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filmempire

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    70437 Stuttgart
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    70 mm und Cinerama

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  1. Kann man schon mal einen Festival Pass buchen? If So, dann bin ich dabei!
  2. filmempire

    Erinnernswerte Filmkomponisten

    Ich habe Miklos Rozsa in Italien 3 mal besucht und Interviews aufgenommen. Dr. Rozsa war ein sehr gesprächiger Gastgeber. 1982 sollte noch ein Konzert in Paris mit ihm als Dirigent statt finden, leider war das Jugendorchester aus dem Tal der Marne nicht gerade eine gute Wahl, so dass Rozsa dann kurzfristig seine Teilnahme absagte. Das Konzert fand dann trotzdem statt, aber die Ruderszenenmusik war dann doch ein bischen zu viel für das Orchester. 1983 wollte ich ihn nochmals in Hollywood treffen, da hatte er aber schon seinen Schlaganfall gehabt und war noch im Krankenhaus. NDR besuchte ihn später mit einem Interview, leider war er da sehr Sprachbehindert, was mich sehr berührte. Immerhin hat er trotz seiner Behinderung noch Konzertmusik geschrieben. Seine Lieblingskomposition war "Ben Hur", 2 1/2 Stunden Musik wie eine Oper (meinte Rozsa). Mit Samuel Bronston hatte er dann bei "El Cid" schlechte Erfahrung gemacht, nachdem über 1/2 Stunde Musik wegen der Soundeffekte nicht benützt wurde. Daher durfte dann Dimitri Tiomkin die Musik zu "Untergang von Rom" und "Circus Welt" schreiben.
  3. filmempire

    Leonberg: größte Leinwand aller Zeiten?

    Wenn die Bildwand auch so aussieht wie Filmkorn, was im Imax Sinsheim zu bemängeln ist und 3-D mit Shading, dann macht das keine Freude IMAX Digital anzuschauen. Die Firma IMAX behaupted ja das Laser Imax Projektion das beste IMAX überhaupt ist! Ob Herr Lochmann gute Bankverbindung hat um IMAX in Leonberg und Samsung LED Funzelkino in Esslingen zu finanieren ist eine andere Frage?
  4. filmempire

