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filmempire

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  1. Leider haben die bei der deutschen Sprachmischung den Bass nicht überspielt. Zumindestens bei 2 Kopien habe ich das erfahren. Die BRD sieht tatsächlich etwas schlechter im A/B Vergleich aus. Die Anfagnsszenen spielen genau an dem Drehort, wo "Ryans Tochter" 20 Jahre zuvor aufgenommen wurden in Dunquin Irland. Beim Überflug der Küste entlang kann man links noch das Schulhaus sehen. Die Landrace Szenen am Ende vom Film wurden mit ganz ungerschiedlichen Formate aufgenommen und das sieht man deutlich. John Williams Musik sehr schön!

  2. Zitat

    damaligen sechskanal Magnetton

    2001 Musik war eh nur eine 2-Kanal Stereoaufnahme auf 5 Frontkanäle und 1 Surround verteilt. Viele Filme mit 5 Magnettonspuren für Links, HLinks, Mitte, HRechts und Rechts hatten auf den Halblinks/Rechtskanäle die selbe Information (also MONO) außer wenn Sprachmischungen noch darüber gepannt war. "Big Horn, ein Tag zum Kämpfen" hat auf den Dialog nur auf HLinks Mitte und HRechts. Auf Spur 5 Links und Spur 6 Rechts war nur Musik und Geräusche aufgespielt. Die Spurangaben sind noch aus der Philips Zeichnung bei der DP 70 wo die Kanalzuordnung von 5, 1, 2 (Mitte) 3, 6 (Rechts) und 4 (Effektkanal) angegenben waren. Das war die Erweiterung der Tonspuren vom 4-Kanal Magnetton für 35mm Film.

    Ich habe mir mal die Mühe gemacht und 2001 und andere Musik aus dem Film über das Mischpult anders zuzuordnen und dabei den Linken Kanal auf Links und den Halblinken auf Rechts abzuspielen, und siehe da

    beides das gleiche Signal, nur mit Equalizer etwas verändert, aber kein Stereoton!!!

    • Thanks 1
  3. Für Pavel war im April 2022 das 15te 70mm KRRR Filmfestival das letzte. Trotz schwerer längerer Krankheit gab es noch einen Auftritt am Freitag Abend mit dem Bürgermeister der Stadt Krnov. Pavel war ein guter Freund und absoluter entusiastischer 70mm Filmliebhaber, der als Chef vom Kino MIR das Festival gegründet hat. Um ihn herum sind noch einige weitere 70mm begeisterte Freunde, die für Pavel das Festival weiterhin betreiben wollen. Pavel wurde nur 57 Jahre alt, möge er in Frieden Ruhen. Anbei ein paar Videoszenen in Low Qualität, wegen dem Limit von 14mb

    • Sad 3
  4. VERTRAUTER FEIND

    Ein Columbia Pictures Film (1997)

    Panavision - Lichtton Dolby SR

    106 Minuten und 34 Sekunden (111 Minuten bei 24 Bilder/Sekunde)

    Akt 1 + 2 = 35:10

    Akt 3 + 4 = 33:50

    Akt 5 + 6 = 37:34

    Regie: Alan J. Pakula

    Harrison Ford, Brad Pitt, Margaret Colin, Ruben Blades, Treat Williams

    Kamera: Gordon Willis - Musik: James Horner

    Euro 250,00 + Versandkosten

    Kopie in sehr guten Zustand auf 1200m gewickelt, kann aber auch auf 600m getrennt werden. Originalkartons sind nicht vorhanden. Privatverkauf ohne Aufführungsrechte nur für Sammler

  5. Für mich war das der erste Besuch in Varnsdorf im Centrum Panorama. Ein sehr schönes 70mm Kino mit 22m Bildwand, 2m Curve und über 500 Stadionsitze. Im Vorführraum 2xMeopta 70/35, 2xMeopta 35mm, 1 Meopta 16mm und 1 4k Videoprojektor. Zusätzlich noch ein kleiner Videoprojektor für Untertitel. Im Gebäude ein großes Foyer mit einer Ausstellung von Projektoren, Fernseh- und Tontechnik aus der Sammlung von Pavel Nejtek. Nebendran eine Pizzeria mit über 80 Plätze für preiswertes Essen und Getränke, nicht nur für Kinobesucher. Das Centrum Panorama wurde 1971 mit "Tschaikowsky" eröffnet und Anfang 1990 geschlossen. Fast 10 Jahre später erwarb Pavel das marode Kino von der Stadt und investierte sehr viel in das Gebäude und der Vorführtechnik.

