Jump to content

filmempire

Mitglieder
  • Posts

    1,427
  • Joined

  • Last visited

  • Days Won

    9

Everything posted by filmempire

  1. Für Pavel war im April 2022 das 15te 70mm KRRR Filmfestival das letzte. Trotz schwerer längerer Krankheit gab es noch einen Auftritt am Freitag Abend mit dem Bürgermeister der Stadt Krnov. Pavel war ein guter Freund und absoluter entusiastischer 70mm Filmliebhaber, der als Chef vom Kino MIR das Festival gegründet hat. Um ihn herum sind noch einige weitere 70mm begeisterte Freunde, die für Pavel das Festival weiterhin betreiben wollen. Pavel wurde nur 57 Jahre alt, möge er in Frieden Ruhen. Anbei ein paar Videoszenen in Low Qualität, wegen dem Limit von 14mb pavel.movie.mp4
  2. VERTRAUTER FEIND Ein Columbia Pictures Film (1997) Panavision - Lichtton Dolby SR 106 Minuten und 34 Sekunden (111 Minuten bei 24 Bilder/Sekunde) Akt 1 + 2 = 35:10 Akt 3 + 4 = 33:50 Akt 5 + 6 = 37:34 Regie: Alan J. Pakula Harrison Ford, Brad Pitt, Margaret Colin, Ruben Blades, Treat Williams Kamera: Gordon Willis - Musik: James Horner Euro 250,00 + Versandkosten Kopie in sehr guten Zustand auf 1200m gewickelt, kann aber auch auf 600m getrennt werden. Originalkartons sind nicht vorhanden. Privatverkauf ohne Aufführungsrechte nur für Sammler
  3. Für mich war das der erste Besuch in Varnsdorf im Centrum Panorama. Ein sehr schönes 70mm Kino mit 22m Bildwand, 2m Curve und über 500 Stadionsitze. Im Vorführraum 2xMeopta 70/35, 2xMeopta 35mm, 1 Meopta 16mm und 1 4k Videoprojektor. Zusätzlich noch ein kleiner Videoprojektor für Untertitel. Im Gebäude ein großes Foyer mit einer Ausstellung von Projektoren, Fernseh- und Tontechnik aus der Sammlung von Pavel Nejtek. Nebendran eine Pizzeria mit über 80 Plätze für preiswertes Essen und Getränke, nicht nur für Kinobesucher. Das Centrum Panorama wurde 1971 mit "Tschaikowsky" eröffnet und Anfang 1990 geschlossen. Fast 10 Jahre später erwarb Pavel das marode Kino von der Stadt und investierte sehr viel in das Gebäude und der Vorführtechnik. Eröffnet wurde das Wochenende mit "THE GREAT WALL" einer deutsch synchronsierten sehr gut erhaltenen 70mm Kopie aufgenommen in Supertechnirama unter der Regie von Shigeo Tanaka aus dem Jahr 1962. Erstaunlich wenig fading, satte kontrastreiche Bilder mit Schärfentiefe wie von Technirama gewohnt. Den 104 Minuten lange Filme habe ich vorher noch nie gesehen, war aber auch ein wenig langweilig. Es floss viel künstliches Blut, der Kaiser und Unterdrücker hatte die Chinesiche Mauer noch nicht vollendet, bevor der durch einen Anschlag starb. Zwischen den Vorstellungen gab es genügend Zeit für Erfrischungen an der Foyerbar oder draussen auf der Terasse. Die Gäste kamen aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakai und eine Besucher aus Chicago. Man traf auch bekannte Gesichter von andren Festivals wieder. "THE UNTOUCHABLES" eine englischsprachige Bow-Up Kopie mit sattem Sound der Morricone Musik wurde ja schon 2 mal in Krnov gespielt. Gute Geschichte von dem Bundesagent Eliot Ness und dem Versuch Al Capone dingfest zu machen. Neben Cevin Costner spielte noch Sean Connery und Robert De Niro die Hauptollen. Die Blow-Up Qualität von Panavision war befriedrigend. Zwischen dem Great Wall und den Unerschrockenen wurde ein 10 Minuten Cinema 180 Rolle gezeigt. Um 21.00 Uhr dann der Versuch Sensurround mit einer 35mm Lichttonkopie zu erzeugen. "MIDWAY" aus dem Jahr 1976 mit grosser Besetzung in einer deutschsprachigen gebrauchten Kopie. Es waren hinten im Saal 4 Bassboxen