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Hallo, für einen geplanten Artikel bin ich noch auf der Suche nach alten Ernemann Objektiven, vor allem aus der Kinostigmat oder Pro-Anastigmat Serie. Falls jemand noch so etwas besitzt und ev. abzugeben hätte, oder jemanden kennt, der noch solche alten Projektionsobjektive haben könnte, bin ich für Hinweise sehr dankbar!
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Taylor-Hobson Cooke Triplet für Projektion - hat es das gegeben?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Herzlichen Dank für die Einschätzung! Da ist sicher was dran und ich denke es werden wohl hauptsächlich die genannten Dinge gute Gründe dafür gewesen sein, dass die Triplet-Objektive aus der Kino-Projektion nach kurzer Zeit wieder beinahe vollständig verdrängt worden sind. Allerdings - und dafür gibt es doch einiges an Hinweisen - hatten die Triplet-Objektive zu Beginn des 20. Jhd. und auch noch (nach Ablauf des Taylor Patents um 1910 herum) doch anscheinend ganz deutliche Vorteile gegenüber den Petzval-Optiken. In einem Katalog von 1912 wird das Glaukar als "The King of Projection Lenses for Kinematograph Theatres" angepriesen. Natürlich ist das Marketing und der Unterschied wird unter Umständen nicht so drastisch gewesen sein, wie beschrieben (oder zumindest nicht genug um den deutlich höheren Preis zu rechtfertigen), aber zumindest zu der Zeit scheint die Lichtstärke von f/3.1 noch ausreichend gewesen zu sein und ich bezweifle, dass Emil Busch jahrelang weiter Werbung für das Objektiv gemacht hätte, wenn es sich überhaupt nicht verkauft hat. Gleiches gilt für Meyer und das Trioplan, welches ja auch für die Projektion verwendet und beworben wurde zu der Zeit. Dass die Petzval-Objektive dann rasch aufgeholt haben und durch die wahrscheinlich einfachere oder kostengünstigere Herstellung schnell wieder attraktiv wurden, stimmt sicher. Aber so richtig schlagend wurde das bei Busch frühestens mit der Einführung des Neokino (um 1927). Das wären also für Projektions-Triplets (und andere Anastigmaten, wie das Projektions-Tessar von Zeiss) zwei Jahrzehnte Zeit gewesen, was einige weitere Hersteller auch genutzt haben. Im Falle von Taylor-Hobson kommen da noch einmal ca. 15 Jahre dazu, wo sie sogar die Exklusivität gehabt hätten. Aber vielleicht war es zu früh, vielleicht auch das Triplet noch nicht lichtstark genug? Oder sie hielten es in der (wirtschaftlich mehr als schwierigen) Zeit auch einfach nicht für sinnvoll? Aber warum sahen es dann Steinheil, Emil Busch, Faliez, Dallmeyer und viele weitere anders? Die Projektionsobjektive von Taylor-Hobson mit Doppel-Gauss Konstruktion wurden meines Wissens erst viel später angeboten. Die meisten wahrscheinlich erst ab Mitte der 1950er Jahren. F. Faliez hat um 1921 und Rüo-Optik sogar noch um 1926 einen neuen Projektions-Anastigmaten mit 3/3 Konstruktion herausgebracht. Verkaufsschlager werden das sicher nicht gewesen sein, aber zumindest deutet es darauf hin, dass die Idee noch nicht gänzlich aufgegeben war. Natürlich wurde parallel auch viel mit den neuen Doppel-Gauss und Ernostar Konstruktionen experimentiert, aber bis auf wenige Ausnahmen (wie das Super-Cinephor von Bausch & Lomb oder der Kipro-Anastigmat von Zeiss) gelang da der Durchbruch erst so richtig gegen Ende der 1940er. -
Taylor-Hobson Cooke Triplet für Projektion - hat es das gegeben?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Ja, in einigen Magazinen hab ich auf alle Fälle schon danach gesucht. Es gibt ja ein paar sehr gute Übersichtsseiten für so etwas. Leider ist die Texterkennung nicht immer fehlerfrei, weshalb es natürlich sein, kann, dass etwas übersehen/missverstanden wird. Aber bis jetzt fehlt wirklich jegliche Spur einer solchen Serie. Ich suche gerne in der erwähnten Zeitschrift noch einmal genauer, vielen Dank für den Hinweis! -
Taylor-Hobson Cooke Triplet für Projektion - hat es das gegeben?
