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magentacine

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  1. Anekdote dazu: Eine Bekannte hat sehr auffallende, lange und geschwungene Augenwimpern. Sehen aus wie künstlich, sind aber echt. Als ihr Sohn mit fünf oder sechs Jahren zum erstenmal den Disneyfilm BERNARD UND BIANCA sah, fing er an zu weinen und beruhigte sich erst nach Stunden. Was war geschehen? Nun, die schurkische "Madame Medus" zog sich die (künstlichen) Wimpern aus dem Gesicht. Für das Kind war es absolut verstörend, daß Erwachsene sich Teile ihres Gesichts ausreißen, er kannte nur die echten Wimpern seiner Mutter. Man kann also nie genau wissen, was einem Kind Angst machen könnte.
  2. Die wenigen Berichte, die ich fand, zitierten alle RTL und waren aus ähnlichen Satzbrocken zusammengekleistert. Vermutlich hat irgendein*e Hysteriker*in auf Social Media herumgepunkt, und alle schmierigen Klickerzeugungssites übernehmen es. Daß "Stern" und Journalismus einmal etwas miteinander zu tun hatten, glaubt einem heute auch keiner mehr! 🙂
  3. Ich tippe auf Sommerloch. - Die Pressemeldungen haben bereits Verwirrte aktiviert (obwohl wir den Film gar nicht spielen): Hatte eben einen älteren Herrn am Telefon, der mir von Gottlosigkeit, Weltuntergang, Bill Gates, Gehirnwäsche, zukünftigen Tribunalen erzählte, und daß solche Filme zentral gesteuert würden. Auf meine Frage, woher er denn von dem Fall wisse, sagte er stolz: "Aus dem Internet!". Viel Einsamkeit, viel Zorn und Verbitterung, viel Überforderung durch den gnadenlosen Endlosstreß der Aufregermedien, die jeden Tag etwas Neues hochkochen. Detlev Buck und die FSK haben sich zu den Vorwürfen geäußert. Qualitätsmedium I Qualitätsmedium II
  4. Das John-Burder-Buch kann man auch hier ansehen (kostenlose Registrierung nötig): https://archive.org/details/16mmfilmcutting00burd/page/n1/mode/2up Ein besseres Buch ist meiner Meinung nach THE FILM EDITING HANDBOOK. Auch empfehlen kann ich YOUR FILM AND THE LAB von Bernhard L. Happé (früherer technischer Leiter bei Technicolor). Sehr gut ist auch FILMTECHNIK IN DER POSTPRODUKTION (deutsch bei 2001 Verlag)
  5. Vielleicht ist das hier von Interesse, kommen auch Handgriffe vor.
  6. Technicolor-Kopien sind in der Regel auf Triacetat-Basis. Deshalb für das Essig-Syndrom genauso anfällig wie Schwarzweiß- oder Mehrschichtenfarbfilme. (Eine alte Kopie auf Nitrozellulose wirst du hoffentlich nicht haben, die hätte am Filmrand den Warnhinweis NITRATE.) Das Verkleben ist ein Teil des Zerfallsprozesses, wenn es nicht durch Verschmutzung, Wasserschaden oder andere Oberflächenveränderungen entsteht. Oft wird es begleitet von ungleichmäßiger Schrumpfung oder Verwölbung des Filmbandes um die Längsachse. Es gibt verschiedene Ansätze, solche Kopien länger spielbar zu erhalten. Stoppen oder rückgängig machen läßt sich der Zersetzungsprozeß nach derzeitigem Wissensstand nicht. Ich würde empfehlen, das Material erst einmal einige Wochen auszulüften, auch aus Aktkartons oder verrosteten Dosen zu entfernen. Falls möglich, vorsichtig ab- und umrollen, sofern das ohne Beschädigung der Bildschicht geht. Einige Sammler schwören auf Mittel, um verklebte Lagen zu lösen, neben FilmGuard und FilmRenew werden dabei auch Kriechöle und Ähnliches eingesetzt. Läßt sich der Film nicht abwickeln, ist auch keine professionelle Wasch- und Reinigungsbearbeitung möglich. Wenn es nicht eine superseltene Fassung eines besonderen Titels ist, wird sich der Aufwand vermutlich nicht lohnen. Um welchen Film handelt es sich denn, wenn Du es sagen kannst?
  7. magentacine

    R.I.P.

