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cinerama

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Posts posted by cinerama


  1. Am 3.1.2020 um 09:21 schrieb Simon Wyss:

    Die Qualität der Schwarzweißbilder auf der Seite Filmerbe – Digital ist auch nicht gerade einladend. Willkommen im finsteren Digital, wenn der Berg schon ruft. 

     

    Simon, darüber habe ich mich selber mit früheren Kopierwerkskollegen des öfteren geärgert, dass sich in den Abspielstätten keiner dafür interessiert, die Bildvorlagen dem eventuellen Zustand der gezeigten Filme, Verzeihung, hier sind es ja "Medien" geworden, anzupassen. (Bei meinen Altfilmruinen habe ich in der Vorankündigung deshalb entsprechende Filmszenenfotos in den magenta-cine-Bereich verschoben.)

    Aber wir sollten das Ziel nicht aus dem Auge verlieren, weiterhin zugunsten des echten Films reproduzierend tätig zu sein (maschinelle, optische oder elektrische Modifikationen an vorhandenen Gerätschaften) und der Digitalisierung Widerstand entgegenzusetzen.

    Um sich nicht aufzureiben, empfehle ich, "Diskussionen" mit den Medieninstituten abzubrechen und stattdessen andere noch filmaktive Adressen zu pflegen: unter Umständen beim Film Preservation Center in Wien, in Tschechien, Italien, Russland, in USA oder Indien und Pakistan, wo auch in der Bevölkerung ein Traditionsbewusstsein existiert.


  2. vor 11 Stunden schrieb clematt1000:

    daran allein kanns nicht liegen, da ich schon in Marzahn in russischen Filmen und 5 Besuchern saß

    Märkische Allee 178?  Kenne ich. Spartenprogramm vermutlich schwer durchsetzbar. Eher York-Gruppe oder Indie-Kinos in dieser Stadt. Gibt noch ein russisches Kulturzentrum an der Friedrichstrasse und das Kino  Krokodil. So wie die Russische Filmwoche im Krokodil und Delphi Lux: http://russische-filmwoche.com/de/news-1/


  3. Ja, die Auflösung war enttäuschend und die Kopien zudem vom Duplikatnegativ kopiert: farbstichig, verwackelt und grobkörnig. Kein nennenswerter Anwesenheitseffect, kompetente Kameraleute und Filmkopierwerksfachleute fehlten. Sah fast aus wie ein Amateurfilm von Christopher Noname... fehlte nur noch Hans Zimmer im Gespann.

     

    Man hätte wie bei Cinerama 360/Spacearium in Seattle und New York verfahren sollen!

     

    Die Swissorama-65mm-Kamera lief allerdings mit vertikaler Filmführung.


  4. Über ihn ist eine Dokumentation in Planung. Hier liegen im weiteren interne Firmenkataloge mit Originalfotos seiner Fabrikation vor: Zumeist umgebaute Bauer U3-Projektoren mit doppelten Objektiv-Haltern für den schweren OmniVision Vorsatz. Ein anderer Projektor könnte sogar von Wassmann sein, der gelben Lackierung nach zu urteilen. Eine OmniVision-Optik und zugehörige special venue-Format-Filme befinden sich bei uns im Verein, aber der Projektor wird wahrscheinlich ein DP 75-Projektor mit angeflanschtem Optiktiv-Revolver von der Bauer U3 werden.

     

    (Mit dem Wassmann-Normalfilmprojektor wurde ich nie warm. Ein absolutes Elend, 1984 mit vorgeführt. Die schlechte Wertung gilt aber nicht für Bauer. - Mich begeistert alles Filmexotische, passionierte Aufgabe für den Rest des Lebens.)


  5. Ist das bereits verbesserte Circarama System von 1964, auch von Disneyi inUSA übernommen und 1967 umbenannt in Circlevision 360. Mit Einführung von Circarama 1958 in Brüssel war sowohl die  Aufnahme als auch die Wiedergabe mit 11 16mm Kameras/Projektoren erfolgt, 1961 in Italien waren es bereits 35mm Projektoren, dort kurzzeitig mit einem fast nahtlosen Bild. 1964 wurde die neueste Version in Lausanne vorgestellt, die bei der Aufnahme mit 9 35mm-Kameras und bei der Wiedergabe ebenfalls mit 9  35mm Projektoren arbeitete.