simple.joy erstellte Thema in Nostalgie
Während meiner Recherche zum Thema Emil Busch, habe ich mich aufgrund der Glaukar-Serie des Unternehmens auch etwas mit dem Prinzip des Taylor-Triplets (auch Cooke Triplet oder Cooke Lens), mit einer optischen Konstruktion von 3 Elementen in 3 Gruppen, beschäftigt. Diese Objektive wurden ja auch ausgiebig für die Projektion verwendet, zunächst wohl hauptsächlich für die Kino-Projektion, und später vor allem für die Projektion von Dias zu Hause. Die frühen Serien von solchen Projektions-Triplets waren allesamt keine billigen Objektive, sondern kosteten oft ein Vielfaches einer entsprechenden Petzval-Variante. Da die Herstellung dieser Objektive laut Zeitzeugen sehr anspruchsvoll war, hatte nicht jeder Hersteller auf Anhieb ein solches im Programm, aber es gab dennoch einige verschiedene Varianten für die Projektion. unter anderem von Busch, Goerz, Dallmeyer, F. Faliez, Steinheil, Rodenstock, Bausch & Lomb und wohl noch einigen mehr. Was dabei auffällt: Taylor Hobson, der offizielle Hersteller der Cooke Lens, fehlt dabei. Jetzt ist natürlich die Frage: Gab es wirklich keine Projektionsobjektive mit Triplet-Design von Taylor-Hobson/Cooke, oder konnte ich sie nur bisher nicht finden? Taylor-Hobson hat auf alle Fälle Projektionsobjektive gemacht, das steht fest. Überwiegend Petzval-basiert, aber später doch auch Doppel-Gauss Varianten. Es kann also wohl nicht daran liegen, dass sie überhaupt kein Interesse an dem Bereich hatten. Vielleicht lag es aber an dem Vertrag mit Cooke? Durfte das Design ev. nur für bestimmte Zwecke verwendet werden, ev. um den Markennamen kostbar zu halten? Dem würde widersprechen, dass das Triplet Design aber durchaus auch für Repro-Fotografie und Ähnliches verwendet wurde. Falls jemand hier eine Idee hat, oder ev. weß ob es vielleicht doch eine Serie von Triplet-Objektiven für die Kino-Projektion von Taylor-Hobson gegeben hat, wäre ich für Hinweise sehr dankbar! -
Artikel: Emil Busch & ROW - Projektionsobjektive und Geschichte
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Vielen herzlichen Dank! Danke für das nette Feedback! War in der Tat einiges an Arbeit, weshalb es mich natürlich immer freut, wenn es jemandem eine Hilfe dabei ist, etwas näher zu bestimmen. Leider hab ich von den offiziellen Stellen aus Rathenow noch keine Rückmeldung zum fertigen Artikel bekommen, aber da laut deren Aussage dort auch keine offiziellen Dokumente zu Seriennummer und Datierung vorhanden sind, ist es wohl im Moment der beste Anhaltspunkt. Ich bin mir aber sicher, dass sich mit ein paar weitere Informationen noch das eine oder andere konkretisieren lassen wird, was die zeitliche Einordnung anbelangt. Auch bei den Objektivserien, wo ich bisher noch kein Exemplar gesehen habe, bin ich überzeugt, dass irgendwo noch das eine oder andere herumliegt. Inzwischen widme ich mich ein paar anderen Themen, die mich schon lange interessieren. -
Artikel: Emil Busch & ROW - Projektionsobjektive und Geschichte
simple.joy erstellte Thema in Nostalgie
Auch wenn mir bewusst ist, dass die Objektive hier im Forum nicht unbedingt an erster Stelle stehen was das Interesse betrifft und sicher einige Leute deren Verwendung als experimentelle Aufnahmeobjektive erst recht skeptisch betrachen, möchte ich doch gerne darauf hinweisen, dass es mir gelungen ist meinen Artikel zu Emil Busch und ROW einigermaßen fertigzustellen. Ich hab hier schließlich ja einige male nach Seriennummern und Infos zu Emil Busch Objektiven gefragt und dank einiger hilfsbereiter Mitglieder, allen voran @PeterG, @Film-Mechaniker, @Jensg, @magentacine und @Florian auch ein paar interessante Details herausfinden oder bestätigen können. Vielen Dank noch einmal an