    Habe gerade mit einem Lächeln in die Filmgespräche mit Klaus Lemke von 2016 geschaut. Ein reines Vergnügen, ihm zuzuhören. Klaus Lemke: BERLIN FÜR HELDEN Klaus Lemke über HENKER TOM (1966) und AMORE (1978) Klaus Lemke: UNTERWÄSCHELÜGEN
  8. Könnte es SCHÖN WAR DIE ZEIT (von 1987) sein? Trailer https://www.filmportal.de/film/schoen-war-die-zeit_1fb3c9307a8649a784e66e2691980a90
  9. Sieht in der Tat aus, als hätte irgendwo in der Bearbeitungskette jemand Mist gebaut. Das Seitenverhältnis ist halbwegs korrekt, aber der Inhalt tatsächlich verzerrt.
  10. Also, da finde ich im aktuellen Kinoprogramm von heute mehr (teuren) Schrott! 🙂 PLANET DES SCHRECKENS ist ein verdammt spannender, technisch gut gemachter SF-Schocker mit Design von James Cameron: Sehenswert! Zweimal Belmondo, davon einer von Claude Chabrol, ein Marco-Ferreri-Streifen mit Ornella Muti, ein Polizeifilm mit Paul Newman, das ist alles solide Unterhaltung. Die zeittypischen Nackedei- und Supernasenfilme wären jetzt auch nicht mein Fall, aber Mel Brooks GESCHICHTE DER WELT ist immer noch lustiger als zehn neue politisch-korrekte Zeitgeistkomödien. Angst hätte ich eher vor dem Kleingedruckten: ASCHENBRÖDEL (am Ende Fritz Genschow von 1955?) und BIG FOOT (1970; R: Anthony Cardoza, ein Nulltalent erster Klasse). P.S.: Hätte ich nur nicht nachgesehen, was "JGA" bedeutet. Gestrafte Neugier! Das ist kein Trailer, sondern ein Warnhinweis.
  11. Adrian Cornwell-Clyne: COLOR CINEMATOGRAPHY Ein umfassendes Standardwerk auf dem Stand von 1951 (in englischer Sprache). Ein 760-Seiten-Wälzer mit vielen Abbildungen und technischen Zeichnungen, u.a. einer Technicolor IB-Printing Machine. Historisch hochinteressant, Cornwell-Clyne war auch Verfasser des Buchs 3-D Kinematography and New Screen Techniques (1954), das antiquarisch leicht zu bekommen ist. Bei archive.org gibt es oft neben den PDFs die Option der Einzelseiten-Scans, die meist bessere Qualität besitzen.
  12. Wenn man das Mono-Signal auf drei Frontkanäle verteilt, entstehen Laufzeitunterschiede, die dazu führen, daß der Ton "blechern" klingt. Der Effekt ist an den Seiten des Zuschauerraums am schlimmsten, weil dort die Ankunft des Tons aus dem nächstliegenden und dem am weitesten entfernten Lautsprecher am stärksten differiert. Aber selbst bereits zwei, drei Sitze von der Mittelachse des Saals entfernt merkt man den Unterschied zwischen dem echten Center-Mono und dem falschen 3-Kanal-Mono. Klang noch nie gut, klingt nicht gut, bitte einfach sein lassen, weil wahrnehmungsphysiologisch falsch. Das gilt übrigens auch für die Herstellung von DCPs, bei denen die Hersteller glauben, der Monoton gehöre auf die ganze Frontbreite.
  13. Könntest Du den Zeitstand für die Einstellung sagen, aus der das Bild stammt? https://www.arte.tv/de/videos/100957-001-A/muhammad-ali/ Danke!
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