    In Moskau gab es noch bis vor kurzem ein Krugovaya Kinopanorama in Betrieb, das teils nur mit Spenden überlebte. Die Bilder hochkant, anamorphotisch projiziert.

     

    Man sieht auch sehr schön in deinem Video die verschlampte Kopienqualität. Den Bildstand kenne ich ebenfalls nicht perfekt  Als Einzelfilm wuerde das den meisten hier gar nicht auffallen, aber durch den A- bis I-Vergleich umso mehr. Tatsächlich für heutige Konsumbedürfnisse ein zu anfälliges System.


  6. Wunderbare Dokumentation und überraschende Projektarbeit dieser Dame. Tausend Dank für den Link.

    Die Doku hilft enorm, einige Entstehungsprozesse genauer einzuordnen.

     

    Kleine Ergänzungen am Rande: unerwähnt blieb das in USA "Imagine 360" genannte identische Verfahren, über das auch ein Bericht im American Cinematographer existiert.

    Das 360° Kino wurde jedoch nicht zum ersten Mal erfunden, da es bereits mit Cinéorama in Paris zur Weltausstellung 1900 in zehnstreifiger 70mm-Projektionen historisiert wurde.

     

    Eine späte Circarama-Aufführung war auch auf der Weltausstellung 2000 in Hannover zu sehen, für die über die Fernsehsender von Verona Feldbusch und Peter Ustinov im Duo geworben wurde.

    Aus persönlicher Sicht bewertet sind diese Special venue events zumeist von kurzer Erregung. Mich störte in Hannover ein klein wenig die unterschiedliche Abstimmung und Entwicklung der verschiedenen Filmrollen, weil dies den Panoramahorizont unfreiwillig aufbrach.

     

    Zur einstreifigen 70mm-Projektion:

    Neben dem Swissorama in der Schweiz existierte auch das Panorama in Berlin. Damit im Zusammenhang zu nennen die 70mm-Kopie von "Destination Berlin".

    Den Einbau der Projektionsanlage kann ich noch erinnern. Aber die Bildstandsprobleme wurden nicht gemeistert, und die Aufnahmen mit teils unterbelichteten Einstellungen bei offener Blende enttäuschten sehr hinsichtlich der Schärfe. Auch hätte man mit dem breiten Filmmaterial besser in eine Halbkugel und nicht nur einen Zylinder projizieren können. 

    Die nachhaltige Wirkung würde ich daher nicht auf die gleiche Ebene setzen wie bei Einführung des Technicolor- oder Todd AO-Films. 


  7. "Vom Gehirn direkt in die Cloud" heißt ein Artikel über Nanorobotik, wonach in bereits 30 Jahren möglicherweise die Schnittstelle zwischen Hirn und Computer, zwischen Gedankentelepathie, Streaming und Internet nahtlos funktioniert.

    https://www.scinexx.de/news/technik/vom-gehirn-direkt-die-cloud/

    So wie sich einst Fernsehen und Kino bekämpften, könnten dann die großen beiden Antipoden das entwickelte Holografie-Event in Versammlungsstätten, ja auch schon im Heimkino, und die Nanorobotik sein, welche die heute noch unentwickelte Welt des Smartphones mit dem menschlichen Körper verschmilzt.

     

    Ich würde darauf tippen, dass in dieser Konkurrenz die Versammlungsstätte auf der Strecke bleiben wird. Wie auch die Direktwahrnehmung von Natur und Umwelt in der menschlichen Verinnerlichung und Kommunikation "uninteressant" wird.

     

    Was davon tritt wahrscheinlicher zutage? Der nächste Schritt der industriellen Revolution und des Internets? Oder ein Umkippen an den Krisenpunkten Wasserversorgung, Klimaschäden, Hungersnot, Inseln des Reichtums, begrenzte Atomkriege oder Kulturkampf der Religionen gegeneinander? Der Kampf um die Droge der Lebensverlängerung?

    Gier, Neid, Hass und Machtphantasien im Endstadium?

     

    Könnte sich noch innerhalb unserer Lebenszeit ereignen...