und vor der Bühen 8 aufgestellt. Am Samstag Morgen um 10.30 Uhr "PORGY AND BESS" eine gefadete, aber doch kontrastreiche englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Vorfgeführt mit Ouvertüre Vorhang auf dem 70mm Film, Pause und Exit Musik. Die erste Rolle mit heftigen grünen Laufstreifen, die 2te etwas Verschnitten, der Rest o.k. '"ROLLERCOASTER" wieder eine gebrauchte deutsche 35mm Lichttonkopie mit Rumpelsound. Habe nur den Anfang angeschaut und bin gut Essen in einem typischen tschechischen Restaurant gegangen. Auch "DEATH ON THE NILE" um 16.15 habe ich mehr im Vorführraum verbracht. Dieser Film lief vorher schon in Karlsruhe und Krnov, jeweils mit Datasat Ton. Bild und Inhalt hat mir nicht gefallen, ist aber Geschmackssache. Nach einer kleinen Pause zeigte Pavel seinen 35mm Film "50 Jahre Centrum Panorama" mit historischen Bilder und Zeitzeugen im Interview. Sehr interessant diese Geschichte. Am Abend um 20.00 Uhr "ERDBEBEN" der erste der Sensurround Sound Filme von Universal. Ein sehr schlechte Arbeitskopie auf ORWO Material. Das Beben war auch nicht das was man noch so in Erinnerung hat. Es war ein Versuch und das finde ich toll. Die Tschechischen Untertitel wurden von 2 Mädels im Vorführraum manuel weitergeschalten, da es hier keine Automation wie in Krnov gab, kommt aber möglicherweise in Zukunft noch. Der Samstag Abend wurde mit einem Treffen der Besucher, einem Buffet und Freigetränke von Pavel beendet. Am Sonntag gab es um 11.00h ein Wiedersehen mit "PLAY TIME" von Jaques Tati aufgenommen mit 65mm aber nur in 1'85 Breitwand Format. Ein sehr scharfes Bild mit etwas Fading. Die Dialoge im Film unwichtig, dafür die Soundeffekte stark übertreiben, das besondere an diesem Film. In der Kopie fehlte eine Squenz vor der Restaurantsznerie, wo Tati einen Besuch macht und in 3 Wohnungen mit großen Schaufenster die Aktivitäten der Bewohner zu besichtigen sind. Vor Tati's herrliche Zeiten gab es nochmals eine Cinema 180 Rolle mit den interessanteren kurzen Szenen von Achterbahn bis Flugaufnahmen usw. Von "OKLAHOMA" wurden zwischen den Vorstellungen noch Szenen mit 30 Bilder/Sekunde nur mit 25 abgespielt, damit der Meopta Projektor nicht kaputt geht. Möglicherweise sind die für diese Geschwindgkeit nicht geeignet. Auch der Prolog von "MICHELANGELO" in stark gefadeten Zustand aber dafür ohne Macken kam auf der Todd AO Bildwand zur Geltung. "ALIENS" am Sonntag um 15.00 Uhr war für mich der letzte Titel in einer 35mm Blow-Up Kopie in 1'85 Fomat mit flachen Kontrast aber gutem Magnettonsound. Scheinbar hat bei irgendeinem Titel 1 Akt gefehlt oder war doppelt. Das kann passieren, wenn es keine Zeit gibt die Kopien voher zu prüfen. Für mich kein Weltuntergang. Es war ein schönes Erlebnis im Centrum Panorama, erfreulich das inzwischen mehr Besucher kommen als vor Jahren mit den Weekends begonnen wurde. Vielen Dank an Pavel für das 70mm Weekend. Leider war er nicht so gesprächig war wie ich hoffte, das lag aber sicher daran, das ich mich nicht in tschechisch unterhalten kann. Noch ein paar Jahre Festival, dann klappt das möglicherweise. Im Internet gibt es auf der Centrum Panorama Seite viele gute Bilder vom Kino, daher hier nur ein paar Schappschüsse vom Mai 2022.
  4. Mit Videoschnittprogramme kann man die gesamte Tonspur so lange hin und her schieben, bis die zur Lippensynchronität passt. Zuerst mal den Bild und Tonanfang gleich anlegen, dann bei den Synchronsprachen hin oder herschieben, bis es passt. Danach kann man Bild und Ton wieder ausgeben.