    Eröffnet wurde das Wochenende mit "THE GREAT WALL" einer deutsch synchronsierten sehr gut erhaltenen 70mm Kopie aufgenommen in Supertechnirama unter der Regie von Shigeo Tanaka aus dem Jahr 1962. Erstaunlich wenig fading, satte kontrastreiche Bilder mit Schärfentiefe wie von Technirama gewohnt. Den 104 Minuten lange Filme habe ich vorher noch nie gesehen, war aber auch ein wenig langweilig. Es floss viel künstliches Blut, der Kaiser und Unterdrücker hatte die Chinesiche Mauer noch nicht vollendet, bevor der durch einen Anschlag starb.

    Zwischen den Vorstellungen gab es genügend Zeit für Erfrischungen an der Foyerbar oder draussen auf der Terasse.

    Die Gäste kamen aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakai und eine Besucher aus Chicago. Man traf auch

    bekannte Gesichter von andren Festivals wieder.

    "THE UNTOUCHABLES" eine englischsprachige Bow-Up Kopie mit sattem Sound der Morricone Musik wurde ja schon 2 mal in Krnov gespielt. Gute Geschichte von dem Bundesagent Eliot Ness und dem Versuch Al Capone dingfest zu machen. Neben Cevin Costner spielte noch Sean Connery und Robert De Niro die Hauptollen. Die Blow-Up Qualität von Panavision war befriedrigend.

    Zwischen dem Great Wall und den Unerschrockenen wurde ein 10 Minuten Cinema 180 Rolle gezeigt.

    Um 21.00 Uhr dann der Versuch Sensurround mit einer 35mm Lichttonkopie zu erzeugen. "MIDWAY" aus dem Jahr 1976 mit grosser Besetzung in einer deutschsprachigen gebrauchten Kopie. Es waren hinten im Saal 4 Bassboxen und vor der Bühen 8 aufgestellt.

    Am Samstag Morgen um 10.30 Uhr "PORGY AND BESS" eine gefadete, aber doch kontrastreiche englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Vorfgeführt mit Ouvertüre Vorhang auf dem 70mm Film, Pause und Exit Musik. Die erste Rolle mit heftigen grünen Laufstreifen, die 2te etwas Verschnitten, der Rest o.k.

    '"ROLLERCOASTER" wieder eine gebrauchte deutsche 35mm Lichttonkopie mit Rumpelsound. Habe nur den Anfang

    angeschaut und bin gut Essen in einem typischen tschechischen Restaurant gegangen.

    Auch "DEATH ON THE NILE" um 16.15 habe ich mehr im Vorführraum verbracht. Dieser Film lief vorher schon in Karlsruhe und Krnov, jeweils mit Datasat Ton. Bild und Inhalt hat mir nicht gefallen, ist aber Geschmackssache.

    Nach einer kleinen Pause zeigte Pavel seinen 35mm Film "50 Jahre Centrum Panorama" mit historischen Bilder

    und Zeitzeugen im Interview. Sehr interessant diese Geschichte.

    Am Abend um 20.00 Uhr "ERDBEBEN" der erste der Sensurround Sound Filme von Universal. Ein sehr schlechte Arbeitskopie auf ORWO Material. Das Beben war auch nicht das was man noch so in Erinnerung hat. Es war ein Versuch und das finde ich toll.

    Die Tschechischen Untertitel wurden von 2  Mädels im Vorführraum manuel weitergeschalten, da es hier keine

    Automation wie in Krnov gab, kommt aber möglicherweise in Zukunft noch.