    KRRR! 70 MM FILMFEST KRNOV

    Bericht über das KRRR! 70 mm Filmfest in Krnov 2019 Vom 5. bis 7. April 2019 fand dieses Jahr zum 14. Mal das 70 mm Filmfestival in Krnov statt. Die Hinfahrt aus Stuttgart mit circa 840 km über Pilsen und Prag ist natürlich etwas lang. Bei einer Übernachtung in Pilsen und dem Besuch des Salzmannu Restaurant, dem ältesten aus dem Jahre 1637, kann man das aber ertragen. Zudem hatte ich die Gelegenheit im Cinema City einen 4DX Film anzuschauen. Hier lief "Dumbo", allerdings nur in 2 D mit beweglichen Stuhlreihen, Regen, Wind, Blitze und Rumpelsound. Ich war der einzige Besucher der Abend- vorstellung. Von Pilsen habe ich wieder die landschaftlich schönere Strecke über Pardubitz und Zamberg mit und den an der Grenze von Polen bekannten Skigebiete nach Krnov genommen. Nach der Ankunft am Donnerstag Abend gab es ein Treffen der schon angereisten 70 mm Fans zum Abendessen und ein kleines Vorprogramm mit 70 mm Einzelfilmrollen im Kino MIR 70. "The Sound Of Music" mit den Salzburgansichten und "Do-Re-Mi" Songtitel, weiter eine russische 70 mm Blow-Up Rolle von "Unter Geiern" mit sehr guter Bildqualität und russischer Sprachfassung. Da keine Musik in dem Akt war konnte ich nicht feststellen ob diese mehrkanalig ist. Der Dialog war nur MONO Mitte. Dann noch eine Rolle aus "Spartacus" mit extern synchronisierten Mehrkanalton in verschiedenen Sprachfassungen. Am Freitag um 13.30h die erste Vorstellung mit "Front Beyond The Front Line" eine russische Produktion aus dem Jahre 1977 aufgenommen in Sovscope 70 und präsentiert mit 6 Kanal Magnetton in der Original-Sprachfassung mit Englischen und Tschechischen Untertitel. Der Film hat ziemliche Längen (174 Minuten plus Pause) und spielt im Winter 1943 in Russland mit Partisanen, die gegen die Nazi Frontlinie kämpfen. Da gab es russische Spione für die Nazi und umgekehrt. War ein wenig verwirrend. Natürlich siegten die Partisanen unter großen Verluste und zogen am Ende weiter nach Berlin. Alle Szenen mit deutschen Soldaten waren nicht sychroinisiert sondern das Original wurde einfach per Komentar gleichzeitig in Russisch übersprochen. Dieser Propaganda Film wurde für Schul- kinder zum Pflichtfach während die Bevölkerung weniger interessiert war. Die Bildqualität war, wie bei den Kopien üblich, noch gut in den Farben jedoch auch mit grünstichigen Einstellungen und unsauberen Kopiermaterial mit durchwegs Schlieren im Bild. Nach kurzer Pause um 17.00 Uhr "The Rose" eine 70 mm Blow-Up Kopie aus Australien mit 6-Kanal Magnetton und Englisch/Tschechischen Untertitel. Leider schon etwas rotstichig aber sonst ohne Verschnitt oder größere Gebrauchsspuren. Am Abend dann um 20.00 Uhr der Empfang des neuen Bürgermeister, der scheinbar Filme liebt und die üblichen Danksagungen an die Veranstalter und Mitarbeiter im Festival. Diesmal war Barbora aus Prag bei jeder Ansprache als Live Übersetzerin tätig. Über geliehene Kopfhörer konnte man diese in Englisch abhören. Dann endlich "Lord Jim" in Super Panavision 70 und 6-Kanal Dolby SR Magnetton. Wieder mit Tschechischen Subtitel dank der Arbeit von Ivan aus Bansca Bystrica, der auch ein System entwickelte Filme in andere Sprachen zu synchronisieren. Für mich klang der Magnetton etwas blechern, möglicherweise war das doch keine SR Kopie, obwohl scheinbar so beschriftet. Der Film hatte keine Pause im Ablauf. Nach Filmende zur späten Stunde dann wieder das kalte Buffet für die sehr gut besuchte Vorstellung. Insgesammt war diese Jahr wieder ein Zuwachs an Zuschauer festzustellen. Sehr schön ,wenn ein Saal fast ausverkauft ist. Am Samstag musste man wieder früh aufstehen denn um 9.00 Uhr lief schon "The King And I" in einer 70 mm Kopie von CinemaScope 55 mit 6-Kanal Magnetton und Czech Subtitel. Eine gut erhaltene Kopie, etwas gefaded mit Pause und Entr'acte- sowie Excit Musik. Immer wieder schön Yul Brynner in seiner Paraderolle zu sehen und hören. Deborah Kerr wurde von Marni Nixon im Gesang gedoubelt. Nach "King and I" gab es 2 Rollen von "Around The World In 80 Days" in 70 mm und mit 30 Bilder/Sekunde zu sehen. Leider war das alles was angeliefert wurde. Im zweiten Teil musste dann vor dem Stierkampf wegen den bis dahin noch durchlaufenden Klebestellen abgebrochen werden. Das war das erste Mal, dass der Meopta Projektor mit extra umbebauter