  5. Man kann die 35mm Lichttonfilme auch ohne die Sensurround Bassanlage spielen.
  6. Signale kam schon 2 mal im MDR sogar mit Stereoton
  7. War sicher keine MCS Kamera sonderen eine neue in der DDR hergestellte 70mm Kamera (hat die DDR auch 70mm Negativ benützt, wie die Russen?)
  8. Der Film wurde auch mal in Karlsruhe bei einem 70mm Festival gezeigt. Sehr nett gefilmt und sollte wohl zeigen welche Möglichkeiten das DEFA 70 Format bietet.
  9. In welcher Reihe von der Bildwand war die Aufnahme?
  10. und wie war der TODD-AO Bildeindruck?
  11. Die Idee für Camera 65 bei Ben Hur später auch Ultra Panavision genannt war ja die Cinerama Bildwände auf volle Breite zu füllen. Sicher gab es auch einige 70mm Häuser, die nur Todd AO Bildwandabmessungen hatten, so wie das Atrium in Stuttgart. Da wurde eben mit reduzierter Abdeckung gespielt, also das 2.7 Seitenverhältnis horizontal oben und unten zugefahren, solche tollen fahrbaren und anfälligen Abdeckungen gab es ja damals noch. Meuterei auf der Bounty, Die größe Geschichte aller Zeiten und Khartoum kamen dann auch noch in dem anamorphotischen 70mm Format ins Kino.
  12. Die Ultra Panavision Kopien waren 1970 nicht mehr im Verleih, dafür die schlechteren wie von von CinemaScope aufgeblasenen 70mm flat Kopien
  13. Ich war von ein paar Jahre in Münster und auch im Apollo. Dort lief der Film in 35mm mit 4-Kanal Magnetton auf einer viel zu kleinen Bildwand hat mir mein Freund erzählt, denn der hat in dort in der Erstaufführung gesehen
  14. Laut einem Bekannten in Münster lief "Ben Hur" in der Erstaufführung im Apollo in 35mm 4-Kanal Magnetton. Bei der Schauburg handelt es sich vermutlich um die 70mm Fassung von 1968 in flat und nicht Ultra Panavision
  15. Schöner Saal, aber Bildwirkung hinten nicht besonders eindruckvoll. Vorführraum sieht gut aus, hätten wir im Atrium 1970 auch so schöne Abzüge an der DP70 gehabt, wie hier zu sehen!
  16. Hat jemand Informationen wieviel 70mm Ultra-Panavision Kopien zum Start in Deutschland vorhanden waren. München und Stuttgart starteten im Oktober 1960, welche anderen Städte hatten den Film im Programm zu dieser Zeit? Wie ich gehört habe mußten die Thaterbesitzer Vorauskasse beim Vertragsabschluß liefern.
  17. A CHORUS LINE lief mit der Deutschen 70mm Kopie, der Ton im synchronisierten Computerprogramm kam aber von einer englischen 5.1 DVD
  18. Danke LaserHotline für die Korrektur es waren Bobby Benson, Jesse Corti und Angela Landsbury, die hier ihre Stimmen gaben. Der Donald Duck Kurzfilm war ein Blow Up von 35mm scheinbar gab es auch eine CinemaScope Fassung.