alle! Falls sich jemand für einen kurzen historischen Überblick zu R.O.J.A., Emil Busch und ROW, sowie eine nähere Betrachtung der zahlreichen verschiedenen Serien von Projektionsobjektiven interessiert, ist der Artikel hier zu finden: https://www.simplejoy.at/articles/emil-busch-row/ Ich freue mich natürlich sehr, falls jemand zusätzliche Infos, Korrekturen oder Material hat und gewillt ist mir dabei zu helfen noch das eine oder andere zu verbessern. Leider ist die Dokumentation was Emil Busch betrifft doch sehr mager, ich hoffe aber zumindest etwas dazu beitragen zu können, das zu verbessern. Da ich die erwähnten Objektive (soweit möglich) auch alle als Aufnahmeobjektive verwendet habe, hier noch ein paar meiner photographischen Experimente damit: -
ROW Cineluxim Objektive - warum gibt es scheinbar kaum Informationen dazu?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Könnte man tatsächlich meinen, ja… aber das ist ziemlich sicher ein einzelnes Linsenelement. Hier eine andere Darstellung vom Visionar: -
ROW Cineluxim Objektive - warum gibt es scheinbar kaum Informationen dazu?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Ja, war mit den Leiten vom Optik Industrie Museum und Optik-Verein mehrfach im Austausch. Leider wissen die auch nichts zum Cineluxim. Das dort gezeigte Objektiv ist ziemlich sicher ein 6-linsiges Visionar, also nur bei ROW produziert aber natürlich eigentlich eine Zeiss Rechnung. Die entsprechende ROW Eigenentwicklung war das Neoluxim/Dioluxim, eine 7/5 Doppel-Gauss Konstruktion. War aber soweit ich weiß recht spezialisiert und wurde nicht in hohen Stückzahlen produziert. -
ROW Cineluxim Objektive - warum gibt es scheinbar kaum Informationen dazu?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Natürlich auch eine interessante Option. Allerdings glaube ich kaum, dass eine Serie, die nur für spezielle Kunden gedacht war in der "Bild und Ton" angekündigt und beschrieben worden wäre, oder? Es ist aber natürlich möglich, dass die Produktion überraschend kostenintensiv war und letztendlich entschieden wurde, die Objektive nur für besondere Kunden oder als Einzelanfertigungen anzufertigen. Ebenso ist denkbar, dass aufgrund der Tatsache, dass das Visionar - welches sich um 1959 herum bei Zeiss ja bereits in Entwicklung befand - vor der Tür stand, entschieden wurde die geplante Produktion vom Cineluxim überhaupt nicht erst richtig anzuwerfen. Die Markteinführung vom Visionar war ca. um 1960 und ab 1963 wurde (laut der Informationen hier) die Produktion bei ROW gestartet. Es scheint also durchaus möglich, dass es sich da um eine Entscheidung vom Mutterkonzern gehandelt hat. Trotzdem scheint das eine Exemplar eines Cineluxim Objektivs, von dem es Bilder gibt, eine normale Seriennummer zu haben, was üblicherweise nicht auf einen Prototypen schließen lässt. Falls irgendwo eines auftaucht, wäre es interessant zu wissen, ob es tatsächlich diesen optischen Aufbau hat: Denn das könnte ebenso gut einfach nur eine generelle Darstellung eines 6/4 Doppel-Gauss Objektivs sein... -
ROW Cineluxim Objektive - warum gibt es scheinbar kaum Informationen dazu?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Genau! Mit dem vormaligen Besitzer dieses Exemplars war ich bereits im Austausch. Leider wusste er auch nichts Näheres zu dem Objektiv und dessen Konstruktion und vermutete eher ein Petzval (obwohl es laut einem Magazin eine 6/4 Doppel-Gauss Konstruktion hat). -