Elektronik mit dieser Geschwindigkeit lief. Eine Premiere sozusagen. Danach kam Thomas Hauerslev aus Dänemark zum Einsatz mit seinem Vortrag von "Todd AO - Wie alles begann" mit vielen Bild- und Filmbeispielen per Digitalprojektion. Als Zugabe noch zwei 70 mm Kurzfilme "CineSpace 70/Clear Vision 2000" von Todd AO und "As Good As It Gets" eine Demonstration der Aufnahmemöglichkeiten mit der neuen Arri 765 Kamera. Nachdem "Around The World In 80 Days" leider in 70 mm nicht komplett angeliefert wurde, hat man kurzentschlossen eine Cinestage 35 mm Kopie mit 4-Kanal Magnetton eingesetzt. Dafür musste aber erst ein Optik für die 1.37 Kompression zusammengeschraubt werden, da eine solche nicht mehr vorhanden war. Dazu wurde neben dem Grundobjektiv ein 1:1,25 Anamorphot zu Stauchung der Höhe und danach eine Scope Linse mit 1:2 Faktor in einem Gehäuse von einem Drucker erstellt zusammengesetzt. Die Entzerrung sah gut aus, jedoch mit einigen Unschärfen im rechten Bildrand bei Einstellungen der Totalen. Die Close-Ups waren o. k. Da diese Technicolor Kopie in Französicher Sprache war, hat Ivan wieder sein System eingesetzt und den Englischen Ton von einer DVD oder Bluray Disc genommen und mit Tschechischen Untertitel per Videoprojektion vorgeführt. Es war die lange Fassung mit den Méliès "Reise zum Mond" Szenen, Pause und langen Nachspann. "Armageddon" um 18.15h habe ich ausgelassen, da dieser am Sonntag nochmals gezeigt wurde. Um 21.30 zur späten Stunde "Phantom Thread" in einer 70 mm Blow Up Fassung von Panavision 1'85 Flat Aufnahme mit 6-Kanal DTS Originalton und den Untertitel wie gewohnt. Daniel Day-Lewis spielt einen Modezar um 1950 in England, der nur die Society mit seinen Kreationen beliefert. Gestört wird das alles mit seiner ersten Liebe zu Alma, einer resoluten Frau, die sich am Ende durchsezten kann. Sehr schöne Kopie, mit dem üblichen Blaustich in der Grauzone, Dank Fotokem Los Angeles. Sonntag wieder sehr früh um 9.00 Uhr "Big Horn - Ein Tag zum Kämpfen", aufgenommen in Supertechnirama 70 und vorgeführt in einer synchronisierten Englischen Fassung mit Tönen aus der deutschen 70 mm Kopie bis zu den Szenen mit Dialog in MONO aber auf die 3 Front- Kanäle gemischt. Wieder eine 3-wöchige freiwillige Arbeit von Ivan, der zuerst den Film per Videokamera aufnahm, im Computer dann die deutsche 6-Kanal Mischung mit der englischen MONO Mischung von Bluray übernahm und bei den Dialogszenen von diskret 6-Kanal auf 3 Kanal MONO mischte. Alles Lippensynchron auch bei fehlenden Bildern. Tolle Arbeit und alles nur aus Leidenschaft. Die Kopie hat noch etwas Farben und wenig Gebrauchs- spuren. Mit Ouvertüre, Pause, Intermission Musik eine echte Roadshow Präsentation. Die gleiche Prozedur beim "Ersten Sieg" eine 35 mm s/w Panavision Blow-Up Fassung in einer sehr scharfen Kopie, ebefalls synchronisiert mit Englischen 5.1 Ton von Bluray. Hier war weniger Aufwand nötig, da kaum Szenensprünge vorhanden sind. Eine 165 Minuten Produktion ohne Pause. Bis hierher waren alle Vorstellungen recht gut besucht. Es sollen über 170 Weekendpass Teilnehmer dabei gewesen sein. Um 16.30h dann eine Wiederholung von "Armageddon" einer 70 mm Blow Up Kopie aus Italien, wieder in Englischer Sprache und Tschechischen Untertitel synchronisiert. Ein sehr schöne Kopie, leider ohne den 1ten Akt. Dieser wurde per Bluraysignal, vom Computer bearbeitet, gespielt mit Überblendzeichen und extra leichten Abnützungsignale versehen. So sah es aus, wie die restlichen 70 mm Filmrollen, die aber auch in sehr gutem Zustand waren. Zu dieser Vorstellung waren dann nur noch circa 10 Gäste gekommen. Dann war das Festival schon wieder zu Ende. Es gab im Foyer Erfrischungen jeder Art, eine Cateringfirma lieferte Gulaschsuppe, Würste, belegte Brote, Kaffee und Bier zu echt erschwingliche Preise. Für die 70 mm Vorführung war neben Chef Pavel wieder Martin, Ivan und Michal tätig. Alles hat gut geklappt speziell die Synchronisation der beiden Meopta Projektoren mit dem Computerprogramm und den externen Tönen und Subtitel. Die Delegation aus Schweden, Dänemark, USA, Italien und Deutschland traf sich im Civlin Hotel zu einem gemütlichen Abendessen mit vielen Gesprächsthemen. Vielen Dank an die Organisation von Kino MIR 70 und ein Wiedersehen im März 2020 zum 15ten 70 mm Festival, diesmal 4 Tage lang!
  5. filmempire

