von Projektionsobjektiven leider kaum etwas herausfinden konnte, bin ich nun doch zumindest auf einen weiteren Hinweis gestoßen: In einer Ausgabe der technischen Veröffentlichung "Physikalische Berichte" von 1935 wird das Objektiv nämlich im Zusammenhang mit der vorgesehenen Verwendung erwähnt. "Schließlich sind für die Wiedergabe von Normalfilm besonders kuzbrennweitige Anastigmate Neofilmar f : 1,8, f = 40, 50 und 65 mm, errechnet worden, die für die Hintergrundsdurchprojektion bei der Aufnahme im Atelier dienen." Das klingt also eindeutig nicht nach einer Anwendung für reguläre Filmprojektion im Kino, sondern für Spezialprojektion für Fotografen. Laut Vertretern der Zunft setzte sich die Rückprojektion für Hintergründe in der Studiofotografie allerdings nie richtig durch. Im eher seltenen Fall, dass solche Hintergründe verwendet wurden, scheinen Frontprojektoren gängiger gewesen zu sein. Wo das Verfahren allerdings - zumindest in den 30er und 40er Jahren wohl doch regelmäßig verwendet wurde, ist die Filmproduktion: Ich hab versucht dazu mehr zu finden, aber leider ohne großen Erfolg, bis auf ein paar Hersteller wie Dumont, Simplex, die so etwas gebaut haben sollen. Gab es ev. auch von deutschen Herstellern solche Geräte für die Rückprojektion? Oder wurde das mit ganz gewöhnlichen Projektoren und entsprechenden Aufsätzen gelöst? Für Hinweise wäre ich auf alle Fälle dankbar!
  9. In einem älteren Eintrag von @stefan2 (von 2021) war die Rede davon, dass die Super-Cinestar Objektive (also Benoist Berthiot) als Alinar verkauft wurden. Scheint durchaus möglich. Super-Cinestare sollten aber (in den meisten Fällen) 6 Linser sein... kann aber natürlich bei kürzeren Brennweiten auch leicht variieren - ich hab da leider keine. Mit Kinostar beschriftete Objektive die meiner Einschätzung nach am ehesten in Italien gefertigt wurden gibt es auch. Wurde also scheinbar von einigen Quellen was gekauft für Zeiss Ikon/Ernemann.
  10. Das ist ja ein sehr interessanter Umstand - von der Verbindung wusste ich überhaupt nichts. Laut meinen Infos hatte auch das Alinar III bereits ein optisches Design mit 6 unverkitteten Linsen. Aufgrund dieser Erwähnung in einer US Zeitschrift (Motion Picture Exhibitor 1964) bin ich davon ausgegangen, dass es sich um eine Eigenentwicklung gehandelt hat. Laut einem Bekannten aus England, der so ein Objektiv zur Reinigung geöffnet hat, weiß ich, dass das Zeiss Ikon Alinar III diesen optischen Aufbau hat: Als ein sehr klassisches Doppel-Gauss Opic Design, nur unverkittet. Die Cinestar Serie, die ja ggf. nicht von Som Berthiot, sondern Benoist Berthiot stammen müsste, basiert meines Wissens immer auf einem 4/3 Petzval Design, die Super-Cinestare sind zwar 6-Linser, aber in 4 Gruppen. Von Som Berthiot ist mir unter dem Projektionsobjektiven überhaupt keine 6-linsige Konstruktion bekannt, weder beim Cinor (Petzval) noch beim Cinor "P" (Petzval und Sonnar/Ernostar Variante). Es ist aber natürlich möglich, dass ich eine Serie gar nicht kenne. Falls also entweder Som Berthiot oder Benoist Berthiot Objektive der Alinar III Serie gebaut haben, müssten diese wohl eigens konstruiert worden sein. Das ist ggf. ein faszinierend hoher Aufwand für eine Auftragsfertigung... es sei denn, sie haben wirklich nur ein bereits fertig geliefertes optisches Design gefertigt. Oder war es so, dass ab einem bestimmen Zeitpunkt einfach völlig andere - 4 oder 5-linsige optische Konstruktionen - unter dem Namen Alinar III verkauft wurden?
