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achteinhalb

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  1. Unterschied zwischen Kinofilm und TV-Film

    , wenn man als Produzent noch eine Kinoauswertung "einschiebt"? Ich habe mal vor Jahren mitbekommen, dass ein Film mit bekannten TV-Schauspielern zum Kinostart in einem runtergekommenen Kino lief, das 35mm-Kopien ansonsten immer erst nach Monaten bekam. Der Film war dann nach zwei Wochen aus der Kinowertung verschwunden. Der Verleih erklärte mir, dass sie aus formalen Gründen einen Kinostart benötigten, abe die Verwertung über DVD/BluRay und TV erfolgen sollte. Die Details habe ich nicht mehr parat. Es gab ja wiederholt zu lesen, dass Kino nur noch benötigt werde als Marktingschiene. Also um die Filme bekannt zu machen, die eigentliche Verwertung dann aber auf anderen Kanälen liefe. "Bist du auch am 16. in Quernheim?" Ja, bin ich. Von welchem Kino bist Du? Kino46?
  2. Wer bestimmt welches Thema relevant ist und welches nicht?

    Da ich meine Intentionen am besten kennen sollte, antworte ich auf Deine Interpretation, auch wenn das jeder könnte, der Geschriebenes vorbehaltos sinnentnehmend zu lesen bereit ist. Ich habe da keine feste Meinung, die ich vertrete oder missionieren möchte. Ich war im Gegenteil an Sichtweisen, Meinungen und Argumenten anderer aus dem Kinobereich interessiert. Ich korrespondiere daher gerade in den beiden Themen auch mit Dr. Vincent Fröhlich, der mir antwortete: "spannende Fragen, zu denen ich gerne meine Meinung und wissenschaftliche Perspektive kundtue" und auf dessen ausstehende Antwort ich gespannt bin und hier mitzuteilen gedachte. "Wenn der TE seine Einschätzung, warum er etwas wie findet auch nicht präzisieren kann, hat eine Diskussion auch keinen wirklichen Sinn, da die Meinung "aus der Luft gegriffen ist" a la: Schnee sollte blau sein, ich weis nicht wieso." Bei aller Liebe, die "Logik" Deiner Argumentation erschließt sich mir nicht. Es ist, denke ich, kein leichtes Unterfangen, da die Unterschiede zu definieren. Ich habe zum Einstieg zwei Antworten hierzu von Antje Hubert angeführt. Ich wäre gar nicht mal so skeptisch, dass sich am Ende des Threads mehrere Unterschiede zwischen TV-Film und Kinofilm herauskristallisieren könnten. "Sollte ein Moderator das anders sehen, kann er diesen Thread wieder öffnen, ich werde es aber aus oben genannten Gründen nicht tun." Ich denke, Du könntest auf Basis der Argumente anderer Deine Meinung ändern. Die Bereitschaft hierzu sollte m. E. eine Eingangsvoraussetzung jeder Diskussionskultur sein.
  3. Unterschied zwischen Kinofilm und TV-Film

    Viele in Deutschland produzierte Kinospielfilme empfinde ich als TV-lastig. Ich sage dann meistens, die haben TV-Format - ohne präzisieren zu können, an welchen Kriterien ich das festmache. Ist das hier schon mal diskutiert worden? Die Regisseurin Antje Hubert www.kino-achteinhalb.de/event/782 hat mich heute angerufen, bei der Gelegenheit habe ich sie das gefragt. Sie meinte, ihr Metier sei ja der Dokumentarfilm. Aber das Fatale sei, wenn man einen Film anteilig mit Geldern von TV-Anstalten finanziere, dass dann spätestens beim Schnitt mindestens ein TV-Redakteur anwesend sei, der interveniere und die Ansprüche des Fernstehens geltend mache. Ihr habe jemand kürzlich gesagt, beim TV-Film sei der Anfang wichtig, damit der Zuschauer nicht abspringe, während beim Kinofilm das Ende wichtig sei - mit welchem Gefühl der Zuschauer das Kino verlässt..
  4. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    Den Leckerbissen wollten wir anderen Kinos nicht wegschnappen. https://www.linden-theater-frechen.de/?p=6541 Türkei: http://www.gutefrage.net/frage/pausen-im-kino Pausen im Kino? Ja oder Nein? Hi hier in der Türkei zum Beispiel gibt es in jedem Kino immer 10 Minuten Pause bei jedem Film. Also wenn ein film z.b. (interstellar) rund 3 stunden dauert gibt es nach so 1,5 stunden ne 10 Minuten pause wo man eben z.b. aufs Klo gehen kann oder Popcorn kaufen kann etc. Auch bei filmen die 90 min oder so dauern gibt es das und ich finde das echt gut! Findet ihr Deutschland sollte sowas auch einführen?
