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cinerama

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  1. cinerama

    Das Kinosterben geht weiter

    Danke. Freut mich sehr. Genugtuung fuer das Kinosterben der City West. Zumal Betreiber des heutigen Filmhauses am Potsdamer Platz, die sich fuer aufwendige und traditionelle Kinos nie interessierten, stattdessen mit Dr. H. Kohl und dem Sony-Konzern am Po-Platz gemeinsame Sache machten, um dort in Kohlenkellern ihre kunsthymmnischen Blackbox-Kinos oder Multiplexe einzurichten. Jetzt sitzen sie in der Falle, auf ewig dazu verdammt. Und die Berlinale hat es auch nicht anders gewollt. Gaebe es in der City West noch Gloria und Gloriette, Filmbuehne Wien, Astor, Hollywood, City und Royal Palast, Marmorhaus u.a., niemand bräuchte sich den Kopf zerbrechen. Geschlossen wurden sie in der Regierungzeit von Bezirksbuergermeisterin Monika Thiemen (SPD) und Baustadtrat Klaus-Dieter Groehler (CDU). Alle nicht mehr im Amt und daher auch nicht zur Rechenschaft zu ziehen.
  2. cinerama

    Das Kinosterben geht weiter

    Seitens Verdi hoerte ich von einer Schliessungsabsicht CineStar Potsdamer Platz zum Jahresende. Schwer vorstellbar allerdings, sodass ich eher vom Aussetzen der Miete ausgehe. Vermutlich ein Pokerspiel der Betreiberin. Auch Rother von der Deutschen Kinenathek macht zusammen mit der Gruetters von BKM Sandkastenspiele fuer den erfolgreichen Auszug des Filmhauses aus dem gleichen Areal und Neubau am Gropiusbau 2025. Ebenfalls schwer vorstellbar und dazu noch Vergeudung von Steuermillionen, die man an die Armen verteilen sollte.
  3. cinerama

    Digital tötet Kino

    meinte nur, dass schon zur Analogzeit ein VFX-Effektgewitter Massen anzog oder wegen Overkill nervte. Es toetete die Inhalte, aber nicht das Geschaeft. Sonderphaenomene: TRON (der Effekt ist selbst das Thema); FLASH GORDON (SFX waren graesslich, aber der Mammutfilm wurde ein Erfolg). Daraus ableitend die Frage: welche Digitalitaet konkret heute toetet Kino? Moegliche Antwort: die Revolutionierung der Vertriebsmodelle durch digitale Distributionen ist der Sargnagel fuer einkoemmliche Theaterverwertungen.
  4. cinerama

    Digital tötet Kino

    Es wird nicht allein der Overkill der visual effects bei MIB4 oder GODZILLA-KING OF MONSTERS sein, der toetet, eher doch, weil es sich um Kassenflops handelt. Bei Bruckheimer, Spielberg, Lucas und Cameron vor 20 oder 40 Jahren wurden deren Werke trotz albernster Drehbuecher gefeiert, weil mehrheitlich mit analogen Effekten die Massen anziehend. STAR WARS stiess mkr dennoch uebel auf, weil sich andeutete, dass die Aera des Achterbahnkinos kuenftig Blockbuster auf Basis des Bauerntheaters dominieren wuerde. Was an Digitalitaet toetet, wann und wo, waere noch praeziser zu erfragen. Bei einem Shitstorm aus MIB4 ist die Angriffsflaeche naemlich gegen Digitalitaet leicht zugaenglich, bei PLANET OF THE APES-SURVIVAL, der einem 50er Jahre-Western oder einem KZ-Film aehnelt, schwer zu detektieren.
  5. cinerama

    Digital tötet Kino

    Womöglich befinden wir uns in einem doppelten Dilemma? Wenn schon beständige traditionelle Kinoformen fast untergingen und den moderneren Produktions - und Verleihpraktiken (mit ihren immer kürzeren Lebensproduktzyklen und Auswertungsfenstern) wichen, trifft auch die die digitale Lebens- und Konsumkultur produktiv aufnehmende Kinobranche "die Rache des Ungeheuers": schwuppdiwupp wird sie vom Digisat gefressen. Kinostandorte sind demnach zunehmend schwieriger zu halten. Bei den dt. Nachkriegsphilosophen findet man unterschiedliche Prognosen: nach Adorno und Horkheimer stellt die Kulturindustrie (seit mehr als hundert Jahren bereits) die Form ueber den Inhalt, um massenkompatibel zu bleiben und "schlaegt alles mit Aehnlichkeit". Nach Habermas ist das Web ein Ort, an dem "die Wurzeln einer egalitaeren Oeffentlichkeit von Lesern und Autoren reaktiviert" werden - in dieser positiven Prognose laege dann, koennte man annehmen, der Kern einer Chance, um im Sinne Adornos/Horkheimers die verhasste Kulturindustrie endlich umzustuerzen. Egal, welche Prognosen: dem Wachstum oder der Fortenwicklung moderner Kinoformen eben so wie dem Erhalt der klassischen Kulturtechnik Kino stehen sie gleichermaßen entgegen. (Aehnlich der CO2-Problematik.) Alles andere gehoert in den Bereich des Glaubens und Fuehlens, etwa das Ideologem "das Kino erfindet sich staendig neu". Dabei ist jener Gattungsbegriff "Kino" weder eine Naturkonstante noch "der subjektive Faktor" (nach dem ja wir als Menschen in Einzelinitiativen daran glauben, Dynamiken anstossen zu koennen). Meine Prognose geht leider von bis dato ungekannten Kollaps-Szenarien aus, die rasch totale Umformungen nach sich ziehen, auch in der Kuenstlichen Intelligenz und Robotik. Ob Multiplex oder Filmkunststaette: alle sind gleichermassen bedroht und muessten sich interessegeleitet zusammenschließen. Vor zwanzig Jahren noch haette ich das nicht so gesehen.
  6. cinerama