ROW Cineluxim Objektive - warum gibt es scheinbar kaum Informationen dazu?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Danke! Ja, die Quellen kenne ich - allerdings großteils nur in Auszügen… gibt es da ev. irgendwo auch komplette digitale Daten oder sind das Originalbücher? Das Cineluxim gab es mit Sicherheit. Nur ist die Frage in welchem Umfang es produziert wurde. Vermutlich gab es nicht viele. Ein Übersetzungsfehler ist meines Erachtens ausgeschlossen, weil es zumindest ein Original gibt. Aber es ist durchaus möglich, dass es nur in einer sehr kleinen Serie produziert wurde. -
Ich melde mich mal wieder in der Hoffnung, vielleicht doch einen Anhaltspunkt bzw. eine Erklärung für einen bestimmten Umstand zu finden: Und zwar geht es um die Objektivserie ROW Cineluxim. Laut der Informationen, die ich finden konnte, handelt es sich dabei um eine Serie von Kino-Projektionsobjektiven von ROW mit einer 6 Linsen in 4 Gruppen Doppel-Gauss Konstruktion, die als kurzbrennweitige Erweiterung zur (Petzval-basierten) Cinerectim Serie konzipiert und vermutlich in 60, 70 und 80 mm angeboten wurde. Trotz intensiver Suche habe ich bisher nur ein einziges Exemplar von solch einem Objektiv online gesehen, was doch etwas ungewöhnlich ist... Daher meine Fragen: Hat jemand hier schon einmal so ein Objektiv gesehen? Gibt es ev. irgendwelches Material zu der Serie, wie Produktdatenblätter, Werbungen etc.? Weiß jemand, ob es wirklich nur drei Brennweiten von dem Objektiv gab? Und gibt es Anhaltspunkte dafür, warum scheinbar nur so wenige dieser Objektive produziert wurden? Eine umgelabelte Serie eines anderen Herstellers scheint es nicht zu sein... jedenfalls ist in der mehr oder weniger einzigen Quelle dazu (einem Artikel in einer Ausgabe von "Bild und Ton" von 1959, die @kinofritze-br dankenswerter Weise geteilt hat), davon die Rede, dass ROW das Objektiv "entwickelt" hat. Ich wäre auf alle Fälle sehr dankbar für Hinweise!
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Bereits vor einiger Zeit bin ich auf Projektionsobjektive des Herstellers IOR Bucuresti aus Rumänien aufmerksam geworden. Das Unternehmen existiert bereits seit 1936 und ist auch heute noch aktiv, allerdings in anderen Bereichen der Optik. Für die 16 mm und 35 mm Projektion wurden in Bukarest Objektive mit dem Namen Supercin bzw. auch Supercin-2 hergestellt. Leider sind diese - zumindest außerhalb von Rumänien - eher unbekannt, weshalb es schwierig scheint mehr darüber hauszufinden. Was die optische Konstruktion anbelangt, handelt es sich wohl um verschiedene Varianten, ev. von Petzval, über 4/3 Ernostar bis hin zur Prokinar-ähnlichen Doppel-Gauss Konstruktion mit 5 Elementen in 4 Gruppen. Falls jemand mehr zu diesen Objektivserien weiß oder Material wie Kataloge, Datenblätter etc. hat, wäre das eine wirklich große Hilfe!
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Ein absolut seltenes Sammlerstück: Geyer 16mm-Filmrojektor aus den 1920er Jahren!
simple.joy antwortete auf Martin Rowek's Thema in Schmalfilm
Das ist eine tolle Geschichte! Vielen Dank fürs Teilen. Wurde zufällig auch dokumentiert welches Objektiv auf dem Projektor war bevor er in die USA gewandert ist? -
Einmal muss ich noch nachfragen zum Thema Emil Busch... Bei den Mod. Ki (42.5 mm Durchmesser) und Mod. Kino (52.5 mm) handelt es sich um zwei der ältesten Serien von Projektionsobjektiven, welche das Unternehmen Emil Busch gebaut hat. Die ältesten Mod. Ki Modelle können teils sogar noch mit R.O.J.A und "Achromatisches Doppelobjektiv" beschriftet sein. Sind also wirklich alte in rötlich-braunem, goldenem oder silber-schwarzem Metall-look. Vor allem kurze Brennweiten wären für meine - nun hoffentlich bald abgeschlossene - Recherche zu einem geplanten Artikel über das Unternehmen Emil Busch/ROW, äußerst hilfreich! Dass solche Objektive ggf. nicht mehr in einem super Zustand sind, ist klar, aber falls jemand irgendwo in einer Ecke oder einer Kiste noch so ein Objektiv finden kann, wäre ich wirklich sehr dankbar!