    70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)

    Ich habe noch eine Bandaufnahme mit der Musik von Botho Lucas Chor, die könnte ich zur Verfügung stellen, allerdings singe ich da mit was aber dem Stück gut tut!
  6. filmempire

    KRRR! 70 mm Festival Krnov 2019

    Vorläufiges Programm in Krnov (Änderungen möglich) Freitag 5. April 2019 • 13:30 Front Beyond the Front Line (Igor Gostev, 1977) • 17:00 The Rose (Mark Rydell, 1979) • 19:45 Lord Jim (Richard Brooks, 1965) (+opening speech) Samstag 5. April 2019 • 09:00 The King and I (Walter Lang, 1956) • 13:00 Todd-AO Vortrag von Thomas Hauerslev • 14:30 Around the World in 80 Days (Michael Anderson, 1956) • 18:15 Armageddon (Michael Bay, 1998) • 21:30 Phantom Thread (Paul Thomas Anderson, 2017) Sunday (April 7) • 09:00 Big Horn, ein Tag zum Kämpfen (Robert Siodmak, 1967) • 12:15 Erster Sieg (Otto Preminger, 1965) • 12:25 Armageddon (Michael Bay, 1998)
  7. filmempire

    70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)

    Obwohl angeblich mit 14 Panavision Kameras in 1'85 Format aufgenommen, ist der Trailer vom Film interessanter geschnitten als das ganze Konzert. Auch der Ton ist recht dürftig für 6-Kanal Magnetton. Hatte von Hal Ashby's Werk mehr erwartet! Gut, wenn man Rolling Stones Fan ist mag es ja o. k. sein, aber für 70 mm Werbung NICHT! Da war Woodstock in Mulit 16 mm Bilder und toller Schnittarbeit mit 4-Kanal Magnetton dagegen ein Erlebnis.
  8. filmempire

    KRRR! 70 mm Festival Krnov 2019

    Findet vom 5. - 7. April 2019 in Krnov statt. Angesagt sind bisher folgende 70 mm Titel: Armageddon, The King And I, Around The World In 80 Days, Erster Sieg, Big Horn - Ein Tag zum kämpfen. Die restlichen Titel kommen sicher bald. Wer geht dorthin dieses Jahr?
  9. filmempire

    Samsung Cinema Screen

    Stimmt es eigentlich das die Samsung LED immer auf Standby sein muß und wenn wieviel Strom zieht die dann?
  10. filmempire

    Verfahrensanweisung Umgang mit 70mm Kopien

    Toll, so etwas gab es bei den in Westdeutschland gespielten 70 mm Kopie nie. Manchmal von MGM ein "Testfilm" wo die einzelnen Kanäle per englischer Sprache abgezählt wurden, manchmal mit ein paar Klavierakkorde, das wars dann schon. Frequenzgang oder Pegeltöne hat möglicherweise die Firma (Kinotod) gehabt, ein Kino konnte sich aber solche Bezugsfilme nicht leisten!
  11. filmempire

    70mm Event in Karlsruhe

    Doch, denn ich habe dort an einem Wochenende "Hello Dolly" in 70 mm vorgeführt. Damals hatte es noch die Deutsche Cinerama GmbH gepachtet gehabt und der Theaterleiter, der früher im Atrium in Stuttgart beheimatet war, bat mich zum Aushelfen, weil der Hauptvorführer krank wurde.
  12. filmempire