  19. Noch ein paar weitere Standbilder von Krnov
  20. Da waren noch mindestens 3 weitere Schnitte in der 70mm Kopie
  21. Sorry Fehler von Mir 30. März 2022 war die Anreise und 1. April - 3. April 2022 das Festival
  22. Am 30. April 2022 war es mal wieder soweit. Nach den Lockerungen der Reisebeschränkung wegen der Corona Pandemie habe ich mich kurzfristig entschlossen das 70mm Filmfestival in Krnov zu besuchen. Die Hinreise führte mich zuerst nach Pilsen. Dort gibt es ja bekanntlich das gute Pilsner Urquell. Das ältesten Restaurant in der Stadt von 1637, das U Salzmannů mit Bömischer Küche, ist aufjeden Fall einen Besuch wert. Autofahren darf man allerdings nicht mehr, denn in Tschechien ist die 0 Promille Grenze gültig. Gut es gäbe da noch im Plaza Cinema Center einen Saal mit 4DX Wackelbänken, Regen, Wind, Blitzen und anderen Effekten zu erleben, das muss aber nicht sein. 31. April 2022 Weiterreise über die Autobahnstrecke um Prag herum bis Pardubitz. Von hier verläuft die landschaftlich schönere Strecke über Zamberg, Sumperg, Bruntal nach Krnov. Das waren dann von Stuttgart bis zum Ziel 805 km. Ankunft gegen 17.30h bei heftigen Schneefall und minus -4 Celsius. In Krnov gab es laut Internet nur 2 buchbare 4 Sterne Hotels, das Steiger in der Stadt nahe beim Rathaus und Cvilin in den Berghöhen mit schöner Aussicht und einem Restaurant. Dort gab es dann am frühen Abend ein Essen für die Mitarbeiter des Festivals und die eingeladenen Gäste. Anschliessend wurden im Kino MIR 70 ein paar 70mm Einzelrollen zur Einstimmung vorgeführt. Zuerst eine 70mm Propaganda Multiimage Produktion aus den 60er Jahre über die 15 Sowjetstaaten und deren Leistungen in Industrie, Landwirtschaft und Technik. Vermutlich waren auch politische Äußerungen im russischen Original- Kommentar enthalten. Danach jeweils ein Akt von „Cocoon", "Willow", "Song of Norway" und ein Werbefilm von Ford Automobile. Das war ein schöner Abschluss am Vorabend des Festivals. Freitag 1. April 2022: Die ersten Festivalgäste von über 150 registrierten sind eingetroffen. Um 13.00 Uhr „ALFRED THE GREAT“ („Alfred der Große“) eine deutsche 70mm Blow-Up Kopie mit 5-Kanal MONO Ton. Der Film von 1969 mit David Hemmings, Michael York und Prunella Ransome in den Hauptrollen, wurde unter der Regie von Clive Donner hauptsächlich in Irland mit 35 mm Panavision Anamorphic Kameras aufgenommen. Dank der selbstentwickelten Technik von Ivan Školuda konnte der Film aber in englischer Sprachmischung mit tschechischen Untertitel laufen. Das ist ein aufwendiges Verfahren. Nach Anlieferung der Kopie werden zuerst jeweils bis zu drei Akten auf einer 1800 m Spule gewickelt und für eine automatische Überblendung mit Folien versehen. Dann wird der Film kommplett mit Überblendung projiziert, dabei mit einer Videokamera Bild und mit separatem Capturing Interface der Magnetton als 6 Wave Dateien im Computer aufgezeichnet. Dazu liefert der Meopta Projektor zwei Impulse pro Bild, die dann als Timecode genutzt werden. Jetzt beginnt der längere Arbeitsablauf. Zu dem vorhandenen Bild muss ein entsprechender Mehrkanalton aus DVD oder Bluray Disc, oder von einer 35 mm Lichtton besser noch 4 Kanal Magnettonkopien angepasst werden. Beim letzten Festival vor zwei Jahren wurden bei dem Film „Big Horn – Ein Tag zum Kämpfen“ nur die Töne der deutschen 70mm Fassung, bei Szenen ohne Dialog benützt und dann per Tonmischung auf den Originalsoundtrack der BRD gewechselt, der aber nur 2.0 Mono war. Ivan verteilte dieses Monosignal auf alle 3 Frontkanäle. Das klang dann sehr professionell. „ALFRED DER GROSSE“ beginnt ohne Titel, aber mit längeren Schrifttafeln, die Hintergründe der Geschichte erklären. Diese wurden nicht von der deutschen 70mm Kopie gespielt, obwohl diese schon mitlief, sondern per Digitalprojektion mit