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Emil Busch Neo-Filmar Projektionsobjektiv - hat das schon mal jemand gesehen?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Da muss ich mich gleich selbst korrigieren, bevor ich mich hier schuldig mache falsche Informationen zu streuen... Tatsächlich gibt es für eine Produktion nur Hinweise auf Budapest. In Wien hat mit Sicherheit Goerz produziert, aber Emil Busch wohl nicht. -
Emil Busch Neo-Filmar Projektionsobjektiv - hat das schon mal jemand gesehen?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Vielen Dank für diese interessanten Infos - wusste von dieser Verbindung von Emil Busch nach Österreich (übrigens auch mein Heimatland) überhaupt nichts. Bin jedoch während meiner Recherche einmal auf eine Erwähnung von Neokino Objektiven in einer Österreichischen Filmzeitschrift gestoßen, wo festgehalten wurde, dass es die Serie in mehr als 83 Variationen gibt. Das ist schon eine beachtlich umfangreiche Objektivfamilie und wurde wirklich in nahezu allen gängigen Durchmessern angeboten. Was ich später auch noch herausfinden konnte, war, dass Emil Busch möglicherweise kurzzeitig auch in Wien produziert hat… weil es aber während der Zeit des 2. WK war (und unter Kürzel/Decknamen) gehe ich nicht davon aus, dass es sich da um Projektionsobjektive gehandelt hat. Nebenbei erwähnt: Reichert, Eumig und Goerz Wien sind also wohl die einzigen Hersteller, die Projektionsobjektive in Österreich gebaut haben… naja Leitz hat ein einzelnes Dia-Objektiv mit "Made in Austria“ Label aber ich denke das wars dann auch schon. Schade dass Reichert in den Bereich nie richtig eingestiegen ist. Bei dem Potenzial des Unternehmens wäre das doch interessant gewesen. -
Emil Busch Neo-Filmar Projektionsobjektiv - hat das schon mal jemand gesehen?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
So... dank der vielen tollen Tipps ist es mir gelungen doch einiges zu dem Thema zu finden z.B. dass von VEB Kamera- und Kinowerke Dresden eine massive Rückprojektionsanlage für 35 und 70 mm gebaut wurde, basierend auf der Pyrcon Famile: Natürlich hatte ich bisher noch keinen Erfolg das von mir gesuchte "Neofilmar" Objektiv ausfindig zu machen, aber dass in Dresden so etwas gebaut wurde, lässt mich vermuten, dass es Ähnliches auch vor dem 2. WK gegeben haben könnte... halt nur für 35 mm Projektion und ev. von Zeiss Ikon, aber natürlich auch möglicherweise von einem der anderen Hersteller, die es bereits zu der Zeit (das Objektiv kam um 1937 auf den Markt, also ist alles zwischen 1937 und 1944 denkbar) gab. Von Emil Busch selbst hab ich bisher nur Epidiaskope gesehen, glaube also nicht, dass die so etwas selbst gebaut haben. Crass ist zwar äußerst interessant, aber das Unternehmen gab es erst später wenn ich das richtig gesehen habe. Bei den anderen Herstellern muss ich erst genauer schauen... der Großteil der Dinge, die ich bisher zu dem Thema finde, sind nach 1945 angesiedelt. -