    Der Samstag Abend wurde mit einem Treffen der Besucher, einem Buffet und Freigetränke von Pavel beendet.

    Am Sonntag gab es um 11.00h ein Wiedersehen mit "PLAY TIME" von Jaques Tati aufgenommen mit 65mm aber nur in 1'85 Breitwand Format. Ein sehr scharfes Bild mit etwas Fading. Die Dialoge im Film unwichtig, dafür die Soundeffekte

    stark übertreiben, das besondere an diesem Film. In der Kopie fehlte eine Squenz vor der Restaurantsznerie, wo Tati

    einen Besuch macht und in 3 Wohnungen mit großen Schaufenster die Aktivitäten der Bewohner zu besichtigen sind.

    Vor Tati's herrliche Zeiten gab es nochmals eine Cinema 180 Rolle mit den interessanteren kurzen Szenen von Achterbahn bis Flugaufnahmen usw.

    Von "OKLAHOMA" wurden zwischen den Vorstellungen noch Szenen mit 30 Bilder/Sekunde nur mit 25 abgespielt, damit der Meopta Projektor nicht kaputt geht. Möglicherweise sind die für diese Geschwindgkeit nicht geeignet.

    Auch der Prolog von "MICHELANGELO" in stark gefadeten Zustand aber dafür ohne Macken kam auf der Todd AO Bildwand zur Geltung.

    "ALIENS" am Sonntag um 15.00 Uhr war für mich der letzte Titel in einer 35mm Blow-Up Kopie in 1'85 Fomat mit flachen Kontrast aber gutem Magnettonsound.

    Scheinbar hat bei irgendeinem Titel 1 Akt gefehlt oder war doppelt. Das kann passieren, wenn es keine Zeit gibt die

    Kopien voher zu prüfen. Für mich kein Weltuntergang. Es war ein schönes Erlebnis im Centrum Panorama, erfreulich das inzwischen mehr Besucher kommen als vor Jahren mit den Weekends begonnen wurde.

    Vielen Dank an Pavel für das 70mm Weekend. Leider war er nicht so gesprächig war wie ich hoffte, das lag aber sicher daran, das ich mich nicht in tschechisch unterhalten kann. Noch ein paar Jahre Festival, dann klappt das möglicherweise. Im Internet gibt es auf der Centrum Panorama Seite viele gute Bilder vom Kino, daher hier nur ein paar Schappschüsse vom Mai 2022.

     

     

     

     

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  6. Mit Videoschnittprogramme kann man die gesamte Tonspur so lange hin und her schieben, bis die zur Lippensynchronität passt. Zuerst mal den Bild und Tonanfang gleich anlegen, dann bei den Synchronsprachen hin oder herschieben, bis es passt. Danach kann man Bild und Ton wieder ausgeben.

  7. War sicher keine MCS Kamera sonderen eine neue in der DDR hergestellte 70mm Kamera (hat die DDR auch 70mm Negativ benützt, wie die Russen?)

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  8. Der Film wurde auch mal in Karlsruhe bei einem 70mm Festival gezeigt. Sehr nett gefilmt und sollte wohl zeigen welche Möglichkeiten das DEFA 70 Format bietet.

    • Thanks 1
  9. Die Idee für Camera 65 bei Ben Hur später auch Ultra Panavision genannt war ja die Cinerama Bildwände auf volle Breite zu füllen. Sicher gab es auch einige 70mm Häuser, die nur Todd AO Bildwandabmessungen hatten, so wie das Atrium in Stuttgart. Da wurde eben mit reduzierter Abdeckung gespielt, also das 2.7 Seitenverhältnis horizontal oben und unten zugefahren, solche tollen fahrbaren und anfälligen Abdeckungen gab es ja damals noch. Meuterei auf der Bounty, Die größe Geschichte aller Zeiten und Khartoum kamen dann auch noch in dem anamorphotischen 70mm Format ins Kino.

