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albertk

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    filmtechnik, kinobauten, filmgeschichte

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  1. albertk

    70mm Event in Karlsruhe

    Das Kurzfilmprogramm kommt meistens in Ankündigungen zu kurz. Besonders beeindruckend - aus technischen und fotografischen Gründen - fand ich diesen Kurzfilm: https://www.in70mm.com/newsletter/1999/58/cinespace_70/index.htm Leider hat sich das Cinespace70-Verfahren noch nicht durchgesetzt. Wäre besser als Ultrapanavision, weil ohne Anamorphoten und hat eine höhere Auflösung wegen 30 b/s.
  2. albertk

    Zoo Palast-Märchen zum "Hundertsten"

    Details und Pläne findet man in dem Buch von Peter Boeger: Architektur der Lichtspieltheater in Berlin. Bauten und Projekte 1919-1930. Arenhövel, Berlin 1993. Die Ausstellungshallen von 1905 wurden ab 1912 mit einem Theater bestückt, Kinobetrieb temporär ab 1913/1914. Ab 1919 durchgängig betrieben von der UFA-Betriebs-GmbH. Der Zuschauerraum wurde danach leicht umgestaltet, die Front öfter verändert. Mit dem heutigen Zoo-Palast hat das nichts zu tun. Spätere nicht realisierte Umbaupläne finden sich übrigens auf der Webseite: https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?p=51&SID=15693021497944
  3. albertk

    Zoo Palast-Märchen zum "Hundertsten"

    Größtes Kino der Welt? Betörende Superlative sind immer mit Vorsicht zu genießen. Schon im Berlin der 1920er Jahre gabe es mehrere Kinos über 2000 Plätzen: Primus-Palast Kreuzberg, Mercedes-Palast Neukölln, Sport-Palast-Lichtspiele Schöneberg (temporär), Titania-Palast Steglitz, Atrium Wilmersdorf. Ab 1927 bot der MERCEDES-PALAST in Neukölln 2462 Plätze. In den USA und GB wurden solche Platzzahlen häufig übertroffen. Eines der größten erhaltenen Kinos ist wohl die RADIO CITY MUSIC HALL. Nur einige Beispiele für Großkinos mit über 5000 Plätzen: GAUMONT PALACE Paris, ROXY und LOEW'S CAPITOL in New York, FOX in Detroit. Nur einige Beispiele für Kinos mit über 2000 Plätzen im Londoner Westend: 1917 Stoll Picture Theater 2374 Plätze 1923 Tivoli 2115 Plätze 1928 Empire 3226 Plätze (1928; heute umgebaut) 1928 Regal Marble Arch 2130 Plätze 1930 Dominion 2835 Plätze (erhalten; heute Musicaltheater, 2. Rang zerstört) 1930 New Victoria 2786 Plätze (erhalten, heute Musicaltheater) 1936 Paramount 2568 Plätze 1937 Odeon Leicester Square 2116 Plätze (1936; heute geringere Platzzahl) Außerhalb des Londoner Westends gibt es mindestens drei erhaltene frühere Großkinos: Gaumont State Kilburn, 4004 Plätze (1937-heute; jetzt Kirche) Gaumont Palace Hammersmith, ~3500 Plätze (1932-heute; Konzert-Location) Astoria Finsbury Park, 3040 Plätze (1930-heute, jetzt Kirche) Selbst in Schottland gab es Großkinos; vor einigen Jahren entdeckte ich das EDINBURGH PLAYHOUSE. Auch wieder ein 3000-Plätze Kino, heute für Tourneen genutzt und gut erhalten! Auch in Ayr, Dundee und Glasgow gab es 3000-Platz-Filmtheater.
  4. albertk

    70mm Event in Karlsruhe

    Allerhand Meisterwerke! Statt immer nur Regisseure und Kamera-Männer zu loben: Ich freue mich besonders auf Filme mit Ada Quonsett, Father Collins, Rudolph Reisenweber und Zoltan Karpathy. Des weiteren auf Filme mit Kostümen von Cecil Beaton, Edith Head, Irene Sharaff, Jocelyn Richards, Marilyn Vance und dem Schweizer Bundesheer. Dann gibt es da auch noch einen mit erhöhter Geschwindigkeit und einige Filme, bei denen man früher sogar stehen musste...
  5. albertk

    Wenn schon PREMIUM-Kino, dann bitte richtig ... !