    70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)

    Innerhalb des heute anlaufenden 70mm Festivals des Norsk Filminstitutt in Oslo fällt erkennbar der Einsatz der Neukopierung von LORD JIM heraus. Im Auftrag von Sony Pictures und Grover Crisp angefertigt. Möglicherweise ist es nicht übertrieben zu sagen., daß es sich mit Abstand um die weltbeste Filmkopie handelt, die noch in der Lage ist, einen Eindruck ohne jede Abstriche von der hohen Bildgüte der 70mm-Filmproduktion wiederzugeben. Die Vorstellung findet am kommenden Dienstag, dem 18. Juni 2019, um 18.00 Uhr und am 23.6. um 13.00 Uhr in Oslo statt, Informationen und Vorbestellungen unter: https://www.cinemateket.no/filmer/lord-jim
  7. cinerama

    70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)

    Here are screenshot of two of the roadshow-rarities. I assume that only these one copies (with color fading) exist and would like to express my thanks to all who supported the programming of these movies. The diversity of the European festivals is a great advantage on last occasions to often see 50 or 60 year old premiere copies again before their chemical dissolution, especially since similar classics have not been shown for decades either in the USA or in countries of the former Soviet Union, I believe.. The volume of specialist lectures should be intensified in order to shed light on the advantages and ageing problems of this film process through comparisons and the presentation of antiques. The differences to more recent 70mm productions could also be illustrated, which is hardly the case in the USA. Since there is no other cinema with an oversized screen curved according to the Todd-AO method in the USA apart from the Arclight Cinerama Dome and Cinerama Seattle, the actual immersion of the method can hardly be depicted. Almost exclusively these festivals are still organized as advertising promotion only for the own "special" projection technique and thus the main topic, the speciality of the film copy is not considered, but everything is marketed simplified under "70mm miracles", according to which everything is equally good. But there are huge look differences between 65mm productions like THE BIG FISHERMAN on the one hand and DUNKIRK on the other hand, between RYANS TOCHTER and FAR AND AWAY on the other hand, between 2001 and 2010 as well, which is why it will also be attractive in the future to compare the different approaches. Picture 1: rigths by CCC Picture 2: rights by 20th Century-Fox Corporation
  8. cinerama

    Digital tötet Kino

    Hoert sich zunaechst so an, ist aber in einigen Punkten dem heutigen Bewusstsein um zehn Jahre voraus. Den provokanten Fragestellungen sind die Meisten in ihrem Vorstellungsvermoegen und in der intellektuellen Analyse nicht gewachsen und ziehen sich auf Allgemeinplaetze ("Kino wird es immer geben...") zurueck. Ein Paradebeispiel dafuer ist der Thread "Neustarts", in dem man gleichsam einem Horoskop den Charts hinterherher-"dackelt" und das Denken getötet wird.
  9. cinerama

    Neustarts

    Neustart. ™️
  10. cinerama

    Neustarts

    SUNSET (ein 35mm-Film, dessen Deutschlandstart hinsichtlich Synchronisation und Formatwahl kritisiert wird: https://www.fr.de/kultur/tv-kino/rausch-abgrunds-12391243.html?fbclid=IwAR2Y49UHGBodJyTM9ShQjg22cCYHO0iGKNPtJ8Rg1p6NskPopCe8PGwlPF4
  11. cinerama

    70mm Kinofilme - große (Bild)Unterschiede?

    Auf Widescreenmuseum gibt es keine Analysen, weder zur Filmkopierwerkstechnik oder zu Restaurierungen, weder eine Bewertung von Kopien-Ergebnissen noch Hinweise zum Scannen oder Graden. Eine Farbmatrix zu erstellen, die die Farbverdrehung bei Negativ in den Griff bekommt, ist eine Herausforderung https://www.broadcaststore.com/store/model_detail.cfm?id=805760 http://www.film-video.ru/docs/cintel/millenium_hd.pdf Die Entscheidungen im Work Flow wären aber nicht nur technisch zu fällen, sondern aus dem Blickwinkel Derjenigen, die Farben, Kontraste, Farbgleichgewicht der spezifischen Filmtitel erinnern und einzuschätzen wissen. Das technische Licht nicht nur mit einem Wert gefahren werden. Da gäbe es es Unterstützung. Zahnrollen mit Rundperforation gab es nur vor 125 Jahren. Man sollte die Zahnform dringend der Kodak-Standard-Perforation angleichen. Unterlagen vorhanden. Negative sind auch auf 70mm zu erwarten.
  12. cinerama

