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MFB42 aka M. Bartels

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  1. Ich habe dem Film umkehrentwickelt. Daher als Erstentwickler A-71. Als Negativ kommt er gut im klassischen D-96, 5min. In der Umkehrentwickelung empfehle ich, ihn bei Sonne eine knappe Blende unterzubelichten und bei Kunstlicht eine knappe Blende überzubelichten. Wenn du nur mit dem Negativ arbeitest und es digitalisiert, ist es wahrscheinlich egal.
  2. @filma Danke für die Blumen 🙂 Und du hast recht: Es kommt darauf an, was man will (auch vom Preis). Ich habe meine Aufzählung der Rezepte mit C-41/RA-4 begonnen. Dank eines gut ausgestatteten Labors (Dank wiederum an @filma) kann ich im Bereich der Fotografie, von der Farbfilmentwicklung bis zur Farbvergrößerung, alles selber machen und habe das ausgiebig durchgeführt, vor allem als Vorbereitung für meine Arbeit mit Schülern. Nun bin ich aber eher Gelegenheits- und Urlaubsfotograf. Mehrere Urlaubs(negativ)filme zu entwickeln und vor allem Handabzüge in Farbe zu machen ist unendlich aufwändig und das Ergebnis wird nie so gleichmäßig, wie im Labor. Die Drogerie um die Ecke macht das Ganze immer noch in für den Zweck angemessener Qualität zum extrem kleinen Preis. Das hat mich früher in den 80ern und 90ern nicht gestört, ich bin jetzt dazu übergegangen, meine Negativfilme wieder in Fototäschchen zu stopfen und mich an den fertigen Abzügen zu erfreuen. Lieber mache ich aber zu besonderen Anlässen besondere Fotos, z.B. Mittelformatdias, von denen ich dann Umkehrabzüge selbst erstelle. Die haben durch erhöhte Farbsättigung und Kontrast einen besonderen Effekt, den ich beim Fotografieren schon antizipiere und somit einzigartige, "künstlerische" Bilder erhalte. Da kann wiederum kein herkömmlioches Labor für mich machen und es ist mein handwerklich/künstlerischer Prozess. Ebenso habe ich gerne mal eine Minolta 16 mit Resten an 16mm-Film in der Tasche. Auch die entwickelt mir kein Labor, von Abzügen ganz zu schweigen. Hier also: experimentelles/künstlerisches Arbeiten verlangt Handarbeit, Standardprozesse kann der Profi meist besser. Meine wirkliche Passion ist aber das Filmen. Einen Umkehrfilm, ein Negativ und eine Positivkopie davon macht Andec ebenfalls immer besser, als ich selber. Vor allem meine heimkopierten Positive sehen immer aus, wie, naja, heimkopiert. Hier gibt es aber einen extremen Preisunterschied, da ich meinen Super 8-Film eben nicht mehr in der Drogerie abgeben kann. Würde ich vermutlich sonst machen. Und 16mm ist immer teuer. Da jeder Film irgendwie mein "Baby" ist, möchte ich ihn von der ersten bis zur letzten Sekunde durch meine eigenen, liebenden Hände laufen lassen, was natürlich unendlich aufwändiger ist. Aber es handelt sich halt um Schmalfilm, mein Hobby, meine Passion. Tja. Und jetzt das, was man (fast) gar nicht selber machen kann: Demnächst wandert ein Schwung meiner Filme wieder nach Italien zu Alberto Vangelista, um sie mit Tonspur zu versehen. Daran wage ich mich nun gar nicht, auch wenn es irgendwie traurig ist. Also als Fazit: Probiere alles aus und noch viel mehr. Was dir gefällt, mache dann weiter, was dir nicht gefällt, lass sein (oder source out).
  3. Welche Chemie schlägt er denn vor? Manche nehmen ja einfach Soda. Bei frischem Kodak Cinefilm habe ich die besten Erfahrungen mit dem Kodak Remjet-Remover auf Borax-Basis gemacht. Vor der Entwicklung warm in den Tank geben, etwa 2 min einwirken lassen, dabei NICHT SCHÜTTELN (dann wird die Chemie nicht scharz und kann zigmal wiederverwendet werden). Anschließend abgießen und mit warem Wasser so oft (unter kräftiger Agitation) nachspülen, bis das Wasser klar ist. Nach Abschluss des Entwicklungsprozesses muss dann immer noch nachgewischt werden. Das (fusselfreie!) Tuch wird dann immer noch schwarz und so ganz 100% wird es nie. Diese blöden Remjet-Filme sind halt für die professionelle Maschinenverarbeitung vorgesehen. Deshalb hoffe ich, dass es wirklich bald remjetfreies Vision3-Material geben wird. Ich wünsche übrigens viel Erfolg. Ich mag 500T, vor allem als Fotofilm macht er sich gut, da bei 35mm das Korn gut rauskommt. Bei 16mm oder gar 8mm gibt es meiner Meinung nach zu viel Korn.