     

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    • Confused 1
  10. Ich war von ein paar Jahre in Münster und auch im Apollo. Dort lief der Film in 35mm mit 4-Kanal Magnetton auf einer viel zu kleinen Bildwand hat mir mein Freund erzählt, denn der hat in dort in der Erstaufführung gesehen

     

  11. Am 23.4.2022 um 16:52 schrieb DC:

    In Münster/Westfalen lief er in 70mm in der Schauburg.

    Laut einem Bekannten in Münster lief "Ben Hur" in der Erstaufführung im Apollo in 35mm 4-Kanal Magnetton. Bei der Schauburg handelt es sich vermutlich um die 70mm Fassung von 1968 in flat und nicht Ultra Panavision

     

  12. Hat jemand Informationen wieviel 70mm Ultra-Panavision Kopien zum Start in Deutschland vorhanden waren. München und Stuttgart starteten im Oktober 1960, welche anderen Städte hatten den Film im Programm zu dieser Zeit? Wie ich gehört habe mußten die Thaterbesitzer Vorauskasse beim Vertragsabschluß liefern.

  13. Danke LaserHotline für die Korrektur es waren Bobby Benson, Jesse Corti und Angela Landsbury, die hier ihre Stimmen gaben. Der Donald Duck Kurzfilm war ein Blow Up von 35mm scheinbar gab es auch eine CinemaScope Fassung.

    • Thanks 1
  14. Am 30. April 2022 war es mal wieder soweit. Nach den Lockerungen der Reisebeschränkung wegen der

    Corona Pandemie habe ich mich kurzfristig entschlossen das 70mm Filmfestival in Krnov zu besuchen.

    Die Hinreise führte mich zuerst nach Pilsen. Dort gibt es ja bekanntlich das gute Pilsner Urquell. Das

    ältesten Restaurant in der Stadt von 1637, das U Salzmannů mit Bömischer Küche, ist aufjeden Fall einen

    Besuch wert. Autofahren darf man allerdings nicht mehr, denn in Tschechien ist die 0 Promille Grenze gültig.

    Gut es gäbe da noch im Plaza Cinema Center einen Saal mit 4DX Wackelbänken, Regen, Wind, Blitzen und

    anderen Effekten zu erleben, das muss aber nicht sein.

    31. April 2022 Weiterreise über die Autobahnstrecke um Prag herum bis Pardubitz. Von hier verläuft die

    landschaftlich schönere Strecke über Zamberg, Sumperg, Bruntal nach Krnov. Das waren dann von

    Stuttgart bis zum Ziel 805 km. Ankunft gegen 17.30h bei heftigen Schneefall und minus -4  Celsius.

    In Krnov gab es laut Internet nur 2 buchbare 4 Sterne Hotels, das Steiger in der Stadt nahe beim Rathaus

    und Cvilin in den Berghöhen mit schöner Aussicht und einem Restaurant. Dort gab es dann am frühen

    Abend ein Essen für die Mitarbeiter des Festivals und die eingeladenen Gäste. Anschliessend wurden im

    Kino MIR 70 ein paar 70mm Einzelrollen zur Einstimmung vorgeführt. Zuerst eine 70mm Propaganda

    Multiimage Produktion aus den 60er Jahre über die 15 Sowjetstaaten und deren Leistungen in Industrie,

    Landwirtschaft und Technik. Vermutlich waren auch politische Äußerungen im russischen Original-

    Kommentar enthalten. Danach jeweils ein Akt von „Cocoon", "Willow", "Song of Norway"

    und ein Werbefilm von Ford Automobile. Das war ein schöner Abschluss am Vorabend des

    Festivals.

    Freitag 1. April 2022: Die ersten Festivalgäste von über 150 registrierten sind eingetroffen.

