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cinerama

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Über cinerama

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  1. cinerama

    70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)

    Weitere Titel im Centrum Panorama Varnsdorf, "5. 70mm Weekend", 9.5. - 12.5.2019 Original Version Deutsche Version Original Version Original Version Original Version Deutsche Version
  2. cinerama

    70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)

    Bei der Berlinale jedes Jahr so, dass man die Streithähne auseinander hält…. Frieden wahren. * Heute vor 111 Jahren wurde David Lean geboren. Vielleicht neben Samuel Bronston der vehementeste Verfechter der zeitgemäß größten und vollkommendsten Bild- und Roadshow-Technik, damals auf 70mm mit 6-Kanal Magnetton. Zuvor zeigte sich Lean von der 3-streifigen Cinerama-Projektion tief beeindruckt. Nach dem Erfolg von THE BRIDGE ON RIVER KWAI realisierte sich der Traum mit LAWRENCE OF ARABIA. Vier Jahre darauf verwehrte ihm MGM sein Lieblingsaufnahme-Format bei DOCTOR ZHIVAGO, angeblich aus Kostengründen. Auch kolportiert wird, daß ZHIVAGO-Produzent Carlo Ponti ihm dies verweigerte, weil Lean für die Rolle der "Lara" nicht dessen Ehefrau Sophia Loren besetzen mochte und stattdessen Julie Christie erwählte. Nach dem Riesenerfolg dieses Melodrams (166 Wochen Spielzeit allein im Berliner „Royal Palast“ von 1966 bis Anfang 1970: „2001: Odyssee im Weltraum“ mußte dort im Start um anderthalb Jahre verschoben werden) hatte Lean mit MGM und einem anderen Produzenten, Anthony Havelook-Allan, Narrenfreiheit, nahezu unbegrenzt 65mm-Material in Anspruch zu nehmen. RYANS DAUGHTER wurde eine Madame-Bovary-Adaption, von der Verleihwerbung in eine Reihe mit LAWRENCE OF ARABIA und DOCTOR ZHIVAGO gestellt. Derselbe Kameramann, Freddie Young, derselbe Drehbuchautor. Robert Bolt und auch derselbe Komponist, Maurice Jarre, waren mit von der Partie, aber der Film war neuartig und altmodisch zugleich: vollständig gegen den Zeitgeschmack und das Publikum inszeniert. Wurde zuvor Leans Inszenierung dem Epos zugeschrieben, stürzte mit RYANS DAUGHTER ein Bollwerk des nicht-narrativen Films auf das Publikum herein. Der eine Teil hing dem alten Monumentalgenre hinterher, der andere war auf dem Höhepunkt des Vietnam-Kriegs und des New Hollywood längst neuen Regisseuren zugetan. Den gigantischen Misserfolg von RYANS DAUGHTER verkraftete Lean dreizehn Jahre lang nicht, wollte nie wieder einen Film drehen, bis er sich 1983 mit A PASSAGE TO INDIA eines Besseren besann. Verleihrechtlich soeben bestätigt, soll der Film während des „70mm Weekends“ laufen. Deutsche Synchronisation, mittleres Eastman Color „Color Fading“ in den Bereich des Magenta-Spektrums. Die Schärfe des Bildes entspricht dem ursprünglichen Anspruch an 70mm-Filme, der sich heute sehr gewandelt hat.
  3. cinerama

    70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)

    In Arbeit. Taeglich telefoniert wegen Rechteabklaerungen mit Lizenzinhabern, die oft über mehrere Länder verstreut sind, daher eine Geduldsfrage. Die ausgewaehlten Titel - sprich Kopien/Materialien - sind schriftlich abgesichert. (Es gibt ja Filmkopien und Leihgeber wie Sand am Meer... kein Ende des Repertoires in Sicht, denn alle bisherigen Festivalkinos weltweit machen fleißig weiter). Alles findet wie von Neisse Filmfestival vertraglich zementiert wie gehabt statt, genau so wie alle bisher hier im Thread datierten Termine. Manche Filme kann man 50mal angucken ohne Ermuedung, glaube ich. Kleine Andeutung: Mit drei echten Large-Format-Titeln auch westlicher Provinz (also keine nur von 35mm auf 70mm aufgeblasenen Fassungen) - FAR AND AWAY (Panavision Super 70 in exzellenter Farbguete) ONKEL TOMS HUETTE (Super Panorama 70) RYANS TOCHTER (Super Panavision 70) - verdichten sich Favoriten. Nahezu sicher: - EL CID (deutlicher Farbverlust) - KRIEG UND FRIEDEN III: Die Schlacht von Borodino KRIEG UND FRIEDEN IV: MOSKAU BRENNT (in sehr schön auskorrigierter Farbbalance) Wie immer 4 Tage im Sinne dieses Threads ausschließlich 70mm-Archivmaterial auf dem fuenften 70mm Weekend im Centrum Panorama Varnsdorf, 9.-12. Mai 2019 am Dreiländereck auf der Grossbildwand in diversen Tonformaten. Gedanken zum längsten Film des Festivals: KRIEG UND FRIEDEN III scheint die bis heute aufwendigste Materialschlacht zu sein. Aber nicht alle moegen Sandalenfilme. Es fällt auf, dass General Kutusow in Verwandtschaft zu General Schukow gestellt wird, der den Sieg der damaligen Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg organisierte. Auch die Filme der anderen Supermacht nach 1945, der Vereinigten Staaten von Amerika, tragen immer die Ideologie in sich, auch wenn es uns nicht direkt bewusst ist. Ohne dieses Selbstverständnis funktionierte keine Zukunftsvision. Und diese ist im Moment nirgendwo erkennbar, wogegen Tolstoi vor 150 Jahren seine These der Verbruederung predigte. Veraltet? Der Filmkomponist von KRIEG UND FRIEDEN, ARSENAL und IWANS KINDHEIT, Vyacheslav Ovchinnikov, ist Anfang Februar verstorben.
  4. cinerama