    Hier sind schon mal Sitzpläne: https://frankfurt.premiumkino.de/unser-haus/saele
  6. albertk

    Road Show

    Es gibt den Begriff auch in der Werbung, jenseits von Kino und Film. Es geht um die spezielle Vermarktungsstrategie. Ein Film startete nicht mit mehreren hundert Kopien in großen Kinoketten, sondern wurde nur in wenigen speziell dafür gemieteten Theatern zu erhöhten Preisen mit speziellem Aufwand präsentiert. Kino Event, weg von Flohkiste und Schmuddelkino! Man verließ hier die traditionelle Verleihpraxis! Natürlich ging man dazu nicht buchstäblich auf "die Straße" sondern suchte sich besondere Kinos. Nur ein Beispiel: In London und New York waren auch immer Theater darunter, die nicht nur als Kino genutzt wurden: - THIS IS CINERAMA lief ab 1954 im CASINO CINERAMA THEATRE; vorher und heute noch Theater. - SOUTH PACIFIC lief 4 Jahre in Todd-AO im DOMINION; vorher und nachher auch Theater, auch wegen der geräumigen Bühne. - Aus der früheren Luxus-Music-Hall COLISEUM von 1904 wurde das COLISEUM CINERAMA; heute English National Opera. John Belton erklärt Ähnliches anhand des RIVOLI in New York: https://www.in70mm.com/newsletter/1999/59/rivoli/index.htm
  7. albertk

    Road Show

    Das heißt "Rot-Show", weil diese alten Filme heutzutage alle so "rot" aussehen. -:) https://en.wikipedia.org/wiki/Roadshow_theatrical_release
  8. albertk

    Sweet Charity

    Leider wieder einmal ein Filmmusical, das deutsche Verleiher kürzten. Oder besser: Entleibten! Sah den Film erstmals um 1974 im Fernsehen. Da gab es die ZDF-Reihe "Des Broadways liebstes Kind". Hatte das bahnbrechende deutsche Musical-Buch von Siegfried Schmidt-Joos gelesen und war erstaunt, dass dieser Film fast gar keine Musiknummern hatte. Später sah ich dann zweimal weitaus längere Fassungen im Kino auf 35mm, wohl vollständig mit allen Liedern und dem Blumenkinder-Schluss. Laufzeit laut Originalfassung 154, in Deutschland gab es auch 132-Minuten-Fassungen. Ärgerlich! Deutsche Verleiher hatten den Film vermutlich gekürzt, weil er dann besser zu den üblichen Anfangszeiten passte. Mit damals üblichem halbstündigen Vorprogramm (Werbung, Kurzfilm, Wochenschau) und Pause hätte man den Film höchstens alle 3 1/2 Stunden zeigen können. Das wird unser Zeitzeuge FILMEMPIRE sicher genauer wissen. Auf der Bühne am Broadway war SWEET CHARITY 1966-67 ein Erfolg mit 608 Aufführungen, '67-68 im Londoner Westend auch mit 476 Aufführungen erfolgreich. Da lag eine Verfilmung nahe. Angeblich kostete der Film 20 Millionen $, spielte aber damals nur 8 Millionen ein. Mittlerweile ein Klassiker. Es gibt eine Bob-Fosse-Renaissance, vermutlich auch durch CHICAGO als Film wie auf der Bühne und die Bühnenshow FOSSE. Als Filmregisseur umstritten, als Choreograph, Stepptänzer und Tänzer zutiefst begabt und originell. Leider war SWEET CHARITY vor einigen Jahren auf DVD leider nur im fürchterlichen Format 1:1,77 erhältlich, obwohl ursprünglich in Panavision (1:2,35) gedreht; nur einige Szenen sind in voller Breite zu sehen. Weitere Musicals, die deutsche Verleiher um Musiknummern entleibten: THE KING AND I, CAN-CAN, PAINT YOUR WAGON. Ich finde den Blumenkinder-Schluss eigentlich auch ein Happy-End. Auf der Bühne endet das Musical übrigens krasser. Ihr Neuester kann sich doch nicht zum Heiraten entscheiden, wirft sie noch einmal in den Central-Park-See und dann kriecht Charity raus und ruft anschließend zum Publikum: "Did you ever have one of those days?"
  9. albertk

    Oklamohma in Todd AO 70 mm

    Im Artikel wird das Flackern aufs Runterkopieren von einer 30-Bilder-pro-Sekunden-Fassung geschoben. Das ist wahrscheinlich falsch. AROUND THE WORLD IN 80 DAYS wurde mit zwei Geschwindigkeiten in 70mm gedreht, um von den 24 b/s-Fassungen Scope- und Cinestage-Kopien zu ziehen. 70mm mit 30 b/s sah ich leider nur zweimal: OKLAHOMA in Bradford und ein Kurzfilm in Karlsruhe. Optisch ist das allen 24 b/s stark überlegen, hätte man beibehalten sollen!
  10. albertk

    Oklamohma in Todd AO 70 mm

    Folgt man diesem Spiegel-Artikel vom 27.11.1957 lief wohl auch der zweite Todd-AO-Film in Deutschland häufig aus Kostengründen in CinemaScope: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41760039.html (Technische Fehler korrigiere ich aus Zeitgründen jetzt nicht)
  11. albertk

    Die besten Filme der Welt...

