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F. Wachsmuth

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Posts posted by F. Wachsmuth

  1. vor 7 Stunden schrieb tonimanero:

    Was für ein Filterfolie meinst du?Wenn dann müsste ich eine kaufen.

    Könntest du dich vielleicht erklären warum C-Mount Objektive mit Smartphone Kameras nicht so ganz funktionieren?

     

    Welche Filterfolie genau Du brauchst, musst Du wohl durch testen ermitteln, in dem Du die Farbtemperatur dahinter misst. Ich empfehle Anschaffung eines "Lee Filterhefts", da bekommst Du für wenige Euro hunderte an farbigen Filtern, die sehr hochwertig sind und für diesen Zweck auch groß genug. Im Grunde ist es genau wie mit den Konversionsfiltern beim Filmen: Wenn Du einen Kunstlichtfilm (zB auf 3200K sensibilisiert) bei Tageslicht (z.B. 5800K) nehmen willst, brauchst Du etwas ein Wratten 82A (hellblau).

     

    Bzgl. der Smartphonekameras kann ich mangels praktischer Erfahrungen nur vermuten: Du übersiehst, dass der Großteil des Bildergebnisses bei Smartphones ein errechneter ist. Die Qualität der Sensoren und auch der Optiken ist meist unterirdisch schlecht — die Kamerasoftware kompensiert das (mit erheblichem Aufwand) und liefert Dir dann aber im Anschluss ein akzeptables Bild. Änderst Du hier das Objektiv, und damit Farben, Ausleuchtung und Schärfeebene, funktioniert das eben nicht mehr.

     

    HDR-Funktionen sind hier übrigens genauso ungeeignet, denn sie liefern immer Bildabhängige Ergebnisse. Beim Framescannen willst Du aber unbedingt die gleichen Parameter für jedes Einzelbild, sonst scannst Du Deinen FIlm nicht, sondern interpretierst ihn (bzw. lässt ihn die Kamera interpretieren).

     

     

  2. Die kamen sehr schnell, etwa eine Woche. 
    Weißabgleich spielt bei RAW keine Rolle. Du nimmst ja die Rohdaten des Sensors, ohne Farbtemperaturkorrektur. 
    die Dynamik fast aller CMOS-Sensoren ist bei ca. 5300K am höchsten. Wenn Deine Lampe 4000K hat, musst du das Raw halt kälter entwickeln. Besser ist, das Licht per Filterfolie auf ca. 5300K zu kriegen, umso weniger musst du später interpolieren. 
     

    Übrigens ist kein Sensor der Welt von Haus aus Farbneutral. Du musst also immer ein Kameraprofil haben oder anlegen, dass beim Demosaicing des Beyer-Musters möglichst die Wunschfarben erzeugt. Dafür gibt es aber kostenlose Tools (DNG Profile Builder etc), falls Dein Rawkonverter nicht schon ein Profil für Deine Kamera mitbringt. 

  3. Meine Yujileds sind jetzt alle schon verplant/vergeben... sorry!

     

    Aber ich bin gespannt, wie gut die GU10 funktioniert, die auf da gefunden hast. 
     

    Für eine Ulbrichtkugel sollte die Fläche der beiden Löcher nicht mehr als 5% der Kugeloberfläche betragen. Vor den GU10-Spot würde ich dann eher eine Teflonscheibe setzen. Das geht bestimmt auch ganz gut. 

  4. Die KSQ die ich schliesslich verwendet habe, ist diese hier:

    https://www.amazon.de/gp/product/B07VW63998/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o06_s00?ie=UTF8&psc=1

     

    Ich hatte erst eine selber gebaut, die hat aber zu viel verbraten (wurde heiss) — das kriegen die modernen Chips (hier ein XL4015) besser hin als mein altes LM317-Wissen. Und mit 3€ ist sie auch bezahlbar. In China ist sie natürlich noch billiger. Mit dem einen Poti begrenzt man den Strom, mit dem anderen bei Bedarf auch noch die Spannung. Auf der einen Seite kommen die ungeregelten, gelichgerichteten 26V aus dem Projektor rein (das ist der Trafo-Abgriff, der eigentlich den Motor antreiben soll), auf der anderen die die 450mA/19V raus.

     

    Der andere Trafoabgriff ist ursprünglich für die Halogenlampe gedacht (13V, 8A AC) — den verwende ich  aber zum Betrieb des ganzen Restes. So brauche ich kein Netzteil, sondern verwende einfach den Trafo, der im Noris eh schon eingebaut ist.

