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lumoStoria

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  1. Zumindest bei meinem Exemplar empfand ich das Verkleben als unbedingt nötig. Durch das ziemlich "luftige" und kurze Gewinde, das die beiden Tubusteile verbindet, löst sich die Verbindung sonst schon mit geringstem Kraftaufwand. Da reicht es dann schon, wenn man mal etwas energischer bis zum Anschlag zoomt und schon dreht man die Verbindung auf. Fällt im ersten Moment vielleicht nicht mal auf, aber der Abbildungsleistung des Objektivs tut es sicher nicht gut, wenn sich dadurch die Abstände der Linsengruppen ändern. Wenn man natürlich ein komplett statisches Setup hat und einem bewußt ist, daß das Objektiv etwas "locker" ist, kommt man wahrscheinlich auch ohne Verkleben hin. Da das Verkleben aber nur ein paar Minuten dauert, warum nicht. Ich vermute, daß es mindestens wieder 20 Jahre dauert, bis der Nächste das Objektiv wieder auseinanderbauen muß.
  2. Ich habe bisher auch immer den "klassischen" Spannschlüssel mit den beiden Querstangen verwendet. Den fand ich schon ganz brauchbar (und nicht wackelig), aber das viele Rumgeschraube bei Änderung der Spannweite hat mich auch gestört. Besonders, wenn man immer abwechselnd zwei Spannweiten (oder zwei verschiedene Einsätze) braucht. Das war eigentlich der primäre Grund, mir zusätzlich den oben gezeigten zu kaufen. Bei dem kann man die Spannweite ganz einfach über die einzelne Stellmutter verstellen. Der Wechsel der Einsätze ist aber genauso aufwendig/fummelig. Aber zumindest habe ich jetzt zwei Spannschlüssel und muß nicht mehr ständig zwischen den Spannweiten oder Einsätzen wechseln. Viel Erfahrungen habe ich mit dem neuen noch nicht, das Elmo-Objektiv war der erste Einsatz. Er erscheint mir aber genauso stabil wie mein klassischer Spannschlüssel (wie gesagt, der ist bei mir nicht wackelig). Soweit ich weiß, handelt es sich um eine chinesische "Kopie" eines teuren Spannschlüssels eines klassischen Herstellers, ich kenne aber dessen Namen nicht. Meine Version hat mich vor ein paar Monaten bei Aliexpress etwa 20 Euro gekostet. Ich versuche normalerweise schon, mir hochwertiges Werkzeug von renommierten (meist deutschen) Herstellern zu kaufen. In diesem speziellen Fall war es mir aber nicht Wert, vielleicht das Fünffache (oder mehr) für das Werkzeug zu bezahlen.
  3. So, das Ende eines aufwendiger als erwarteten Projekts ist erreicht 😀. Das Objektiv wurde zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut. Für das "Verkleben" des Objektivs habe ich Loctite 243 (für die Zoom-Sektion) und Pattex Kraftkleber (für das hintere Tubussegment) verwendet. Zum Zwecke der Dokumentation habe ich den gesamten Prozeß in meinem Reparaturblog beschrieben: Elmo 1:1.2 25-50mm: How to Disassemble Nochmals Danke an alle, die mich auf dem Weg zum "refurbishten" Objektiv unterstützt haben. Viele Grüße, Sven
  4. Danke für den Tip. Pattex müßte ich noch da haben; werde es mal probieren.
  5. So, mein erster Versuch, den mittleren mit dem hinteren Tubusteil zu "verkleben", ist leider gescheitert 😥. Ich hatte dabei das mittelfeste (blaue) Loctite 243 verwendet. Erst sehr sparsam an nur drei Stellen des Gewindes aufgebracht. Nach 24 Stunden ließ sich der Tubus problemlos mit der Hand auseinanderschrauben. Dann das Gewinde vollflächig mit Loctite benetzt. Nach 24 Stunden dasselbe Ergebnis - wieder ließ sich der Tubus mit der Hand auseinanderschrauben. Die Ursache scheint zu sein, daß die verbindenden Gewinde der Tubusteile sehr "luftig" geschnitten und zudem recht kurz sind (vielleicht drei Windungen). Wenn die Teile noch nicht vollständig verschraubt sind, kann man sie noch relativ weit gegeneinander verschieben (vulgo: es wackelt). Deshalb funktioniert Loctite wahrscheinlich nicht, weil es einen direkten Metall-auf-Metall-Kontakt der Gewinde benötigt und bei "Luft" dazwischen nicht gut hält. Ich bin jetzt etwas ratlos, welchen Kleber ich stattdessen verwenden kann. Sekundenkleber auf Cyanacrylat-Basis kommen nicht in Frage, weil sie stark ausgasen. Zweikomponenten-Kleber (Epoxy) würde auf jeden Fall funktionieren, die Verbindung wäre aber praktisch (auch mit diversen Lösungsmitteln) nie wieder lösbar. Aus Service-Gesichtspunkten auch keine gute Lösung. Habt Ihr noch Ideen?