  5. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=5433 Im Lexikon der Filmpbegriffe steht zu Pause: engl.: intermission, selten: break, pause Alfred Hitchcock gilt als Urheber eines Bonmots, dem zufolge ein Film nicht länger sein sollte als die Blase des Zuschauers es gestatte. Tatsächlich wurde die Vorführung überlanger Filme (wie Gone with the Wind, 1939, 238min) etwa in der Hälfte der Vorführzeit unterbrochen, so dass Zuschauer die Toilette aufsuchen sowie Getränke und Naschereien kaufen konnten. Der zweite Teil der Vorführung wurde oft mit einem musikalischen Zwischenspiel eingeleitet, andere Filme überbrückten die Pause mit Musikstücken aus dem Film. Diese Pause war dramaturgisch wie ein Cliffhanger eingeplant. So werden in der Westernkomödie The Hallelujah Trail (1965, 165min) vor der Pause alle beteiligten Figurengruppen miteinander konfrontiert, bevor dann die Situation einzufrieren scheint. Manche Filme (wie Kubricks Barry Lyndon, 1975, 184min) nutzten die Pause, um im zweiten Teil einen veränderten Darstellungs- und Inszenierungsstil aufzunehmen. Indische Filme führen die Handlung meist bis zum Wendepunkt, der Showdown und die Abarbeitung der Konflikte findet nach der Pause statt. Die Praxis der unterbrochenen Vorführung war zwar von den road shows her seit der Stummfilmzeit bekannt und wurde bei überlangen Filmen wohl schon immer verwandt, doch wurde sie erst in den Monumentalfilmen der 1950er weiter verbreitet. Ursprünglich stammt die Pause aus Oper und Theater, hier kann es sogar mehrere geben. Als letzte Filme, die tatsächlich mit Pause vorgeführt wurden, gelten Reds (1981, 194min) und Gandhi (1982, 188min). Seitdem werden Filme nur noch im Ausnahmefall mit Pausen vorgeführt. http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=4694 Intermezzo auch: Zwischenspiel; selten auch: Intermedium; engl. oft auch: intermission, interlude, gelegentlich auch: dumb show Wird ein Film mit Pause gezeigt, wird die Pause selbst gelegentlich mit Musik gefüllt, die in der Regel aus dem Soundtrack des Films stammt; ein eigentliches Intermezzo ist aber eine „Zwischenmusik“: Das Intermezzo ist ein instrumentales, vokales oder pantomimisches Zwischenspiel in einer Oper des 17. Jahrhunderts gewesen, hatte seitdem in der Geschichte des Musiktheaters eine ganze Reihe von Erscheinungsformen bis zum orchestralen Interludium (Zwischenspiel) ausgebildet. Im Kino findet es sich nur in einigen Monumental- und Langformaten. Allerdings beschränkt sich das Intermezzo auf die Eröffnungsmusik des zweiten Teils nach der Pause. Die Pause wird als Unterbrechung dramaturgisch eingeplant; in Ben Hur (1959, William Wyler) etwa setzt das Spiel nach einer vierminütigen Zwischenmusik unmittelbar vor dem berühmten Wagenrennen wieder ein; in It's a Mad Mad Mad Mad World (1963, Stanley Kramer) werden die Verwicklungen der Intrigen und Gegenintrigen immer mehr beschleunigt und scheinen auf einen befreienden Höhepunkt zuzustreben, als die Pause die Spannungskurve beendet; der zweite Teil beginnt mit größter, allerdings erkennbar trügerischer Ruhe. Literatur: Morris, Christopher: Reading opera between the lines. Orchestral interludes and cultural meaning from Wagner to Berg. Cambridge [...]: Cambridge University Press 2002.
  6. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    Ich meine, dass Filmpausen in der Türkei ebenfalls an der Tagesordnung stehen. - Wie ich aber aus sicherer Quelle erfahren habe, plant Erdogan ein Referendum, dies bei Todesstrafe zu untersagen.
  7. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    Sorry, heißt natürlich "retardierendes Moment" mit "d" (vgl. frz. „retarder qc.“ = etwas verzögern) und nicht "retartierendes Moment" mit "t".