    70mm Event in Karlsruhe

    Meine persönlichen Eindrücke vom 14. Todd AO 70 mm-Filmfestival in der Cinerama Schauburg, Karlsruhe 2018. Wie immer ein "Warm Up" am Donnerstag Abend mit "Samsara" und "Die Verfluchten der Pampas" als 4-K Digital Projektion, die ich aber nicht besuchte und auch darüber keine Informationen sammeln konnte. Der Freitag 28. September 2018 wurde mit einer Blow Up Kopie von einer 35 mm anamorphotischen Panavision Produktion eröffnet. "JIMMY HOFFA" aus dem Jahre 1992 mit einer sehr gute erhaltenen farbechten 70 mm Kopie und 6 Kanal Dolby A Magnetton Wiedergabe in perfekter Bild und Tonqualität. Jack Nicholson spielte hier den Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa und Danny deVito seinen erfundenen loyalen Anhänger. De Vito führte auch Regie in der 140 Minuten langen aber nicht langweiligen Umsetzung der mit interessanten Kamerafahrten und Umschnitten in verschiedenen Zeitabläufen inszeniert wurde. Wie immer gab es Kaffe und Kuchen am frühen Nachmittag im Foyer und da das Wetter mitspielte, konnte man im Hof die Sonne etwas geniessen. Um 16.00 Uhr war "UZALA, DER KIRGISE" in der Russischen Originalfassung mit deutschen und dänischen Untertitel als nächstes im Programm zu sehen. Aufgenommen 1973 - 75 in Sovscope 70 unter der Regie von Akira Kurosawa war dies das zweite Mal gezeigte Kopie in Karlsruhe mit recht gut erhaltenen Farben und 6 Kanal Stereo Magnetton. Hier trifft ein Offizier in unwegsamen Gebiet einen alten kirgisischen Normaden als Pfadfinder und Freund. Es ist ein Film mit langatmiger Erzählweise und schöner Farbfotografie. Die Kopie war nur leicht zerschnitten. Dann war schon wieder Zeit für das traditionelle Dinner/Buffet mit den lecker zubereiteten Speisen aufgereiht im Foyer. "WEST SIDE STORY" in einer vor Jahren neu hergestellten 70 mm Kopie von Zwischen-Negativen der wievielten Generation? aus dem Jahre 1961 und gefilterten 6-Kanal Datast Digitalton konnte man um 20.00 Uhr nochmals bewundern. Der Film wurde in Superpanavision aufgenommen im Endspann aber nur als Panavision 70 bezeichnet. Die Bildqualität war nicht die der Erstaufführung ebenso hat der dynamische Magnetton etwas verloren. Dafür in schönen Farben und ohne Verschnitt. Natürlich auch mit Erfrischungspause und Entr'acte Musik und den langen Endtitel. Zur Efrischung dann gegen 22.45 Uhr das Get Together mit Höpfner Bier im Foyer und interessanten Gesprächen unter den zahlreichen Festivalbesuchern aus USA, England, Japan, Dänemark, Schweden, Österreich und natürlich Germany. Für die Weekend Festival Teilnehmer bot der Samstag um 10.00 Uhr wie schon gewohnt ein Frühstück im Foyer an. Danach um 11.00 Uhr ein Wiedersehen von "BLADE RUNNER" aus dem Jahre 1982 als rotstichige, stark verschnittene 70 mm Blow Up Kopie von Anamorphic 35 mm Panavision und 65 mm Effektaufnahmen. Präsentiert mit 6-Kanal Dolby A-Ton. Die vielen Schnitte haben mich verwundert, denn meistens fehlten nur ein paar Frames und das nicht am Anfang und Ende der Akte, sondern auch innerhalb dieser. Die bekannte Musik von Vangelis kam sehr schön über die Frontkanäle, während der Effekt nur Mono war und nicht wie angekündigt Split Surround. Nach Kaffe und Kuchen dann um 14.30 Uhr "MORD IM ORIENT EXPRESS", die Neuverfilmung von Kenneth Branagh aus dem Jahre 2017 aufgenommen in Super Panavision 70 mit Digitaleffekte und 6-Kanal Datasat Digitalton mit der Musik von Patrick Doyle. Der größte Teil der