  6. Grundsätzlich kann man den Fungus selbst eigentlich immer problemlos entfernen (solange er nicht in verkitteten Linsengruppen sitzt). Wogegen man aber machtlos ist, sind die Verätzungen der Linsenvergütung durch säurehaltige Stoffwechselprodukte des Fungus. Das Ausmaß dieser Verätzung ist aber sehr individuell, wahrscheinlich abhängig von der Art des Fungus, den Umweltbedingungen, der Einwirkzeit und der Vergütung. Das kann von 'keinerlei sichtbare Verätzung' bis zu 'ab in die Tonne' reichen. In meiner bisherigen Praxis hatte ich vorwiegend Fälle mit keiner oder nur geringfügiger Verätzung. So auch beim Elmo, da gab es keine sichtbaren Verätzungen. Nach der Behandlung sieht die Linse dann praktisch wie neu aus. Zur Fungusentfernung verwende ich eine 50:50-Lösung aus Wasserstoffperoxid (3%) und Ammoniumhydroxid ("Salmiakgeist", 9%). Man braucht nur wenige Milliliter dieser Lösung (5-10ml reichen meist). Obacht: Handschuhe und Schutzbrille tragen. Müffelt auch ziemlich streng. Diese Lösung bringe ich mit einem Q-Tip auf die betroffene Linse auf, lasse sie kurz einwirken und spüle sie dann mit destilliertem Wasser ab. Dann Trocknen der Linse durch Abblasen des Wassers. Dann eine abschließende Reinigung mit Optikreiniger und -papier. Das ist meine persönliche Prozedur, Nachmachen auf eigene Gefahr und ohne Erfolgsversprechen. Wie immer bei der Reparatur von Objektiven kann alles passieren, inklusive Komplettverlust. Das Risiko gehe ich dann ein, wenn das Objektiv ansonsten sowieso nicht mehr nutzbar wäre. War beim Elmo der Fall.
  7. Ich bin seit längerer Zeit vor allem in englischsprachigen Foren zu Kamera- und Objektivreparatur unterwegs, zum Beispiel auf Photrio und diversen Subreddits. Dort sind mir im Laufe der Zeit hin und wieder Diskussionen zur Verwendung von Klebern und Threadlockern in Objektiven untergekommen. Dabei gab es manche Teilnehmer, die von Loctite abgeraten habe (wegen Outgassing) und andere, die gesagt haben, es wäre nicht problematisch. Deshalb meine Verwendung von "manchmal". Man könnte auch sagen: Manche sagen so, andere sagen so. Wegen dieser kontroversen Sichtweisen und meiner bisher mangelnden Erfahrung mit Loctite in Objektiven dachte ich, ich frage besser mal hier nach, ob es Erfahrungen zu dieser Thematik gibt. Ist wohl voll nach hinten losgegangen 😥. Leider weist Henkel für Loctite 243 keinen CVCM-Wert aus, zumindest konnte ich keinen finden. Auch in der entsprechenden NASA-Datenbank taucht es nicht auf. Da ist nur Loctite 242 aufgeführt und das wird mit einem gemessenen, recht hohen CVCM-Wert von 7,45% angegeben. Mir ist bewußt, daß die NASA unter Vakuumbedingungen mißt und daß das nicht direkt auf "Erdbedingungen" übertragbar ist. Allerdings zeigt sich aber schon eine Tendenz, wenn ein Threadlocker einen CVCM-Wert hat, der zwei Größenordungen kleiner ist als der eines anderen Threadlockers. Die NASA hätte übrigens gern einen CVCM-Wert von 0,1% und weniger. Ich weiß, unter Bastlerniveau 😉.
  8. So, alle Teile des Objektivs gereinigt, den Fungus/Haze auf den Linsen beseitigt und den Tubus ganz leicht gefettet. Ist ganz gut geworden. Jetzt stellt sich nur noch die Frage nach dem Neu-Verkleben. Mein erster Gedanke wäre sowas wie das klassische Loctite 243 (blau, mittelfest) gewesen. Natürlich sparsam eingesetzt. Spricht da aus Eurer Erfahrung was dagegen? Manchmal hört man ja, Loctite würde ausgasen und dann einen Belag auf der Linse bilden.
