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History: 25 Jahre SCHINDLERS LISTE


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Ich hatte leider eben, kurz vor Ablauf des KDM, nur wenige Minuten Zeit mir das 4K OmU DCP in 4k-Projektion anzusehen. (Ca 10 Szenen durchgeskippt und kurz angespielt.)

 

Was ich in der Kürze der Zeit sehen konnte fand ich hinsichtlich Schärfe, Kontrasten und allg. Bildeindruck äußerst stimmig.  Die englische Tonmischung ist subtil und qualitativ hervorragend und beleidigt einen auch bei Faderwerten jenseits der 7.0 keineswegs.

 

Leider heute keine Zeit für eine Komplettsichtung gefunden.

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Ich sah den Film gestern im Elysee in Frankfurt. Ausverkauft, mit anschliessendem Gespräch mit Frau Trautwein, die Schindler 1966 kennen lernte.

Sehr lobenswert: Der Film wurde ohne Werbung gezeigt, was ich für das Thema angemessen halte. Dafür habe ich mich auch bei der Direktion bedankt.

 

Frau Trautwein berichtete, dass es in den späten 60ern sehr schwierig war, Oskar Schindler in die Öffentlichkeit zu rücken. Sicher gab es 67/68 auch reichlich andere, durchaus heiße Themen. Das in den 60ern jedoch eine Generation lebte, die den Krieg komplett ausgeblendet hat, finde ich weiterhin schwer verdaulich. Dies wird auch "Im Labyrinth des Schweigens" thematisiert, und ich habe mir diesen Umstand von Mitarbeitern des Fritz-Bauer Institutes bestätigen lassen.

 

 

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vor 5 Stunden schrieb joerg.hermann:

Frau Trautwein berichtete, dass es in den späten 60ern sehr schwierig war, Oskar Schindler in die Öffentlichkeit zu rücken.

 

In dem Kontext sei mir hier eine kleine Rückblende ins Jahr 1994 erlaubt:

 

"Als Steven Spielberg  „Schindlers Liste“ verfilmte, war es keine ausgemachte Sache, dass der Film   - wie vor wie ihm nur die Fernsehserie „Holocaust“ -  in Deutschland die Beschäftigung mit der jüngeren deutschen Vergangenheit noch einmal befeuern würde. Ja, es war nicht einmal sicher, dass der damals erfolgreichste Hollywoodregisseur, der mit Filmen wie „E.T.“, „Der weiße Hai“, „Die unheimliche Begegnung der Dritten Art“, „Indiana Jones“ die Kinocharts beherrscht hatte, auch nur annähernd an solche Erfolge anknüpfen konnte.

 

Das Thema „Judenvernichtung“ galt nicht gerade als Publikumsattraktion und dann präsentierte Spielberg in der Verfilmung des Buches des Australiers Thomas Kenneally auch noch einen deutschen Fabrikanten, der mit dem Nazis gute Geschäfte machte, als positive Heldenfigur. Oskar Schindler, der 1974 in Frankfurt am Main starb, hatte zahlreiche Juden vor dem sicheren Tod in den Vernichtungslagern  gerettet, indem er ihnen Arbeit in seiner Fabrik bei Krakau verschaffte oder sie auch nur nominell zu seinen Arbeitskräften zählte, dafür wurde ihm  in der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem ein Baum in der Allee der Gerechten gewidmet.

 

Als Spielbergs Film  in die Kinos kam, war Oskar Schindler in  Deutschland so gut wie vergessen, Das änderte sich danach schlagartig. Da die großen Kinoketten „Schindlers Liste“ links liegen ließen,   erlebte der Film seine Karlsruher Erstaufführung in der Schauburg,. Am 3. März 1994 lief „Schindlers Liste“ vor vollen Rängen in großen Schauburg-Saal. Der Karlsruher Oberbürgermeister Gerhard Seiler hatte die Schirmherrschaft übernommen. Eine anonyme Bombendrohung, die sich als haltlos erwies, führte zu einer längeren Verzögerung, die aber den Premierengästen weit weniger im Gedächtnis blieb, als Spielbergs akribische plastische Schilderung des damaligen Geschehens. Einige Zuschauer verließen den Saal, weil sie die realitätsnahe Darstellung der Vernichtungsmaschinerie nicht ertragen konnten, wie der BNN-Kritiker Alexander Kohlhaas in der Wochenendausgabe der BNN (5.3. 1994) vermerkte,. Die Lokalzeitung berichtete in seltener Ausführlichkeit über die Karlsruher Premiere, der eine lange Spieldauer folgte und viele Schulaufführungen. Die Oscarnominierungen und schließlich die Oscars,  die der Film erhielt, taten ihren Teil dazu,  „Schindlers Liste“ zu einem so nicht erwarteten Publikumserfolg zu machen."

 

(Peter Kohl, aus "Geschichte der Schauburg 1929 - 2019")

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