    Um 13.00 Uhr „ALFRED THE GREAT“ („Alfred der Große“) eine deutsche 70mm Blow-Up Kopie mit

    5-Kanal MONO Ton. Der Film von 1969 mit David Hemmings, Michael York und Prunella Ransome

    in den Hauptrollen, wurde unter der Regie von Clive Donner hauptsächlich in Irland mit 35 mm

    Panavision Anamorphic Kameras aufgenommen. Dank der selbstentwickelten Technik von Ivan Školuda

    konnte der Film aber in englischer Sprachmischung mit tschechischen Untertitel laufen. Das ist ein

    aufwendiges Verfahren. Nach Anlieferung der Kopie werden zuerst jeweils bis zu drei Akten auf einer

    1800 m Spule gewickelt und für eine automatische Überblendung mit Folien versehen. Dann wird der Film

    kommplett mit Überblendung projiziert, dabei mit einer Videokamera Bild und mit separatem Capturing

    Interface der Magnetton als 6 Wave Dateien im Computer aufgezeichnet. Dazu liefert der Meopta Projektor

    zwei Impulse pro Bild, die dann als Timecode genutzt werden. Jetzt beginnt der längere Arbeitsablauf.

    Zu dem vorhandenen Bild muss ein entsprechender Mehrkanalton aus DVD oder Bluray Disc, oder von einer

    35 mm Lichtton besser noch 4 Kanal Magnettonkopien angepasst werden. Beim letzten Festival vor zwei

    Jahren wurden bei dem Film „Big Horn – Ein Tag zum Kämpfen“ nur die Töne der deutschen 70mm

    Fassung, bei Szenen ohne Dialog benützt und dann per Tonmischung auf den Originalsoundtrack der BRD

    gewechselt, der aber nur 2.0 Mono war. Ivan verteilte dieses Monosignal auf alle 3 Frontkanäle. Das klang

    dann sehr professionell.

    „ALFRED DER GROSSE“ beginnt ohne Titel, aber mit längeren Schrifttafeln, die Hintergründe der

    Geschichte erklären. Diese wurden nicht von der deutschen 70mm Kopie gespielt, obwohl diese schon

    mitlief, sondern per Digitalprojektion mit englischen Schrifttafeln begonnen und dannach auf 70 mm mit der

    ersten Spielszene des Films überblendet. Die Endtitel waren jedoch von der 70mm Kopie. Der Ton der

    englischen Fassung wurde anscheinend im Internet gefunden und hatte eine Sprachmischung und sehr

    effektvollen Surroundkanal, der auch teilweise über die Dolby Atmos Deckenlautsprecher wiedergegeben

    wurde. Bei einer Laufzeit von 122 Minuten war auch eine Pause, jedoch ohne Ouvertüren oder Entr’acte

    Musik dabei. Die Kopie hatte erträglichen Rotstich und zeitweise gute Blow-Up Qualität. Da der Film in

    Deutschland kein Erfolg war, konnte auch aus dem hervorragenden Zustand der Kopie schließen.

    Erfreulich waren bei diesem 15.ten Festival die längeren Pausen zwischen den einzelnen Vorführungen.

    Im Foyer, wo auch wieder Projektoren von 8 – 70 mm aus der Sammlung von Pavel zur Ansicht standen,

    konnten die Besucher preiswerte Getränke und Speisen erwerben. Für die Fans des Festivals gab es einen

    Verkaufsstand mit T-Shirts, Trinkbechern, Mützen und anderen merchandise Produkte.

    Inzwischen wurden auch im Kino MIR 70 einige Renovierungen während der Covid Schließung

    vorgenommen. Neue Toilettenanlagen im Erdgeschoss, Dolby Atmos Installation im Kinosaal mit einer

    abgespeckten Version und entsprechender Neuverdrahtung der Tonanlage. Im Vorführraum konnte ich den

    Neuzugang einer 70mm Telleranlage von Christie feststellen. Damit musste im Raum einiges geändert

    werden um Platz dafür zu schaffen. Alles sah mit Neuanstrich der Wände und Decke sehr aufgeräumt und

    professionell aus.