englischen Schrifttafeln begonnen und dannach auf 70 mm mit der ersten Spielszene des Films überblendet. Die Endtitel waren jedoch von der 70mm Kopie. Der Ton der englischen Fassung wurde anscheinend im Internet gefunden und hatte eine Sprachmischung und sehr effektvollen Surroundkanal, der auch teilweise über die Dolby Atmos Deckenlautsprecher wiedergegeben wurde. Bei einer Laufzeit von 122 Minuten war auch eine Pause, jedoch ohne Ouvertüren oder Entr’acte Musik dabei. Die Kopie hatte erträglichen Rotstich und zeitweise gute Blow-Up Qualität. Da der Film in Deutschland kein Erfolg war, konnte auch aus dem hervorragenden Zustand der Kopie schließen. Erfreulich waren bei diesem 15.ten Festival die längeren Pausen zwischen den einzelnen Vorführungen. Im Foyer, wo auch wieder Projektoren von 8 – 70 mm aus der Sammlung von Pavel zur Ansicht standen, konnten die Besucher preiswerte Getränke und Speisen erwerben. Für die Fans des Festivals gab es einen Verkaufsstand mit T-Shirts, Trinkbechern, Mützen und anderen merchandise Produkte. Inzwischen wurden auch im Kino MIR 70 einige Renovierungen während der Covid Schließung vorgenommen. Neue Toilettenanlagen im Erdgeschoss, Dolby Atmos Installation im Kinosaal mit einer abgespeckten Version und entsprechender Neuverdrahtung der Tonanlage. Im Vorführraum konnte ich den Neuzugang einer 70mm Telleranlage von Christie feststellen. Damit musste im Raum einiges geändert werden um Platz dafür zu schaffen. Alles sah mit Neuanstrich der Wände und Decke sehr aufgeräumt und professionell aus. Um 16.00 Uhr startete „KONG, SKULL ISLAND" eine mit Arri Alexa XT Plus Digitalkameras und 35 mm Panavision aufgenommene Produktion von 2017, hauptsächlich in Vietnam in Szene gesetzt. Die 70 mm Ausbelichtung vom 2k Digital Intermediate sah zweitweise recht gut aus, obwohl natürlich 8k mehr gebracht hätte. Aktion pur mit Computer generierte Digitaleffekten, großartig inszeniert, aber auch total übertrieben, kostet ja nicht viel mehr. Die Gehaltslisten im Nachspann waren entsprechend lang. Diese Kopie und eine weitere Polyesterversion wurden vom neu installierten Cinemeccanica Teller mit 6-Kanal Datasat Ton vorgeführt. Der Teller war ein Geschenk von Piero Fumigalli, dem Besitzer des Arcadia Center in Mailand, der wegen Krankheit nicht zum Festival reisen konnte. Nach über einstündiger Pause begann um 19.15 Uhr der Empfang von Thomás Hradli, dem Bürgermeister von Krnov. Mit Ansprachen von Marcela Procházková, der Langzeit-Managerin von KRRR!, Petra Manczalová, Direktorin vom Kulturministerium und Pavel Tomešek dem Initiator des 70mm Filmfestivals und Chef vom Kino MIR 70. Leider konnte Pavel an diesem Festival wegen Krankheit nur kurz teilnehmen. Die Vorführungen wurden von Ivan Školuda, Martin Bodešínský und Michal Jaso wie seit Jahren wunderbar perfekt durchgeführt. Wie bei jedem Festival gab es anschließend ein Gruppenbild aller Festivalteilnehmer auf der Bühne vor der Bildwand. Während der Pause bis zum Abendprogramm wurden im Saal ein Super 8, im Vorführraum ein zusätzlicher 16mm fahrbarer Projektor aufgestellt und für die Wiedergabe von 35 mm eine der drei festinstallierten Meopta Projektor aktiviert. Um 20.00 Uhr gab es dann eine besondere Vorführung von "GREASE“. Zunächst den Haupttitel vorgeführt in 8mm, danach eine Szene aus dem Film in 16mm. Weiter mit 35 mm CinemaScope gefolgt von der kompletten 70mm Filmfassung mit 6-Kanal Magnetton, ohne Dolby N/R und echten 5 Frontkanälen. Die Kopie kam aus Schweden und hatte einen tollen Sound. Obwohl in Panavision 35 mm aufgenommen ist nicht klar, ob das nur in flat gefilmt wurde, denn im Blow-Up waren die Titel in der Höhe und aber seltsamer Weise auch seitlich beschnitten. Der Film von 1978 war für John Travolta und Oliva Newton-John ein großer Erfolg. Er wurde für fünf Goldene Globes und einen Oscar nominiert. Ein sehr unterhaltsames Highschool Musical. Für die Festival Pass Besitzer gab es danach gegen 22.00 Uhr ein kaltes Buffet im Foyer. Samstag. 