  8. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    Ja, da hast Du natürlich Recht und dafür gibt es unzählige Beispiele. Klassischerweise gibt es das in der Dramentheorie und wird dort "retartierendes Moment" genannt. Beim Fünfakter in der Regel im vierten Akt, wo, bevor es auf die unausweichliche Katastrophe (fünfter Akt) zusteuert, ein Umweg genommen wird, der eine mögliche Rettung in Aussicht stellt. Der Spannungsbogen, der über dem gesamten Drama liegt, wird dort verzögert/gedehnt. Stichwortartig: Retartierendes Moment (rM) ist ein Element des Spannungsbogen, Cliffhanger indes befindet sich in einer Spannungskurve und ist dort eigentlich eine narrative Übersetzung einer ökonomisch gelagerten Motivation. Sie unterscheiden sich so in ziemlich allem - angefangen bei der zugrundeliegenden Intention. Gemein ist ihnen lediglich, dass sie eine aufgebaute Spannung nicht auflösen, sondern hinauszögern - einmal narrativ (rM), das andere Mal physikalisch (Cliffhanger) durch eine Pause. Spannungsbogen ist nicht mit "Suspense" zu verwechseln. Cliffhanger trifft man eher im Kontext von "Suspense" an. http://wortwuchs.net/spannungskurve-spannungsbogen Cliffhanger gibt es seit langem in anderen Medien und gibt es dort länger als im Film. Einige dieser Werke werden heute eher zur einer Form von Hoch- als Populärkultur verrechnet. Z. B.: Tausendundeine Nacht und Werke von Charles Dickens, Arthur Conan Doyle, Erich Maria Remarque, Fjodor Dostojewski und Alexandre Dumas, die heute zum Großteil zur Weltliteratur gezählt werden - siehe vor allem viktorianische Fortsetzungs- und Feuilletonromane. Ich hatte meine ersten Bekanntschaft mit Cliffhangern bei Walt Disney gemacht. In den "Mickey Mouse"-Heften gab es immer eine Geschichte, die abrupt endete und eine Fortsetzung verlangte, so dass ich kaum das Erscheinen des nächsten Heftes abwarten konnte.
  9. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    Entweder Du liegst da fachlich/sachlich falsch oder ich verstehe Dich miss. Ein Cliffhanger geht grundsätzlich per Definition mit einer Pause/Unterbrechung des Films einher. Fröhlich schreibt: "Der Cliffhanger ist der Begriff für eine Erzähltechnik, bei der in einem Moment großer Spannung die serielle Erzählung unterbrochen wird, um den Leser, Zuschauer oder Hörer zu veranlassen, die Fortsetzung herbeizusehnen und diese dann später zu rezipieren. Gemeinhin gilt diese Erzähltechnik als enervierend, frustrierend oder sogar niederträchtig, da man beim Genuss serieller Werke unterbrochen und dann gezwungen wird, erneut zu rezipieren, um die Auflösung zu erfahren." (S. 15) http://www.beck-shop.de/fachbuch/leseprobe/9783837629767_Excerpt_001.pdf oder "Cliffhanger‘ ist ein Begriff für eine Technik, die beschreibt, dass eine Erzählung an einem Moment unterbrochen wird, der auf die Fortsetzung gespannt macht“ (S. 46) http://fsf.de/data/hefte/ausgabe/77/rez-mikos-froehlich-cliffhaenger-narration-tvd77.pdf
  10. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    Na ja, ich werde es lesen - vielleicht nicht ganz, sondern ausgewählte Kapitel und in dem Zuge sicherlich meine Sicht auf Cliffhanger verändern und fundieren. Ich bin ja (bisher) der Meinung, wie man aus meinen bisherigen Beiträgen erkennen kann, dass Cliffhänger in Filmen nicht zum Kino gehören, insofern sie vom Regisseur nicht vorgesehen sind, sondern Bestandteil und Signum einer TV-Kultur sind. Interessant wäre es evtl., wie es sich in dem Kontext bei den umstrittenen Amphibienfilmen verhält.
  11. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    Ich habe bein "Rumgoogeln" zu dieser Thematik am Wochenende dieses relativ neue Buch aus April 2015 entdeckt und umgehend bestellt. Der Cliffhanger und die serielle Narration Analyse einer transmedialen Erzähltechnik Das vorliegende Buch ist die Dissertation von Dr. Vincent Fröhlich. http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2976-7/der-cliffhanger-und-die-serielle-narration Dr. Fröhlich ist Literaturwissenschafter an der Uni Marburg, einer seiner Schwerpunkte ist Medienkomparatistik.
