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Filmführungsrollen / Zahnrollen


Schetteb

Empfohlene Beiträge

Liebe 16-mm-Freunde,

 

hier liest man ja immer wieder über Totengräberstimmung und so weiter. Kann ich nicht verstehen. Ich habe vor ein paar Wochen zufällig einen Siemens 2000 bekommen, der mir so abartig viel Freude bereitet, dass ich mir jetzt eine hochkompakte 16-mm-Filmentwicklungsmaschine zur Durchlaufentwicklung konstruiere. Einem Freund, der Maschinenbauer ist, habe ich eben die Zeichnungen für die Umlenkrollen gegeben, die er mir drehen soll. Ich bräuchte allerdings noch zwei Zahnrollen, die in die Perforation eingreifen, damit ich vor und nach der Maschine eine evtl vorhandene Über- oder Unterkompensation der Reibung der über Friktion angetriebenen Transportrollen ausgleichen und dem Film eine konstante und vollkommen definierte Geschwindigkeit geben kann.

 

Also wenn jemand noch an irgend einem Gerät, das er nicht mehr braucht, Zahnrollen zum Vergeben hat, würde ich mich darüber sehr freuen.

 

An sich ist ja die Idee mit der DIY-Entwicklungsmaschine nicht neu:

Aber ich denke, das geht noch erheblich kompakter und einfacher, zB indem die Chemikalien einfach durch Magnetrührfische umgerührt werden, dann spart man sich die Umwälzpumpen.

 

Viele Grüße, Bernd

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Lieber Bernd,

 

super Sache!

Du solltest Dir unbedingt das (ich glaube) vorletzte Exemplar der Schmalfilim besorgen, da stellt Lukas Fritz die dritte, massiv weiterentwickelte Version seiner Maschine vor. Du kannst und solltest auch ohne Zahntrommeln auskommen, es gibt da eine genial einfache Lösung (die die dritte Generation der Maschine auch hat).

Du erreicht Lukas auch unter der Adresse auf http://www.echolot-online.de/Echolot/Impressum.html -- er hilft immer gern und sehr kompetent.

 

Viel Erfolg -- berichte dann mal!

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Der Trick ist, die Umlenkrollen zwar anzutreiben, und zwar in einer Geschwindigkeit, welche der Geschwindigkeit der geschwindigkeitsbestimmenden Zahnrollen ungefähr entspricht, aber eben nicht starr, sondern über eine Rutschkupplung. Die Rollen werden dazu auf die Achsen gesteckt, sodass sie ab einer bestimmten Kraft, die der Film noch spielend ertragen kann, die aber für einen Transport locker ausreicht, unabhängig von der Achse drehen können. So werden Spannungen minimiert, die durch Toleranzen des Umfangs der Rollen herrühren. Das bedeutet: Die Zahnrolle am Ausgang der Maschine bestimmt die Geschwindigkeit. Die Umlenkrollen in der Maschine sind nur angetrieben, um die Gesamtreibung zu minimieren, geben aber keine eindeutige Geschwindigkeit vor. Die Zahnrolle am Eingang der Maschine bremst den Film, damit er immer einigermaßen straff und ohne Schlaufenbildung an den Rollen anliegt, für den Fall, dass die Geschwindigkeit der Umlenkrollen in der Maschine größer sein sollte als die Sollgeschwindigkeit des Filmes.

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Schetteb: es geht noch einfacher und v.a. Präziser. Guck dir mal Lukas' neuen Bericht an. Rutschkupplungen mit definierter Friktion unter veränderlichen Umständen (Feuchtigkeit, Temperatur, Chemieeinwirkung) sind ziemlich komplex. Der Kniff ist, den Transport bei definierter Filmspannung durch selbige kurzzeitig auszukuppeln.

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Ich habe diesen Artikel hier gelesen: http://www.schiele-schoen.de/schieleschoendata/files/divers/originals/seite_161564.pdf, aber ich glaube nicht, dass dieses Verfahren für eine Kompaktanlage wirklich geeignet ist, weil der technische Aufwand einfach zu hoch ist. Ich denke, die funktionale Trennung der Festlegung der Geschwindigkeit und der Verminderung der Reibung und der Ausgleich der Toleranzen ist der einfachere Weg, weil man am Ende ohne viele teure Präzisionsteile auskommt. Wenn wir annehmen, dass der Film an die 10 N aushält (einwandfreie Proben rissen übrigens im Vorversuch nie unter 100 N) und pro Walze nicht mehr als 0,1 N Kraft zur Überwindung der Reibung benötigt (mehr braucht man für die Friktionskupplung ja nicht; wenn die Rollen auch nur ungefähr die soll-Filmgeschwindigkeit haben, fällt so gut wie keine Reibungsarbeit mehr an!), haben wir selbst bei 10 gleichzeitig reibenden Walzenkupplungen noch ein Sicherheitsfenster vom Faktor 10. Witzigerweise dürften die enormen Kräfte, die bei einem starren Walzenantrieb offenbar immer wieder zum Zerreißen des Filmes führten, auf eine art Flaschenzugeffekt zurückzuführen sein...

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Klar, viele Wege führen Bach Rom.

Aber bedenke, dass der Film in unterschiedlichen Bädern leicht unterschiedliche Längen bekommt. Daran ist auch Kodaks Tischprozessor damals gescheitert.

Transportrollen die solange auskuppeln wie der Zug auf dem Film zu groß ist, helfen da eben. Aber vielleicht habe ich Dich auch falsch verstanden und genau das meinst Du die ganze Zeit. :) ist halt schwer ohne Fotos...

 

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