  8. Es scheint der "Heilige Gral" zu sein! 😉 (Derzeit aber noch ein wenig kontrasschwach, gelle?)

    Schon 2013 schrieb DIE WELT:

     

    3D war nur eine Etappe: Für die Unterhaltungsindustrie ist Holografie der nächste Heilige Gral. Und wir werden nicht nur um die Projektionen herumlaufen können, sondern auch mitten hinein. In den wilden Sechzigern gab es immer wieder Berichte von Kinobesuchern, die mit stark erweiterten Pupillen und zitternd am ganzen Körper aus Vorführungen von Stanley Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“ gestolpert seien. Es sprach sich herum, dass sie LSD-Pillen eingeworfen hatten, um die Wirkung der letzten halben Stunde des Films zu verstärken, der aus psychedelischen Licht- und Farbmustern besteht, mit denen Kubrick unter Umgehung des Wortes direkt ins Unterbewusstsein vordringen wollte.

    In der Kombination von Bilder- und LSD-Rausch entstand ein dreidimensionaler Sog, der die Betrachter wie in einen Raum mit sich riss. Die Hippies von damals könnten die ersten gewesen sein, die im Kino ein holografisches Erlebnis gehabt haben.

    Die Holografie ist der nächste Heilige Gral der Unterhaltungsindustrie. 3D hat seine Schuldigkeit getan, es stellt keinen Endpunkt dar, nur eine Zwischenstation. (...) Kann ich holografischen Wein trinken? (...) Die Holografie ist das erste Datenspeichersystem, in das sich die gesamte Welt hineinpacken lässt. Sie ist ein Spiegel unseres Universums, und zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist das Spiegelbild nicht vergänglich, sondern die Spiegelwelt wird dauerhaft, wiederholbar. 

    https://www.welt.de/kultur/kino/article119854860/Die-Zukunft-des-Kinos-sind-begehbare-Stars.html

     

    Auf dem Weg zum Holodeck: Forscher haben eine Methode entwickelt, die Hologrammen und holografischen Videos eine nie erreichte Tiefenschärfe verleiht. Möglich wird dies, weil die Wellenfront der Projektionen so anpasst wird, dass optische Störeffekte zwischen den Bildebenen ausbleiben. Im Experiment gelangen so 3D-Projektionen mit bis zu 1.000 Bildebenen und einem realistischen 3D-Eindruck aus allen Perspektiven

     

    https://www.scinexx.de/news/technik/holodeck-rueckt-naeher/

    Volumetrische Projektion - echtes 3D statt Hologramm.

    https://www.welt.de/wissenschaft/video172848618/Wie-bei-Star-Wars-Volumetrische-Projektion-echtes-3D-statt-Hologramm.html

    https://arts.mit.edu/volumetric-cinema-explores-3d-experience/

     

    Der "Wal in der Turnhalle" - 7D-Hologramm in Polen, Dubai und Japan (das kein Hologramm ist): 

     

     

    Gleichwohl macht die Kinobranche keine Anstrengungen: beharrlich einst bei 35mm. Festfrierend bei DLP und RealD.

     

     


  9. Hologram Tour. Nach Spekulation der strategisch ausgerichteten Veranstaltungsmanager die "Goldgrube" der Unterhaltungsbranche. EIn weiterer Kommentar: "Es wird bald keine Filme und Kinos mehr geben, wie heute, sondern diese neue Erfahrung".

    Gerade im Einsatz war eine Maria-Callas-Show mit wie real wirkender, interaktiver Kunstfigur - computergesteuert. Gefolgt in Kürze von den Abbas. Verhandelt wird wegen der Rechte an Michael Jackson, Elvis, Prince oder Whitney Huston. Der Zuschauer vergisst, dass es sich um keine reale Figur handelt, wird berichtet.

     

    (Dagegen wäre die Umrüstung der Kinobildwerfer 2009-12 nur ein Übergangskompromiss zur erst jetzt kommenden Auslösung der weitaus umfassenderen digitalen Revolution.)

    https://www.youtube.com/watch?v=3zoVzGOA_84

     

     


  10. Eine Frage an Mr. Sturges (nicht an seine Stellvertreter): 

    Aus welcher Filmkopie stammt Ihr Scan (s. u.)? Entspricht das Bild evtl. dem Wunsch nach einer  künstlerischen Umformung?

