magentacine

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Über magentacine

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  1. Es scheint immerhin möglich zu sein - leider! Ich denke da an die neugezogenen 70-mm-Kopien von SOUND OF MUSIC oder WEST SIDE STORY, die bestenfalls nach mittelmäßigem Super-35 aussahen. In einem einzigen Kopiergang ließe sich gar nicht soviel Auflösung vernichten...
  2. Ist hier im Forum x-mal in allen Varianten diskutiert worden, bitte Forumssuche verwenden.
  3. Die letzte Restaurierung von "M" wenn ich mich recht erinnere.
  4. Leider habe ich die Titel nicht notiert, aber mir sind über die Jahre eine ganze Reihe von Restaurierungs- bzw. Studio Prints mit Dolby-SR-Spuren von Monotiteln englischer, amerikanischer und französischer Filme durch die Hände gegangen. Was man nicht aufschreibt, geht verloren. Bist Du Dir bei der FANTASIA-Wiederaufführung von 1983 wirklich sicher? Es gab ja eine Wiederaufführung in Deutschland (ich meine um 1969), bei der zum ersten Mal mit 4-Kanal-Stereoton geworben wurde, vermutlich von dem 1955 erstellten 4-Kanal-Fantasound-Umspielung. Bereits bei der WA im Februar 1956 gab es 4-kanalige Magnettonkopien (siehe INTERNATIONAL PROJECTIONIST, März 1956, S. 14-15: "Special Projection Process Give 'Fantasia' New Look"). Bei der neuen Musikeinspielung '83, der sog. Irvin-Kostal-Fassung von FANTASIA, erinnere ich mich an keine Magnettonkopien, sie lief hier in Frankfurt m.W. nur in Dolby-Lichtton (gesehen im Metro im Schwan). Michael Coate führt in einer Diskussion bei film-tech.com übrigens folgende 35mm-Dolby-Magnettontitel auf (US): THE LITTLE PRINCE (1974, Paramount) NASHVILLE (1975, Paramount) LED ZEPPELIN: THE SONG REMAINS THE SAME (1976, WB) A STAR IS BORN (1976, WB) MacARTHUR (1977, Universal) ALL THAT JAZZ (1979, Fox) HAIR (1979, UA) FAME (1980, MGM) THE IDOLMAKER (1980, UA) TAPS (1981, Fox) FANTASIA (1982 re-issue, Disney) YENTL (1983, MGM/UA) AGAINST ALL ODDS (1984, Columbia) THE NATURAL (1984, TriStar) BRING ON THE NIGHT (1985, Goldwyn) Quelle: http://www.film-tech.com/ubb/f1/t008800.html In jenem Thread wird später noch die kanadische Release von BEST LITTLE WHORE HOUSE IN TEXAS genannt, andere Zeitzeugen bestreiten die NR bei diesem Titel. Deiner Klage über den Thread kann ich nur bedingt folgen, zeigen doch gerade die letzten Beiträge, wie lange Vergessenes wieder hervortritt und zum allgemeinen Nutzen in die sachbezogene Diskussion eingeht.
  5. (© + Quelle: katzundgoldt.de)
  6. Welche Form der Zusammenarbeit war damit gemeint?
  7. Hallo @RexamRathaus, da hast Du Recht, aber dabei wird die ganze Kopie heller, die Abstimmung der Einstellungen und Szenen zueinander wie auch die Farbkorrektur verändern sich dabei m.W. nicht. Ähnlich verhält es sich mit den "Low Contrast"-Sendekopien für frühere TV-Abtastungen.