  12. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    Ich habe dazu noch eine Mail folgenden Inhalts von einem Kinomacher zu dem Thema bekommen: "Der ‚Cliffhanger‘ ja nicht dazu da, eine besonders ‚schöne‘ Pause hervorzubringen, sondern das Publikum am Abschalten, Wegzappen, etc. zu hindern. Also zugunsten des Werbeblocks. Grundsätzlich halte ich das unvermittelte Aussteigen gerade aus einer spannenden Szene gegen das Publikumsinteresse gerichtet. Für viele scheint der Begriff ‚Cliffhanger‘ ja irgendwas Positives zu bedeuten. Aber wenn man drüber nachdenkt, ist es eigentlich bewusst gegen die Perzeptionserwartung gerichtet. Wenn man das wie ihr interaktiv per Taster macht, statt vorgeplant per Playliste, dann ist halt grundsätzlich zusätzlich ein gewisses Konfliktpotential drin. Wenn ihr schon eine Pause einlegt, sollte ihr den Film vorher zumindest bis zu ‚Eurer‘ Pause gesichtet haben, dann in Ruhe und wohlüberlegt die Pause setzen und die dann per Playliste fixieren, so hättei ihr die Pause immer an der gleichen Stelle unabhängig davon, welcher Filmvorführer den Film vorführt oder ob der gerade abgelenkt und nicht 100% bei der Sache ist. Diese Sorgfalt wäret ihr eigentlich dem Film und eurem Publikum gegenüber schuldig. Zu deinem Beispiel mit der Musik. Im Theater ist es ebenfalls so: Pause, wenn, dann nur am Ende eines Aktes und nie innerhalb einer Szene."
  13. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    @ macplanet Ich gebe Dir Recht, und so wie Du werden es sicherlich die meisten Deiner Kollegen in diesem Forum sehen, dass eine Filmpause in einem Kinofilm sich filmästhetisch grundsätzlich mit richtigem Kino beißt. Bei uns im achteinhalb ist das historisch gewachsen, da wir nur einen 35mm-Projektor im 1800m-Spulenbetrieb hatten und so spätestens nach 3 Akten (Filmrollen) aus technischen Gründen eine Filmpause machen mussten. Die Meopta konnte auch nicht mehr als 1800m, Platz für einen Langlaufbetrieb mittels Spulenturm oder Filmteller oder für einen Überblendbetrieb mittels zweitem Projektor hatten wir nicht.. Hier der Link auf den Thread in diesem Forum zum Thema Akte/DCP: Unsere Filmpause war also nicht kommerziell (Verzehr) oder als Pinkelpause motiviert, sondern rein technisch. Aufgrund unserer räumlichen Situation - alles (Projektor hinter Glas, Einlass, Garderobe, Theke, Kinosessel) auf 90 qm, hat die Pause bei uns eine kommunikative Qualität gewonnen, die unser Publikum auch ausdrücklich wünscht. Dass dabei auch die Rotweingläser aufgefüllt werden und unser Publikum im Lauf der Jahre die Pause zunehmend für einen Toilettengang nutzt sind Nebeneffekte der Pause. Kommerziell ist das Ganze nicht ausgelegt: Eintritt 5 Euro, Cola/Bionade 1,50, Bier 2 Euro, Glas Rotwein 3 Euro. Daher gehört die Filmpause bei uns dazu, zumindest am Wochenende. Dass die Filmpause kritisch ist und bleibt, räume ich ein. Oft findet man nicht die geeignete Stelle, verpeilt oder verpennt sie oder es gibt einfach keine Stelle, die sich anbietet. Es gibt auch ne Handvoll Filme, da bringe ich es nicht übers Herz einfach willkürlich mit ner Pause zu unterbrechen und lasse es durchlaufen. Es ist da bei uns halt die Aufmerksamkeit, Kompetenz, Sensibilität und Verantwortlichkeit des Filmvorführers gefragt. Wir haben im Kinosaal einen Pausenschalter für den Doremi, so dass der Filmvorführer den Film mitverfolgen kann, bis er die Entscheidung trifft und den Schalter drückt. Neu ist halt bei uns und das war das, was ich hier zu Diskussion stellen wollte, dass nach 22 Jahren Filmpause am Ende eines Aktes, eine Pause in Art und Kultur (m. E. TV-Kultur) eines Cliffhangers mitten in der Szene innerhalb eines Spannungsbogens