    70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)

    Dies sehen andere ähnlich. Und suchen Alternativen im Zoo Palast mit Dolby Atmos: http://baf-berlin.de/blog/archives/5053-Reihe-70mm-im-ARSENAL-Kino-Berlin-mit-TERMINATOR-2-JUDGMENT-DAY.html Für in der Mobilität eingeschränkte Personen haben die Kellereinsätze des Arsenal aber den Vorteil, dass die verfügbaren Kopien auch aus Stockholm und Karlsruhe durchgespielt werden. Mit Freuden geniesse ich heute abend das sensible Kunstwerk von James Cameron und Arnie S. im ehemals sozialistischen Keller einer heute CDU-nahen Institution. Das hat was. Mehrere weitere Spielstätten in Bln sind in Planung (a. gekrümmt 6.8 x 2.9 m so wie b. grösser aber flach anderswo. Auch ein weiteres Festival, damit die Ausleihquote steigt.)
  13. cinerama

    Digital tötet Kino

    Na ja... die jungen Mädchen (und mittlerweile alle) mit dem rieeeesigen Ersatz-P., dem Smartphone in der Hand. Studierte Psychologen werden sicher fündig. Es trifft dann aber alle Kulturbereiche. Die grosse Sturmflut, die viele Heiligtümer wegschwemmt. kann man auch nicht ausschliessen.
  14. cinerama

    Digital tötet Kino

    Kino müßte neue Alleinstellungsmerkmale erfinden: aber woher kommt Rückhalt? Falls es ihn nicht gibt (wovon ich ausgehe), handelt es sich um eine im Moment scheinbar expandierende, aber im Kern sich auflösende Branche, zumindest im gegenwärtigen Wirtschafts- und Sozialsystem, das sich dramatisch zugunsten gerechter Verteilung und freier Kunst ändern müßte. Auch dafür existiert kein Rückhalt. Rückhalt dagegen für Künstliche Intelligenz zur Ausweitung der Überproduktion und neuer Militärstrategien. Auch werden tradierte Major Companies überflüssig: die Blockbuster ziehen zu Netflix und ins Internet (sieht man schon heute an den riesigen Netflix-Werbebannern auf allen Strassen). Fast jeder LCD HD-Fernseher ist kontrastreicher als tradierte Kinoräume. Mit LED-Flachbildschirmen zu Haus muss jeder Kinobesuch zur entgütlgen Ernüchterung führen. Sämtliche Tonverfahren sind zuhause leichter kontrollierbar. "Digitalisierung tötet" derzeit alles: [Frage der Journalistin]: Einer Studie der Uni Leipzig zufolge sind in Deutschland Paare zwischen 60 und 70 aktiver als Singles zwischen 18 und 32. Die Wissenschaftler vermuten als Ursache für die lustlose Jugend die Verfügbarkeit von pornografischem Material im Internet. Teilen Sie diese Einschätzung? [Antwort der Professorin]: Der Einfluss der digitalen Technologien ist immens. Besonders gravierend finde ich, dass das Internet die traditionellen Orte zerstört, an denen Geselligkeit stattfindet: Restaurants, Kinos und so weiter. Alle demonstrieren gerade gegen die Zerstörung der Natur. Ich würde mir ein bisschen mehr Widerstand dagegen wünschen, dass Amazon und Facebook den Kern unserer Zivilisation Aus: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/interview-mit-eva-illouz-warum-haben-die-menschen-immer-weniger-sex/24376458.html
  15. cinerama

    70mm Kinofilme - große (Bild)Unterschiede?

    Je nach Anwendung oder Umschlingungswinkel sollte bedacht werden, dass geschrumpftes Material (trotz des natürlichen Dehnungskoeffizienten des Triacetat-Materials) Schaden erleiden könnte, falls Zahnkränze für maßhaitgen (sprich neuen) Film mit dem gänigen Perfo-Schaltschritt auf 4.75mm verwendet werden. 2% Schrumpfungsgrad sind u.U,. mit einberechnen. Bei der Filmführung sind 69,99mm maßhaltig, allerdings weisen die meisten 60er Jahre Eastman-Color-Kopien kaum mehr als 69mm auf. Ist alles lösbar. Aber es käme auf die Genauigkeit von nicht nur zweihundertstel Millimeter, sondern einem tausendstel Millimeter bei den Zahnkränzen an, wenn Ansprüche an den Bildstand gestellt werden. 2 promille ist ja der Wert bei der Projektion. Ansonsten stelle ich mir vor, dass bei den derzeitigen Zahnkränzen aus dem Drucker Longitudinalschwingungen auftreten könnten. Bei Stahlrollen wie von Ernemann oder Bauer erst mal keinen Magnetfilm drüber laufen lassen, wenn die Zahnrollen nicht vollständig entmagnetisiert sind (degaussing). Sonst oft irreversible Tonstörungen die Folge (intervallmässiges Tickes auf die Tonspur induziert).
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