Emil Busch Neo-Filmar Projektionsobjektiv - hat das schon mal jemand gesehen?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Großartig - vielen Dank für die super Hinweise! Scheint ja doch eine ganze Reihe an Herstellern gegeben zu haben, die so etwas gebaut haben. Ich werde auf alle Fälle mal schauen, was ich finden kann. Da sind wirklich einige dabei, die ich nicht auf dem Schirm hatte. Das Buch "The Technique of Special Effects Cinematography" hab ich zum Glück schnell finden können - das ist komplett online verfügbar und hat tatsächlich ein ganzes Kapitel zu dem Thema. Im Detail geht zwar auch das Buch nicht auf die Optiken selbst ein, erwähnt allerdings eine typische Lichtstärke von f/2, was natürlich fast genau dem Neofilmar entspricht. Wenn man die Technik sieht mit Projektion in möglichst hoher, gleichmäßiger Qualität auf kurze Distanz, wird natürlich auch klar, warum gängige Projektionsobjektive dazu (vor allem am Anfang der Technik) wohl nicht ideal waren und entsprechende Spezial-Anastigmate mit besserer Qualität benötigt wurden. Und es erklärt auch, warum diese Objektive wohl kaum auf normalen Kino-Projektoren zu finden sein werden. Ich befürchte nur auch, dass das bedeuten könnte, dass die meisten irgendwann mit dem ganzen Spezial-Equipment entsorgt wurden. Vielleicht taucht ja doch irgendwann mal eines auf. -
Emil Busch Neo-Filmar Projektionsobjektiv - hat das schon mal jemand gesehen?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Obwohl ich trotz intensiver Recherche zu dieser ungewöhnlichen Serie von Projektionsobjektiven leider kaum etwas herausfinden konnte, bin ich nun doch zumindest auf einen weiteren Hinweis gestoßen: In einer Ausgabe der technischen Veröffentlichung "Physikalische Berichte" von 1935 wird das Objektiv nämlich im Zusammenhang mit der vorgesehenen Verwendung erwähnt. "Schließlich sind für die Wiedergabe von Normalfilm besonders kuzbrennweitige Anastigmate Neofilmar f : 1,8, f = 40, 50 und 65 mm, errechnet worden, die für die Hintergrundsdurchprojektion bei der Aufnahme im Atelier dienen." Das klingt also eindeutig nicht nach einer Anwendung für reguläre Filmprojektion im Kino, sondern für Spezialprojektion für Fotografen. Laut Vertretern der Zunft setzte sich die Rückprojektion für Hintergründe in der Studiofotografie allerdings nie richtig durch. Im eher seltenen Fall, dass solche Hintergründe verwendet wurden, scheinen Frontprojektoren gängiger gewesen zu sein. Wo das Verfahren allerdings - zumindest in den 30er und 40er Jahren wohl doch regelmäßig verwendet wurde, ist die Filmproduktion: Ich hab versucht dazu mehr zu finden, aber leider ohne großen Erfolg, bis auf ein paar Hersteller wie Dumont, Simplex, die so etwas gebaut haben sollen. Gab es ev. auch von deutschen Herstellern solche Geräte für die Rückprojektion? Oder wurde das mit ganz gewöhnlichen Projektoren und entsprechenden Aufsätzen gelöst? Für Hinweise wäre ich auf alle Fälle dankbar! -
ISCO Projektionsobjektive - Seriennummern & Infos gesucht
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
In einem älteren Eintrag von @stefan2 (von 2021) war die Rede davon, dass die Super-Cinestar Objektive (also Benoist Berthiot) als Alinar verkauft wurden. Scheint durchaus möglich. Super-Cinestare sollten aber (in den meisten Fällen) 6 Linser sein... kann aber natürlich bei kürzeren Brennweiten auch leicht variieren - ich hab da leider keine. Mit Kinostar beschriftete Objektive die meiner Einschätzung nach am ehesten in Italien gefertigt wurden gibt es auch. Wurde also scheinbar von einigen Quellen was gekauft für Zeiss Ikon/Ernemann. -
ISCO Projektionsobjektive - Seriennummern & Infos gesucht