Handlung spielte im Zug und wurde in England in einer Studio Dekoration aufgenommen. Die paar Fahraufnahme in der Schweiz, jedoch nicht mit Cinerama ähnlichen Einstellungen. Da ich kein Fan von Agatha Christie Stories bin und den Film schon mal in der Schauburg komplett sehen konnte, ging ich nach 20 Minuten zu Gesprächen in den Pausenhof. Die Kopie sah bis dahin aber sehr sauber aus und der Ton hörte sich auch gut an. Dier visuellen Eindrücke mit Hintergrundszenen aus Jerusalem und Istanbul und den digitalen Matepaintings waren nicht so gut, wie aus alten Todd AO Produktionen bekannt! Um 17.00 Uhr dann eine DEFA Produktion mit Manfred Krug aus dem Jahre 1968. "HAUPTMANN FLORIAN VON DER MÜHLE" in einer lustigen Geschichte mit etwas schwachen Aktionszenen zur Zeit des Wiener Kongresses. Der Exhauptmann fordert Schadensersatz für seine im Krieg zerstörte Mühle und gerät dabei in allerlei turbulente Abenteuer mit Happy End. Diese angeblich letzte noch vorhandene 70 mm Kopie aus Tschechien war noch farblich gut erhalten, dank ORWO Material und der 6-Kanal Stereo Ton schön mit Sprachmischung und effektvoller Kanaltrennung bei den Musikaufnahmen. Obwohl nur 132 Minuten lang, gab es ein Pause im Film. Um 19.30 Uhr das Dinner am Buffet und Angebote vom Grill im Hof, sehr lecker, wie immer. Um 21.00 Uhr schon wieder einmal in der Schauburg "2001 - ODYSSEE IM WELTRAUM" in der neuen nicht vom Originalkameranegativ gezogenen 70 mm Kopie mit 6-Kanal Datasat Digitalton. Mit diesem Titel wurde die Schauburg nach dem Umbau auf Super Cinerama im Jahre 1968 wieder eröffnet. Damals noch mit Balkon und den beiden Philips DP 70 Projektoren. Leider hat diese Kopie nicht mehr die Qualität des in Super Panavision 70 aufgenommenen Film gezeigt. Grobkörniges Bild, Grünstich im Graubereich stark auffallend bei den Welt- raumstationszenen, wo Alles in Weiss war. Auch sah man plötzlich bei den Affenszenen in den helleren Aufprojektionsbildern die Folien. Schrammen im oberen Bildbereich waren wohl wegen zu grossen Schleifen bei anderen Abspielern entstanden. Ich habe deshalb nach der Mondlandung nicht mehr weitergeschaut. Nach dem Frühstück am Sonntag um 11.00 Uhr ein Vortrag von Thomas Hauerselv, dem Schöpfer der Webseite in70mm.com über Todd-AO und wie Alles bekann. Nach Cinerama 1952 und deren Erfolg wollte Michael Todd ein System ohne störenden Nähte und mit weniger Aufwand zu produzierende und auch ein vereinfachtes vorführtechnisches Equipment auf den Kinomarkt bringen. Das Ergebnis war eine einstreifige 65 mm Aufnahme mit den Optiken der American Optical Company unter Verwendung von alten Mitchell Kameras und die schnelle Entwicklung des Philips DP 70 Projektor für die Wiedergabe der 70 mm Kopien. Beim Vortrag wurden dann die inzwischen digitalisierten ersten Probeaufnahmen für Todd AO in gut erhaltenen Ansocolor eingespielt. Auch zwei Musiknummern aus dem Film "Oklahoma" mit für starke Steilprojektion korrigierten 70 mm Kopien konnte man nochmals sehen. Im Anschluss noch den Zeitrafferfilm "A YEAR ALONG THE ABONDENED ROAD" von Morten Skallerud aus dem Jahre 1991 aufgenommen in 65 mm Panavision mit Einzelbildschaltung und computergesteuerte Vorwärtsbewegung der Kamera auf Schienen über ein Jahr lang in einem Norwegischen Fjord. Sah aus wie eine Steadykamera Aufnahmen. Morton Skallerud war Spezial Gast da und beantwortete Fragen zu dem Projekt. Dann noch als Zugabe eine 4 Minuten IMAX Film (reduziert