  11. Vielen Dank! Gut das zu wissen. Machen ja einen ganz ordentlichen Eindruck die in Delft gebauten Objektive. Ich bin mir ziemlich sicher, dass manche der mit Zeiss Ikon beschrifteten Objektive auch welche aus italienischer Produktion stammen. Wer genau dort dafür verantwortlich gewesen sein könnte, ist mir aber bisher leider nicht bekannt. Ev. Officine Galileo, San Giorgio Sestri, Koristka.... aber viel mehr fällt mir da auch nicht ein. Ich hatte auch mal an Gestione Silo gedacht, weil ich so eine ähnliche Aufschrift auf so einem Objektiv entdeckt habe. Hab aber leider von dem Unternehmen keine Rückmeldung bekommen. Und ob Ducati oder Microtecnica Turino selbst Objektive für die Projektion gebaut haben, ist mir leider auch nicht bekannt. Ich hoffe ich finde irgendwann noch die Verbindung zu Zeiss Ikon, aber es wird eben leider auch nicht leichter mit der Zeit.
  12. Vielen Dank für diese Information! Ich hatte die Vermutung, aber war mir bisher nicht sicher - schön das endlich zu wissen. Ich hab gelesen, dass es auch ein Unternehmen von einem gewissen O. Jaensch in Stuttgart gab, das unter dem Namen "Zeiss Ikon Kinotechnik" auftrat. Hatte vermutet die Kinotechnik gelabelten Kiptare könnten daher stammen. Ist das möglich oder lief das eher alles über das erwähnte Unternehmen KTV - Technische Vertriebsgesellschaften mbH? Das mit den Philaron Objektiven (eigentlich Kiptaron), Philar (Kiptar) etc. wusste ich, dass es auch welche aus holländischer Produktion gab, allerdings nicht. Müssten dann wohl von Oude Delft stammen, oder?
  13. Guter Hinweis! Dennoch sind in solchen Fällen die Ähnlichkeiten in den folgenden Erzeugnissen häufig nicht von der Hand zu weisen und auch nicht zufällig. Jedenfalls gab es das erwähnte 20 mm Objektiv mit Sicherheit (in sehr, sehr ähnlicher Ausführung) auch mit Pathé Freres Aufschrift.
  14. Vielen Dank für die Information! Das ist äußerst interessant. Ein 20 mm Objektiv für 35 mm Projektion (oder auch 28 mm Projektion, deren Existenz mir nicht einmal bekannt war...) ist auf alle Fälle etwas, das mir bisher noch nicht untergekommen ist. Natürlich haben Schneider (und vermutlich auch andere Hersteller) später noch extremere Weitwinkel Projektionsobjektive für größere Formate gebaut, aber das war dann doch schon viele Jahrzehnte später und in einer ganz anderen Dimension. Die vergleichbare (und vermutlich auch zeitlich ähnlich anzusiedelnde) Mod. Ki Serie von Emil Busch, die ebenfalls einen 42.5 mm Durchmesser aufweist und wohl auch für 35 mm Projektion gedacht war, geht beispielsweise erst bei 40 mm los. Ähnliches gilt denke ich auch für spätere Neokino Modelle für 35 mm... Der Bildqualität wird das 20 mm Objektiv wohl nicht gedient haben, aber dennoch faszinierend, dass Pathé so ein Objektiv gebaut hat. Die haben aber schon auch selbst Objektive gebaut, oder steckt da ein anderer Hersteller dahinter?
  15. Oh, interessant! Danke für die Info. Ob es sich um eine 6/4, 6/5 oder 6/6 Konstruktion handelt ist aber nicht bekannt, oder?
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