2. April 2022: Für die Frühaufsteher begann die erste Vorstellung um 9.00 Uhr mit „KELLY’S HEROES“ ("Stoßtrupp Gold") mit einer 144 Minuten Blow-Up Kopie von 35 mm Panavision und 5.1 Ton von BluRay Disc abgemischt auf 8 Kanäle für Links Front, Halb Links, Center, Halb Rechts, Rechts Front, Rechts und Links Surround und Subbass vom Computer Programm. Die Deutsche Theaterkopie war leider schon Richtung Rot gefaded. Ein wenig Grün war in manchen Szenen aber noch sichtbar. Die Blow Up Qualität erstaunlich gut. Im Film gab es eine Pause und eine Entr’acte Musik komponiert von Lalo Schifrin mit "Sunshine" von Hank Williams, Jr. und "Burning Bridges" von The Mike Curb Congregation gesungen. Mike war damals Direktor von MGM Records. Sehr witziger Film mit Clint Eastwood, Telly Savalas, Don Rickles und Karl-Otto Alberty als Deutscher Panzerfahrer der auch was vom Gold abbekam. Wie immer am Ende Applaus vom Publikum. Um 14.15 Uhr ein Kurzfilm von James Quinn „DAUGHTER OF DISMAY“ („Tochter des Entsetzen“) aufgenommen 2018 in 8 Perf 65 mm für IMAX oder als 70mm bzw 35mm Format kopiert. Ein dunkles Bild ohne Tiefenschärfe. Den meisten Zuschauer (auch mir) hat das nicht gefallen. Schade um das 70mm Kopiermaterial von Kodak. Um 13.30 Uhr hielt Michael Málek einen 30 Minuten Vortrag über die ROADSHOW PRESENTATIONEN Hier wurden frühe Titel wie „Wings“ bis zu „The Hateful 8“ erwähnt. Danach noch Zeit für Fragen und Antworten aus dem Publikum. Wie bei allen tschechischen Einführungen vor Beginn der Hauptfilme von Jaromír Blažeiovský (Universität Brno) und Kokes D. Radomír (Filmkritiker) wurden diese live ins Englische von Barbora Štefanová über Funkkopfhörer für die ausländischen Festivalgäste übersetzt. Außer Paul Rayton (USA) und Alleksas Gilaitis (Ukraine) habe ich jedoch keine weiteren "Ausländer" getroffen. Um 15.00 Uhr ein Film von Lawrence Kasdan aus dem Jahr 1985 "SILVERADO", mit Kevin Kline, Scott Glenn, Kevin Costner, Danny Clover und John Clees als Dorfsheriff in den Hauptrollen. Eine 2-fach oscarnominierte Produktion aufgenommen in 35 mm Panavision und aufgeblasen auf 70mm mit 6 Kanal Dolby A Magnetton. Die Kopie kam von Australien und war möglicherweise die erste Aufführung in Europa in diesem Format. Ein sehr unterhaltsamer Western mit toller Musik von Bruce Broughton und viele Landschaftsaufnahmen in New Mexico. Nach Silverado noch eine kleine Zugabe. Die letzte Rolle von „THE LAST OF THE MOHICANS“ ("Der letzte Mohikaner") in einem Film von Michael Mann aus dem Jahr 1992 in einer sehr guten Blow-Up Qualität von 35 mm Panavision und mit 6-Kanal Dolby A Magnetton. Daniel Day-Lewis, Madelaine Stowe und Russell Means in den Hauptrollen mit der Musik von Trevor Jones und den eindrucksvollen Landschaften von Blue Ridge Mountains. Vor dem nächsten Programmtitel gab es eine Verlosung von KRRR! Merchandise Artikel an zehn Festivalbesucher. Um 18.15 Uhr „A CHORUS LINE“ wieder mit einem besonderer Anfang. Zunächst eine 35 mm CinemaScope Fassung mit Haupttitel, danach eine 70mm Titelsequenz mit anderem Aufbau und als drittes Beispiel die deutsche 70 mm Fassung, wieder synchronisiert von einer 5.1 DVD Version gemischt auf 5 Front- und 2 Surroundkanäle. Die Kopie mit noch mit allen Farben vorhanden in guter Bildqualität als Blow Up von 35mm Panavision. Zum späten Abendprogramm um 21.00 Uhr dann die Erstaufführung in Krnov mit „DEATH ON THE NILE“ (“Tod auf dem Nil") einem Panavision Super 70 Film von Kenneth Branagh vorgeführt vom Teller mit 6-Kanal DATA Sat Ton vom DVD Player. Im Gegensatz zu der 1978 Verfilmung der gleichen Agatha Christie Story wurden