    Die Reihe "DIE BESTEN FILME DER WELT" in Verbindung mit Bertelsmann lief auch in Offenbach am Main. Zeitweise im Astor, später auch im Palast, beides damals mittelgroße Säle mit 500 Plätzen. Bei uns war das aber in den frühen 1970er Jahren. Für das meiste war ich noch zu jung, z.B. DER DRITTE MANN. Einmal sah ich mit einem Schulfreund Karel Zemans DIE ERFINDUNG DES VERDERBENS. Ein tschecheslowakischer Schwarz-Weiß-Film, der vollständig in Kulissen spielt. Alles sieht aus wie alte Stahlstiche. So etwas Fantastisches hatten wir (fernsehverdorbenen) Kinder noch nie gesehen. Ein Highlight das mich für immer fürs Kino begeistert hat!
  12. albertk

    Das Kinosterben geht weiter

    Danke für die Fotos! Das Aki-Logo hing noch lang. Toll, dass Du es gerettet hast! Leider nie von innen gesehen. Kannte nur das Frankfurter Aki. 1969 eins meiner ersten Kinoerlebnisse. Mutter war entsetzt über die Obdachlosen, die sich dort aufwärmten. Ich war begeistert. 80 Pfennig Eintritt, statt 2,50 DM. Ein Kino, wo man so lange bleiben konnte, wie man wollte. Ein großer Saal (594 Plätze) mit passabel großer Leinwand. Auf der Seite eine Zeitanzeige. Es liefen Wochenschauen und Kurzfilme. Mein erster Chaplin auf einer Leinwand! Es war wohl THE FLOORWALKER (1916). Chaplin als Ladenaufseher im Kaufhaus, darunter viele Gags mit einer Rolltreppe. Einer der vielen Chaplins, die nicht altern. Auch solche Ereignisse haben mich für immer fürs Kino begeistert. In der Süddeutschen Zeitung vom 3.5.19 gab es auch einen Artikel zum Münchener Aki: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/hauptbahnhof-schalterhalle-abriss-kino-aki-1.4415374 Artikel über Akis auf der Webseite des Goethe-Instituts (!) mit Farbfoto vom Münchener Aki: https://www.goethe.de/de/kul/flm/20819186.html Artikel über Akis, sogar mit zeitgenössischen Zeitungskritiken: http://www.eisenbahn-im-film.de/info/aki1.htm P.S.: Jahrzehnte später besuchte ich Vorlesungen des Philosophie-Professors Alfred Schmidt. Ein Adorno-Schüler, Spezialist für Materialismus, Aufklärung und Schopenhauer. Ein Intellektueller mit der raren Fähigkeit, alles, auch das unverständlichste Referat, plastisch erklären zu können. Einmal empörte er sich über die ständig zu spät kommende Studenten mit dem Satz: "Wir sind doch hier nicht im Aktualitätenkino!"
  13. albertk

    Doris Day verstorben

    Ursprünglich wollte sie Tänzerin werden. Nach einem Unfall wurde sie Big-Band-Sängerin. Mit der Big Band von Les Brown sang sie SENTIMENTAL JOURNEY - und wurde sie eine Legende des 2. Weltkriegs. Doris Day ist mehr als "Que sera"! Nach heutigen Maßstäben keine Jazzsängerin, aber eine große Sängerin des Great American Songbook. Mit einer glasklaren Stimme ohne Mätzchen! Ihre frühen Filme haben noch nicht das Sauberfrau-Image. Daher auch der böse Satz von Oscar Levant, er hätte Doris Day gekannt, ehe sie Jungfrau wurde. Ende der 1950er Jahre wurden ihre Rollen biederer, aber es waren fast immer erfolgreiche Komödien. Manchmal greifen auch Stars daneben. SOUTH PACIFIC lehnte sie ab, weil sie nicht bei Rodgers und Hammerstein vorsingen wollte. THE GRADUATE lehnte sie ab, weil sie den Film unmoralisch fand. Früh zog sie sich vom Film zurück, hatte aber noch länger Auftritte. Mein persönlicher Favorit: PILLOW TALK (Bettgeflüster). Natürlich auch wegen der schönen Split-Screen-Szene in CinemaScope in der Badewanne, eine Szene für die große Leinwand! Nachruf im Guardian: https://www.theguardian.com/film/2019/may/13/doris-day-obituary Fritz Göttler in der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/kultur/doris-day-gestorben-nachruf-1.4445022 Und detaillierter in VARIETY: https://variety.com/2019/film/news/doris-day-dead-dies-actress-singer-1203212685/
  14. Wie komme ich an die Filmvorführrechte für den Spielfilm "Die Edelweißpiraten" von 2001-2004? Schon mal vielen Dank im voraus!
  15. albertk

    Notre Dame

    RexamRathaus schrieb: " Ich erinnere mich an Anfang der 80er (?), es wurde im TV die Austrahlung von DGVND (Anthony Quinn) angekündigt, es gab aber da wohl Unstimmigkeiten wegen der Rechte..." Das war wahrscheinlich 1978, in diesem Jahr starben zwei Päpste. Der Fernsehsender (ARD?) strich den Film einfach aus dem Programm. Sehr zum Ärger meiner Eltern und mir. Dabei hatte meine (nichtkatholische) Mutter jeden Ostern die Segnung "Urbi et Orbi" gesehen!
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