     

    Wird Zeit, dass ich den Schaltplan mal aufmale, bevor ich alles wieder vergessen habe 🙂

     

  5. Hier mal ein paar Bilder vom Aufbau meiner Lichtquelle.

    Zunächst ist da der Tischtennilsball als Ulbrichtkugel. Kann sein, dass einige das Overkill finden, aber keine andere Lichtquelle ist so diffus und kaschiert damit so gut Laufstriefen und Kratzer! Aus Betrachtern kennt man das Gegenteil... Punktförmige Lichtquelle, und man sieht jedes winzige Stippchen. Das will ich in der Abtastung nicht haben. Der AUfwand ist auch gar nicht so groß, denn jetzt kann man ja nachlesen wie es geht 🙂

     

    Hier ist ein reinweisser, nahtlsoer Pingpongball, in den ich mit dem Cuttermesser zwei Löcher im Durchmesser der LED geschnitten habe. Die stehen rechtwinklig zu einander:

     

    IMG_7555.thumb.jpg.6150f8c252272560d0ab26ac703ca968.jpg

     

    Da die LED sehr breit abstrahlt, würde auch ein Teil Licht direkt duch das Loch fallen, das am Bildfenster sitzt. Damit wäre die Diffusität dahin, daher habe ich eine kleine Trennwand angebracht, dafür ist der Schiltz im Oberen Bild.

     

    Woraus fertigt man eine lichtunduchlässige Trennwand? Aus einer Laborspule natürlich!

    Hier sieht man angezeichnet, was ich ausgeschnitten habe:

     

    IMG_7556.thumb.jpg.90e932e8fec102d8aac744d0e3505cd9.jpg

     

    ...und hier die "Trennwand" fertig eingeklebt. Auch hier habe ich mal wieder Powerknete verwendet, weil sie nicht tropft und so schön schnell trocknet. Und hält.

     

    IMG_7558.thumb.jpg.5b44c83153016348b8b8e77d516f1312.jpg

     

    Damit die Ulbrichtkugel perfekt funktioniert, muss man sie von innen neutral reflektierend beschichten. EInige nehmen dafür wohl einfach matte weisse Farbe. Ich wollte es aber so machen, wie in echten Ulbrichtkugeln, mit Bariumsulfat, einem ungiftigen, weissen Pigment, dass vollkommen Spektrumneutral ist und sehr stark reflektiert. Nacht langem Suchen bin ich in einem alten Koda-Patent fündig geworden, wie sich eine geeignete Farbe herstellen lässt. Bewährt hat sich für mich diese Rezeptur:

     

    50g Bariumsulfat

    140ml Ethanol

    70ml Aqua Dest

    40ml Polyvinylalkohol (PVA), farblos

     

    All das ist billig, ungiftig und problemlos zu bekommen. Ich habe es kräftig verrührt (Magentrührer, geht aber auch so), mit einer Spritze in den Pingpongball gegeben, ihnzugehalten und geschüttelt. Dann lässt man das ganze eine Weile trocknen (20-30 Minuten reichen wohl) und wiederholt den Vorgang. Ich habe 5 oder 6 Schichten aufgetragen, danach war alles schön gleichmässig beschichtet.

     

    So, nun zum Kühlkörper. Ich habe eine in 40x40x20mm verwendet, das ist ein Standardmaß und billig zu haben. Hier habe ich markiert, wo die LED hinmuss:IMG_7676.thumb.jpg.5982f7dadc999b0ed68fc52b5c40e6f2.jpg

     

    und dann die LED mit speziellem Kleber (Temperaturleitend) aufgeklebt:

    IMG_7677.thumb.jpg.af3ff7c3634886f3a64690d21052f460.jpg

     

    So, und darauf kommt jetzt der Pinpong-Ball, so, dass seine zweite Öffnung möglichst nah am Bildfenster sitzt. Je näher, desto besser, denn durch das ungerichtete Licht nimmt die LIchtmenge hinterm Austritt sehr schnell ab, und die "Ungerichtetheit" ebenso. Fetrig verklebt sieht das dann so aus:

    IMG_7682.thumb.jpg.cfbbc3deab4f865436334c92352729d2.jpg

     

    Hier ist der Lüfter auch schon montiert. Passt ganz genau auf den Kühlkörper.

    Das ganze lässt sich prima in den Lampenhausdeckel klemmen, wenn man vom Kühlgitter desselben ein 40mm Stück absägt. So ist der "Turm" sicher fixiert, aber in der Höhe noch verstellbar, falls nötig:

     

    IMG_7692.thumb.jpg.810a0be09bb7c9787a0964eb16ecec9a.jpg

     

    Durch einen Denkfehler hätte ich ncoh knapp 5 mm weiter nach vorne gekonnt. Vielleicht baue ich den Turm irgendwann einfach noch mal, es geht aber auch so. Die LED ist so hell, dass die Lichtmenge mehr als Ausreichend ist. Wie sehr man nachher Kratzer sehen wird, ist noch abzuwarten. Ist halt ein Prototyp....

