Kurz zur Technik:
- akt. Arduino Nano Every (Uno war mir zu groß);
- Nema 17 Schrittmotor;
- insgesamt 4 IR-Lichtschranken auf Basis des TCRT5000, eine tastet eine Markierung auf der Flügelblende ab, eine beobachtet die obere Schlaufe, eine die untere und eine weitere den Auslauf. Die obere meldet das Filmende und schaltet dann Licht und Kamera ab. Die beiden unteren sollen, im Rahmen ihres Auflösungsvermögens, Alarm schlagen, wenn es Probleme im Transport gibt, scheint auch soweit zu funktionieren, aber nur grobes Verwurschteln würde da gemeldet, dann stoppt aber der Projektor sofort und macht über einen Piezo auf sich aufmerksam. Die IR-LEDs laufen im Moment noch ohne Modulation, was im abgedunkelten Raum beim Scannen auch reicht, wenn aber irgendwo Sonnenlicht auch nur auf eine gegenüberliegende Zimmerwand strahlen würde, dann wird das alles sehr unvorhersehbar und fehlerhaft, unter solchen Bedingungen müsste man die IR-LEDs modulieren und am Fototransistor einen Hochpass-Filter nutzen, im Prinzip auch machbar, aber ich habe mich zuletzt dagegen entschieden, um nicht alles nochmal neu verkabeln zu müssen;
- in der ersten Lücke der Flügelblende nach Bildwechsel wird noch kein Bild gemacht, damit das Bild zur Ruhe kommen kann, in der zweiten und dritten Lücke dann jeweils ein Bild möglich;
- die Led läuft über PWM auf 62 Khz und aktuell einmal mit 100% und mit 25%, d.h. pro Frame zwei Bilder möglich mit 2 Blendenstufen Unterschied. Bei den meisten Filmen würde wohl die Standardbelichtung reichen, aber ich wollte Reserven haben, um evtl. ein HDR aus wenigstens 2 Bildern zusammenzustellen (oder nur das heller belichtet Bild zu nutzen). Im Prinzip liesse sich das über Software aber auch beliebig anders gestalten.
- die LED hatte ich ganz am Anfang über ein fertiges Meanwell Konstantstromnetzteil laufen, was sich aber leider nicht bewährte, die angeblich lt. Datenblatt tolle Siebung sorgte in Kombination mit dem Silent Shutter der Sony für unansehnliche Bänder, die dann im fertigen Film lustig über den Horizont liefen. Gleiches Problem auch mit der STandard PWM-Frequenz des Arduino von knapp unter 1 Khz, aber die Umstellung auf 62,5 war problemlos über Software möglich. Auch wurde die LED, zunächst mit Dauerstrom betrieben, einfach zu heiß. Im Moment wird sie über den Arduino nur für ca. 250 ms eingeschaltet.
- Anzeige der wichtigsten Daten über ein 16x2 Display, zeigt dann Richtung Vor, Zurück, Stop an, die Umlaufzeit (finde ich praktischer als fps), die Anzahl der Bilder insgesamt und der Auslösungen, dann Statusmelden wie Film, kein Film, Riss an oberer oder unterer Position.
- da ich mit voller Auflösung der Kamera arbeite, ist das alles schnarchlahm, v.a. wenn man über Tethering direkt auf die Festplatte schreibt. Ein Umlauf muss mindestens 2,2 bis 2,5 s sein, sonst kommt die Kamera nicht mehr mit, d.h. bei den aktuell zwei Bildern pro Super 8-Frame läuft der Projektor auf knapp 5 Sekunden pro Umlauf
- ob sinnvoll oder nicht, kann ich noch nicht einschätzen, aber damit komme ich auf knapp 7K pro frame, fotografiere erstmal in RAW (85 MB pro Bild), dann RAW-Therapee und DaVinci-Resolve, erste Clips sehen ganz vielversprechend aus, aber da muss ich noch ein wenig tüfteln, v.a. in Richtung Avisynth o.ä. Geplant ist, die RAW-Daten auf jeden Fall aufzuheben und erstmal eine 4K Ausspielung zu machen. Beim Gedanken, wieviel ich da noch an Festplattenplatz kaufen muss, wird mir allerdings leicht blümerant.
So, nun genug gelabert, erstmal ein paar Bilder von außen im Vergleich zu einem unmodifzierten Record 100...