    Initiative "Filmerbe in Gefahr"

    Das Janus-Antlitz einiger Abwicklungspolitiker (die als CDU-SPD-FDP seit Jahrzehnten das Tafelsilber eines Staates billigst an Privatiers verscherbeln, so auch im aktuellen Moment das Inventar aller Filmkopierwerke des Bundes) befruchtet auch Archive und Museen pathologisch. Welche selbst in Zeiten unberechenbarster Diktaturen noch authentischer am überlieferten Material hantierten. Sie loesen sich jetzt im Neoliberalismus des "anything goes" auf. Die überholten Leitlinien - nicht mehr schick genug? - muessen alsbald umgedichtet werden. Bisher hieß es: Das Filmarchiv hat klimatisierte Filmlager, ein eigenes Kopierwerk und für die Restaurierung ausgebildete Fachkräfte. Filme - auch und gerade, wenn sie für den Kino-Verleih nicht mehr von Interesse sind - können hier unter international anerkannten technischen Rahmenbedingungen auf Dauer erhalten werden. http://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Anbieten/Filmproduktionsfirmen/filmproduktionsfirmen.html Für Berlin wurde ein erster Scanner installiert. Angeblich 1 Mio. EUR Anschaffungskosten (hoffentlich nicht der beschissene, "Oscar"-praemierte Arri Scanner?). Ausserdem bekamen wir jüngst zu hören: "Kino kommt heute zu den Menschen - nicht immer die Menschen zum Kino".
  5. cinerama

    IMAX Valencia

    Wissenschaftszentrum angedockt? Auch wird die Dome Screen wohl noch bespielt. Schwierig schon bei Omnimax 70mm, aber die digitalen Nachfolger haben bislang den noch schlechteren Ruf. Ein bisschen absentiert, gleichsam einem Wuestenemirat oder inmitten Valenzias? Derartige Kinokonstrukte finden sich ansatzweise bereits in 50er Jahre-Entwuerfen.
  6. cinerama

    70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)

    Zwar auch meiner Meinung, besser ein halbes Jahr vorher alles auf den Tisch zu legen, aber vermutlich beduerfte es dazu einer Institution, die nur Derartiges das ganze Jahr über behandelt. Es kam jedoch gestern die Info The deadline is coming, so we ask for constructive and fast communication. Ich kann nur hoffen, dass die Hälfte des Programms Ende kommender Woche klar ist. Mein Entwurf von vor vier Wochen platzierte "Krieg und Frieden" auf Donnerstag und Freitag. Leider kosten einige Titel fuer den nur einmaligen Einsatz über 1000,- EUR Festgarantie ohne Transporte gerechnet. Sehr, sehr gute Titel, weswegen die Versuchung besteht, dies im Sonderfall zu erwaegen. Man könnte auch den billigeren Titel als Programmfueller einsetzen, aber es besteht das Verlangen nach etwas Unvergesslichem.
  7. cinerama

    70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)

    SPARTACUS Kino Arsenal, Berlin. April 2019
  8. cinerama

    Initiative "Filmerbe in Gefahr"