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Das ist ja ein sehr interessanter Umstand - von der Verbindung wusste ich überhaupt nichts. Laut meinen Infos hatte auch das Alinar III bereits ein optisches Design mit 6 unverkitteten Linsen. Aufgrund dieser Erwähnung in einer US Zeitschrift (Motion Picture Exhibitor 1964) bin ich davon ausgegangen, dass es sich um eine Eigenentwicklung gehandelt hat. Laut einem Bekannten aus England, der so ein Objektiv zur Reinigung geöffnet hat, weiß ich, dass das Zeiss Ikon Alinar III diesen optischen Aufbau hat: Als ein sehr klassisches Doppel-Gauss Opic Design, nur unverkittet. Die Cinestar Serie, die ja ggf. nicht von Som Berthiot, sondern Benoist Berthiot stammen müsste, basiert meines Wissens immer auf einem 4/3 Petzval Design, die Super-Cinestare sind zwar 6-Linser, aber in 4 Gruppen. Von Som Berthiot ist mir unter dem Projektionsobjektiven überhaupt keine 6-linsige Konstruktion bekannt, weder beim Cinor (Petzval) noch beim Cinor "P" (Petzval und Sonnar/Ernostar Variante). Es ist aber natürlich möglich, dass ich eine Serie gar nicht kenne. Falls also entweder Som Berthiot oder Benoist Berthiot Objektive der Alinar III Serie gebaut haben, müssten diese wohl eigens konstruiert worden sein. Das ist ggf. ein faszinierend hoher Aufwand für eine Auftragsfertigung... es sei denn, sie haben wirklich nur ein bereits fertig geliefertes optisches Design gefertigt. Oder war es so, dass ab einem bestimmen Zeitpunkt einfach völlig andere - 4 oder 5-linsige optische Konstruktionen - unter dem Namen Alinar III verkauft wurden? -
ISCO Projektionsobjektive - Seriennummern & Infos gesucht
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Vielen Dank! Gut das zu wissen. Machen ja einen ganz ordentlichen Eindruck die in Delft gebauten Objektive. Ich bin mir ziemlich sicher, dass manche der mit Zeiss Ikon beschrifteten Objektive auch welche aus italienischer Produktion stammen. Wer genau dort dafür verantwortlich gewesen sein könnte, ist mir aber bisher leider nicht bekannt. Ev. Officine Galileo, San Giorgio Sestri, Koristka.... aber viel mehr fällt mir da auch nicht ein. Ich hatte auch mal an Gestione Silo gedacht, weil ich so eine ähnliche Aufschrift auf so einem Objektiv entdeckt habe. Hab aber leider von dem Unternehmen keine Rückmeldung bekommen. Und ob Ducati oder Microtecnica Turino selbst Objektive für die Projektion gebaut haben, ist mir leider auch nicht bekannt. Ich hoffe ich finde irgendwann noch die Verbindung zu Zeiss Ikon, aber es wird eben leider auch nicht leichter mit der Zeit. -
ISCO Projektionsobjektive - Seriennummern & Infos gesucht
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Vielen Dank für diese Information! Ich hatte die Vermutung, aber war mir bisher nicht sicher - schön das endlich zu wissen. Ich hab gelesen, dass es auch ein Unternehmen von einem gewissen O. Jaensch in Stuttgart gab, das unter dem Namen "Zeiss Ikon Kinotechnik" auftrat. Hatte vermutet die Kinotechnik gelabelten Kiptare könnten daher stammen. Ist das möglich oder lief das eher alles über das erwähnte Unternehmen KTV - Technische Vertriebsgesellschaften mbH? Das mit den Philaron Objektiven (eigentlich Kiptaron), Philar (Kiptar) etc. wusste ich, dass es auch welche aus holländischer Produktion gab, allerdings nicht. Müssten dann wohl von Oude Delft stammen, oder? -
Pathe Theophile 20 mm - Projektionsobjektiv (für 8, 9.5 mm, 16 mm) oder etwas anderes?
simple.joy antwortete auf simple.joy's Thema in Nostalgie
Guter Hinweis! Dennoch sind in solchen Fällen die Ähnlichkeiten in den folgenden Erzeugnissen häufig nicht von der Hand zu weisen und auch nicht zufällig. Jedenfalls gab es das erwähnte 20 mm Objektiv mit Sicherheit (in sehr, sehr ähnlicher Ausführung) auch mit Pathé Freres Aufschrift.