auf 1'75 Format in auf 70 mm ebenfalls mit Einzelbilder aufgenommen über eine stillgelegte Schmalspur-Eisenbahn nahe Oslo. Damit nicht genug, als Bonbon in MCS 70 Superpanorama "SKY OVER HOLLAND" von Robert Gaffney und Douwes Fernhout im Jahre 1967 aufgenommen. Eine sehr gut erhaltene 70 mm Kopie mit 6-Kanal Magnetton. Danach hatten die Besucher und auch ich viel Zeit um im Foyer die MCS 70 Kamera die Jürgen Brückner mitgebracht hatte und auch die neue 65 mm Magellan Kamera von Tommy Madsen und seine kleinere Super 8 Kamera zu bewundern und anzufassen. Sehr interessante Geräte. Interessant war dann auch 13.30 Uhr "DER SEIDENE FADEN" in Film von 2017 über einen Londoner Modeschöpfer, der in den 50er Jahre eine junge Kellnerin aus der Schweiz in seine Hochburg der Haute Couture nach England mitbringt. Ein Frauenfilm, habe ich gehört, sehr gut dargestellt mit Daniel Day-Lewis und Vicky Krieps in den Hauptrollen. Gedreht in 35 mm Panavision im 1:1,85 Format und vorgeführt mit 6 Kanal Datasat Digitalton. Ein sehr schönes Bilderlebnis mit dem üblichen Blautouch in den Grauzonen von FOTOKEM. Ausgezeichnet mit 1 Oscar für das beste Kostümdesign von Mark Bridges. In der Reihe mit Tati Filmen in der Schauburg wurde dann um 17.00 Uhr "PLAYTIME" in 70 mm auf den Teller geschoben. Diese neue Kopie vor ein paar Jahren in Frankreich hergestellt war farblich, mechanisch und tonlich sehr gut erhalten. Das 1:1,85 Bildformat mit sehr guter Schärfe. Der Film wurd 1965 von Jaques Tati in einem Gelände nahe Paris (Tati Ville) mit viel Aufwand produziert. Leider damals kein großer Erfolgt. Die Vorstellung in der Schauburg jedoch war sehr gut besucht. Nach dem Dinner etwas für junge Filmfreunde um 20.30 Uhr "READY PLAYER ONE" aufgenommen in Panavision 35 mm Scopeformat, vollbestückt mit Digitaleffekte und präsentiert mit 6 Kanal Datasat Digitalton. Eine Steven Spielberg Produktion mit dem Filmschnitt vom 82 jährigen Michael Kahn. Der grösste Teil der Filmaufnahmen fand wohl nur vor grünem Hintergrund statt. Der Rest waren Computerantimationen hoch fünf. Tolle Bildqualität, alles übertrieben wie eben in der perfekten virtuellen Welt wo dieser Film spielt und ein Teenager gegen den Magakonzern OASIS kämpft und auch gewinnt. Da John Williams keine Zeit hatte wurde die Musik von Alan Silvestri komponiert und entsprach dem gewaltigen Lärm im Film ohne auf Leitmotive einzugehen. Damit war dann auch schon wieder das Festival zu Ende. Tolle Projektion, toller Sound, sehr gute Vorführung von Vincent und Markus, feines Catering für die Gäste und viele schöne Gespräche mit den Besuchern aus allen Ländern. Vielen Dank an Herbert und seinen Mitarbeitern für diesen Event.
  13. filmempire

    70mm Event in Karlsruhe

    genau....und das ist ja das Tolle beim 70 mm Festival in der Schauburg, dass man solche Titel überhaupt mal sehen durfte! Sicher ist der Coppelius Film nicht jedermanns Geschmack, soweit ich das nachlesen konnte, aber als MCS Kopie hätte ich das auch gerne mal gesehen!
  14. filmempire

    70mm Event in Karlsruhe

    Obwohl in MCS Superpanorama gedreht ist "El fantástico mundo del doctor Coppelius" wohl nirgendwo gelaufen? Ähnliches geschah ja mit "Golden Head", "Song of Norway" und "Scent of a Mistery".
  15. filmempire

    70mm Event in Karlsruhe

    Nachtrag zu Samuel Bronston: ein paar Videoszenen von letzer Woche SAMUEL BRONSTON.flv
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