    Keine Filmausleihe mehr aus Staatsarchiven? Massendigitalisierung statt Vorführkopien Neue Ausrichtung des Bundesarchivs – Konzentration auf das Archivgut des Bundes 22. März 2019. – Das Bundesarchiv setzt bei der Sicherung der analog überlieferten Filme auf Massendigitalisierung, d.h. es sollen prinzipiell alle im Bundesarchiv vorhandenen rund 155.000 Filme digitalisiert werden. Bei eindeutiger inhaltlicher Redundanz wird aber nur das technisch bessere Stück digitalisiert. Bei der Digitalisierung konzentriert sich das Bundesarchiv auf das filmische Erbe des Bundes, das zudem vorrangig erschlossen wird. Die neue Ausrichtung der Filmabteilung des Bundesarchivs geht aus dem letzten Heft der Zeitschrift Forum von Dezember 2018 hervor und wurde am 12. März vom Präsidenten des Bundesarchivs Michael Hollmann bei einem Pressegespräch präzisiert. Primär versteht sich das Bundesarchiv als Archiv und nicht als Filmverleih; der sichernde und bewahrende Charakter der Digitalisierung hat Vorrang. Die Bearbeitung und Rekonstruktion von analog überlieferten Filme mit dem Ziel einer Aufführung ist nicht mehr prioritär und soll nur noch in wenigen ausgewählten Fällen erfolgen. Fortan bleibt es Benutzern wie etwa Filmproduktionen und kommunalen Kinos überlassen, die vom Bundesarchiv hergestellten Rohscans qualitativ zu bearbeiten und in ein verwertbares Format umzuwandeln. Tatsächlich verleiht das Bundesarchiv ausweislich der Datenbank Benutzungsmedien Film Online (Stand: 4. Februar 2019) aktuell nur sieben DCPs. Aus: https://filmerbe-in-gefahr.de/page.php?0%2C100%2C0%2C0&fbclid=IwAR1VF8USUl4Y1xGX41cgDpDN8cRzpAYxWbiBdYCrBvB6f86QhvhYS1mAPrY
  9. cinerama

    Holzkerne

    Warum so herzlos? Habe gehört, der Holzkern befördert am wenigsten das Vinegar Syndrome. Nun, es kommt später so oder so. Aber wenn die Rollen auf Holzkernen gewickelt sind und auch die Filmkartons nicht russbildend sind, dann lässt man alles am liebsten so, wie es ist.
  10. cinerama

    Das Kinosterben geht weiter

    Der engagierte Douglas Wolfsperger drehte eine Doku zum ehemaligen SCALA in Konstanz (und bezieht sich auch auf Netflix) https://www.suedkurier.de/ueberregional/kultur/Das-Kino-ist-kein-mystischer-Ort-mehr;art10399,10077357?wt_mc=skwww.skwww.skwww_g_skwww.share_socialmedia&fbclid=IwAR1PbsfbYKEm04XVPU8i_UgLKlByJI16WYJdb4YPKqDf91ulkTpQQkgnBy4
  11. cinerama

    Alte CinemaxX-Werbung

    Schön, dass dann ja der Sinn der Werbung erfuellt ist. Habe auch archiviert - weitere Kunstwerke anbei. Die Firma führte einen Ueberlebenskampf. Sie war zu rasch expandiert, die Gewerkschaft stand auf der Matte, der Firmengründer Flebbe stand nach Auffassung des "Handelsblatt" vor einem Scherbenhaufen, also von BWL keine Ahnung und zudem Studienabbrecher, wie dem Report zu entnehmen ist: https://www.google.com/amp/s/amp.handelsblatt.com/der-chef-der-kinokette-cinemaxx-steht-vor-einem-scherbenhaufen-hans-joachim-flebbe-dem-sonnyboy-ist-das-lachen-vergangen/2087262.html
  12. cinerama

    Filmkritiken ...

    http://www.montage-av.de (Preston Sturges: im Netz finden Sie nicht nur die Charts, sondern tatsächlich Kultur und Filmkritik)
  13. cinerama

    Filmkritiken ...

    Jeff Smart: Das bedeutet dann im Umkehrschluss, dass auch intelligente Verrisse selten geworden sind. Hofberichterstattung für die Verleihe und gastgebenden Kinos, die man ungetarnt noch aufsuchen möchte - konsumgerecht formulierte Weichspuelung, am besten gleich mit Anhang der wöchentlichen Charts. Betreiberseitig paradiesische Zustaende, jeden Lueckenfueller ungestört über die Runden zu bringen.
  14. cinerama

    Filmkritiken ...

    Hochqualitative Filmkritiken sind das Gold der Filmgeschichte - schnelle Ergüsse das Gegenteil. Pauline Kael verriss zwar "2001: A Space Odyssey", hat aber Ende der 60er als Star-Kritikerin maßgeblich auch zum Erfolg des "New Hollywood" beigetragen. Der Filmkritiker ist immer auch ein sehr belesener, vielsehender und absolut leidenschaftlicher Filmfreund. Er muss parteiisch sein, sonst ist die Kritik ohne Nährwert und Reiz. http://trendjournal.de/gunter-groll-die-kunst-der-filmkritik/
  15. cinerama

    Alte CinemaxX-Werbung

    Das hatte man der Flebbe-Firma CinemaxX auch als "Werbung mit der Angst" nachgesagt. Im Konkurrenzkampf der Multiplexketten untereinander. Unseriös durch und durch.
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