  8. Selbstverständlich spielt das Kopierwerk eine wichtige Rolle. Die setzt sich zusammen aus zwei Komponenten, der technischen und der gestalterischen. Die gestalterische findet ausschließlich bei der analogen Lichtbestimmung, idealerweise in enger Kooperation mit dem Kameramann, statt. (Hierbei lasse ich Sonderlösungen und Spezialprozesse, die das Kopierwerk mit dem Kameramann vereinbart und/oder austestet, bewußt beiseite.) Der Großteil der Kopierwerksarbeit aber ist Handwerk, bestehend aus Sauberkeit, Präzision, Prozeß- und Qualitätskontrolle. Ein einwandfrei belichtetetes Farbnegativ wird vom Kopierwerk entweder korrekt entwickelt oder nicht; perfekt kopiert oder nicht. Ich verwende den Begriff handwerk hier keinesfalls abwertend im Sinn von mechanisch, sondern im Sinn einer Berufsehre, die versucht, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Meine Kritik an HAMLET war fast ausschließlich auf die Kameraarbeit, Inszenierung und Raumgestaltung durch Optik, Kamerastandpunkt und Licht gerichtet. davon hast Du nichts widerlegt. Mein Zorn beim Verfassen der damaligen Kritik mag daran gelegen haben, daß ich die qualvollen 4 Stunden und 5 Minuten noch körperlich präsent hatte, mit zunehmendem zeitlichen Abstand neige ich zum Vergeben. Wenn Dir der Film trotz seiner gestalterischen Flachheit gefallen hat, weil die von Dir gesehene Kopie technisch einwandfrei war, ist das in Ordnung. Ich sehe für mich keinen Grund, an einem so mißlungenen Film um jeden Preis etwas Positives zu suchen, nur weil er auf 65mm gedreht wurde. Ist Dir wirklich so langweilig, daß Du solch kalten Kaffee wieder aufwärmen mußt? So spekulativ und manipulativ, daß Deine berechtigte Kritik umgehend umgesetzt, hier im Forum öffentlich bestätigt und anerkannt und Dir sogar Dank dafür ausgesprochen wurde. So dreist, daß umgehend die beanstandete Stelle bei Thomas Hauerslev avisiert und geändert wurde. Deine Argumentation ist daher ausgesprochen unredlich. Ganz im Gegenteil, ich mag Bibel- und Sandalenfilme sogar sehr gern, KING OF KINGS und SPARTACUS zählen, wie Du weißt, zu meinen Lieblingsfilmen, um nur zwei zu nennen. Die zahlreichen Schwächen von GREATEST STORY, produktionsgeschichtlich bedingt und belegt, zu nennen, ist keine Verdammung des Films. Seine größte Stärke sind die Bilder. Was ich hierzu denke, sollte Dir, wenn Du Dein Langzeitgedächtnis einmal reaktivierst, sicher wieder einfallen. Ähnlich liegt es im Fall CLEOPATRA (auch hier sahen wir übrigens verschiedene Kopien), ich finde das erste Drittel sehr stark, die Fotografie gut, meine aber auch, daß der Film nach Caesars Abgang völlig zerfasert. Da mir die spezifischen Rezeptoren für die Pheromone von Frau Taylor leider fehlen, erzeugt alles nach der Intermission bei mir nur entsetzliche Langeweile. Da tröstet dann auch keine gute Filmmusik oder keine Fotografie von Leon Shamroy mehr, dieses Schicksal teilt CLEOPATRA übrigens mit THE GLASS-BOTTOM-BOAT. Ob ORIENT EXPRESS ein Höhepunkt der 65-mm-Filmkunst wird, weiß ich nicht und möchte auch nicht aufgrund von Web-Trailern orakeln. Immerhin schlage ich Kenneth B. schon jetzt als lächerlichsten Hercule Poirot der bisherigen Filmgeschichte vor und verlange eine Vergabe des Academy Award für die schönste Kunstbarttracht des Jahres. Wenn Du keinen Austausch über diese Themen wünschst, warum bringst Du sie dann immer wieder aufs Tapet? Die m.E. konstruktiven und informativen Links auf die englischen Quellen können jedenfalls nicht schuld daran sein.
  9. Im Gegenteil: Die von mir gesehene neue Sony-Kopie auf 70mm war in der Tat grausig, wie schon seinerzeit beschrieben. Hier möchte ich @cinerama recht geben, daß auf Filmband die damaligen Kopien der Harris-Fassung dem Eindruck der inzwischen leider weggefadeten Originalkopien am nächsten kommen. Das Wenige, das ich von der 4K-Fassung sah, wirkte auf mich irgendwie befremdlich. Auch die 35-mm-Kopien der Harris-Fassung waren im Bild nicht überragend, und der SR-Lichtton erschien mir - wie @filmempire schon andeutete - plärrig und komprimiert.