    Ist es die von Christopher Nolan protegierte Version oder (das wäre neu) eine neue, nach Leon Vitalis digitalisierter Version ausbelichtete Filmkopie (danach sieht der Clip aber nicht aus, weshalb man nicht weiter Rätselraten möchte - für mich schaut der Clip nach Jg. 1968 aus. Und für diese Version nehme ich Ihre Einladung 

    Wir würden uns sehr freuen, Dich und Deine geschätzten Kollegen zu der Vorführung begrüßen zu können

    gerne an und würde dann zum Bahnschalter schreiten. (Die beiden mit eingeladenen Kollegen hatten den Film bei der Premiere gesehen und haengen nicht so an diesen Titel). 

     

    Am 25.12.2019 um 20:09 schrieb preston sturges:

    Selbstverständlich hat das gezeigte Bild etwas mit der Vorstellung zu tun: es zeigt einen Ausschnitt aus dem Kubrick Film “2001 Odyssey im Weltraum“. (...)

    Demnach wäre das Bild digital ausgeschnitten und ggf. nachbearbeitet/neu aufbereitet worden?

     

     

    Hoch zufrieden mit dem deutschen Originaltitel. Auch als Weltbürger liebt man die Muttersprache:

    Am 26.12.2019 um 12:38 schrieb Maximum:

     

    2001: Odyssee im Weltraum

     

    Bist du jetzt zufrieden? Yes

    imageproxy.jpeg


  11. Kann sein. Cinestar war jedoch von Anfang an Betreiberin.

     

    Aber auch Umnutzungen denkbar wie des benachbarten Imax Discovery Channel Theaters am Marlene-Dietrich-Platz zum Revuetheater.

    Nachdem Buchwalds Discovery Channel Imax geschlossen war, obwohl es das weltweit erfolgreichste Imax-Kino überhaupt war, geriet das Sony Imax-Kino immer wieder in Turbulenzen. Zwischenzeitlich von Cinestar unter dem Label "Event Cinema" mit verkleinerter Leinwand im A.R. 1, 9 zu 1, aber mit schickem Vorhang betrieben, gab es wohl immer ein Gerangel um die Imax-Lizenz. Wegen des Vorhangs und der Sitze gefiel mir jedoch das "Event Cinema" am besten, wenn sie doch nur auch die Bildwand ordentlich durchgekrümmt hätten!

     

    So war das Ganze immer nur ein müder Ersatz für das Super Cinerama Theater "Royal Palast im Europa-Center", das 2006 dem Erdboden gleich gemacht wurde. 

     

    Und man fühlte sich in den Sony-Kinos immer unwohl: die Deckenbeleuchtung in diesem Blackbox Imax Saal blendet sehr, die Tonwiedergabe war niemals  prägnant und dreidimensional, die Tiefenwirkung durch die Flachbildwand nicht existent. Die 3D-Systeme waren zumindest brauchbar, das Foyer mit großer Glasfront zum Sony Platz gelungen.

     

    Weitaus angenehmer und liebevoller hergerichtet: die Imax-Kinos in Prag und London.

     

    Die anderen 8 Blackbox-Saele im Keller des Sony-Zentrums waren in 2000 (ausgenommen der Laufteppich mit Wiedergabe des Drehbuchs zu "Taxi Driver")  eine riesige Enttäuschung und Langeweile pur.

     

    Wie oben beschrieben kann man sich nur UCI vorstellen, die diesen Klotz stemmen könnten, sicher mit der Intention der Standortverdrängung gegenüber CinemaxX, denn viel Geld verdienen lässt sich im Sony Zentrum nicht.

     

    Die Rache des Flebbe an seiner ehemaligen Firma Cinemaxx vis-a-vis, falls er jetzt auch noch bei Sony einzoege, wäre zwar ein Motiv, aber so verrückt ist er nicht, daran insolvent zu gehen. Selbst für Cineplex wäre der Brocken zu wenig familienfreundlich.

     

    Man könnte im Keller einen Modetempel oder eine Klamottenmeile gut unterbringen, für Oxford properties am ehesten attraktiv, könnte ich mir vorstellen. Und aus dem Imax eine zweite Volksbühne, also ein Sprechtheater machen - oder eine Eventlocation ähnlich dem Kosmos Filmtheater in der Karl-Marx-Allee.

     

    An Kino verdient kaum jemand richtig Geld in Berlin - doppelt so viele Sitzplätze wie verträglich.

     

    Erst wenn CinemaxX in der Voxstraße weichen müsste, können die Karten neu gemischt werden.

     

    (Rein subjektive Sichtweise. Die kommende Entwicklung korrigiert sicher diese Annahmen.)

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