    Um 16.00 Uhr startete „KONG, SKULL ISLAND" eine mit Arri Alexa XT Plus Digitalkameras und 35 mm

    Panavision aufgenommene Produktion von 2017, hauptsächlich in Vietnam in Szene gesetzt. Die 70 mm

    Ausbelichtung vom 2k Digital Intermediate sah zweitweise recht gut aus, obwohl natürlich 8k mehr gebracht

    hätte. Aktion pur mit Computer generierte Digitaleffekten, großartig inszeniert, aber auch total übertrieben,

    kostet ja nicht viel mehr. Die Gehaltslisten im Nachspann waren entsprechend lang. Diese Kopie und eine

    weitere Polyesterversion wurden vom neu installierten Cinemeccanica Teller mit 6-Kanal Datasat Ton

    vorgeführt. Der Teller war ein Geschenk von Piero Fumigalli, dem Besitzer des Arcadia Center in Mailand,

    der wegen Krankheit nicht zum Festival reisen konnte.

    Nach über einstündiger Pause begann um 19.15 Uhr der Empfang von Thomás Hradli, dem Bürgermeister

    von Krnov. Mit Ansprachen von Marcela Procházková, der Langzeit-Managerin von KRRR!,

    Petra Manczalová, Direktorin vom Kulturministerium und Pavel Tomešek dem Initiator des

    70mm Filmfestivals und Chef vom Kino MIR 70. Leider konnte Pavel an diesem Festival wegen Krankheit

    nur kurz teilnehmen. Die Vorführungen wurden von Ivan Školuda, Martin Bodešínský und Michal Jaso

    wie seit Jahren wunderbar perfekt durchgeführt. Wie bei jedem Festival gab es anschließend ein

    Gruppenbild aller Festivalteilnehmer auf der Bühne vor der Bildwand.

    Während der Pause bis zum Abendprogramm wurden im Saal ein Super 8, im Vorführraum ein zusätzlicher

    16mm fahrbarer Projektor aufgestellt und für die Wiedergabe von 35 mm eine der drei festinstallierten

    Meopta Projektor aktiviert.

    Um 20.00 Uhr gab es dann eine besondere Vorführung von "GREASE“. Zunächst den Haupttitel vorgeführt

    in 8mm, danach eine Szene aus dem Film in 16mm. Weiter mit 35 mm CinemaScope gefolgt von der

    kompletten 70mm Filmfassung mit 6-Kanal Magnetton, ohne Dolby N/R und echten 5 Frontkanälen. Die

    Kopie kam aus Schweden und hatte einen tollen Sound. Obwohl in Panavision 35 mm aufgenommen ist

    nicht klar, ob das nur in flat gefilmt wurde, denn im Blow-Up waren die Titel in der Höhe und aber seltsamer

    Weise auch seitlich beschnitten. Der Film von 1978 war für John Travolta und Oliva Newton-John ein

    großer Erfolg. Er wurde für fünf Goldene Globes und einen Oscar nominiert. Ein sehr unterhaltsames

    Highschool Musical. Für die Festival Pass Besitzer gab es danach gegen 22.00 Uhr ein kaltes Buffet im

    Foyer.

    Samstag. 2. April 2022: Für die Frühaufsteher begann die erste Vorstellung um 9.00 Uhr mit

    „KELLY’S HEROES“ ("Stoßtrupp Gold") mit einer 144 Minuten Blow-Up Kopie von 35 mm Panavision und

    5.1 Ton von BluRay Disc abgemischt auf 8 Kanäle für Links Front, Halb Links, Center, Halb Rechts,

    Rechts Front, Rechts und Links Surround und Subbass vom Computer Programm. Die Deutsche

    Theaterkopie war leider schon Richtung Rot gefaded. Ein wenig Grün war in manchen Szenen aber noch

    sichtbar. Die Blow Up Qualität erstaunlich gut. Im Film gab es eine Pause und eine Entr’acte Musik

    komponiert von Lalo Schifrin mit "Sunshine" von Hank Williams, Jr. und "Burning Bridges" von The Mike

    Curb Congregation gesungen. Mike war damals Direktor von MGM Records. Sehr witziger Film mit Clint

    Eastwood, Telly Savalas, Don Rickles und Karl-Otto Alberty als Deutscher Panzerfahrer der auch was vom

    Gold abbekam. Wie immer am Ende Applaus vom Publikum.