alle Szenen in Abu Simbel, den Pyramiden, Karnak Temple und Nil mit den Darstellern im Studio vor grünen Hintergrund aufgenommen und später mit den echten Landschaftsaufnahmen per Computer gepaart. Also wieder eine digitale Bearbeitung und Ausbelichtung von Foto KEM auf 65mm Dupnegativ. Diese war meiner Meinung nach viel zu steil im Kontrast und selbst bei Außenaufnahmen gab es leider kaum irgendwelche 70mm Schärfentiefe, wie z. B. in „Lawrence von Arabien“, oder andere 70mm Werke aus den 60er Jahren, zu bewundern. Ich hatte den Film schon in Karlsruhe gesehen und verbrachte die Zeit im Vorführraum und mit Gespräche im Foyer. Nach einer angekündigten 15 Minuten Pause wurde dann der 70mm russiche Propaganda Film „RUSSIA A GREAT NATION” („Russland eine große Nation“), trotz Ukraine Krieg vorgeführt. Die Macher des Films kamen von einer Filmhochschule und waren seinerzeit von der Multi-Splitscreen Aufnahmetechnik in „Grand Prix“ inspiriert. Sonntag 3. April 2022: 10.15 Uhr eine Roadshow Präsentation von „Grand Prix" mit einer Deutschen 70mm Kopie wieder zeitaufwendig synchronisiert von 35mm 4-Kanal Magnettonkopie, einer noch vorhandenen 70mm englischsprachigen tschechischer Kopie und einer kurzen Szene aus der Bluray Disc. Dieser als Cinerama ins Kino gebrachte Film wurde in Super Panavision 70 auf 65mm Material gedreht. James Garner, Eva-Marie Saint, Yves Montand, Toshiro Mifune und die „echten“ Grand Prix Piloten von 1968 spielten die Hauptrollen in dem John Frankenheimer Film. Die Kopie mit herrlichem Rostich, sonst aber ohne technische Mängel, wurde mit Ouvertüre, Pause, Entr’acte Musik und Endtiteln vorgeführt. Für die Mittagspause gab es genügend Zeit vor Ort um in der Stadt kurz einzukehren. Weiter im Programm um 14.00 Uhr zunäüchst mit einem 70mm Blow-Up Donald Duck Film „CHIPS AHOI“ Wie bei allen Disney Zeichentrickfilmen eine sehr gute Bildqualität der 35mm Aufnahme mit Pseudo Stereo Ton. Diese Rolle hat Paul Rayton aus Amerika mitgebracht. Der letzte Film im Festivalprogramm war eine Italienische Kopie von „BEAUTY AND THE BEAST“ („Die Schöne und das Biest“) ein Zeichentrickfilm aus dem Jahre 1991 von Walt Disney als 70mm Blow Up im 1:1,85 Format. Der italienische Ton wurde wieder vom Computer als 5.1 DVD verteilt über 8 Kanäle wiedergegeben. Eine sehr schöne, neuwertige Kopie mit der Musik von Alan Menken. Die Dialoge haben Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Kevin Kline und andere synchronisiert. Kurz nach 16.00 Uhr war das 15te KRRR! 70mm Film Fest in Krnov vorbei. Also noch genügend Zeit bei onnenschein etwas die Umgebung anzuschauen und im Hermes Cafe ein gutes Abendessen zugenießen. Wie immer hat mir das Festival gut gefallen, obwohl ich ja fast alle Filme schon mehrmals gesehen habe. Es geht aber auch um das Treffen der Freunde in Krnov und die interessanten Gespräche in den Pausen. Vielen Dank an Ivan für seine Unterstützung bei den technischen Angaben der digitalen Tonbearbeitung, Friedrich Schumcher für die Textüberarbeitung und von mir freundschaftliche Grüße and Pavel mit herzlichen Wünschen für eine schnelle gute Besserung.
  23. Schade das der Film nicht in Camera 65 (Ultra Panavision) mit 6-Kanal Magnetton vorgeführt wird!
  24. Da fehlt ja dann nur noch der Projektor, die Optik und die runde Bildwand, dann können wir das ja dann mal anschauen!
  25. Poirot hätte etwas mehr Licht machen müssen, denn bei den Gegenlichtaufnahmen waren die Gesicher sehr dunkel, bei dem farbigen Darsteller noch schlimmer. Kann aber auch an FOTOKEM liegen, der Kontrast der 70mm Kopie war extrem, die Hauttöne sahen aus wie bei einem schlechten Farbfilm. Die Greenshots sahen leider auch sehr unecht aus.
×
×
  • Create New...

Important Information

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Privacy Policy.