  9. Ja, ja, ich weiß, hattest Du mehrfach gesagt. Ich ungläubiger Thomas 😉. Vielen Dank für Deine Hartnäckigkeit 🙏. Zu meiner Verteidigung siehe unten. Nie im Leben hätte man die "von Hand" abschrauben können. Hatte ich als erstes versucht - kein Erfolg. Dann erst mit Hitze (Heißluftpistole), dann mit Kälte (Kältespray) versucht - kein Erfolg. Als nächstes die Wiederholung meines Schlauchschellen-Tricks - kein Erfolg. Dann der Versuch mit zwei Ölfilter-Bandschlüsseln (diese Gummibänder mit Stielen dran) - kein Erfolg. Schließlich, weil sowieso alles egal war, eine größere Menge Isopropanol (bestimmt 5ml) in die Fronthülse laufen lassen (Objektiv mit der Front nach unten hingestellt und dann in den Spalt zwischen Fronthülse und Tubus gefüllt). Über Nacht stehen lassen. Heute morgen wieder "von Hand" probiert - kein Erfolg. Dann noch mal mit dem Bandschlüssel - und Zack, die Fronthülse ließ sich abschrauben. Die vordere Linsengruppe (2 oder 3 verkittete Linsen) kann man einfach entnehmen, die ist nur eingelegt. Hoffentlich sitzt da der Fungus nur außen. Jetzt gibt's da noch einen außen umlaufenden, silberfarbenen Ring, den man abschrauben können sollte. Dann sollte man eigentlich den Helicoid samt mittlerer Linsengruppe rausschieben können. Was wir auf jeden Fall schon mal definitiv festhalten können: Das Elmo 1.2 25-50mm hat keinen abschraubbaren Beauty Ring, der ist stattdessen wirklich integraler Bestandteil der Fronthülse.
  10. Bei "verschwundenen" Webseiten ist das Internet Archive (Wayback Machine) immer die erste Anlaufstelle. Hier die letzte Version der Webseite aus 2025: https://web.archive.org/web/20251101000901/https://olafs-16mm-kino.de/ Gruß, Sven
  11. Schwer zu fotografieren. Zur realen Abbildungsleistung kann ich nichts sagen, ich besitze keinen passenden Projektor. Aber auch, wenn nur aktuell nur geringere Qualitätseinbußen auftreten sollten: Wer kauft denn ein Objektiv mit Fungus, das anscheinend niemand reparieren kann? Dann doch eher versuchen, es selbst zu reparieren und dabei zumindest was lernen, was auch anderen später nützlich sein könnte.
  12. Danke für die Infos. Ja, Aceton würde ich nie in der Nähe von beschichteten Linsen anwenden. Das mit dem "Kohlepulver" verstehe ich aber nicht. Wie @Friedemann Wachsmuth schon gesagt hat, ist damit wahrscheinlich Graphit gemeint. Das kenne ich nur vom "Trockenschmieren" von Blenden- oder Verschlußlamellen bei alten Objektiven/Kameras. Eine Verklebung löst man damit sicher nicht. Wie bereits gesagt, ich repariere hobbymäßig Objektive. Da sind auch welche dabei, die man in relativ gutem Zustand für 20-30 Euro bekommt. Da könnte man auch argumentieren, besser ein weiteres zu kaufen als eines zu reparieren. Rein ökonomisch macht das Reparieren keinen Sinn. Aber mein Mindset ist eher, daß die alte Technik es verdient hat, repariert zu werden. Der Nachschub ist begrenzt, insbesondere bei solch seltenen Objektiven wie dem Elmo 1.2 25-50mm. Wenn man da jedes Exemplar in die Tonne tritt, das Fungus/Haze hat, dann gibt es irgendwann gar keine brauchbaren mehr. Ein weiteres kaufen macht bei mir auch keinen Sinn, weil ich solche Objektive repariere, nicht nutze. Nutzen kann sie dann jemand anders, der Verwendung dafür hat.
  13. Da müßte ich mir erst mal 50er Schlauchschellen besorgen. Habe nur kleinere und größere. So richtig bin ich von diesem Ansatz noch nicht überzeugt. Wenn das so einfach wäre (ist?), warum sagen dann Leute, die die f1.0er zerlegen, daß sie die f1.2er nicht aufkriegen?
  14. Ich bin Neumitglied hier und sollte deshalb keine Forderungen stellen. Deshalb nur als Bitte: In diesem Thread geht es um die Zerlegung eines Objektivs, nicht um KI. Könnte die KI-Diskussion bitte in einem anderen Thread geführt werden? Ich habe leider schon in anderen Foren erlebt, wie Themen mit Nebendiskussionen zerredet wurden und dann entweder versandet sind oder von der Moderation geschlossen wurden. Fände ich bei diesem Thema wirklich schade, da es versucht, eine Wissenslücke zu schließen, die anscheinend Internet-weit besteht (zumindest was den mit Suchmaschinen erreichbaren Teil des Internets betrifft). Danke.
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