    Um 14.15 Uhr ein Kurzfilm von James Quinn „DAUGHTER OF DISMAY“ („Tochter des Entsetzen“)

    aufgenommen 2018 in 8 Perf 65 mm für IMAX oder als 70mm bzw 35mm Format kopiert. Ein dunkles Bild

    ohne Tiefenschärfe. Den meisten Zuschauer (auch mir) hat das nicht gefallen. Schade um das 70mm

    Kopiermaterial von Kodak.

    Um 13.30 Uhr hielt Michael Málek einen 30 Minuten Vortrag über die ROADSHOW PRESENTATIONEN

    Hier wurden frühe Titel wie „Wings“ bis zu „The Hateful 8“ erwähnt. Danach noch Zeit für Fragen und

    Antworten aus dem Publikum.

    Wie bei allen tschechischen Einführungen vor Beginn der Hauptfilme von Jaromír Blažeiovský (Universität

    Brno) und Kokes D. Radomír (Filmkritiker) wurden diese live ins Englische von Barbora Štefanová über

    Funkkopfhörer für die ausländischen Festivalgäste übersetzt. Außer Paul Rayton (USA) und Alleksas Gilaitis

    (Ukraine) habe ich jedoch keine weiteren "Ausländer" getroffen.

    Um 15.00 Uhr ein Film von Lawrence Kasdan aus dem Jahr 1985 "SILVERADO", mit Kevin Kline,

    Scott Glenn, Kevin Costner, Danny Clover und John Clees als Dorfsheriff in den Hauptrollen. Eine 2-fach

    oscarnominierte Produktion aufgenommen in 35 mm Panavision und aufgeblasen auf 70mm mit 6 Kanal

    Dolby A Magnetton. Die Kopie kam von Australien und war möglicherweise die erste Aufführung in Europa in

    diesem Format. Ein sehr unterhaltsamer Western mit toller Musik von Bruce Broughton und viele

    Landschaftsaufnahmen in New Mexico.

    Nach Silverado noch eine kleine Zugabe. Die letzte Rolle von „THE LAST OF THE MOHICANS“

    ("Der letzte Mohikaner") in einem Film von Michael Mann aus dem Jahr 1992 in einer sehr guten Blow-Up

    Qualität von 35 mm Panavision und mit 6-Kanal Dolby A Magnetton. Daniel Day-Lewis, Madelaine Stowe

    und Russell Means in den Hauptrollen mit der Musik von Trevor Jones und den eindrucksvollen

    Landschaften von Blue Ridge Mountains.

    Vor dem nächsten Programmtitel gab es eine Verlosung von KRRR! Merchandise Artikel an zehn

    Festivalbesucher.

    Um 18.15 Uhr „A CHORUS LINE“ wieder mit einem besonderer Anfang. Zunächst eine 35 mm

    CinemaScope Fassung mit Haupttitel, danach eine 70mm Titelsequenz mit anderem Aufbau und als

    drittes Beispiel die deutsche 70 mm Fassung, wieder synchronisiert von einer 5.1 DVD Version

    gemischt auf 5 Front- und 2 Surroundkanäle. Die Kopie mit noch mit allen Farben vorhanden in guter

    Bildqualität als Blow Up von 35mm Panavision.

    Zum späten Abendprogramm um 21.00 Uhr dann die Erstaufführung in Krnov mit

    „DEATH ON THE NILE“ (“Tod auf dem Nil") einem Panavision Super 70 Film von Kenneth Branagh

    vorgeführt vom Teller mit 6-Kanal DATA Sat Ton vom DVD Player. Im Gegensatz zu der 1978 Verfilmung

    der gleichen Agatha Christie Story wurden alle Szenen in Abu Simbel, den Pyramiden, Karnak Temple und

    Nil mit den Darstellern im Studio vor grünen Hintergrund aufgenommen und später mit den echten

    Landschaftsaufnahmen per Computer gepaart. Also wieder eine digitale Bearbeitung und Ausbelichtung von

    Foto KEM auf 65mm Dupnegativ. Diese war meiner Meinung nach viel zu steil im Kontrast und selbst bei

    Außenaufnahmen gab es leider kaum irgendwelche 70mm Schärfentiefe, wie z. B. in „Lawrence von Arabien“,

    oder andere 70mm Werke aus den 60er Jahren, zu bewundern. Ich hatte den Film schon in Karlsruhe gesehen

    und verbrachte die Zeit im Vorführraum und mit Gespräche im Foyer.