  10. @cinerama: Bitte laß doch das seitenlange Zitieren, es ist unübersichtlich und unproduktiv und stört die Mitlesenden. Ein Link auf die damalige Diskussion hätte für Interessierte vollauf genügt. Farbiges Markieren ersetzt kein Argumentieren, und es ist traurig, daß Du auch Jahre später noch nicht bereit bist, den Unterschied zwischen Fotografie und Kopierwerksarbeit zu erkennen oder zuzugeben. Meine Kritik an der Fotografie von HAMLET ist sachbezogen und fachlich begründet, daran ändern auch Abneigung gegen Hauptdarsteller oder Regisseur nichts. Auch persönliche Urteile sind Teil der Diskussion. Der von Dir wieder aufgewärmte Punkt der Kopienqualität war längst vom Tisch, nachdem wir damals einig waren, daß Du in Berlin eine andere Kopie (evtl. vom OCN) als ich gesehen hast (evtl. vom Dup), was die unterschiedliche Bewertung von Körnigkeit, Bildstand und Detailreichtum erklären könnte. Bei der von Dir gelobten Schneetotale im Trailer würde es mich in keiner Weise wundern, wenn sie komplett aus dem CGI-Rechner stammte. Die Zeiten sind vorbei, in denen ein David Lean tonnenweise Marmorstaub verteilen ließ, um Schneefelder zu erzeugen (Doctor Zhivago). Die Orient-Express-Verfilmung von 1974 ist in der Tat sehenswert und von Geoffrey Unsworth (2001, Cabaret) kompetent fotografiert.
  11. Vermutlich hat sich Kenneth Branagh unsere kleine Diskussion zur 65-mm-Fotografie bei HAMLET hier im Forum übersetzen lassen und daraus gelernt? Es kann nur besser werden*. Hier ein Artikel aus England: Film revival gets epic boost with new 65mm facilities in the UK Eindrücke aus Trailer STAR WARS IX auch auf 65mm * Oder auch nicht, die Verwendung von 500-ASA-Film weist nicht gerade auf epische Ausleuchtung und Todd-AO-Look hin...
  12. @ kinoflonheim: Leider... (Dezember 2014)
  13. Leider fehlte im letzten Jahr die Zeit, weiter zu ordnen und auszuwerten. Und 2017 sah es bisher nicht besser aus. Das geneigte, wenn auch zahlenmäßig überschaubare Publikum wird daher noch eine Weile mit Herzklopfen auf die Klärung warten müssen. Das sollte Dich aber nicht davon abhalten, Spannendes und Lehrreiches zum Schwesterkino in Berlin zu veröffentlichen, wenn die Datenlage es hergibt.
  14. Es ist die bei mir die Fraktion der weißmedizinaltechnikaffinen Leuchtobstler, welche die dicksten Klopse abliefert. Aber auch DCP-O-Matic rettet kein Material, wenn das Quellmaterial bereits falsches Pixelseitenverhältnis aufweist, 25 und 23,976, interlaced HDV, 29,97 YouTubeclips und 30 fps Handyaufnahmen ohne Kenntnis irgendwelcher Zusammenhänge zwangsgerendert werden. Viele der angeblichen "digital natives" wissen so gut wie nichts über das Klicken und Wischen auf einer Benutzeroberfläche. Zusammenhänge, die man in zehn Minuten vom Netz erklärt bekommt, verweigern sie, weil das an ihrer Selbstwahrnehmung rüttelt. Und jedesmal stehen sie wieder mit betrübtem Gesicht da: "Oh, das ruckelt aber schlimm..." - Ja, das tut es. Und die Farben sind Müll. Und das Bild wackelt. Und der Ton klingt nach Hörsturz. Genug geklagt, also mein hoffentlich konstruktiver Rat an @bike3000ball: Wenn Du Deinen Film selbst an Kinos verleihen willst, brauchst Du ein einwandfreies DCP, das in jedem Kino zuverlässig läuft. Das kann man mit open source Software durchaus selbst erledigen. Die Crux ist, daß man erst sicher ist, wenn man das DCP im Kino auf den üblichen Servern getestet hat. Hast Du die Möglichkeit dazu, gut. Wenn nicht, laß es bleiben und bezahle jemanden, der Dir zu 100% ein lauffähiges DCP erstellt. Man kann sich in all das einarbeiten, aber es kostet Zeit und Mühe. Sinnvolle Anpassung des existierenden Tons an Kinowiedergabeverhältnisse wäre auch ein Thema.
  15. Nein. Täglich zeigen DCPs aus Kunsthochschulen und von unabhängigen Filmemachern, dass dem absolut nicht so ist. Allein während des letzten Festivals fünf "Notoperationen", um den Ausfall von Kurzfilmen zu verhindern. Ein "3.2K"-Langfilm lief nur von DVD in gar köstlicher SD-Auflösung, weil nur 2/3 des Films encodiert waren. Wenn der Fragesteller nicht die Möglichkeit hat, ein selbsterstelltes DCP in einem Kino zu testen, lieber die Finger davon lassen und jemanden angemessen entlohnen, um sich selbst und Kinobetreibern viel Ärger zu ersparen. Es kostet nicht die Welt.