  4. Ich habe noch nach zwei Wochen gute Ergebnisse erzielt, aber nur bei Teststreifen. Wie gesagt: Film ist teuer als Chemikalien und belichteter Film ist einmalig. Lieber frisch ansetzten als den Film versauen. P.S. Stimmt, ganz vergessen: mit der ECN-Chemie von Cinestill habe ich sehr gute Erfahrung gemacht. Die E-6 Chemie von Cinestill hat mich nie überzeugt.
  5. Das ganze Zeug gibt es bei Suvatlar in privat gebräuchlichen Mengen zu kaufen. Wenn man selbst ansetzen möchte, muss man leider erstmal etwas in Vorleistung treten. Dafür halten die Chemikalien in Rohform ewig und man kann sich als Gelegenheitsentwickler immer so viel ansetzen, wie man gerade braucht. Ich habe mir einen kleinen Magnetrührer angeschafft, mit dem ich alles in destilliertes Wasser einrühre (eine Maske habe ich seit Corona nicht mehr auf gehabt). Die Temperatur halte ich beim Entwicklungsprozess im Wasserbad mit Sous-Vide-Garer. Gängige Prozesse für Farbfotos (C-41, E-6) gibt es fertig zu kaufen, mit Anleitung. So habe ich auch angefangen. Wenn du mit Negativ selbst entwickeln willst, musst du wohl oder übel selber ansetzen. Wenn du sauber arbeitest und schon Erfahrung mit Schwarzweiß hast, sehr ich mit Farbe auch kein Problem. Aber wie gesagt: Ich habe halt keine Angst vor Chemikalien. Aber Respekt ist immer angebracht. Über meinen eher schnoddrigen (aber keineswegs respektlosen) Umgang mit Fotochemie können dich sicher @filmaund @Friedemann Wachsmuth unterrichten. Die waren bei meinem Workshop in Dresden dabei. Anbei ein grandioses Bild von meinen Chemikalienflaschen im Wasserbad (aus @Friedemann Wachsmuths Dresden-Film)
  6. Ich, als alter Chemiepanscher, würde sagen: Einfach machen und das Zeug am besten nicht trinken. Zum Wohlfühlen helfen Gummihandschuhe, die ich aber auch mal weglasse, außer bei Dichromat, das wir hier aber nicht brauchen. Genaue chemische Vorgänge kann dir wahrscheinlich niemand erklären. Farbchemie ist unfassbar kompliziert. Es geht in erster Linie darum, welche Doppelbindung an welcher Stelle eines komlexen organischen Molektül zu einer Einfachbindung wird, um die Lichtbrechung des Moleküls zu verändern. Ich bin auch eigentlich immer noch auf der Suche nach einem Buch, das die dahinter stehende Chemie wirklich genau erklärt. Das wäre dann aber nur mit Chemiestudium (das ich habe) verständlich. Welche Informationen willst du denn genau in dem gesuchten Buch finden?
  7. Ansonsten teile ich gerne meine private Rezeptsammlung für Farbfilme (C-41, RA-4, ECP, ECN, E-6). Ist ja alles kein Geheimnis... Alle Rezepte und Prozesse sind von mir schon oft und mit großem Erfolg angewendet worden. Es handelt sich aber trotzdem teils um experimentelle Prozesse, für die ich keine Verantwortung übernehme. Ich verwende der Einfachheit halber den Bleichfixierer von Cinestill, weil er einzeln zu kaufen ist. Wenn du Bleiche und Fixierer selbst ansetzt, sparst du Geld und hast länger haltbare Lösungen, siehe hier: Farbfilm Foto: C-41 Negativentwickler (Dignan, S. 45) 37,5g Natriumcarbonat (Soda) 4,3g Natriumsulfit 2mg Kaliumiodid (=0,2ml 1%ige Lsg.*) 1,5g Kaliumbromid 2g Hydroxylaminsulfat (HAS) (1g Calgon) 4,8g CD4 In 1L Wasser Vorwärmen 3:15 CD bei 38°C (100°F) (1-2min Stop) Blix nach Vorgabe RA-4 Papierentwickler (William Laut / Bona’s Home Page) 6,0ml Triethanolamin 1,0g Natriumsulfit 5,0g CD3 40,0g Natriumcarbonat (Soda) 0,5g Natriumchlorid (Kochsalz) (1g Calgon) (0,5g Tinopal SPF) --> lasse ich weg. In 1L Wasser Vorwärmen 1min+ CD bei >35°C ca. 1min Stop 1min Blix Farbfilm Cine: ECN-2 Negativentwickler (Youtube-filmboy24) 2g Natriumsulfit 1,5g Kaliumbromid 25,6g Natriumcarbonat (Soda) 2,8g Natriumhydrogencarbonat (Natron) (1g Calgon) 4g CD3 In 1L Wasser 1-2 min Remjet Removal 3min CD bei 41°C (106°F) 2min Stop Blix nach Vorgabe ECP Positiventwickler (Kodak SD-50) (1g Calgon) 4,35g Natriumsulfit 2,95g CD2 17,1g Natriumcarbonat (Soda) 1,72g Natriumbromid 0,2ml Schwefelsäure 38% (Batteriesäure) In 1L Wasser Vorwärmen 3min CD bei 37°C 1min Stop 1min Blix Remjet Removal (Kodak) - Braucht man hoffentlich bald nicht mehr, wenn Kodak Erst macht 20g Borax 100g Natriumsulfit 1g Natriumhydroxid In 1L Wasser Farbumkehr: E6-Ersatz (Ramey S. 184) FD (D-19+Zusätze) 2,2g Metol (bei Fertigmix extra!) 96g Natriumsulfit 8,8g Hydrochinon 41g Natriumcarbonat (Soda) 5g Kaliumbromid (1g Calgon) +2g Kaliumthiocyanat +10mg Kaliumiodid (=1ml 1%ige Lsg.) In 1L Wasser CD=ECP Vorwärmen 7min FD bei 37°C 1min Stop BW BELICHTUNG (500W) 3min CD bei 37°C Blix nach Vorgabe
  8. Den Klassiker (Dignan) hat mir @Friedemann Wachsmuth schon vor Jahren empfohlen und auch auf Filmkorn veröffentlicht: https://www.filmkorn.org/archiv/buecher/simplified-color-processing-formulas/
  9. Wo dieser Thread mal wieder in Erinnerung gerufen wurde... Hat jemand Erfahrung mit der Rotstichbehandlung von Alberto? Ich habe da eine liebevoll zusammen getragene Sammlung von Super 8 Filmchen zu allen NASA -Missionen. Teilweise ziemlich rot...
