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Friedemann Wachsmuth

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Beiträge erstellt von Friedemann Wachsmuth

  1. vor 5 Minuten schrieb nomasala:

    Keine Ahnung, wie gesagt, gebaut wurde die Maschine von Jan Kulka, der auch immer offen ist, technische Fragen zu beantworten

    Ah right, das 200€ Meanwell-Netzteil habe ich dann eben beim Nachlesen auch gefunden. My bad. 
     

    Für den Open Source Gedanken wäre es super, wenn Schaltungen und Code mit in das Wiki kämen. Auch die Simulation einer Mehrflügelblende interessiert mich. Habt ihr drei Impulsgeber an der Welle? Oder pulst ihr durchgehend (für flimmerfreien Slomo-Betrieb) und adaptiert "nur" die Pulsfrequenz? (Wie) vermeidet ihr da Interferenzen mit der Dunkelphase des Schaltschrittes?

  2. Ja, die Pulsbarkeit von LEDs ist ein riesiger Vorteil! Und nach wie vor tut sich in dem Bereich ja einiges. 
    Ich bin überhaupt nicht "gegen" Euren Projektor, aber er passt eben nicht für jeden und alles, und darum gibts eben diesen Thread. Fachwissen und Versuchsergebisse teilen. Darum gehts hier. "Wissenschaftlich" war vielleicht etwas hochgegriffen. 🙂

  3. Ra ist das gleiche wie CRI. Das a ist tiefgestellt: "Rendition average". Es ist der Durchschnittswert der (rendered) Testfarben R1...R8 (bzw.  R15). 
     

    Nochmal: Farbtemperaturen sind lineare Verschiebungen, die Auge/Hirn problemlos kompensieren. Je kühler das Licht (hohe K) desto schärfer erscheint es uns zudem. 
     

    Ungleichmässige Spektren lassen sich nicht durch Farbtemperatur oder CRI/Ra beschreiben. Sie sorgen für schlechte, falsche spezifische Farben. Die kriegt das Hirn oder auch ein Filter nicht "weggerechnet". 
     

    Halogenlicht hat ein perfektes Spektrum. Dann kommt Xenon, dann die besten Power-LEDs. 
     

    Um einen HiFi-Vergleich zu bemühen: Wenn eine Platte von einem System mit zu wenig Höhen wiedergegeben wird, hilft lautermachen nicht. 

  4. vor 52 Minuten schrieb filma:

    Also nehmen wir mit, da wir TM30 (besser als CRI) nicht messen können (Messgeräte aktuell ausverkauft oder zu teuer): besser weniger leistungsstarke LED besorgen mit aber höherem CRI und damit höherer Wahrscheinlichkeit einer besseren Farbwiedergabe

    Nein. 
     

    Das Xrite Colormunki Photo zB kostet ca. 200€ und das findet man sicher auch gebraucht. Ist dann halt etwas mehr Arbeit. 
     

    Es hängt halt davon ab, was man will. Und mein Punkt war das CRI/Ra kein Indikator für "gut genug" ist:

     

    vor 55 Minuten schrieb filma:

    Farbwiedergabe war absolut zufriedenstellend, korrekt.

    ...sagst Du bei Ra70. Und gleichzeitig magst Du das HID-Licht nicht, das hat halt auch Ra70. 🙂

     

    Zusammenfassen würde ich so: Spektrum matters. 

  5. vor 2 Stunden schrieb nomasala:

    wir sind bis jetzt sehr zufrieden mit unserer Farbwiedergabe, auch wenn das hier niemand so recht glauben mag


    Doch Bernd, ich glaube Dir das durchaus, auch wenn ich Eiren Projektor leider nicht mehr sehen konnte! "Sehr zufrieden" ist aber nicht sehr wissenschaftlich, und das wissenschaftliche in diesem Thread ist doch gerade das, was ihn ausmacht (hatten wir hier wirklich noch nicht, zu dem Thema!)

     

    Das die Farben mit Eurer Ra 70 Getian "super" sind, ist großes Glück (bei dem Ra) und eben auch immer noch subjektiv. 


    Warum das relevant ist? Power-LEDs altern. Sie werden mit der Zeit dunkler und ihr Spektrum verändert sich. Halogenlampen werden auch Dunkler, das laicht zunehmen gelber. Das ist aber ein linearer Shift, den das Auge einfach kompensieren kann. Eine Spektrumänderung (oder einfach eine Lücke) kann eher wie ein Farbkipp aussehen. Das fällt dann zB nur bei Hauttönen auf, oder einem anderen spektralen Bereich. 
     

    Dazu unterliegt die Herstellung von PowerLED Toleranzen. Es ist gut denkbar, dass eine heute oder in 6 Monaten gekaufte Getian gleichen Typs praktisch ein deutlich anderes Spektrum hat. Wenn es genau den Typ oder gar den "Bin" dann überhaupt noch gibt. Daher macht es schon Sinn, sich mit den relevanten Parametern zu befassen. Auch wenn ihr heute schon "sehr zufrieden" seit!

     

    vor 13 Stunden schrieb nomasala:

    Ich denke, für die Leuchtmittelproblematik ist in erster Linie entscheidend, was man damit überhaupt erreichen will?


    Das ist so enorm wahr! Und mir scheint, hier wollen alle nicht ganz das gleiche erreichen. Und das ist ja auch völlig okay. 🙂

     

    Ihr wolltet etwas sehr helles mit ohne mechanische Umlaufende. Ist massiv gelungen!

     

    Andere wollen weniger Watt verheizen und etwas rückbaubares haben. Wieder andere wollen eine LED-Lichtquelle, die einen Farbfilm spektral gesehen nich schlechter oder anders darstellen als das (fast perfekte) Spektrum einer Halogenlampe. "Hell & Scharf" ist ja nicht alles, was eine Projektion ausmacht. Die exakte Tonalität aller reproduzierten Farben ist daher auch sehr wichtig. Schließlich gibt es ja auch verschiedene Filmmaterialien, deren Charakteristik man ggf. erhalten möchte. 

    Kurz: Color Management  gibt es im digitalen Bereich ja nicht ohne Grund (und ohne ginge mindestens im Druck auch garnix) — und ein "sieht gut aus" bedeutet eben nicht, dass es auch so aussieht, wie es gemeint war. 

    • Thumsbup 2
  6. vor 10 Stunden schrieb Spohnaudio:

    insbesonders wird ein "schlechter" CRI vermutlich sogar bei der Wiedergabe von rotstichigen Farbfilmen zu deutlich besseren Ergebnissen führen

    Der CRI hat aber nichts mit der Farbtemperatur zu tun, die da kompensatorisch wirken könnte. Der CRI ist ein recht hemdsärmelig ermittelter Index, der die Reflektion auf ich glaube acht (oder 9?) Farbflächen beschreibt. Eine LED mit schlechtem CRI (wie 70) kann durchaus ein zur Projektion bestimmter Filme geeignetes Spektrum haben, das ist dann Glück. 🙂

     

    Aussagekräftiger ist der TM-30, aber den findet man in vielen Datenblättern noch nicht. Der prüft weit mehr Farbtöne und neben Fidelity auch noch Gamut. 

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