    Nach einer angekündigten 15 Minuten Pause wurde dann der 70mm russiche Propaganda Film

    „RUSSIA A GREAT NATION” („Russland eine große Nation“), trotz Ukraine Krieg vorgeführt. Die Macher

    des Films kamen von einer Filmhochschule und waren seinerzeit von der Multi-Splitscreen Aufnahmetechnik

    in „Grand Prix“ inspiriert.

    Sonntag 3. April 2022: 10.15 Uhr eine Roadshow Präsentation von „Grand Prix" mit einer Deutschen 70mm

    Kopie wieder zeitaufwendig synchronisiert von 35mm 4-Kanal Magnettonkopie, einer noch vorhandenen

    70mm englischsprachigen tschechischer Kopie und einer kurzen Szene aus der Bluray Disc. Dieser als

    Cinerama ins Kino gebrachte Film wurde in Super Panavision 70 auf 65mm Material gedreht. James Garner,

    Eva-Marie Saint, Yves Montand, Toshiro Mifune und die „echten“ Grand Prix Piloten von 1968 spielten die

    Hauptrollen in dem John Frankenheimer Film. Die Kopie mit herrlichem Rostich, sonst aber ohne technische

    Mängel, wurde mit Ouvertüre, Pause, Entr’acte Musik und Endtiteln vorgeführt.

    Für die Mittagspause gab es genügend Zeit vor Ort um in der Stadt kurz einzukehren.

    Weiter im Programm um 14.00 Uhr zunäüchst mit einem 70mm Blow-Up Donald Duck Film „CHIPS AHOI“

    Wie bei allen Disney Zeichentrickfilmen eine sehr gute Bildqualität der 35mm Aufnahme mit Pseudo Stereo

    Ton. Diese Rolle hat Paul Rayton aus Amerika mitgebracht.

    Der letzte Film im Festivalprogramm war eine Italienische Kopie von „BEAUTY AND THE BEAST“

    („Die Schöne und das Biest“) ein Zeichentrickfilm aus dem Jahre 1991 von Walt Disney als 70mm Blow Up

    im 1:1,85 Format. Der italienische Ton wurde wieder vom Computer als 5.1 DVD verteilt über 8 Kanäle

    wiedergegeben. Eine sehr schöne, neuwertige Kopie mit der Musik von Alan Menken. Die Dialoge haben

    Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Kevin Kline und andere synchronisiert.

    Kurz nach 16.00 Uhr war das 15te KRRR! 70mm Film Fest in Krnov vorbei. Also noch genügend Zeit bei

     onnenschein etwas die Umgebung anzuschauen und im Hermes Cafe ein gutes Abendessen zugenießen.

    Wie immer hat mir das Festival gut gefallen, obwohl ich ja fast alle Filme schon mehrmals gesehen habe.

    Es geht aber auch um das Treffen der Freunde in Krnov und die interessanten Gespräche in den Pausen.

    Vielen Dank an Ivan für seine Unterstützung bei den technischen Angaben der digitalen Tonbearbeitung,

    Friedrich Schumcher für die Textüberarbeitung und von mir freundschaftliche Grüße and Pavel mit

    herzlichen Wünschen für eine schnelle gute Besserung.

     

     

    2 Meopta 70mm, Meopta 16mm, Digtial Projektor, Meopta 35mm.jpg

    Essen im Foyer.jpg

    Gruppenbild der Festivalteilnehmer.jpg

    Ivan Šcoluda.jpg

    Kino MIR 70.jpg

    Michal Jaso, Ivan Školuda, Martin Bodešlínský.jpg

    Screenshot russicher Propaganda Film.jpg

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