     

    Ein Bild noch:

    IMG_7688.thumb.jpg.3e6f49a14a958a02317778e36cbdbb49.jpg

     

    Wie man sehen kann, sitzt die Lampe jetzt im Lampenhausdeckel, nicht mehr im Projektor. Er lässt sich daher genauso einfach öffnen wie zuvor.

     

    • Thanks 1
  6. Hallo ReelToReel,

     

    Der "Ventilator" ist ein ganz kleiner billiger Chipsatz-Lüfter aus einem PC, der eigentlcih mit 12V läuft, bei mir aber nur mit 5V, und daher ganz leise ist.

    Die High-Power-LEDs mit hohem CRI sind nicht so effizient wie andere High-Power-LEDs, d.h. sie verbraten mehr Energie in Wärme. Man muss sie daher auf einen Kühlkörper kleben. Da ich im Lampenhaus aber nicht viel Platz habe, ist der Kühlkörper recht klein, und wurde im Dauerbetrieb immer noch zu heiss. Der kleine Miefquirl reicht aber völlig, um für einen kleinen Luftstrom am Kühlkörper zu sorgen, so wird er nur noch knapp handwarm.

     

    Die Versorgung der LED ist nicht so ganz trivial, denn LEDs bruachen einen konstanten Strom, keine konstante Spannung. Bei ~450 mA hat die Yujileds ein optimales Spektrum, sie stellen sich dann auf etwa 19V ein. Andersrum geht es aber nicht, wenn Du ein auf 19V stabilisiertes Netzteil anschliesst, wird der Strom viel zu groß und die LED macht Puff. Ich habe nach einigem Suchen aber eine KSQ gefunden, die prima funktioniert. Auch davon habe ich 10 Stück bestellt, kann Die also gern eine abgeben. 

     

    Ab 12.12. habe ich Urlaub, dann werde ich endlich mal an einer Anleitung arbeiten.

     

  7. Puh, da müsste ich jetzt gucken. Da ich jetzt schon oft erlebt habe dass Leute nach vorgeschaltetem Remjetrmeoval nicht genug wässern und der pH im FD nicht mehr stimmte, kann es sein, dass ich ihn deshalb nach hinten verschoben habe... zumal K40 Remjet sich ja meist nicht mal eben so ganz von alleine löst. 

    Leier hat mein Laborbuch selten ein Datum, daher kann ich jetzt nicht mehr gucken. Beides funktioniert aber 🙂

     

    Tatsache ist natürlich, dass ein gefoggter (zB mal heiß oder einfach unverpackt gelagerter) Kodachrome nicht so ideal wird. 

  8. Auf 40 Asa geht auch. Ich mach aber keine Auftragsentwicklungen... Rezept hier aus meinen Laborbuchnotizen:

     

    Gives 20-25 ASA, all at 20°C
     
    13'30 FD (Dokumol 1+5, add Potassiumthiocyanate 4g/l and 50mg Potassium iodide/l)
    3'00 BL (Potassiumbichromate-based)
    3'00 CL (Sodiumsulfate)
    5'00 Soda-Soak (Remjet Removal), NO agitation!
    5'00 Heavy Washing and Rinsing
    5'00 SD (Not the same as FD!)
    3'00 FX (hardening)
    5'00 Rinsing
     
     
    For 40 ASA:
    Use Orwo A71 as FD for 9'00 (120g Part A and 17g Part B per Liter), add Potassiumthiocyanate 4g/l and 50mg Potassium iodide/l
  9. Ah, der Experimentator 🙂 

    Mit Reinigungschemie kann man in der Tat coole Effekte hin kriegen. Ich dachte du wolltest einfach ganz viel Klarfilm machen, da wäre SW-Material halt besser gewesen. 
    Handschuh an und los experimentieren! Prima geht, den Film mit ner Zahnbürste und (eingepackten) Daumen "anzuspritzen". Ich hatte Dr. Becher Schimmelentferner glaube ich. Auch Urinsteinentferner macht tolle Farbspiele. 

  10. Die orangene Suppe löst Silber auf. In einem Farbfilm ist nach der Entwicklung kein Silber mehr drin. 
    Farbstoffe aus Farbfilmen bleichen erfordert andere, heftige Chemie. Würde ich nicht machen. Mit solchen Mengen Chlor oder Domestos ist nicht zu spaßen, und du musst sie ja auch noch entsorgen. 

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