von einem unserer Filmvorführer preferiert wird oder zumindest als gleichwertig/gleichberechtigt zur Pause bei Aktende gesehen wird. Also, wenn schon Filmpause wie bei uns, welches Argument gäbe es für eine Pause mitten in der Szene, mitten im Spannungsbogen? Hier wird ja de facto gesagt: Filmpause im Kinobetrieb in Form eines Cliffhangers ist genau so akzeptabel oder inakzeptabel wie eine Pause am Aktende - und das bestreite ich. Ich meine, wenn schon Filmpause im Kino (nicht TV), dann am Aktende und auf keinen Fall als Cliffhanger. Diese meine Einstellung wurde als dogmatisch bezeichnet. Selbst wenn man zu Hause ne BluRay sieht und auf Toilette muss, würde niemand auf die Idee kommen, die Pausentaste mitten in einem Spannungsbogen zu drücken, sondern sich das Pinkeln verkneifen, bis die Szene sich wieder entspannt. Jemand aus dem Publikum, der diesen Disput am Freitagabend im Kino mitbekam, schrieb mir gestern als Analogie - als Vergleich zum Kino: Dass in einem klassischen Orchester niemand auf die Idee käme, eine Pause mitten im Akt zu machen - dass das dort vollkommen undenkbar wäre, so wie es im Kino aus filmästhetischen Gründen vollkommen undenkbar sein sollte, eine Pause mitten im Akt (einer Handlungsabfolge) zu machen. Ich sehe zwei Perpektiven auf die Filmpause: Eine aus filmästhetischer Sicht und eine aus Sicht der Rezipienten im Kinosaal, also die eines heterogenen Publikums.
  14. Zusammenhang von Akten und Rollen

    Wie fiele da aus Deiner Sicht die Begründung aus?
  15. Filmpause mitten in der Szene oder am Ende einer Szene?

    Sie sieht das ja vor allem aus einer Rezeptionsperspektive, eine vollkommene berechtigte Zuschauerperspektive und vermutlich letztlich die grundlegende für alle anderen Sichtweisen auf diesen Gegenstand. Ich schrieb ja mehr aus einer fachlichen, einer Kinoperspektive (Kinotradition, Kinoästhetik versus TV-Ästhetik). Aus Sicht eines Kinobetreibers sollte die Filmpause m. E. Gegenstand einer fachlichen Betrachtung und damit einer argumentativen Auseinandersetzung zugänglich sein und nicht zum Gegenstand von diskussionslosen persönlichen Vorlieben degradiert werden. So sehr die Filmpause zu unseren Veranstaltungen gehört und von unserem Stammpublikum auch erwartet wird, so sehe ich sie auch immer wieder kritisch. Es gab einige wenige Filme, wo ich auf sie verzichtet habe, weil ich sie als unpassend und als das Filmerlebnis massiv unterbrechend empfand. Außerdem finde ich sie immer wieder heikel und frage mich bei neuem Publikum zuweilen, wie die das wohl empfinden mögen. Wir sind in Deutschland das einzig mir bekannte Kino, das grundsätzlich eine Filmpause macht. Andere Kinos machen das bei Filmen mit Überlänge - vor allem als Pinkelpause gedacht und vielleicht auch mit Blick auf den zusätzlichen Konsum in der Pause, der bei uns nicht das Motiv darstellt. Was ich im Internet dazu finde, sind vor allem Beiträge von Kritikern der Pause - wobei die dort erlebten Pausen bei weitem nicht den kommunikativen Charakter haben wie in unserem kleinen Kinoraum. http://www.ohitsanico.de/wie-kinos-ticken-pausen-im-kino http://www.uci-kinowelt.de/frage/warum-werden-filme-mit-einer-laufzeit-von-mehr-als-130-minuten-mit-pause-gezeigt/32 http://cinefacts-forum.kino.de/34568-kinopause-notwendiges-aoebel.html https://www.amazon.de/forum/dvd?_encoding=UTF8&cdForum=Fx385C2NBODXBPJ&cdThread=Tx1QUL3QKUBR8VZ In der Schweiz und in der Türkei stehen Kinopausen wohl an der Tagesordnung: https://www.ronorp.net/zuerich/stadtgespraech/forum-archiv/stadtgespraech.23/filmunterbrechungen-werbepausen-im-kino.29912 http://www.gutefrage.net/frage/pausen-im-kino
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