  10. Da nun mein geliehener Drucker nicht zu Präzisionarbeit taugt, habe ich mal was Grobmotorisches entworfen. Zwei kleine Kurbeln, eher primitiv entworfen. Eine zum Schrauben von Single-8 Kassetten (hat mir schon immer gefeht) Und eine für die Ekran-Kassetten (braucht eigentlich niemand, außer Ekran-Filmer) ekran crank.stl single 8 crank.stl
  11. ja, wie gesagt. Dass ich mit meinem geliehenen Druckerchen keine super Ergebnisse bekomme, war mir klar. Da ich ihn aber nunmal noch eine Woche bei mir stehen habe, wollte ich mal ausprobieren. Gut dass es dieses 3D-Modell gibt, glücklicherweise haben mich viele liebe Menschen hier mit Original-Kassetten ausgestattet, sowohl für Single 8 als auch für Super 8. Da drucke ich lieber die vielen nützlichen Wickelhilfen, die @Sandro Proske so eifrig entwirft. Falls ich mal wieder meine Ekran aus der Vergessenheit hervorhole, muss ich mir mal eine Aufwickellösung für die Ekran-Spulen entwerfen A pro pos Wickeln und selbst Befüllen: Hat jemand von euch einen Tipp, wie man am besten Film ablängt?
  12. Über die Schulferien konnte ich mir eine Prusa Mini-Drucker ausleihen und kann jetzt also noch ein paar TZage drucken, wie es mir gefällt. Ich habe testweise die Single 8-Klassette ausgedruckt und mit Testfilm durch meine Single 8-Klameras laufen lassen (P1, Z2, P2). Die Laufergebnisse haben mich eher enttäuscht. Am besten funktioniert die Kasselle mit dem kleinen P2-Plastikbomber. Das ist die einzige Kamera, die die Empfindlichkeit vom 100ASA erkennt, da die dieser Kamera die Empfindlichkeit mit 4 Druckknöpfen gemessen wird. Die anderen beiden alten Kameras aus den 60er haben den Schieberegler, der die Empfindlichkeit in der Aussparung der Kasserre misst. Leider ist diese Aussparung bei der gedruckten Kassette nicht tief genug, so dass der Hebel am Anfang hängen bleibt und die Empfindlichkeit bei der Minimaleinstellung (ISO 12?) hängen bleibt. Wen ich die Aussparung mit dem Schraubenzieher etwas auskratze und glatt mache, läuft es besser, nur dass auch dann die ISO 100 nicht korrekt erkannt werden (Überbelichtung, eher ISO 25). Es müsste also etwa 0,5mm tiefer sein. Aber ich bin ja in der glücklichen Position, einige RT200 Originalkassetten zu besitzen, für die ich mir schon vor Jahren mein eigenes System zur Verkleinerung der Aussparung entwickelt habe. Die Striche stehen für 100, 50, 25. Unter dem Klebeband befindet sich ein Kügelchen aus zusammen geknüllter Alufolie. Primitiv aber effektiv. bin denkbar unzufrieden. Der Film läuft nicht so sauber durch, wie ich es von kommerziellen Kassetten gewohnt bin.
  13. Ja, davon träume ich auch. Vor allem, weil ich im Fundus meiner Schule einen Eumig Mark S mit Lichtton-Wiedergabe rumstehen habe (leider reparaturbedürftig).
  14. Da komme ich frisch aus dem Urlaub wieder und finde ein super Buch in meinem Briefkasten. Vielen Dank! War übrigens das erste Mal, dass ich mich an einem Crowdfunding beteiligt habe.
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